Die Kugel in der Dose

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Falschheit Dummheit Arbeit Kollegen

Die Kugel in der Dose
Vor knapp sechs Monaten wurde mir von meinem Chef ein Praktikant zugewiesen. In der ersten Woche lief alles gut, doch dann wurde er zunehmend frecher und fauler. Ich habe ihn dann eine Spraydose holen lassen und ihm gesagt, dass er diese schütteln solle, bis die Kugel nicht mehr zu hören ist. Wenn mein Chef ihn nicht aufgeklärt hätte, würde er wahrscheinlich heute noch schütteln. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032018 vom 09.10.2013 um 13:10:36 Uhr (15 Kommentare).

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Geld aus dem Automaten

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Diebstahl Habgier Arbeit

Bei uns auf der Arbeit muss ich fast täglich den Getränkeautomaten einmal durchspülen, auffüllen und dann das Geld herausnehmen. Das Geld kommt dann in eine Kiste und wird alle zwei oder drei Tage einmal gezählt und dann als "Einnahme Getränkeautomat" verbucht. Innerhalb dieser Tage weiß niemand, wie viel Geld in der Kiste liegt und als Einnahme gilt - weshalb ich mir hin und wieder ein oder zwei Euro herausnehme. Es kommt niemand dahinter, da ich meistens alleine bei dem Automaten bin und eben auch das Geld alleine in die Kiste lege. Ich habe ein schlechtes Gewissen und bin froh, dass unser neuer Azubi die Arbeit inzwischen oft übernimmt und ich so weniger Chancen habe, das Geld herauszunehmen.

Beichthaus.com Beichte #00031954 vom 26.09.2013 um 13:05:22 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Die Kunst als Lebensretter

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Dummheit Selbstverletzung Maßlosigkeit Arbeit Hollfeld

Also ich bin jetzt Mitte vierzig und versuche es mal mit einer Beichte. Seit meinem Einstieg ins Berufsleben, so mit achtzehn, bin ich immer mehr zum Workaholic geworden. Mein Ziel bestand zunächst darin, mit dreißig in Rente zu gehen, was natürlich nicht geklappt hat, es wurde irgendwie immer Schlimmer, bis ich mit Ende dreißig einen Schlaganfall erlitten habe. Danach musste ich viele Dinge im Leben überdenken, unter anderem, warum keiner meiner Kollegen mich eigentlich im Krankenhaus besucht hat. Lange Rede, kurzer Sinn - ich bin irgendwie nicht wieder in die Gänge gekommen, wurde dann arbeitslos und schließlich auch manisch depressiv. Ich habe mich immer öfter alleine in meiner Wohnung betrunken und bin oft mit Kopfschmerzen auf dem Fußboden aufgewacht. Es endete mit einem Selbstmordversuch und einem kurzen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt. Mein Arzt hat mir dann dazu geraten, damit anzufangen Bilder zu malen oder ein Instrument zu spielen, also etwas Künstlerisches zu tun. Vielleicht, weil mein ursprünglicher Beruf nicht sehr viel Kreativität zugelassen hat. Ich habe das tatsächlich sehr widerwillig gemacht, auch um von meinen Medikamenten wegzukommen.


Wie sich gezeigt hat, steckt in mir wohl ein sehr begabter Maler. Ich male heute Landschaftsgemälde und konnte auch schon einige davon verkaufen. Richtig viel Geld verdiene ich damit nicht, kann aber davon leben und bin das erste Mal in meinem Leben richtig glücklich. Diesen Sommer habe ich viel Zeit draußen verbracht, und wenn es der Geldbeutel zulässt, werde ich im Winter vielleicht eine kleine Reise nach Rom machen, um dort einige historische Bauwerke zu malen. Seit Langem habe ich auch wieder eine Freundin, die sich sehr für meine Kunst interessiert und mich so akzeptiert, wie ich bin. Was ich sehr bereue, ist, dass ich jahrelang so ein schreckliches Leben geführt habe. Ich bildete mir ein, dass ich früher in Rente gehen könnte, und dass die Größe meines Autos etwas bedeutet. Was mich dann beinahe mein Leben kostete. Aber das hätte vermutlich auch niemanden interessiert - den Job hätte einfach ein anderer weitergemacht. Es tut mir leid, dass mir das nicht schon früher klar wurde, ich habe mich einfach vom Strom des beruflichen Erfolges leiten lassen.

Beichthaus.com Beichte #00031947 vom 24.09.2013 um 22:54:16 Uhr in Hollfeld (12 Kommentare).

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Arbeitslos statt Altenheim

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Trägheit Arbeit 50+

Arbeitslos statt Altenheim
Ich (m/27) beichte, dass ich lieber arbeitslos bin, statt im Altenheim für lau zu arbeiten. Nach meiner Ausbildung wurde ich nicht übernommen und fand auch keine entsprechende Stelle. Also musste ich ein kostenloses Praktikum vom Jobcenter aus in einem Altenheim machen. Ich dachte mir zuerst, warum nicht, ich bin gerne für ältere Leute da. Allerdings finde ich es erschreckend, was da abgeht. Überall nur überarbeitetes unterbesetztes Personal. Wir haben uns öfters unterhalten über die massenhaft vorhandene Arbeit, aber wiederum das Einsparen von Personalkosten. Auf Kosten der Bewohner. Ich habe so einiges erlebt und selbst Verantwortung übernommen. Ich habe mich so gut es geht um die Bewohner gekümmert, Essen gereicht, sie angezogen und auf die Toilette gebracht. Schon nach 3 Wochen konnte ich nicht mehr, psychisch und physisch. Ich war bei meinem Hausarzt und lies mich krankschreiben. Später kam ich zum Amtsarzt des Jobcenters. Dieser urteilte, dass ich nicht mehr in einem Pflegeberuf arbeiten kann.

Nun allerdings, bin ich zwei Mal in der Woche für vier Stunden ehrenamtlich in diesem Altenheim, lese vor, gehe mal mit den älteren Menschen spazieren, setze mich auf die Terrasse, spiele Spiele mit ihnen oder ich diene einfach als Zuhörer. Bin ich jetzt ein kleines Würstchen, weil ich den Stress, mich um unsere älteren Bürger zu kümmern, als Mann nicht bewältigt bekomme? Und sie keine neun Stunden täglich, oder gar länger, pflegen kann?

Beichthaus.com Beichte #00031942 vom 23.09.2013 um 21:16:13 Uhr (28 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Verschenkter Käse

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Zorn Betrug Ungerechtigkeit Restaurant Arbeit Sinsheim

Verschenkter Käse
Ich arbeite bei einer bekannten Sandwich-Kette und habe aus allgemeiner Unzufriedenheit seit Monaten keinen doppelten Käse mehr berechnet. Was bedeutet, dass ich den Laden bei jedem halben Sandwich um dreißig Cent betrogen habe. Allerdings ist die Bezahlung furchtbar und ich schenke den Leuten eigentlich nur das Geld, das ich nicht erhalte.

Beichthaus.com Beichte #00031935 vom 23.09.2013 um 11:57:48 Uhr in 74889 Sinsheim (14 Kommentare).

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