Die Samenspende meines Vaters

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Fremdgehen Stolz Verzweiflung Kinder Familie

Ich (m/36) werde in einigen Monaten Vater. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch so ist das leider nicht. Über mehrere Jahre versuchten ich und meine Frau, ein Kind zu machen. Es half alles nichts, da mein Sperma einfach für nichts zu gebrauchen ist. Ich meine, jeder hat doch den Trieb, sich fortzupflanzen, weswegen für uns beide eine Welt zusammengebrochen ist. Da wir beide aber unbedingt ein Kind haben wollten, suchten wir nach Alternativen. Eine Adoption wäre für uns nicht infrage gekommen. Meiner Meinung nach kann man ein Kind nur dann lieben, wenn es von einem selbst kommt, also eine direkte Nähe da ist.


Irgendwann kam meine Frau auf die Idee einer Samenspende. An sich war die Idee nicht schlecht, jedoch wäre es für mich untragbar, wenn meine Frau das Kind eines Wildfremden austrägt. Meine Frau akzeptierte meine moralischen Vorbehalte, wollte aber nicht von der Samenspende wegkommen. Sie variierte den Vorschlag so um, dass der Samenspende ein naher Verwandter meinerseits sein müsste. Für mich eine klasse Idee, da das Erbgut mit meinem immerhin ähnlich sei. Angesichts eines fehlenden Bruders war aber nur mein Vater in Betracht gekommen. Mein Vater sollte ein Kind mit meiner Frau kriegen? Zwar war die Theorie abstrus, mit der praktischen Umsetzung hatte ich aber keine Bedenken. Nach einigen Wochen Bedenkzeit sagte mein Vater zu, schließlich wollte er schon seit Längerem Enkelkinder. Das Arrangemant sah vor, dass meine Frau und mein Vater für das Kinderkriegen verantwortlich waren.


Ich persönlich dachte an einer künstlichen Befruchtung, jedoch kam es zu meinem Unwissen anders. Hinter meinen Rücken machten die beiden ein Kind auf klassische Art und Weise. Unfassbar, mein Vater hat mit meiner Frau geschlafen. Wieso wurde ich so hintergangen? Grund hierfür war angeblich finanzieller Natur. Klar, eine künstliche Befruchtung kostet schon was, aber mir wäre es wert gewesen. Außerdem kaufe ich das denen nicht ab. Inzwischen ist mir jeglicher Kontakt mit meinem Vater peinlich. Allein bei dem Gedanken, dass er schon über meiner Frau drübergerutscht ist, kann ich ihm nicht in die Augen sehen. Tragischerweise ist das aber nicht das einzige Problem. So langsam habe ich den Verdacht, dass ich eine Beziehung zu meinem Kind nicht aufbauen könnte, wenn ich mich nicht als richtigen Vater sehe. Ich hätte beziehungstechnisch nur eine Statistenrolle.


Ich weiß, ich war auch für die Idee, bereue es aber nicht über mögliche Konsequenzen nachgedacht zu haben. Vermutlich werde ich eines der Väter sein, die ihre Kinder nicht lieben. Momentan macht mich die Situation richtig fertig. Sobald ich meine inzwischen rundere Frau sehe, kippt mein Gemütszustand. Gerade spiele ich mit dem Gedanken einer Abtreibung. Mir ist bewusst, dass auch die Frau einverstanden sein muss, zumal sie am meisten dran leiden würde. Nebenbei könnte es ein Vertrauensbruch zwischen uns sein. Ich meine, ich war anfangs noch einverstanden damit. Meine Zweifel lösen sich aber mit der Zeit in Luft auf.


Wie zuvor erwähnt hat meine Frau schon das Vertrauensbild bereits verschmiert, indem sie mit meinem Vater schlief. Aus diesem Grund hätte ich doch etwas gut bei ihr. Hoffentlich wird sie mich verstehen, denn sonst wird es zwischen uns krachen. Naja, egal was ich tue, ich bin auf alle Fälle der Verlierer. Entweder ich bekomme ein Kind oder eines, das ich nicht liebe. Vielleicht wollte es Gott so.

Beichthaus.com Beichte #00037135 vom 29.11.2015 um 16:32:00 Uhr (46 Kommentare).

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Oma und Opa sind schon tot

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Missbrauch Lügen Falschheit Kinder Familie

Meine Frau wurde als Kind mehrfach von ihrem Vater vergewaltigt, weswegen er nach Jahren der Pein aufgrund der Hilfe einer Nachbarin angezeigt wurde und eine Gefängnisstrafe verbüßen musste. Mithilfe etlicher Therapien und auch mit meiner Unterstützung hat sie es zwar geschafft, mit der Vergangenheit abzuschließen und eine wunderbare Mutter für unsere beiden Töchter zu sein, aber sie pflegt trotzdem noch Kontakt zu den Eltern - sie sind Alkoholiker und geändert hat sich in deren asozialem Leben nicht viel. Ich kann es nicht verstehen, dass sie zu ihnen geht, ihnen bei Behördengängen, beim Reinemachen und bei allem Möglichen hilft, aber ich kann es ihr nicht verbieten.


Unsere Kinder dürfen die beiden weder ansehen, geschweige denn ansprechen, da herrscht absolutes Kontaktverbot. Meine Beichte ist, dass unsere Kinder, obwohl sie immerhin schon acht und sechs Jahre alt sind, gar nicht wissen, dass ihre Großeltern mütterlicherseits noch leben. Wir wussten nicht, wie man seinen Kindern diese Situation erklären kann, und haben ihnen erzählt, dass Oma und Opa schon gestorben sind. Mir geht es nicht um den Abschaum, sondern um mein schlechtes Gewissen, dass wir unsere beiden süßen Mäuse anlügen. Und wir fürchten, den richtigen Zeitpunkt bereits verpasst zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00037125 vom 27.11.2015 um 21:30:48 Uhr (3 Kommentare).

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Eine Wette zwischen Fußballern

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Waghalsigkeit Schamlosigkeit Ekel Sport

Ich (m/30) erinnere mich nur ungerne an meine Jugend zurück. Damals spielte ich bis zu meinem 19. Lebensjahr für einen sächsischen Fußballverein. Meine Zeit als Fußballer war eigentlich ziemlich cool. Man tingelte durch die sächsischen Dörfer, zockte ein wenig und am Abend betrank man sich. Leider war es nicht immer so entspannt. Da ich und meine Mannschaft schon jahrelang zusammenspielten, entwickelten wir einen gemeinsamen Hass auf das Nachbardorf. Dieser Hass ist nicht plötzlich entstanden, viel mehr gab es Dutzende Duelle, die so hitzig waren, dass die Trainer Schlägereien verhindern mussten. Meiner Meinung nach wurde dieser Nachbarverein jahrelang von Schiedsrichterentscheidungen übervorteilt, aber das ist eine andere Geschichte. Kurzum: Wir hatten einen richtigen Hals auf die.


In meiner letzten Saison stand gleich am ersten Spieltag das Derby an. Es war ein gewöhnliches Derby mit kleinen Raufereien und groben Fouls. Leider gewann dieser Verein schon wieder - sogar verdient. Die Möchtegern-Ronaldinhos bewarfen uns im Anschluss spöttisch mit Kieselsteinen. Wir konnten uns das nicht gefallen lassen, sodass wir mit einer kleinen Gruppe später in deren Kabine stürmten. Dort angekommen klauten wir Kleidungsstücke und Wertsachen. Endlich konnten wir der Truppe Einhalt gebieten, doch nur so lange, bis die Trainer davon Wind bekamen. Bevor wir nach Hause fahren wollten, fing uns der Trainer ab, sodass wir die Sachen zurückgeben mussten. Als Strafe gab es dann ein internes Disziplinarverfahren, was glücklicherweise positiv für mich ausfiel. Auch musste ich mich persönlich bei dem Gegner entschuldigen. Bei einem Training des Gegners tat ich das mit zwei anderen auch. Wie üblich gab es dann die typische Diskussion um vorangegangene Spiele. Doch dieses Mal war das Ergebnis keine Schlägerei, sondern eine Wette.


Für viele wäre das Rückrundenspiel das letzte Derby gewesen, da einige Ausbildungs- oder Studiumsbedingt keine Zeit auf Fußball gehabt hätten. Die Wette besagte, dass das Siegerteam sich vom Verlierer einen blasen lassen musste. Damit waren nicht das ganze Team gemeint, stattdessen wir drei und drei andere des Gegners. Meiner Ansicht war das die günstige Gelegenheit, sich für die vielen unfairen Spiele zu rächen. Schon Wochen vorher fieberte ich dem Spiel entgegen. Dummerweise spaltete sich das Team, denn alle außer uns drei fanden die Blowjob-Wette hirnrissig. Hätte mein Trainer davon gewusst, hätte er er uns drei nicht spielen lassen. Als die Winterpause endlich vorbei war, stand gleich das besagte Spiel an. Noch nie war das Duell auf einem so hohen spielerischen Niveau. Es gab nur wenige unnötige Fouls - es war ein hochklassiges Match auf beiden Seiten! Bis kurz vor Schluss stand es 0:0, was eine Annullierung der Wette bedeutet hätte. Ich fand mich mit dem Ergebnis schon ab und wäre zufrieden nach Hause gegangen.


So war es aber nicht. Ein Sonntagsschuss entschied die Partie mit 1:0 für den Gegner. Da war wohl wieder der Rachegott am Werk. Nun ja, schlussendlich lösten wir die Wette ein. In der Kabine erwarteten uns drei steife Schwellkörper, die wirklich nicht appetitlich aussahen. Unter dem Gelächter des Feindes lutschten wir die verschwitzten Geschlechtsteile. Es war schlicht und ergreifend die schlimmste Demütigung meines Lebens. Zum ersten Mal schmeckte ich männliches Ejakulat, welches so eklig war, dass ich es auf den Boden spuckte. Die Trottel lachten sich einen ab und ich spielte nie wieder Fußball in einem Verein.

Beichthaus.com Beichte #00037118 vom 26.11.2015 um 19:57:16 Uhr (23 Kommentare).

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Der Zaun des Sportvereins

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Gewalt Engherzigkeit Sport Arbeit

Ich (m) wohne in einer Stadt, die einen großen Sportverein hat, dessen Gelände an ein Naturschutzgebiet grenzt. Um in die große Halle zu gelangen, kann man nur den Weg über die Kassenhäuschen gehen, sonst hat man keine Chance. Außer man kennt einen super tollen […]
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Beichthaus.com Beichte #00037117 vom 26.11.2015 um 19:23:29 Uhr (14 Kommentare).

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Das Wichtigste bei der Wohnungssuche

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Begehrlichkeit Zorn Verzweiflung Nachbarn

Meine Nachbarin hat sich gestern verlobt. Das hat sie mir heute freudestrahlend berichtet. Wieso ich das beichte? Weil ich Idiot vor drei Monaten bei der Wohnungssuche so naiv war und gedacht hätte, ich könnte die Kleine flachlegen. Ursprünglich habe ich als ausschlaggebendes Kriterium gesetzt, den Telekommunikationsanbieter A zu haben. Diesen habe ich hier nicht, sondern Telekommunikationsanbieter B, für 15 Euro mehr im Monat. Ich dachte mir jedoch, dass es die 360 Euro Mehrkosten in 24 Monaten wert wäre, da ich ja ein nettes Umfeld habe. Denkste. Nächste Woche ziehen die beiden endgültig zusammen und ich versauere hier. Ich schaue mich nun wieder nach Wohnungen um, und hoffe, demnächst nicht so schwanzgesteuerte K.O.-Kriterien zu setzen.

Beichthaus.com Beichte #00037116 vom 26.11.2015 um 19:02:26 Uhr (11 Kommentare).

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