Es gibt noch Gerechtigkeit!

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Gewalt Ungerechtigkeit Vorurteile

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, da haben meine Freundin und ich das Glück gehabt, bei einer Straftat zuzusehen. Wir haben beobachtet, wie fünf Leute einen bereits am Boden liegenden Menschen zusammenschlugen. Vier haben immer drauf, einer hat im laufenden Auto gewartet, dass sie "fertig werden". Flux das Nummernschild gemerkt und die Polizei gerufen. Diese kam auch recht schnell und hat mit Krankenwagen ihren Dienst erbracht. Am nächsten Tag noch eine Zeugenaussage bei der Polizei, wo uns gleich mitgeteilt wurde, dass die fünf Leute bereits in Haft sind. Und jeder von denen genug vorbestraft ist, dass sie mindestens jeder drei bis vier Jahre bekommen.

Nun zu meiner Beichte: Es mag sich sehr klischeehaft anhören, aber diese fünf Leute waren allesamt türkischer Abstammung und im Alter von 17-19 Jahren. Meine Beichte ist die, dass ich mich wie ein kleiner Sonnengott darüber freue, dass es Türken sind und nicht Russen, Polen, Deutsche etc. Dank dem gemerkten Nummernschild konnten die überhaupt ausfindig gemacht werden. Ich freue mich wie ein Schoßhund auf die Gerichtsverhandlung, an der wir beide teilnehmen dürfen und noch mehr freue ich mich darauf, wenn diese fünf Gestalten vor dem Richter dicke, runde Tränen heulen werden, wie man es von ihnen nicht anders kennt. Ich hoffe, ich habe jedem, dem einmal in irgendeiner Weise Unrecht getan wurde, den Tag ein wenig versüßt und das Gefühl vermittelt, dass es tatsächlich noch Gerechtigkeit gibt. Mit einem extrabreiten Grinsen werde ich jedes Wort genießen, wenn der Richter das Urteil verkündet.

Beichthaus.com Beichte #00024723 vom 12.09.2008 um 04:17:42 Uhr (83 Kommentare).

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Mein Vater, das sadistische Schwein

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Aggression Gewalt Ungerechtigkeit Rache Familie

Der Vater war ein sadistisches Schwein und ein brutaler Schläger. Er hat regelmäßig uns Geschwister und meine Mutter brutal verprügelt. Es gab für ihn immer einen Grund. Als mein jüngerer Bruder sich mit knapp 16 Jahren als schwul outete, wurde er erst einmal von ihm zusammengeschlagen und für ein ganzes Wochenende in den Keller gesperrt, um zur Besinnung zu kommen. Der Vater hat dann meine Mutter, meine Geschwister und mich vor die Wahl gestellt. Wer zu meinem Bruder halte, würde gegen den Vater sein und damit die Familie zerstören und bekäme seinen ganzen Zorn zu spüren. Wir hielten alle zu meinem Bruder, befreiten ihn und flohen zu Verwandten. Wir zogen in eine andere Stadt und fingen so langsam an, ein richtiges und normales Leben zu führen. Jedoch habe ich mir in dieser Nacht Rache und Gerechtigkeit geschworen. Ich schwor, ihn irgendwann für alle seine Taten bitter bezahlen zu lassen. Ich beichte, dass ich dies vor vielen Jahren in die Tat umgesetzt habe. Einzelheiten erspare ich mir. Er kann nur seine Hände und seine Arme nie wieder richtig einsetzen. Damit konnte er nie wieder jemandem wehtun. Er konnte auch nie wieder vernünftig und ohne Schmerzen gehen. Er musste seitdem seine Aggressionen gegen sich selbst richten. Der Vater war besiegt. Er war keine Gefahr mehr für uns. Ich weiß, dass es jegliche Barmherzigkeit vermissen ließ. Ich weiß, dass es unverzeihlich war. Aber ein Leben ohne Angst und glückliche Geschwister und eine Mutter, die wieder lachen konnte, war es wert.

Heute, viele Jahre später, habe ich selber eine Familie und Kinder. Es fällt mir in bestimmten Stresssituationen immer mal wieder schwer, nicht die Verhaltensmuster und das "erlernte" Handeln des Vaters zu übernehmen, aber es gelingt mir. Denn inzwischen habe ich durch jahrelange Therapie gelernt, wie man Konflikte ohne Gewalt löst. Besser löst. Überhaupt löst. Ich bereue rückblickend nur den Aspekt der Gewalt bzw. der Selbstjustiz innerhalb der Tat und die Missachtung christlicher und gesellschaftlicher Regeln. Ich bereue aber nicht die Tat und die Wirkung an sich. Sie hat uns befreit und für unser Empfinden für Gerechtigkeit gesorgt. Und das war es wert.

Beichthaus.com Beichte #00024722 vom 11.09.2008 um 19:47:43 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Centbeträge sind sinnlos!

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Hass Falschheit Geld

Immer wenn ich im Supermarkt an der Kasse nach kleineren Centbeträgen gefragt werde, behaupte ich dreist, ich hätte kein Kleingeld, obwohl meine Brieftasche vor Kleingeld nur so platzt. Dadurch bekomme ich natürlich auch immer mehr Kleingeld ins Münzfach, dies stört mich allerdings überhaupt nicht, da es ungefähr alle sieben Tage in mein Sparschwein wandert und mir damit, wenn es voll ist, einen dicken Batzen Feiergeld schenkt. Wenn man mal eine besonders unfreundliche Kassiererin hat, kann man sie weiterhin belehren, dass man ja auch mal grade Preise einführen könnte, wie z. B. in Finnland, wo alle Preise auf fünf Cent gehen

Beichthaus.com Beichte #00024720 vom 11.09.2008 um 18:48:27 Uhr (19 Kommentare).

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Der wertvollste Mensch meines Lebens

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Dummheit Feigheit Verzweiflung Liebe

Ich habe den wertvollsten Menschen verloren, den ich je gekannt habe. Unsere Freundschaft war wie der Himmel auf Erden, bis er einen Fehler begangen hat: Er hat sich in mich verliebt. Ich konnte einfach nichts mit ihm anfangen, ich weiß nicht, wieso, doch ich hatte einfach nicht solche Gefühle für ihn. Dabei hat er sich so gut um mich gekümmert. Er hat mich immer gefragt, wie es mir geht, ohne dass es sich wie eine Floskel anhörte. Er hat sich Sorgen um mich gemacht. Er hat sich immer alles angehört, was ich zu erzählen hatte. Er hat mich nie ausgelacht. Doch ich habe das nicht geschätzt. Ich wurde irgendwann genervt von seiner Fürsorge, habe ihn als elenden Besserwisser und Nervensäge beschimpft. Er ließ sich dadurch nicht unterkriegen. Doch irgendwann war es wohl zu viel für ihn. Irgendwann ist der Kontakt einfach abgebrochen. Und typischerweise habe ich erst dann gemerkt, wie viel er mir eigentlich bedeutet, als ich ihn schon verloren hatte. Irgendwann habe ich zwar den Kontakt wieder aufgenommen, doch nichts war wieder wie damals. Er schien sich gar nicht mehr zu bemühen, sich mit mir vernünftig zu unterhalten. Eines Tages habe ich ihm gesagt, dass es mir leidtut. Einfach alles, wie ich ihn behandelt habe, dass ich ihn verletzt habe und so weiter. Er hat zwar gesagt, dass er mir verziehen hat, doch irgendwie kann ich es immer noch nicht so recht glauben. Es ist nämlich nicht nur so, dass ich ihm einem Korb gegeben habe, damals habe ich mich in seinen damaligen besten Kumpel verliebt. Jaja ich weiß, jetzt heißt es wieder die Mädchen wollen doch nur Alphatierchen als Freund und keinen "netten Kerl", der sich um sie sorgt. Doch ich habe mich geirrt. Ich war nicht wirklich in seinen Freund verliebt, das ist mir heute klar, sondern ich habe es mir nur eingebildet.

Jedenfalls hat er mir in diesem Gespräch gesagt, er hätte mich auch vermisst und wir haben zum ersten Mal seit Jahren wieder so miteinander geredet wie früher. Ich dachte, jetzt wird alles wieder gut. Doch es blieb bei dem einen Gespräch. Danach hat er schon wieder den Eindruck gemacht, kein Interesse mehr an mir zu haben. Immer wenn ich ihn anspreche, gibt er nur Sparantworten von sich und es bleibt meistens nur bei oberflächlichem Smalltalk. Ich bin total verzweifelt und weiß nicht, was ich machen soll. Ich sitze oft da mit dem Telefon in der Hand und überlege mir, ihn anzurufen, doch ich habe das Gefühl, dass ich ihm auf die Nerven gehe. Ich habe Angst davor, mit ihm über meine Gefühle zu sprechen. Ich weiß nicht, wieso, denn ich bin sicher, er würde mich verstehen und es hört sich auch leicht bescheuert an, aber ich kann es einfach nicht. Ich habe das Gefühl, das was ich angerichtet habe, lässt sich nicht mehr reparieren. Ich war so eine Idiotin und habe alles kaputtgemacht. Ich denke, ich werde nie wieder einen Menschen treffen, der mich so gut versteht wie er. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich.

Beichthaus.com Beichte #00024719 vom 11.09.2008 um 18:24:36 Uhr (51 Kommentare).

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Die Frau kümmert sich nicht genug!

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Betrug Fremdgehen Verzweiflung

Ich war jahrelang die jüngere, sexgeile Geliebte eines verheirateten Mannes und hatte keinerlei Verständnis für dessen Ehefrau. Ich war der Meinung, sie sei selber Schuld an der Situation und hätte sich trotz Haushalt und zweier Kinder anständig um ihren Mann kümmern können. Ein bisschen blasen hier, aufmerksam sein dort, etwas mehr auf diesen tollen Mann eingehen. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder? Er hat sich dann auf mein Drängen hin von seiner Frau getrennt und ich fühlte mich als die große Gewinnerin und dachte, ich hätte ihn dann ein Leben lang ganz für mich. Aber nur vier Monate später hat er sich eine neue Geliebte gesucht und ich war raus. Das war lange her. Heute bin ich selber verheiratet, habe zwei Kinder und mein Mann geht fremd. Ich spüre das. All die Vorwürfe, die ich damals der Frau meines Geliebten vorgeworfen habe, sind für mich selbst heute gar nicht mehr zu leisten. Denn, ein bisschen blasen hier, aufmerksam sein dort, etwas mehr auf diesen tollen Mann eingehen - das ist im Alltag viel zu viel verlangt. Ich bin seit Jahren nur noch Mutter und Organisatorin und Putze. Ich bin abends so fertig, dass ich um 21 Uhr todmüde ins Bett falle.

Und selbstverständlich bekomme ich von diesem ach so tollen Mann keinerlei Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Ich glaube, er hat mich gar nicht mehr in seinem Bewusstsein. Ich beichte, dass ich unsagbar leide und merke, daran zu zerbrechen. Und ich beichte, dass ich mich für mein Verhalten damals sehr schäme und es mir leidtut. Hätte ich gewusst, in was für ein Unglück ich die Ehefrau und Mutter gestürzt habe, ich hätte es nie angefangen. Ich bereue meine damaligen Taten sehr, bitte um Vergebung und hoffe, dass ich meine Ehe irgendwie retten kann und mit meinem Mann und den Kindern als Familie glücklich leben kann. Ich liebe ihn so sehr.

Beichthaus.com Beichte #00024714 vom 11.09.2008 um 13:12:35 Uhr (36 Kommentare).

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