Möchtegern-Gangster mit Kapuzenpulli

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Rache Schamlosigkeit Engherzigkeit Bahn & Co. Berlin

Möchtegern-Gangster mit Kapuzenpulli
Ich habe heute beim Warten auf den Bus etwas sehr Spontanes und Merkwürdiges getan. An der Haltestelle standen ziemlich viele Leute, da sie sich direkt an einem S-Bahnhof befindet und drei Buslinien dort fahren. Unter all diesen Leuten war ein dicklicher, recht junger Südländer mit Kapuzenjacke, der ganz schön auf dicke Hose machte. Er aß etwas vom Bäcker und genau, als er fertig war, kam sein Bus an. Er nahm die Tüte, zerknüllte sie und warf sie demonstrativ zwischen die anderen Wartenden und mich. Ich nahm, ohne zu überlegen, die Tüte und steckte sie, während er einstieg, in seine Kapuze. Er hat nichts bemerkt und stieg in seinen Bus. Ich ging schmunzelnd zurück und alle guckten mich an. Manche schmunzelten ebenfalls und hielten sich dabei die Hand leicht vor den Mund, andere guckten mich verdattert an. Ich hätte gerne das Gesicht des kleinen Möchtegern gesehen, als er die Tüte in seiner Kapuze wiedergefunden hat. Im Nachhinein tut es mir aber leid, ihn so blamiert zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031265 vom 23.05.2013 um 23:43:58 Uhr in 12159 Berlin (Innsbrucker Platz) (21 Kommentare).

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Die Spinne im Schuh

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Hass Rache Boshaftigkeit Vandalismus Nachbarn

Die Spinne im Schuh
Der Nachbar über uns ist ein alter, verbitterter Tierhasser, der größten Spaß daran hat, unseren Tieren Leid zuzufügen. Als in unserem Briefkasten ein Nest mit Rotkehlchenbabys war, hat er es ausgeräumt und war so dreist, den ganzen Briefkasten blitzblank zu putzen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00031263 vom 23.05.2013 um 15:36:43 Uhr (19 Kommentare).

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“Folge

Das Muttersöhnchen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Ex Hilden

Das Muttersöhnchen
Mein Ex ist das größte Muttersöhnchen, das mir je begegnet ist. Er hat ausnahmslos alles getan, was seine Mutter von ihm verlangt hat, was einen immensen Einfluss auf unsere Beziehung hatte, da sie aus religiösen Beweggründen strikt dagegen war, mich auch nur in der Nähe ihres Sohnes zu dulden. Er hat es sogar geschafft, ihr glaubhaft zu machen, er wäre gegen Sex vor der Ehe. Seine einzigen Zugeständnisse an unsere Beziehung lagen darin, dass er am Wochenende zu mir kam und wir uns hin und wieder in der Uni sahen, Übernachtungen waren nicht drin. Ich war wahnsinnig in ihn verliebt und der festen Überzeugung, dass wir irgendwann eine normale Beziehung führen könnten, deswegen habe ich mir viel zu viel gefallen lassen. Seine Mutter indes trieb mich langsam aber sicher mit ihrem Kontrollzwang und ewiger Nörgelei in den Wahnsinn. Sie beschimpfte mich, meine Familie und sperrte ihn regelmäßig zu Hause ein, nicht einmal an meinen Geburtstagen sah ich ihn besonders lange. Sie durchsuchte seine Taschen und sein Portemonnaie, sein Handy und den Laptop, druckte ganze Gesprächsverläufe bei ICQ aus, an die sie mithilfe ihrer Tochter gelangte, und markierte "verwerfliche Gesprächswechsel" mit Textmarker, um sie ihm vor die Nase zu knallen, und ihm stundenlang Predigten darüber zu halten, was für ein verkommener Mensch er und auch ich seien. Kurzum: Sie schnüffelte und kontrollierte immerzu.

Wir wollten bald zusammenziehen, allein deswegen ließ ich mir das alles gefallen und baute ihn regelmäßig auf. Ich opferte meine gesamte Freizeit, verlor Freunde und bekam Probleme im Studium, weil ich immerzu für ihn erreichbar sein wollte, und wenn es nur zum Zuhören bei der Internettelefonie war. Als seine Schwester aufgrund ihres Studiums ins Ausland zu Verwandten zog, half er ihr drei Tage beim Umzug, seine Eltern begleiteten ihn, aber sollten erst zwei Tage später zurückkommen. Er war damals sehr vernarrt in ein Browserspiel auf einer bekannten sozialen Plattform und gab mir, während er fort war, sein Passwort, damit ich mich um seine "Farm" kümmern konnte, weil er davon ausging, keine Zeit dafür zu haben. Ich vertraute dem Mann wirklich blind und sah mir nicht einmal seine Nachrichtenverläufe an. Was man wissen muss: Loggt man sich auf einem anderen Gerät ein, kann man Chats praktisch "live" von jedem Gerät verfolgen, man wird nicht etwa automatisch gekickt, sobald ein neuer Zugang geöffnet wird, das wusste ich nicht - er aber auch nicht. So kam es, dass er sich einloggte, während ich auf seinem Account aktiv war und sich ein Chatfenster zwischen ihm und einer Frau öffnete. Das Gespräch fand komplett auf Polnisch, also seiner Muttersprache, statt und dauerte knapp fünf Minuten, dann loggte er sich wieder aus. Ich verstand kein Wort, machte mir aber auch keine Sorgen. Das Fenster ploppte immer bei einer neuen Nachricht wieder auf und ich schloss es jedes Mal, bis mir plötzlich das polnische Wort für "Freundin" ins Auge sprang - eines der wenigen, die ich kenne. Kurz zusammengefasst: Nach einigen Recherchen hatte ich den Text so weit verstanden, dass klar wurde, dass er mich im Ausland betrogen hat, und seine größte Sorge bestand wohl darin, dass ich es mitkriegen könnte. Mir zerriss es damals das Herz. Als er wieder zu Hause war, fuhr ich wie geplant zu ihm, um die Nacht, bevor seine Eltern zurückkommen sollten, bei ihm zu verbringen. Er erzählte von den anstrengenden Tagen und einer kleinen Einweihungsfeier, bei der er angeblich nichts getrunken und früh wieder abgehauen wäre. Der Kerl log mir also eiskalt ins Gesicht!

Eigentlich wollte ich ihn darauf ansprechen, nachdem er mich aber so kalt belogen hatte, fasste ich einen anderen Plan. An dem Abend überwog wirklich die blanke Wut all meinen Schmerz. Ich wollte ihn treffen, irgendwie. Ich hatte Sex mit ihm, drei Mal. Auf dem geliebten Perserteppich seiner Mutter, auf ihrer, stets blitz blank desinfizierten, Küchenanrichte und auf ihrem Lieblingsplatz auf der Couch. Ich schlief in dieser Nacht keine Minute, sondern feilte an meinem Plan, während mein Bald-Ex selig neben mir schlief. Am nächsten Morgen putzte er die Bude wie ein Besessener, aus Angst, seine Mutter könne merken, dass ich dort gewesen sei, danach ging er duschen. Während er unter der Dusche stand, habe ich dann meinen Plan in die Tat umgesetzt. Ich habe überall im Haus meine Spuren hinterlassen. Haare im Abfluss, Haarnadeln und Zopfgummis und als Krönung einen meiner Strings in der Couchritze und ein paar Haare auf dem Kopfkissen seiner Mutter, zusammen mit einer Lippenstiftspur auf ihrem Laken. Zwischen die Matratzen seiner Eltern habe ich benutzte Boxershorts von ihm gestopft, unters Bett ein leeres Kondompäckchen gelegt und die benutzten Kondome vom Vorabend, die er sicherheitshalber in seiner Unitasche, eingewickelt in Taschentücher und Gefrierbeutel, verstaut hatte, habe ich ausgepackt und in drei verschiedene Mülleimer im Haus geworfen, gut sichtbar versteht sich. Das Ganze dauerte ungefähr zehn Minuten. Ich wartete, bis er mit Duschen fertig war und sich bereit machte, seine Eltern vom Bahnhof abzuholen, brav mit Hemd und Krawatte. Wir verabschiedeten uns vor der Tür, er fuhr weg. Ich schrieb noch einen Zettel mit folgendem Wortlaut: "Sehr geehrte Frau ..., bitte richten Sie Ihrem Sohn aus, dass er nun gern weiterhin die Schl... aus Polen vö... kann, mich ist er endgültig los. Ach, und er kifft bei jeder sich bietenden Gelegenheit, raucht, besch**ßt in der Uni, wann immer er kann, und säuft wie ein Loch, vielleicht sollten Sie ihn bei Zeiten auf die Risiken aufmerksam machen." Ich habe keine Ahnung, welches Echo ich damit ausgelöst habe, mein Ex hat sich nicht wieder bei mir gemeldet - und es tut mir im Nachhinein sehr leid, ich hätte mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben sollen, sondern einfach einen würdevollen Abgang machen müssen. Dass ich so ausgeflippt bin, tut mir aufrichtig leid.

Beichthaus.com Beichte #00031200 vom 14.05.2013 um 18:29:16 Uhr in Hilden (23 Kommentare).

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Die kaputte Münzzählmaschine

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Rache Engherzigkeit Geld

Ich habe ein großes Glas, in das ich alles Kleingeld reinschmeiße, das sich immer in meinen Taschen ansammelt. Ich bin einfach viel zu faul, um beim Bezahlen das Geld halbwegs passend abzuzählen, zahle also immer mit Scheinen.
Das Glas war nun wieder gut gefüllt, also machte ich mich heute Nachmittag auf zur Bank.
Schön brav stand ich in der Schlange unserer kleinen Filiale, bis ich endlich dran kam. Der Mitarbeiter sagt mir auf meine Bitte, das Geld einzuzahlen, in unfreundlichem Ton, dass die Münzzählmaschine defekt sei. Meine Frage, wann die Maschine wieder funktionieren würde, beantwortete er entnervt mit "übermorgen". Dann forderte er mich unfreundlich auf, ihn nicht weiter von der Arbeit abzuhalten, schließlich standen noch etwa ein Dutzend Kunden für zwei Berater an.
Da ich so ein Verhalten nicht tolerieren kann, fing ich an mir auszudenken, dass das Geld unbedingt heute auf mein Konto muss. Eine wichtige Überweisung eben. Er meinte, er könne mir nicht helfen und bot mir an, ich solle in die Nachbarfiliale fahren, die aber zehn Kilometer weit weg ist und fünfzehn Minuten später schließen würde.
Doch nun zu meiner Beichte: Ich kenne den Filialleiter der Bank privat und werde seinen Mitarbeiter anschwärzen. Einfach so aus Rache. Die Groschen bringe ich einfach die Tage noch mal vorbei. Ich freue mich auf sein Gesicht, wenn ich das Glas wieder auf seinen Tresen stelle. Nun will ich beichten, dass es mir leidtut, dass mir so etwas nicht leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00031192 vom 14.05.2013 um 00:00:09 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Deutsche Meisterschaften versus Kreisklasse

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Neid Verrat Rache Sport Cunersdorf

Ich möchte beichten, dass ich neidisch auf eine Sportfreundin bin. Wir haben vor einigen Jahren zusammen mit dem Sport angefangen. Sie ist dann sehr schnell auf ein hohes Wettbewerbsniveau gekommen. Sie hat dafür auch einiges unternommen, also alles, was nicht direkt und unbedingt 100 Prozent gegen das Regelwerk unserer Sportorganisation verstieß. Alles, was rechtlich einigermaßen erlaubt und irgendwie möglich war, wurde von ihr unternommen. Sie hat sämtliche Grauzonen ausgenutzt, wirklich sämtliche! Ich hatte Bedenken, das Gleiche zu tun, da ich ein eher konservativ denkender Mensch bin. Auf Erfolge kann ich nur dann stolz sein, wenn ich sie mir erarbeitet habe und nicht durch Tricksereien erlange. Sie hingegen hat diese Probleme nicht, was zur Folge hat, dass sie beispielsweise nun bei Deutschen Meisterschaften startet, während ich immer noch in der Kreisklasse bin.
Das wurmte mich zwar, aber ich mache bislang nichts, außer weiter an mir zu arbeiten, mit der Hoffnung, dass entweder auch bei mir Sporterfolge auftreten würden oder diese Person mir irgendwie egal werden würde. Dann las ich in einem sozialen Netzwerk, dass sie jetzt auch als Trainerin tätig wird. Eine Trainerlizenz bzw. eine abgelegte Trainerprüfung hat sie natürlich nicht, sie wirbt aber intensiv mit ihren zahlreichen Wettbewerbserfolgen. Der Gedanke, dass diese Person eine Sportlergeneration heranzieht, die dann möglicherweise nach den gleichen moralischen Maßstäben handelt wie sie, hat mich wütend gemacht. Ihr Arbeitgeber wusste bis vor Kurzem nichts von ihrer zweiten Beschäftigung, das Finanzamt wohl auch nicht. Jetzt sind beide informiert und den Einträgen bei dem sozialen Netzwerk nach zu urteilen, weiß jetzt wohl auch meine Sportkameradin, dass Chef und Steuer Bescheid wissen. Natürlich habe ich damit nichts zu tun, aber ich freue mich sehr, dass es scheinbar noch jemanden wie mich gibt und dass dieser jemand sie verpfiffen hat. Ich bitte um Absolution für meinen Neid.

Beichthaus.com Beichte #00031185 vom 13.05.2013 um 16:48:12 Uhr in Cunersdorf (11 Kommentare).

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