Ich arbeite nur zum Schein

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Faulheit Trägheit Hochmut Arbeit

Ich (Büromensch) würde schätzen, dass ich ungelogen von meinen acht Arbeitsstunden, die ich täglich abzuleisten habe, ca. 6 Stunden damit verbringe, privat im Internet zu surfen. Ich habe mal im Fernsehen gesehen, dass man für "übermäßiges Internetsurfen" gekündigt werden kann. Ob ich da wohl auch drunterfalle? Ist mir eigentlich egal. Geld habe ich genug, da ich einiges (und ich meine wirklich einiges) geerbt habe und nur arbeite damit ich vor meinen Eltern den Schein des fleißigen Sohnes wahre.

Beichthaus.com Beichte #00022546 vom 15.08.2007 um 06:28:55 Uhr (1 Kommentare).

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Mit Latte ausgesperrt

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Peinlichkeit Masturbation Dummheit Hamburg

Mir ist gestern etwas Schreckliches passiert! Als ich aufgewacht bin, rief mich meine Freundin an und laberte mich voll. Und weil ich morgens ohne meinen Kaffee nicht in der Lage bin zu kommunizieren, legte ich sofort auf. Auf einmal bekam ich große Lust zu onanieren, also habe ich gleich den Rechner hochgefahren und schon ging es los! Obwohl ich eine Freundin habe die mich sexuell befriedigt, kann ich nicht auf meine Pornos verzichten. Als ich sehr begeistert mein wertvolles Schwert schliff, klingelte es an der Tür. Es waren wieder diese kleinen Racker, die mich schon letzte Woche mit ihren Klingelstreichen zum Ausrasten brachten. Dass machen sie auch bei meinen Nachbarn.

Ich war sehr zornig und rannte sofort, ohne mich Anzuziehen, raus. Und weil ich die Angewohnheit habe, beim Rausgehen die Tür sofort zu schließen, tat ich es auch. Also stand ich vor der Tür ausgesperrt, kaum bekleidet, und sehr verwirrt! Ich trug nur Boxershorts und ein pinkes T-Shirt mit der Schrift Bad Boy. Mein erigierter Penis wollte einfach nicht kleiner werden, also war ich gezwungen auf die Treppen zu onanieren. Meine Freundin war mit ihrer Mutter einkaufen, danach waren sie noch im Kino! Was nicht abgesprochen war! Ich musste also einen Weg finden, die Zeit totzuschlagen. Nachdem ich mehrmals mit dem Fahrstuhl hoch- und runterfuhr rannte ich schnell zum Hinterhof und versuchte, auf den Balkon zu klettern. Wir wohnen im ersten Stock, also ein Kinderspiel den Balkon zu erreichen. Als ich es schaffte, sah ich eine Frau, wie sie mich mit großen Augen anstarrte. Unsere Balkontür ist leicht defekt und durch kräftiges Drücken geht sie von alleine auf. Ich hatte schon deswegen einen Termin mit dem Hausmeister vereinbart.

So!! Als die Frau nach ihr Handy griff, um selbstverständlich die Polizei anzurufen - würde ich übrigens auch machen, wenn ich einen halbnackten jungen Mann auf einen Balkon klettern sehen würde - sprang ich runter und rannte auf sie zu. Ich wollte ihr ja nur klarmachen, dass sie vor mir keine Angst haben soll. Es war wohl nicht so raffiniert von mir, gleich auf sie zuzusprinten. Sie bekam dann richtig Panik und rannte vor mir weg. Weil ich nur Socken und keine Schuhe anhatte, war sie schneller als ich. Kurz nach dieser Aktion kam dann auch meine Freundin mit ihrer Mutter an. Als die beiden mich sahen, wie ich verzweifelt halbnackt auf dem Boden lag, gab es einen Riesengelächter! Dann fragte sie mich, warum ich heute morgen einfach aufgelegt habe, sie wollte mir nämlich mitteilen, dass sie aus Versehen meinen Hausschlüssel mit eingesteckt und ihn dann unter die Fußmatte gelegt hat! Der Schlüssel war also die ganze Zeit unter der Fußmatte und ich kam nicht auf die Idee, nachzusehen!

Ärgerlich! Und heute Morgen traf ich die Frau in der Bäckerei die ich ja halbnackt auf die Straße jagte. Ich erzählte ihr warum ich auf dem Balkon geklettert bin, und sie danach wie ein Irrer anrannte. Sie fing an zu lachen und nahm meine Entschuldigung an.

Beichthaus.com Beichte #00022346 vom 24.07.2007 um 07:04:48 Uhr in Hamburg (14 Kommentare).

Gebeichtet von Miia
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“Beichte

Bezahlt die Kassierer ordentlich!

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Rache Faulheit Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich arbeite bei N**** und ich hasse es. Ich arbeite pauschal, bekomme vier Stunden bezahlt und mache meistens Überstunden. Letztens wurde ich kleinlaut angepflaumt, weil ich ja nur eine halbe Stunde eher kam! Ich hätte eine Stunde eher da sein müssen, damit ich noch Zeitung und Brot machen kann. Die Stunde, die ich früher komme, bekomme ich nicht bezahlt und auch nicht die vielen Überstunden. Ich hasse meine Arbeit, wenn ich im Lager tätig bin und mir etwas runterfällt, müsste ich es den Chef melden und das, je nach seinem Ermessen, bezahlen. Darauf habe ich keinen Bock und haue das dann immer in irgendeine Ecke. Ich möchte nicht wissen, welche Kultur sich jetzt in dem Pudding entwickelt hat.

Auch nervt mich, dass die Mitarbeiter mir als relativ Neuem die Scheißaufträge geben. Wenn was runterfällt und die sehen das, da sollen die das gefälligst selbst wegmachen. Ich bin doch nicht gutblöd und mach ihren Scheiß weg, naja nach einer Diskussion mit dem Chef, der sich für keine Partei ergriff, tat ich es dann meist doch, sonst würde ich mir weiter den Unmut der Kollegen aufziehen. Was will man gegen solche eingesessenen, verbohrten Verkäufer machen? Letztens hatte ich mir drei Bananen und eine Flasche Wasser mit zur Arbeit genommen und meine Kollegin, der ich das vorweisen musste, damit sie es abzeichnet, frage mich: "... ahh sie sind wohl ein Affe Hr. XXX?". Am liebsten hätte ich dem fleischartigen, fraulichen Wesen mit putzigen Frauenbart gesagt: "Nein Fr. K*** nur, weil sie aussehen wie ein Elefant, müssen sie nicht unbedingt einer sein." Habe mir es aber verkniffen.

Ich höre auch immer wieder, ich sei zu langsam. Naja, jetzt haue ich einfach die Artikel, die ich nicht zuordnen kann, in irgendein Regal hinter all das andere Zeug, was da steht. Kann ruhig mal eine Banane hinter dem Kaffeesahneregal gammeln. Hauptsache ich bin dann fertig. Und das schnell. Weiterhin hasse ich die Kunden. Wir haben ja immer Aktionswochen und ich schaue mir die Scheiße auch nicht so genau an, die in den Prospekten steht. Ich sage dann immer, dass die Ware schon ausverkauft ist, obwohl sie noch irgendwo steht. Ich mag die verbitterten Gesichter der Kunden. Und ich hasse auch diese dummen Omis, die geisterartig mit ihren Wagen in Laden rumschweben und an der Kasse hasse ich es auch, wenn die Omas nicht aus den Knick kommen beim Bezahlen und mein Chef sagt, ich sei an der Kasse zu langsam. Dafür bin ich aber ordentlich, du Sack!

Ich hatte noch nie eine Kassendifferenz über einen Euro und einmal hatte ich 10 Euro plus, da kam aber eine Kundin und gab mir 10 Euro, weil sie meinte, ich hätte ihr zu viel gegeben. Ich wäre deshalb beinah rausgeflogen. Ich hasse meine Arbeit, aber ich brauch das Geld, bin aber mittlerweile auf der Suche nach etwas Neuem. Achja, ich bekomme meist die Abendschichten. Und die schleimigen Kollegen die Guten am Vormittag, wo man auch noch weniger Überstunden machen muss. Lustig finde ich es auch, wenn ich Kunden, die Ihren Einkaufswagen kurz stehen lassen, irgendwelches Zeug in die Wägen schmeiße. Ich finde das so lustig, wenn sie an der Kasse dann diese Sachen nicht bezahlen wollen und der Chef kommen muss, um die Sachen zu stornieren. Der Ärger der Kundin schlägt dann auf Kassierer und Chef um, was eine kleine Widergutmachung gibt. Und die Kassenschlange nimmt dann dimensionale Ausmaße an und alle Kunden schauen sich dann sehr streng beobachtet die Kassiererin an. Was sie natürlich merkt und zusätzlich stresst. Naja so ist es, wenn man seine Mitarbeiter ausbeutet und länger geldlos arbeiten lässt, da rächt man sich indirekt automatisch.

Beichthaus.com Beichte #00022118 vom 24.06.2007 um 05:19:04 Uhr (6 Kommentare).

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Die Deutschen müssen doch zusammenhalten

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Betrug Boshaftigkeit Habgier Gesellschaft Arbeit Palma de Mallorca

Ich bin seit vielen Jahren Maurer auf Mallorca. Letztes Jahr habe ich für einen reichen Schnösel, der ein Anwesen dort geerbt hat, zwei neue Torpfosten fundamentiert und gemauert. Der fragte mich dann, ob ich einen Schmied kenne, der ihm ein neues Eisentor dafür baut. Dieser Schmied kam dann und wollte unverschämte 6000 Euro dafür haben. Der Schnösel war trotzdem damit einverstanden. Ich habe dem Schmied aber gesagt, dass aus dem Deal nichts wird. Das Tor habe ich dann selber gebaut und die 6000 Euro kassiert. Das neue Tor war auch wirklich gut, bloß riss der eine Flügel von dem Scharnier ab, als der Schnösel öffnen wollte, weil ich eine Schweißnaht zu oberflächlich gesetzt hatte. Den herunterfallenden Torflügel wollte der Schnösel noch irgendwie retten, doch er war zu schwer und so fielen die beiden in die Rabatten. Auf seinen Hilferuf hin kam ich hinzu. Ich richtete den Torflügel wieder auf und habe dann diesmal wirklich korrekt den Torflügel mit dem Scharnier verschweißt – Maurer verstehen halt manchmal auch was vom Schweißen.

Der glückliche Schnösel bot mir Bezahlung an. Das habe ich natürlich abgelehnt und sagte, dass wir Deutsche im Ausland einfach zusammenhalten müssen, sonst ziehen uns die Gauner hier über den Tisch. Danach haben wir dann gemeinsam und ausführlich über die levantinische Mentalität lamentiert und zwar immer hässlicher, je mehr der großzügig ausgeschenkte Tempranillo 2001 dabei zugrunde ging. Aber ich fühlte mich dabei immer schlechter. So weit, so übel. Zu beichten ist aber bloß, dass ich dem ganzen nationalistischen Dreck vom innersten Herzen her gewohnheitsmäßig zugestimmt habe.

Beichthaus.com Beichte #00019792 vom 24.12.2006 um 13:05:48 Uhr in Palma de Mallorca (2 Kommentare).

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“Beichte

Ich gestehe: Ich liebe dich!

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Begehrlichkeit Verzweiflung Tengen

Das hier ist kein Kampf. Ich habe die Masken abgenommen und alles gegeben was ich kann. Du hast es beiseite gelegt. Ich habe gesagt: "Diesmal nicht." Ich habe "bitte" gesagt. Doch! Aus Prinzip! "Auge um Auge." Eines Tages würdest du unsere Beziehung so beenden. Aus Prinzip. An diesem Tag will ich nicht mehr dort sein. Mein Gesicht liegt jetzt zertrampelt irgendwo in deinem Hausflur. Du hast deines noch. Sieg! Herzlichen Glückwunsch! Du willst allein sein, Urzeiten lang. Bitte schön, sei allein! Ich gebe auf. Ich kämpfe nicht mehr dagegen. Das hier ist kein Kampf mehr! Ich bin überwältigt und entmachtet. Ich bin besiegt. Welche Wahl habe ich jetzt noch? Heim gehen und Wunden lecken und wachsen und stärker wieder aufstehen, ohne dich. Oder mich von dir wieder und wieder wie einen nassen Waschlappen an die Wand klatschen lassen. Bis es dir langweilig wird, früher oder später. Runterfallen und liegen bleiben, auch ohne dich. Ich bleibe nicht liegen! Ich falle lieber auf die Füße, jetzt gleich.

Das kann ich. Das habe ich geübt. Ich habe nicht keine Wahl. Ich habe die Wahl zwischen mit und ohne Würde. Auf die Füße! Schnell weg, schneller laufen als die Angst. Ich wünsche es hätte keinen Kampf gegeben. Ich wünsche du wärest hier und liest laut vor während ich schreibe. Ich wünsche du wirst mich nie mehr bekämpfen. Ich gestehe: Ich liebe dich. Ich bin hilflos. Ich bin besiegt, überwältigt und entmachtet, von der Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00019171 vom 23.11.2006 um 19:25:13 Uhr in Tengen (8 Kommentare).

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