Besoffener Oberarzt

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Trunksucht Waghalsigkeit Dummheit Gesundheit Arbeit

Vor etwa einem Monat hatte ich Nachtdienst im Krankenhaus und musste am Abend bei einem frisch operierten Patienten, welchem die Galle entfernt wurde, feststellen, dass sein Beutel, in dem die Restflüssigkeit aus dem Körper befördert wird, voll mit Blut war. Ich informierte einen Arzt, welcher den zuständigen Oberarzt anrief, der auch prompt bei mir auf der Station stand. Ich gab ihm eine kurze Info über besagten Patienten, wir gingen zu ihm hin, und was musste ich feststellen: Der Oberarzt hatte sich zu viel hinter die Binde gekippt! Er lallte und informierte den Patienten und mich, dass alles in Ordnung sei! Nach mehrmaligem Fragen von meiner Seite aus, ob ich ihn informieren solle, wenn er noch mehr Flüssigkeit verliert, antwortete er mir: Nein, brauchst du nicht. (Er verlor in dieser Nacht ungefähr einen Liter Blut.) Wir gingen zusammen raus, er stolperte über seine Füße, krakelte irgendwas in die Kurve und sagte: "Morgen früh um 18 Uhr machen wir eine Blutabnahme." Naja - ich habe dann den Patienten in der Nacht weiter intensivst beobachtet. Am nächsten Morgen informierte ich den Frühdienst darüber. Mittags musste ich schon wieder antanzen, um den Vorfall meinen höheren Vorgesetzten zu schildern. Zwischenzeitlich ist der Patient wieder operiert worden, was eigentlich hätte in der Nacht passieren müssen! Er hat überlebt. Endresultat: Der besoffene Depp hat wahrscheinlich eine fette Abmahnung bekommen. Dann ist ihm die Stellung als leitender Oberarzt genommen worden. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Klar weiß ich, dass ich richtig gehandelt habe, trotzdem kann ich dem Arzt nicht mehr normal in die Augen schauen.

Beichthaus.com Beichte #00024962 vom 17.10.2008 um 09:38:44 Uhr (22 Kommentare).

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Brandstifter in Lila

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Eitelkeit

Ich beichte, dass ich ein Volltrottel bin! Eine Volltrottelin, genauer gesagt. Ich habe heute einen Topf mit Öl auf den Ofen gestellt und mich dann ins Internet begeben. Ich habe nach knapp 15 Minuten an den Topf gedacht, aber da war es dann schon zu spät. Die Küchentür zeigte hinter der Milchglasscheibe nur noch dunkelgraues Wabern. Ich habe die Feuerwehr angerufen, also eigentlich die Polizei, weil ich nicht mehr wusste, wer jetzt welche Nummer hat und die sind angerückt mit drei großen Autos, die Polizei ist auch gekommen und ein Rettungswagen war noch da. Und zwei Autos von den Stadtwerken, weil ja die Feuerwehr Strom und Gas abgestellt hat. Und ich Vollidiot stand auf der Straße in meiner ausgebeulten, rosa Nikkihose, der ältesten, abgefucktesten löchrigen Strickjacke, die ich besitze, meinen rosa Gummischuhen mit Plastik-Gänseblümchen in den Löchern, die Haare wirr, rauchbedingt feuerwehrautoroten Augen, dem Handy in der Hand und konnte es nicht fassen. Ich glaube, die dachten ich wäre eine Pennerin. Zu allem Überfluss muss ich auch noch gestehen, dass mir das nicht das erste Mal passiert ist.

2001 auch schon. Daraufhin hat mir mein Bruder eine Fritte geschenkt und jetzt ratet mal, habe heute festgestellt, dass die kaputt ist, vor der Öl-in-Topf-Sache. Gebrannt hat es übrigens nicht, nur gequalmt. Der Feuerwehrchef hat mich noch gelobt, weil ich alles richtig gemacht habe. Der Polizist war richtig lustig und meinte, das nächste Mal sollte ich doch die Fischstäbchen ganz normal in der Pfanne machen und die Sanitäter waren auch sehr nett. Ach und zu allem Überfluss weiß mein Dad, der mal Polizist war, auch schon Bescheid. Ich dachte mir noch, den Gruß vom Feuerwehrchef richte ich bestimmt nicht aus. Was eine Scheiße! So, jetzt bitte, lacht euch kaputt und gebt es mir so richtig, ich habe es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00024945 vom 13.10.2008 um 18:40:47 Uhr (34 Kommentare).

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“Folge

Stromschlag

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Waghalsigkeit Zorn Kollegen

Stromschlag
Im Rahmen meines Studiums (Bauingenieurwesen) muss ich zurzeit ein Praktikum auf der Baustelle ableisten. Als Praktikant hat man natürlich die Arschkarte gezogen und muss für die ganzen Drecksarbeiten herhalten. Da gibt es einen Kollegen, der mich aufs Übelste ausnutzt und verarscht. Heute hat er an der Decke des künftigen Hotelfoyers (rund 3,50 Meter hoch) irgendeine elektrische Schaltung installiert. Auf einmal fängt er auf seiner Leiter voll das Schreien und Zappeln an: Er hängt im Stromkreis, jemand hatte die Sicherung nicht rausgemacht. Weil man Leute die im Strom hängen auf keinen Fall anfassen soll, bin ich mit Anlauf gegen die Leiter gerannt und habe sie umgeworfen, um meinen unsympathischen Kollegen zu retten. Er und die Leiter scheppern zu Boden. Kaum hat der Mann sich von seinem Schreck erholt, brüllt er mich an, was die Scheiße denn soll und ob ich noch nicht mal einen einfachen Scherz verstehen würde. Dieser elende *beliebigen Kraftausdruck einfügen* hat nur so getan, als ob er drinhinge, um mich zu verarschen. Ende vom Lied war dann, dass er ein vermutlich gebrochenes Steißbein hat und mir der Chef der Firma höchstpersönlich zwei Tage bezahlten Urlaub gegeben hat, wegen höchst lobenswertem und kollegialem Verhalten. Nun ja, wenn ich mir es jetzt recht überlege, hätte ich, anstatt die Leiter umzurennen, auch einfach die Hauptsicherung auslösen können. Ich stand ja direkt daneben, als mein Kollege mit seinem Possenspiel angefangen hat.

Beichthaus.com Beichte #00024944 vom 13.10.2008 um 18:18:27 Uhr (25 Kommentare).

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Der Versuch, die Kirche abzufackeln

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Vandalismus Waghalsigkeit Wittmar

Ich möchte gestehen, dass ich mittlerweile über eine Strafakte bei der Gemeindepolizei verfüge, weil man mich diesmal bei einer meiner nächtlichen Vandalismustouren beim Legen eines kleinen Brandes erwischt wurde. Es war nicht mal böse gemeint, ich habe auch nur mit einem Kumpel aus altem Unkraut und Gras auf dem Fahrradweg ein kleines Lagerfeuer errichtet, aber vom Ort aus sah das wohl aus wie ein Versuch, die Kirche anzuzünden.

Ich war auch reichlich geschockt, als die Polizei neben mir gehalten hat und Name, Adresse, Geburtsdatum etc. wissen wollte, und nun habe ich Angst, das sie mich auch mit der eingeschmissenen Scheibe im Gemeindehaus, den kaputten Bleiglasfenstern und der (versehentlich) in Brand gesetzten Mülltonne in Verbindung bringen. Das könnte teuer werden, aber der übergewichtige Dorfbulle schafft es ja nicht mal, seine Frau vom Fremdgehen abzuhalten. Die Chancen für mich, erwischt zu werden, stehen also eher gering.

Beichthaus.com Beichte #00024928 vom 10.10.2008 um 22:45:49 Uhr in Wittmar (10 Kommentare).

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Teurer Spaß mit Lebensgefahr

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Waghalsigkeit Gewalt Gesellschaft Krefeld

Teurer Spaß mit Lebensgefahr
Ich habe eine versprochene 16-jährige Türkin entjungfert. Da ich sie nicht heiraten wollte, schwebte ich umgehend in Lebensgefahr. Vater und Brüder haben mir mein baldiges Ableben durch Unfalltod vorausgesagt. Durch einen 10.000 Euro Kredit meines Vaters konnten […]
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Beichthaus.com Beichte #00024886 vom 02.10.2008 um 17:54:16 Uhr in Krefeld (86 Kommentare).

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