Kuscheln unterm Sternenhimmel

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Begehrlichkeit Partnerschaft

Vor langer, langer Zeit lernte ich über eine damalige Klassenkameradin ihren großen Bruder und seine Kumpels kennen. Ich (w) war damals ungefähr 13-14 Jahre alt und gleich stach mir einer von ihnen ins Auge. Er sah einfach unglaublich gut aus. Außerdem ist er fast sieben Jahre älter als ich, und da ich damals schon den Drang zu geringfügig Älteren hatte, fühlte ich mich sehr angezogen von ihm. Die Jahre vergingen und ab und zu sah ich ihn zufällig. Ich schwärmte zwar zwischendurch für andere Jungen, aber er ging mir nie wirklich aus dem Kopf. Als ich volljährig wurde, hatte ich gerade noch einen anderen Freund. Das wusste mein Schwarm damals auch. Nachdem ich mich kurz danach von meinem Freund getrennt hatte, meldete er sich bei mir. Wir schrieben einige Zeit lang, schließlich trafen wir uns. Wir fuhren lange in seinem Auto spazieren, er zeigte mir den Sonnenuntergang von einem Berg aus und beobachtete danach den Sternenhimmel mit mir.

Er war außerdem Raucher und Zigarettengeruch machte mich schon immer ein wenig an. Dann fuhr er mit mir zu seiner Wohnung, wo er mit mir zärtlichen Sex hatte. Daraufhin trafen wir uns öfter, nicht jedes Mal hatten wir Sex. Sex mit ihm war unglaublich. Er wirkte unglaublich männlich, beherrschend und gleichzeitig zärtlich. So etwas habe ich seitdem nicht mehr erlebt. Ich war ein dummes Kind und dachte, er wäre mein Eigentum, obwohl wir nicht in einer Beziehung waren. Nach und nach schlief ich mit drei anderen Männern, einfach um ihm eins auszuwischen. Einmal hatte ich sogar mit zwei Männern unabhängig voneinander Sex in derselben Nacht im selben Bett.

Im Nachhinein erfuhr ich, dass das alles nur Show war, um ihm die Zeit zu vertreiben. Ich bin mittlerweile über 1,5 Jahre in einer glücklichen Beziehung, doch schreibt er mir ab und zu Nachrichten wie früher. Ich würde meinen Freund nie betrügen, und doch muss ich beichten, dass ich mich manchmal sehr nach seinen zärtlichen Lippen mit Zigarettengeruch und seinen männlichen und zugleich zarten Händen an meinem Körper sehne. Außerdem denke ich gerne an die gemeinsamen Abende unter dem Sternenhimmel kuschelnd zurück. Nichtsdestotrotz hat mein jetziger Freund andere Qualitäten, er nicht vorweisen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00038326 vom 02.06.2016 um 21:01:24 Uhr (7 Kommentare).

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Kunden von der Zugspitze

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Falschheit Lügen Shopping

Kennt ihr die Situation beim Bezahlen an der Kasse, wenn die Kassiererin euch nach eurer Postleitzahl fragt? Ich beichte, dass ich jedes Mal mit 82475 antworte und viele meiner meiner Freunde dazu angestiftet habe, das Gleiche zu tun. Ich würde zu gerne das Gesicht desjenigen sehen, der dann die Karte des Einzugsbereichs auswertet und sich fragt, warum die Zugspitze so gut vertreten ist.

Beichthaus.com Beichte #00038315 vom 31.05.2016 um 18:36:44 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Machtkämpfe im Fahrradkeller

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Nachbarn Rostock

Machtkämpfe im Fahrradkeller
Unser Fahrradkeller ist total überfüllt. Ein kleiner Raum, in dem gefühlt 30-40 Räder stehen. Jeden Tag aufs Neue muss man sein Fahrrad in einer ungefähr fünfminütigen Aktion aus 4-5 Rädern rausheben, rücken, Räder umstellen, und so weiter und sofort, da der einzige Fahrradständer mit den eingestaubten Rädern fauler Leute besetzt ist. Das heißt, alle aktiven Radfahrer prügeln sich um die bequemsten Plätze. Ich bin immer relativ nett. Ich stelle mein Rad möglichst so hin, dass andere ihr Rad noch dran vorbeibekommen. Nur leider werde ich immer wieder von demselben kleinen Schisser zugebaut. Der Typ ist irgendwas um die 30, 1.50 groß und hat ein Rad in Kindergröße. Bescheuerterweise schafft dieser Typ es jedoch, sein Rad jedes Mal so blöd hinzustellen, dass man umschichten muss, weil er sinnvolle Lücken lieber dumm versperrt, als mit seinem Mini-Rad auszunutzen.

Heute ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe mir Zeit genommen, ein paar der freistehenden Räder aus dem Keller geholt, mir eine Gasse freigemacht und sein Rad in die hinterste Ecke neben ein klappriges Uraltrad mit riesigem Korb und Seitenspiegel gequetscht, wo es sich ordentlich verkantet hat. Danach habe ich drei der sperrigen Kinderräder genommen und davorgebaut. Anschließend die schwersten und sperrigsten Räder, die ich erreichen konnte. Inklusive ganz kaputter Räder. Dann habe ich den Rest der Räder ordentlich aber auch äußerst komprimiert davorgestellt und mein eigenes Fahrrad brav in einer freien Ecke neben der Tür platziert. Ich hoffe inständig, dass dieser Typ seine Mama anrufen muss, um das Fahrrad da rauszubekommen, denn er sieht nicht so aus, als könne er wie ich sein Rad über das sperrige Uraltfahrrad rüberheben (anders bekommt man es da nämlich nicht hin). Ich gebe zu, ich bin verdammt rachsüchtig, aber irgendwie hat das gut getan.

Beichthaus.com Beichte #00038312 vom 30.05.2016 um 16:50:51 Uhr in 18055 Rostock (Paulstraße) (12 Kommentare).

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Köln ist sterbenslangweilig und spießig!

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Vorurteile Lügen Falschheit

Ich bin vor zwei Jahren jobtechnisch von Berlin nach Köln gezogen - der Rubel muss ja rollen. Man muss sagen, dass ich gebürtig aus dem Rheinland komme, die letzten 16 Jahre durch Studium und Job allerdings in den neuen Bundesländern verbracht habe. Ich hasse Köln: Diese Stadt ist eng im Stadtbild, eng im Denken, unglaublich selbstverliebt, sterbenslangweilig und für mich persönlich total uninteressant. Eine typisch saturierte West-Stadt, in der sich seit 30 Jahren nichts bewegt. Unangenehm spießig und piefig, überteuert und von Mentalität und Städtebau irgendwo in den späten 60ern stehen geblieben. Ständig besoffen von sich selbst und so unangenehm ignorant dem restlichen Weltgeschehen gegenüber. Und über allem schwebt das furchtbare Motto: Liebe Deine Stadt.

Für mich am Unverständlichsten allerdings sind dieser total überzogene Lokalpatriotismus und die Ansicht, dass Köln der geilste Arsch der Welt sei. Beim Bäcker, in der Sauna, am Tresen: Spätestens nach fünf Minuten wird man zugetextet, wie toll diese Stadt doch sei, wie schön, wie weltoffen und überhaupt. Ich beichte, dass ich den Kölnern mittlerweile knallhart ins Gesicht lüge: Wenn ich gefragt werde, ob es mir gefällt, antworte ich so euphorisch wie möglich: "Ja, voll schön hier", "Klar, ich fühle mich total wohl", "Köln ist einfach wow". Ich habe einfach keine Lust mehr, gegen Windmühlen zu diskutieren, denn die Leute können es einfach nicht verstehen, wie unglaublich beschränkt und limitiert ihre "Metropole" ist. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00038303 vom 28.05.2016 um 01:23:29 Uhr (23 Kommentare).

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Ich esse heimlich Fleisch!

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Völlerei Falschheit Ernährung Partnerschaft

Ich esse heimlich Fleisch!
Ich (eigentlich Veganerin) hatte bisher nur omnivore Partner. Mir lag das Missionieren stets fern, weshalb diese Beziehungen diesbezüglich gut funktionierten und aus ganz anderen Gründen scheiterten. Nun habe ich seit einigen Monaten einen neuen Freund, der streng vegetarisch lebt und mit dem ich sehr glücklich bin. Im Grunde (nicht nur von den Essgewohnheiten her) ein perfektes Match, möchte man meinen. Aber weit gefehlt: Seit dem Beginn unserer Beziehung habe ich ständig unbändigen Heißhunger auf Fleisch, welchen ich vorher nie hatte. Einmal waren wir miteinander essen und ich habe in Erwägung gezogen, die Spaghetti Bolognese zu wählen. Seine Reaktion war entsprechend schockiert, fast angewidert. Kleinlaut habe ich die Gemüsepizza genommen und die ganze Mahlzeit über von einem dampfenden Teller Nudeln mit Fleischsauce fantasiert. Seitdem esse ich in seiner Abwesenheit bei jeder sich bietenden Gelegenheit Fleisch in Form von Sandwiches, Nudelsaucen, Hawaii-Pizza und Ähnlichem. Ich kann gar nicht genug davon kriegen!

Beichthaus.com Beichte #00038300 vom 27.05.2016 um 21:35:40 Uhr (17 Kommentare).

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