Die schlimmste Tat meines Lebens

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Fremdgehen Verzweiflung Trunksucht Partnerschaft Ganderkesee

Meine Beichte fängt damit an, dass ich euch von meiner Freundin erzählen muss. Ich bin so glücklich mit ihr und liebe sie über alles. Sie ist das Wichtigste auf der Welt für mich, seit ich sie kenne, hat sich mein Leben in eine Richtung geändert, die ich selbst nie vermutet hätte. Ich habe für sie mit vielen neuen Hobbys angefangen. Ich versuche, sie jeden Tag zum Lachen zu bringen und gebe mir die größte Mühe, der beste Freund auf der Welt zu sein, weil sie einfach das Größte für mich ist. Ich möchte am liebsten nur noch mit ihr Zeit verbringen - sogar soviel, dass sich meine Freunde beschweren, dass ich kaum noch dabei bin, wenn sie mal eine Party machen oder feiern. Ich muss sagen, dass meine Freundin diese Woche mit ihrer Familie in den Urlaub gefahren ist. Wir sind sonst nie getrennt und verbringen viel Zeit miteinander. Dass sie mal nicht da ist, passiert höchst selten, und auch wenn sie wenig Zeit für mich hat, und ich dann oft auf sie warten muss, bin ich dankbar für jede Sekunde, die wir miteinander verbringen. Wir passen echt gut zusammen und haben "zu zweit" immer eine Menge Spaß. Ich weiß, dass alle Männer auf dieses Thema fixiert sind, aber ich glaube, wenn wir die Gelegenheit haben, sind wir ein äußerst aktives Paar. Da war es für mich ein großes Problem, mal eine Woche von ihr getrennt zu sein.


Die Woche hat also schon schlecht angefangen. Mein Vater hatte mich für einen Tag daheim „vertrieben“ und es ist wohl nur meiner Mutter zu verdanken, dass ich wieder daheim wohne. Ich fühlte mich die Woche echt beschissen und war deprimiert. Als meine Freunde mir dann sagten, dass sie am Wochenende saufen wollten, sagte ich nicht Nein. Ich habe an dem Tag also ordentlich zu Trinken eingekauft, habe eine Freundin abgeholt, die weiter weg wohnt, und bin dann zu der Party gegangen. An viel kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war wohl eine gute Party. Auch wenn sie ein wenig davon getrübt wurde, dass besagte Freundin, die ich mitgebracht hatte, vorherige Woche fast einen One-Night-Stand mit einem meiner Freunde hatte. Dieser war deswegen noch sauer auf sie und war so gemein, dass er sie im Laufe des Abends mehrmals zum Heulen gebracht hatte. Wir waren also beide schlecht drauf, und um diesen Mist zu vergessen, beschlossen wir, unabhängig voneinander, uns richtig die Kante zu geben. Was sonst noch passiert ist, entzieht sich meinen Erinnerungen und ich war am nächsten Tag wirklich überrascht, dass ich es tatsächlich nach Hause geschafft hatte. Wie ihr euch alle schon denken könnt, wachte ich aber nicht alleine auf. Ich lag zusammen mit der Freundin nackt in meinem Bett. Nachdem ich sie nach Hause gefahren hatte, klärte ein Gespräch mit meiner Schwester, die anscheinend auch sehr spät nach Hause gekommen war, meinen Verdacht.


Ich habe meine Freundin betrogen. Ich finde das total scheiße und hasse mich dafür. Ich fühle mich so beschissen und möchte gar nicht daran denken. Vor allem, da ich bei meiner Beziehung auf Vertrauen und Ehrlichkeit viel Wert lege. Außerdem würde ich am liebsten jeden aufschlitzen, der meine Freundin begafft, sie zu lange ansieht oder ihr gar zu nahe kommt. Ich werde schnell eifersüchtig und würde in diesem Zustand wohl auch nicht vor extremen Taten zurückschrecken. Noch dazu ist so etwas für mich unterste Schublade und richtig erbärmlich. Ich hasse mich dafür und würde es am liebsten rückgängig machen. Es ist einfach das Letzte. Und trotzdem habe ich es getan. Ich hasse Männer, die so etwas machen. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe und ich möchte auch gar nicht versuchen, Absolution zu erbitten.

Beichthaus.com Beichte #00033455 vom 15.06.2014 um 19:31:19 Uhr in Ganderkesee (27 Kommentare).

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Die Hand in der Mausefalle

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Feigheit Dummheit Morallosigkeit Boshaftigkeit Schule

Damals, in der zehnten Klasse, habe ich eine Fernsehserie gesehen, in der anderen Streiche gespielt wurden. Dort wurde auch mal ein Streich mit einer Mausefalle gezeigt. Ich war von diesem Streich sehr begeistert und beschloss, es an jemanden auszuprobieren, den ich nicht leiden konnte. Es gab damals in meiner Klasse ein paar Leute, die jemanden gemobbt haben und das ist regelmäßig völlig außer Kontrolle geraten. Ich fand das damals sehr ungerecht, wusste aber auch nicht, was ich tun sollte. An einem Schultag beschloss ich, mich während des Sportunterrichts rauszuschleichen und legte eine Falle in die Sporttasche derjenigen, die am meisten gemobbt hat. Es kam, wie es kommen musste: Beim Greifen in die Sporttasche schnappte die Mausefalle zu. Sie schrie wie am Spieß. Natürlich wurde sofort die Gemobbte beschuldigt und von ihr und drei anderen getreten und geschlagen. Es war oft genug sehr schlimm, aber niemals so schlimm wie an diesem Tag. Ich bekam Schuldgefühle dafür, dass ich alles noch viel schlimmer gemacht habe, aber ich war auch zu feige alles zu gestehen und hatte Angst selbst zum Mobbingopfer zu werden. Die Geschichte verfolgt mich immer noch. Es tut mir wirklich sehr leid. Heute weiß ich, dass man eben zu einem anderen Lehrer gehen sollte, wenn der Klassenlehrer nicht helfen will. An alle Gemobbten da draußen: Bitte sucht euch Hilfe und gebt nicht so schnell auf.

Beichthaus.com Beichte #00033454 vom 15.06.2014 um 16:18:53 Uhr (5 Kommentare).

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Keine Wurst für böse Kinder

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Ungerechtigkeit Kinder Shopping Paderborn

Keine Wurst für böse Kinder
Ich habe vor einem Jahr die Metzgerei und den Catering-Service meiner Eltern übernommen. Ich arbeite auch häufig an der Theke der Metzgerei. Bei uns war es immer, wie in vielen Metzgereien, Tradition, Kindern bis circa 10 Jahren eine Scheibe Wurst zu schenken. Ich beschloss, diese Tradition zu übernehmen. Ich mache das eigentlich sehr gerne und finde es schön, wie sich die Kinder darüber freuen. Dennoch gebe ich nicht jedem Kind eine Scheibe Wurst. Es sind erst mal die stark übergewichtigen Kinder und zweitens die unfreundlichen Kinder, die bei uns in der Ecke dafür bekannt sind, andere Kinder zu hänseln. Dann gibt es aber auch Kinder, die irgendwie fies aussehen. Denen gebe ich ebenfalls keine Wurst. Ich beichte also, dass ich nach einem kurzen Wortwechsel schnell feststelle, wer eine Wurst verdient und wer nicht.

Beichthaus.com Beichte #00033452 vom 14.06.2014 um 21:34:55 Uhr in 33098 Paderborn (Frank-Stock-Platz) (17 Kommentare).

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Vom Mobbing-Opfer zur Karrierefrau

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Neid Boshaftigkeit Engherzigkeit Schule

In meiner Jugend, während der Realschulzeit, war ich an miesen Hänseleien gegenüber einer Mitschülerin beteiligt. Sie kam zur achten Klasse neu an unsere Schule und war eigentlich ganz nett - aber da sie komisch aussah (sehr mager, dicke Brille, extrem unreine Haut, altmodische Kleidung), haben wir ihr nicht die Chance gegeben, sie kennenzulernen, sondern haben sie vom ersten Moment an nur gehänselt. Wir haben ihr peinlichste Fragen gestellt, oder getuschelt, sobald sie in der Nähe war, und haben darauf geachtet, dass sie es hört. Im Unterricht, wenn sie sich gemeldet hat, haben wir sie nachgeäfft. Hauptsächlich waren meine vier Freundinnen und ich daran beteiligt. Aber auch andere Jungs und Mädels aus unserer Klasse zogen nach. Ein paar waren nicht beteiligt, aber sie war dann so verunsichert, dass sie nie den Mund aufgemacht hat und immer alleine war. Wir haben ständig beraten, was wir sie denn als Nächstes fragen können und so weiter. Sie wurde dann auch von allen anderen Klassen gehänselt - sogar die Schüler der benachbarten Hauptschule fingen irgendwann an, sie zu hänseln, weil wir sie dazu gebracht haben. Körperlich wurde sie nie fertiggemacht, dafür gab es damals ja keinen Anlass, aber eben psychisch, weil es uns Spaß gemacht hat.


Wenn sie kurz vorm Heulen war, oder ihr sogar schon Tränen aus den Augen liefen, sind wir in Lachkrämpfe ausgebrochen. Das war unser Ziel - und ich schäme mich so sehr dafür. Vor Kurzem war dann unser Klassentreffen. Inzwischen sind wir alle fast dreißig und fragten uns zu Beginn, ob sie wohl auch kommen würde. Eigentlich waren wir uns auch sicher, dass sie sich das nicht traut, aber sie kam - und wir waren total baff. Sie hat sich zu einer wirklich sehr schönen Frau entwickelt. Sie ist schlank, aber nicht mehr mager - lange Beine, lange Haare, total selbstbewusst. Eine richtige Karrierefrau. Sie hat Jura studiert und ist in eine Kanzlei eingetreten. Ich dagegen bin eine kleine Verkäuferin in einer Metzgerei, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern noch zusätzliche Leistungen vom Staat empfangen muss, weil das Geld nicht reicht. Unser "Opfer" war nur kurz da. Sie würdigte uns mit einem Blick der wirklich Bände sprach - sie verachtete uns, obwohl sie uns überlegen war. Dann ging sie auch schon wieder zu dem schicken Wagen ihres Mannes, dem keiner meiner ehemaligen Klassenkameraden das Wasser reichen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00033450 vom 13.06.2014 um 17:50:52 Uhr (52 Kommentare).

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Der Reiche mit dem Schrottauto

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Begehrlichkeit Falschheit Lügen Auto & Co. Geld

Ich beichte euch, dass ich ein Gerücht, welches über mich in Umlauf gesetzt wurde, schamlos ausnutze. Vor acht Monaten habe ich mir ein neues Auto gekauft - es ist kein sehr teures Auto, aber immerhin. In der Kantine sprach mich dann ein Kollege darauf an und ich antwortete im Spaß, dass ich extra ein unauffälliges Auto gewählt habe, weil ich nicht will, dass die Leute meine Kohle schon von Weitem sehen und ständig betteln. Aus dem Witz ist dann ein Gerücht geworden und sehr viele Leute denken jetzt, ich wäre reich. Am Anfang habe ich die Sache auch noch mit kleinen Bemerkungen angestachelt und fand es toll, dass sich plötzlich sehr viele - und vor allem weibliche - Mitmenschen um mich kümmern. Ich lasse wirklich jeden im Unklaren über dieses Gerücht und schleppe dadurch jede Frau ab, die ankommt.

Beichthaus.com Beichte #00033448 vom 13.06.2014 um 15:19:38 Uhr (15 Kommentare).

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