Die Arbeitsmoral beim Bundestag

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Morallosigkeit Faulheit Ungerechtigkeit Politik

Ich bin Abgeordneter des Deutschen Bundestages und möchte beichten, in der namentlichen Abstimmung "Bundeswehreinsatz im Libanon (UNIFIL)" mit "Ja" gestimmt zu haben, ohne mich vorher informiert zu haben, oder den Antrag moralisch zu hinterfragen. Es war mir einfach egal. Ich war gedanklich den ganzen Tag lang schon bei der Planung meines Urlaubs in der parlamentarischen Sommerpause. Im UNIFIL-Einsatz sind schon über 250 von unseren Leuten gestorben, aber ich bin nicht in der Lage, mich dafür zu interessieren - oder meiner Faulheit im Bezug auf solche Abstimmungen ein Ende zu setzen. Dabei ruhe ich mich auf GG Art. 38 Abs. 1 aus und bitte um Vergebung für meine Gleichgültigkeit.

Beichthaus.com Beichte #00033782 vom 19.08.2014 um 03:36:43 Uhr (13 Kommentare).

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Die Aschenbecher-Diebstähle

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Diebstahl Morallosigkeit Selbstsucht Habgier

Ich möchte beichten, dass ich mit meiner Freundin Aschenbecher stehle. Immer, wenn wir in einem Café oder Restaurant sind, und uns der Aschenbecher gefällt, stecken wir ihn ein. Mittlerweile haben wir zu Hause eine kleine Sammlung. Wir werden nicht damit aufhören, da der Kick zu viel Spaß macht. Ich bitte dennoch um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033781 vom 19.08.2014 um 03:33:58 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Selbstverletzende Untermenschen

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Hochmut Zorn Vorurteile Selbstverletzung

Ich möchte beichten, dass ich alle Menschen, die sich ritzen und anderweitig bewusst selbst verletzen, für Untermenschen halte. Natürlich sollte man eigentlich immer den Einzelfall bewerten und schauen, woran es liegt, dass es einer Person psychisch schlecht geht. Wenn die Leute dann allerdings damit anfangen, Rasierklingen zu zweckentfremden, hat das in meinen Augen nur noch etwas mit mangelnden kognitiven Fähigkeiten zu tun, sprich sie sind für mich einfach strunzdumm. Auch bei mir im Leben ist nicht immer eitel Sonnenschein, jedoch würde ich nie auf die Idee kommen, mir deshalb an Armen oder Beinen rumzuschnitzen. Wenn man ernsthafte Probleme hat, sollte man in Behandlung gehen, das ist meine Meinung. Deshalb habe ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn diese gescheiterten Existenzen dann beschließen, sich umzubringen. Sollen sie doch. So etwas braucht man auf der Welt eh nicht.

Beichthaus.com Beichte #00033780 vom 19.08.2014 um 00:28:09 Uhr (23 Kommentare).

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Seitensprung beim Junggesellenabend

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Selbstsucht Lügen Fremdgehen Last Night

Ich (m/32) war am Wochenende mit Freunden bei einem Junggesellenabend. Dabei wurde natürlich auch reichlich Quatsch gemacht. In einer Kneipe bin ich dann von einer süßen Frau angesprochen worden, die mir gleich beim Betreten der Kneipe aufgefallen war. Es kam dazu, dass ich in ihre Wohnung auf einen Absacker mitgegangen bin und anschließend hatten wir auch noch viel Spaß im Bett. Ich hatte selten so viel Spaß, sodass sich die Nacht gelohnt hat. Meine Freunde haben natürlich bemerkt, dass ich im Hotel in der Nacht gefehlt habe und ich bin am nächsten Morgen darauf angesprochen worden, wie der Seitensprung war. Ich habe den Seitensprung jedoch abgestritten, aber ich habe jetzt ein total schlechtes Gewissen gegenüber meiner Freundin, vor allem auch deshalb, weil wir am nächsten Wochenende zu der Hochzeit meines Freundes gehen. Wir werden in unserem Bekanntenkreis schon als das nächste Hochzeitspaar gehandelt. Ich will meine Freundin aber nicht einweihen, was in der Nacht passiert ist, da es schon geschehen ist und ich dadurch nur meine Beziehung gefährde. Meine Freunde werden auch dicht halten, da auch der eine oder andere eine Leiche im Keller hat und untreu war oder in den Puff geht. Ich bitte um Verzeihung für mein Verhalten gegenüber meiner Freundin, aber die Wahrheit richtet nur noch mehr Schaden an.

Beichthaus.com Beichte #00033779 vom 18.08.2014 um 20:58:50 Uhr (15 Kommentare).

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Filme im realen Leben

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Dummheit Kinder

Seit zwei Jahren spiele ich (m/25) einmal die Woche den Babysitter für einen amerikanischen Freund, der hierher gezogen ist. Umsonst, versteht sich. Er hat zwei anständige Söhne im Alter von 9 und 8 Jahren. Da ich mit ihrem Vater gut befreundet bin, verstehe ich mich auch mit den Kindern bestens. Meistens spiele ich nur mit ihnen, da sie für Hausaufgaben oder Tests zu gescheite Burschen sind. Wir haben es meistens gechillt, ich langweile mich nicht. Nun aber geschah etwas, das mir jetzt noch die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und das einfach nur brüllend komisch ist. Ihr müsst wissen, dass ich ein riesiger Anime-Fan bin. Ich erinnere mich, wie ich kürzlich mit den Jungs spontan über meinen Lieblingsanime "Sword Art Online" gequatscht habe. Kurz gesagt geht es dort um ein virtuelles Spiel - etwa wie World of Warcraft, in dem man Monster töten muss. Dabei setzt sich der Spieler eine Art Helm auf, der sich an die sensorischen und motorischen Gehirnareale verbindet und wodurch man die Vorstellung hat, in einer Fantasiewelt zu sein. Im Verlauf der Geschichte können sich die Spieler nicht mehr ausloggen, weil der Spielhersteller und Antagonist der Serie den Log-out-Button entfernt hat. Zudem führt ein Tod in jener virtuellen Welt automatisch zum Tod in der realen Welt, da die Programmierung so umgestellt wurde, dass bei einem virtuellen Sterben gegen ein Monster das Gehirn tödliche Stromschläge erleidet.


Etwa so erzählte ich den Kindern von diesem Anime. Ich meinte auch zu ihnen, dass mich die Vorstellung, in einer virtuellen Welt zu sein, fasziniert. Wie es mir erscheint, waren die Jungs von dieser Fantasiegeschichte begeistert und befragten mich noch zu den Charakteren, Helden und Antihelden, Episoden und so weiter, wobei ich gerne ausführlich berichtete. Ich dachte mir nichts dabei. Als ich wieder zur Familie fuhr, nahm mich mein Kumpel beiseite und wollte mich sprechen. Er wollte wissen, ob ich seinen Kindern von so einer Art "Zukunftswelt" und einem "virtuellen Helm" erzählt habe, was ich bejahte. Danach brachte er mich ins Kinderzimmer und zeigte mir Kratzer, die der jüngere Knabe vom älteren Bruder eingesteckt hatte. Ich verstand nur Bahnhof. Der Vater klärte mich auf, indem er mir erzählte, wie die beiden vor ein paar Tagen in der Garage ihre Fahrradhelme geholt hätten und meine erzählte Geschichte nachspielen wollten. Dabei wäre der Ältere der Spieler und der Jüngere der Bösewicht gewesen. Um die vermeintlichen Stromschläge zu simulieren, begann der jüngere Bursche plötzlich auf dem vom Bruder aufgesetzten Helm rumzufausten. Danach hätten sich die beiden heftig zerstritten und dem Vater folglich alles erzählt. Als ich die Story gehört hatte, konnte ich nicht anders als den Lacher meines Lebens freizulassen. Der Vater gesellte sich schnell dazu, während die Kinder uns verdutzt anglotzten.


Nun ist alles wie vorher. Mir tut es leid, dass meine erzählte Geschichte einen Streit ausgelöst hat. Aber ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass zwei helle Köpfchen, die angeblich in der Schule die Klügsten sind, zu so einem unnötigen Tohuwabohu fähig gewesen wären. Hat das was mit der amerikanischen, ernstnehmenden Mentalität zu tun? Ich muss wohl aufpassen, was die beiden von mir in Zukunft hören. Wer weiß, was passieren könnte, wenn ich denen von Filmen wie "Fight Club" oder "Machete" erzähle.

Beichthaus.com Beichte #00033778 vom 18.08.2014 um 11:23:22 Uhr (10 Kommentare).

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