Die Schadenfreude einer hübschen Referendarin

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Engherzigkeit Begehrlichkeit Schule

Ich (w/25) bin Referendarin für Französisch und Sport an einem Gymnasium. Ich unterrichte in der Mittel- und Oberstufe, das heißt, meine Schüler sind zwischen 16 und 20 Jahren alt, wobei es sich bei den 20-Jährigen nur um einzelne Sitzenbleiber handelt. Obwohl ich recht streng bin, bin ich bei den Schülern sehr beliebt. Mit meinem Sport-Mentor komme ich sehr gut klar, er ist selbst noch recht jung und wir sind auf einer Wellenlänge. Meine Französisch-Mentorin ist eine übergewichtige Mittvierzigerin, die recht unbeliebt ist bei den Schülern. Als ich angefangen habe, haben die meisten Schüler Französisch gehasst, und seit ich den Unterricht übernommen habe, macht ihnen Französisch nach eigenen Angaben viel mehr Spaß. Sie zeigen deutlich, dass sie meinen Unterricht dem meiner Mentorin vorziehen. Dass das meiner Mentorin ein Dorn im Auge ist, kann ich durchaus nachvollziehen, jedoch lässt sie ihre Frustration an mir aus und sagt dann Dinge wie "Ja, wenn man den junge, hübsche Referendarin-Bonus hat, ist alles natürlich viel einfacher - und wenn man sich dann auch noch so sexy aufbrezelt..." und lacht dann süffisant.


Dabei schminke ich mich noch nicht einmal, trage mein Haar entweder offen oder im Dutt und trage weder tiefe Ausschnitte noch kurze Rücke. Ich style mich kein bisschen auf und zeige auch nicht viel Haut. Ansonsten kleide ich mich altersgemäß, also ich trage halt enge Hosen und manchmal Kleider und Röcke, wie jede junge Frau eben, und beim Sport Leggins und im Sommer Tanktops und kurze Shorts, aber das aus Bequemlichkeit und nicht, weil ich sexy sein will. Was ich beichten möchte, ist, dass ich meiner Mentorin gegenüber schadenfroh geworden bin und die Aufmerksamkeit meiner männlichen Schüler genieße. Ich bin jetzt nicht so wahnsinnig wunderschön, dass sich jeder Mann auf der Straße nach mir umdreht, aber inmitten meiner recht in die Jahre gekommenen Kolleginnen steche ich optisch schon positiv hervor, nehme ich an. Das merke ich auch teilweise an dem Verhalten meiner männlichen Kollegen. Zusätzlich zu meiner Schadenfreude möchte ich beichten, dass ich explizite Annäherungsversuche meiner Schüler zwar zurückweise, aber mich innerlich immer sehr geschmeichelt fühle und mich darüber freue. Ich bin halt eben auch nur eine Frau.

Beichthaus.com Beichte #00036445 vom 24.08.2015 um 12:28:02 Uhr (12 Kommentare).

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Ich kann meine Mutter nicht leiden

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Engherzigkeit Familie

Ich (w/30) kann meine Mutter nicht ausstehen. Es ist nicht so, dass ich sie hasse. Es gibt auch keinen bestimmten Grund dafür. Ich kann sie einfach als Person nicht leiden. Sie hat eine sehr unangenehme Art an sich und schafft es jedes Mal, mich innerhalb von Minuten mit einer unpassenden Bemerkung auf die Palme zu bringen. Ich melde mich auch nur so selten, wie es irgend geht bei ihr und sehe sie nur aus Formalitätsgründen an den Feiertagen. Das Ganze ist auch keine pubertäre Phase mehr, denn darüber bin ich längst hinaus. Die eigentliche Beichte ist, dass es mir nicht mal leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00036442 vom 24.08.2015 um 02:33:20 Uhr (4 Kommentare).

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“Beichte

Die geplatzten Träume der Flüchtlinge

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Vorurteile Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich (m/57) arbeite ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft, weil ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle. Seit Jahren bin ich auf Jobsuche, finde aber nichts. Keiner stellt im IT-Bereich alte Säcke ein, da sie noch aus der "alten Schule" sind. Das ist natürlich Unsinn, schließlich habe ich mich dauernd fortgebildet. Nun ja, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit und Rumgammelei wollte ich mal etwas Sinnvolles tun. Von den Nachrichten bekam ich das Versorgungschaos mit, sodass ich gleich am nächsten Tag mit anpacken wollte. Die Arbeit macht mir an sich Spaß, weil ich mit Flüchtlingen ins Gespräch komme. Oft erzählen sie mir von der strapazierenden Flucht durch den Balkan, was mich ehrlich gesagt sehr mitnimmt. Einige hingegen bringen ihre Zukunftspläne zu Wort. Ein Großteil der Flüchtlinge möchte Arzt, Anwalt oder Ingenieur werden. Woher diese hanebüchenen Wünsche herkommen, weiß ich nicht.

Wahrscheinlich hat denen ein Schleuser was von einer rosaroten Kuschel- und Spaßzukunft in Deutschland erzählt. Schleuser müssen ja auch werben. Jedenfalls bringe ich jeden dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Versteht mich nicht falsch, klar kann jeder irgendwann seine Ziele erreichen. Nur sind einige teilweise über 20 Jahre alt, können nur gebrochenes Englisch und sind nicht sehr intelligent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so jemand mal ein Studium beginnen soll. Dafür müsste man erst mal noch die allgemeine Hochschulreife erlangen. So kommt es halt, dass ich den glühenden Fantasien der Flüchtlinge ein Ende setzen muss. Ich will sie nicht kränken, trotzdem passiert genau das ziemlich oft. Ungeachtet dessen gebe ich aber Vorschläge. Den Immigranten rate ich eine Ausbildung im Handwerksbereich, da wir in Deutschland diese Stellen nicht vollständig besetzen und diese Berufe geistig weniger anspruchsvoll sind. Gerade in den Pflegeberufen mangelt es an Azubis.


Irgendwie fühle ich mich nach solch einem Gespräch immer schlecht, obwohl ich eigentlich geholfen habe. Man merkt meinen Gesprächspartnern an, dass für sie ein Traum geplatzt ist. Aber so ist das Leben. Deutschland ist kein Schlaraffenland. Selbst ein topausgebildeter IT-Spezialist wie ich findet keine Arbeit. Ich beichte hiermit, regelmäßig Flüchtlinge zu enttäuschen, obwohl sie nach einer schlimmen Reise nettere Worte bräuchten.

Beichthaus.com Beichte #00036414 vom 21.08.2015 um 20:33:59 Uhr (17 Kommentare).

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Persönliche Vorlieben in der Gutmenschen-Gesellschaft

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Vorurteile Engherzigkeit Misstrauen Gesellschaft

Ich habe zwar insofern keine Vorurteile gegen Menschen anderer Herkunft, Kultur oder Hautfarbe, würde aber niemals einen Mann daten und zum Partner wählen, der nicht kaukasisch bzw. weiß oder westlicher, moderner Kultur ist. Selbst mit einem gläubigen Christen hätte ich schon so meine Probleme als Atheistin. Ich finde schwarze Menschen, Südländer oder Asiaten persönlich einfach nicht attraktiv und fühle mich im Kulturkuddelmuddel bei Religionen generell unsicher. Ich beichte das, weil man heute für seine Vorlieben und Abneigungen sowie für eigene Prinzipien gleich wieder abgestempelt wird, in der Gutmenschen-Gesellschaft.

Beichthaus.com Beichte #00036413 vom 21.08.2015 um 18:27:09 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Mentalität der Amerikaner

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Vorurteile Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft Internet

Ich bin seit ein paar Monaten im Internet überwiegend in englischsprachigen Foren und Communitys unterwegs, vorwiegend natürlich mit einem großen Anteil Amerikaner dabei. Und ich muss sagen, dass mir diese ganze Übertoleranz bezüglich diverser sexueller Präferenzen wie hetero, bi, homo, a, pan etc. sowie auch für die sogenannten "gender", also männlich, weiblich, unentschieden, oder auch trans, unglaublich auf die Nerven geht. Ich wurde so erzogen, das eben als ganz normal zu betrachten, ohne da so einen riesigen Deal darauszumachen und mich kotzt es mittlerweile richtig an, dass man nicht mal mehr in diesen Communitys unterwegs sein kann, ohne damit konfrontiert zu werden, dass irgendjemand stolz auf seine Vorliebe oder sein Geschlecht ist, oder deshalb diskriminiert wird und nur motzt.


Ich war geschockt, dass die amerikanische Ladenkette Target jetzt die Geschlechterbezeichnung bei Kinderartikeln weglässt. Also Spielzeug ist dort jetzt Spielzeug, ohne dabei als "für Mädchen" oder "für Jungs" bezeichnet zu sein. Ich finde das so albern, und das, obwohl ich es voll unterstütze, dass jeder akzeptiert wird, wie er ist, ohne großes Heckmeck. Übertoleranz bedeutet für mich, dass im Herzen dann doch wieder irgendwo Intoleranz herrscht, aber man nach außen so tut, als wäre das nicht so. Zum Beispiel eben, in dem man diese Bezeichnungen von seinen Schildern nimmt. Eltern feinden Eltern an, die gegen diese Veränderung im Laden sind und ihre Kinder dem Geschlecht des Kindes nach erziehen und andere Eltern feinden Eltern an, die ihr Kind ohne genderspezifische Aspekte erziehen. Keiner ist dem anderen gegenüber tolerant und alle meckern nur herum. Für mich ist Sexualität und Identität einfach etwas persönliches, das nur den Menschen selbst angeht. Keiner darf sich da einmischen. Ich warte drauf, dass die Amis das auch mal irgendwann einsehen.

Beichthaus.com Beichte #00036411 vom 21.08.2015 um 12:36:58 Uhr (8 Kommentare).

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