Breitbeinig in den öffentlichen Verkehrsmitteln

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Ignoranz Eitelkeit Selbstsucht Bahn & Co. Lollar

Überfüllte öffentliche Verkehrsmittel. Wer kennt das nicht? Ich (m/31) hasse es einfach, wenn ich morgens im Bus sitze und dann jemand kommt und sich neben mich setzt. Ich sitze in der Regel relativ breitbeinig und kann es einfach nicht leiden, so eng eingefercht zu sein. Deshalb habe ich mir Folgendes ausgedacht: Ich packe meinen Rucksack morgens richtig voll, so dass kaum noch was reinpasst. Wenn ich dann im Bus sitze, stelle ich den Rucksack natürlich zwischen die Beine und wenn sich dann jemand neben mich setzt, brauche ich meine Beine nicht zu sehr zusammenzumachen, weil ja der Rucksack dazwischen ist.

Beichthaus.com Beichte #00030101 vom 18.07.2012 um 07:11:20 Uhr in Lollar (31 Kommentare).

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Der Negativ-Bewerter

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Rache Boshaftigkeit Zwietracht Shopping Internet Stuttgart

Ich habe vor Jahren relativ erfolgreich beim großen Auktionshaus im Netz verkauft und damit auch teils ganz gut verdient. Ich hatte lange Zeit volle positive Bewertungen, bis zu dem Tag, an dem ein Käufer mich vier Stunden nach dem Kauf anschrieb, was mir einfiele, mich so lange nach dem Kauf nicht bei ihm zu melden und er werde mich auf jeden Fall negativ bewerten. Nach kurzer Recherche in einschlägigen Foren, auch bei der Seite selber, stellte sich heraus, dass der Käufer jemand ist bei dem biologisch wohl die eine oder andere Weiche im Verstand falsch gestellt ist und der nur solche Aktionen bringt, aber die Artikel dennoch bezahlt und auch einfordert. Dann schrieb er aber immer Sachen wie "Ware vorsätzlich beschädigt, um mir eins reinzuwürgen" oder "Verkäufer war sehr böse!" in die (immer negativen) Bewertungen. Zu jener Zeit kümmerte man sich dort kaum um sowas. Also was tun?


Gerade an diesem Tag, es war Sommer und wirklich sehr heiß, ist mir ein großer Krebs in meinem Aquarium an Altersschwäche gestorben. Mir kam ein Gedanke, also legte ich das Tier in die Sonne und liess es dort, Katzen- und Vogelsicher, die nächsten drei regenfreien Tage und Nächte liegen. Derweil wurde mein Postfach mit Mails voller übler Beleidigungen und obskurer Beschimpfungen zugepackt. Beispiel: Sie sind ein Schurke, jawohl ein Schurke! Nur weil dieses Wort niemand mehr benutzt, beschreibt es doch einen schlechten Menschen, und ja, der sind Sie! Nach insgesamt einer Woche versandte ich den gut und luftdicht verpackten Artikel und legte den toten, mittlerweile extrem widerlich stinkenden Krebs jedoch mit ins Paket, und zwar beim Füllmaterial ziemlich mittig. Dabei trug ich eine alte Gasmaske aus Fastnachtszeiten.

Vier Tage später bekam ich eine Vorladung zur Polizei. Der Kunde habe sich bei dem Geruch und Anblick so heftig übergeben müssen, dass er notärztlich versorgt werden musste. Anzeige wegen Körperverletzung und wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil diese Krebsart wohl in freier Natur vom Aussterben bedroht ist. Offenbar ging man davon aus, ich hätte das Tier extra getötet, was ich nie getan hätte. Ich ging also hin, druckte aber vorher alles aus, was ich über diese Person fand, stellte ihn als den gestörten Menschen dar, der er ist und ich selbst erstattete Anzeige wegen übler Nachrede, nachdem ich scheinbar glaubwürdig versicherte, dass ich nicht den geringsten Schimmer hätte, wo man Krebse überhaupt sozusagen im Ganzen kauft. Relativ siegessicher verließ ich das Polizeirevier. Aber zu früh gefreut.


Erstaunlicherweise kam es dennoch zur Verhandlung. Ich stritt alles ab, und der Kunde wurde als Zeuge vorgeladen. Man merkte ihm an, dass er total neben der Spur stand. Schon vor dem Saal kam er mit ausgestrecktem Finger und weit aufgerissenen Augen auf mich zu: "Du, Du! Dich kriege ich heute!" Als er reingerufen wurde, konnte er das Erlebnis kaum in Worte fassen und wurde, weil er mich dauernd beleidigte, mehrfach verwarnt. Einmal sogar kostenpflichtig. Als ihn meine Anwältin mit dem Material, das ich über ihn gesammelt hatte, konfrontierte, schwammen seine Felle ihm ganz davon, und es wurde immer offensichtlicher, dass sich Justiziars Waage in meine Richtung neigen würde. Plötzlich stand er auf, warf den Stuhl vor sich in den freien Raum zwischen Verhörtisch und Richterbank und schrie er werde alle Anwesenden langsam umbringen und wir seien alle seine Gefangenen. Selbstverständlich wurde er sofort überwältigt, abgeführt und sagen wir es mal so, noch einmal notärztlich behandelt. Zuhause übernachtet hat er an dem Tag und den darauf folgenden drei Wochen jedenfalls nicht. Ich wurde einen Tag später, die Kosten für den Mehraufwand trug der Staat, in allen Ehren freigesprochen.


Ob ich bereue? Mir ist klar, dass dieser Mann nicht geistig gesund sein kann, allerdings wurde ihm weniger, wie erwartet, Schizophrenie, sondern viel mehr Narzissmus und eine schon krankhafte Arroganz der Umwelt gegenüber bescheinigt. Einfach ein unerträglich penetranter Mensch, es waren auch noch einige weitere juristische Schritte nötig, die, bildlich geschrieben, Zähne dieser Person aus meinem Hosenbein zu lösen und die Belästigung per Post und Mail zu unterbinden. Schlimmerweise war nämlich seine Rechtsvertretung ungefähr genauso drauf. Und letztendlich haben wir beide deshalb unsere *bay-Accounts verloren. Und er kam wenigstens mal in Behandlung.

Beichthaus.com Beichte #00030100 vom 18.07.2012 um 00:11:54 Uhr in 70190 Stuttgart (Hauffstraße 5) (27 Kommentare).

Gebeichtet von Jackomo
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Der Pitbull des Paten

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Gewalt Vandalismus Rache

Der Pitbull des Paten
Ich habe seit frühesten Kindheitstagen einen guten Freund gehabt. Wir waren zusammen in der Grundschule, in der Orientierungsstufe und auf der Realschule. Ich habe ihm immer geholfen, ihn abschreiben lassen oder die Hausaufgaben gemacht. Auch seine Bewerbungen habe […]
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Beichthaus.com Beichte #00030097 vom 16.07.2012 um 14:44:42 Uhr (34 Kommentare).

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5 Euro Trinkgeld

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Rache Vandalismus Restaurant Last Night

Ich war neulich mit ein paar Kumpels in einer Bar, um ein paar Bier zu trinken. Die Kneipe ist immer recht gut besucht, die Preise sind durchschnittlich, so auch das Ambiente. Der Abend verlief eigentlich ganz wunderbar, bis zu dem Zeitpunkt wo wir bezahlen wollten. Da ich gerade mein Abitur feierte habe ich mich entschieden meinen Kumpels die Runde zu zahlen. Den Betrag von 14,40 Euro zahlte ich mit einem 20-Euro-Schein.
Doch die Bedienung rückte das Wechselgeld nicht heraus, immerhin ein für mich nicht unerheblicher Betrag. Sie verschwand in der Menge, und als ich sie unter vier Augen zu sprechen versuchte, blockte sie ab, und meinte, es sei angebracht das Wechselgeld für die Bedienung als Trinkgeld da zu lassen. Naja dieser Brauch ist mir nicht ganz unbekannt. Ich bin zwar kein knausriger Typ, aber bei dem Spruch hat es mir sämtliche Zehennägel aufgestellt. Ich kenne niemanden, der gute 5 Euro Trinkgeld hergibt bei einem Betrag von 20 Euro. Als ich mein Geld wieder einforderte, wurde die nette Frau stinkig es gab eine Verbale Auseinandersetzung wo ich aufs übelste beschimpft wurde im bayerischen Dialekt und ich wurde vom Wirt trotz meines lautstarken Protests aus der Bar geworfen, weil ich angeblich die Ruhe stören würde, und unfreundlich zum Personal gewesen wäre.

Nach diesem Schock versuchten wir uns zu erholen, und beschlossen so das zu vergessen und den Abend sanft ausklingen zu lassen. Doch weit gefehlt, nachdem wir uns eigentlich vorgenommen hatten uns nicht zu betrinken kam es leider dazu, dass wir halb besoffen Rachepläne schmiedeten. Da bei uns im Haus gerade renoviert wurde, hatten wir noch eine Sprühdose Bauschaum. Wir füllten Luftballons mit einer Mischung aus Bauschaum, Dreck, Zigarettenstummeln und Urin und torkelten zu der Dorfkneipe, wo wir im Schutze der Dunkelheit die Ballons gegen die Wirtschaft schmissen. Ob uns jemand gesehen hat kann ich nicht sagen, wir sind dann abgehauen. Die Aktion war wirklich kindisch.

Beichthaus.com Beichte #00030094 vom 15.07.2012 um 19:17:36 Uhr (39 Kommentare).

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Heiße Mädels aus der Region

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Habgier Betrug Lügen Telefon Arbeit Bremen

Vielleicht kennt jemand noch diese 0190 Werbespots die vor über zehn Jahren dauerhaft im TV gelaufen sind. Ich hatte damals beruflich ein bisschen meinen Anteil daran die Männer abzuzocken die dort anrufen. Mit zwanzig habe ich nämlich bei einer 0190 Dating-Line gearbeitet. Den Männern wurde dabei erzählt, dass heiße Mädels aus ihrer Region einen Telefonflirt und vielleicht mehr mit ihnen suchen. Ich war dann sozusagen das heiße Mädel aus der Region, nur das diese Region irgendwie ganz Deutschland umfasst hat und ich immer einen anderen Heimatort hatte. Von der Zentrale wurde mir vorher mitgeteilt welchen Ort ich angeben soll.

Der Rest war dann sehr einfach, man hat die Typen in Kategorien eingeordnet und es ging darum sie lange an der Leitung zu halten. Viele davon waren einfach extrem naiv, andere kamen so rüber, als ob sie seit Jahren keine Frau mehr gesehen haben. Einer hat mich auch mal vier Stunden über sein gesamtes Leben vollgequatscht. Ich habe das damals fünf Jahre gemacht und es wurde richtig gut bezahlt. Allerdings bin ich dann schwanger geworden. Die Firma hat dann gesagt, dass ich unbedingt vermeiden muss, dass man Kindergeschrei im Hintergrund hört. Ich wäre dann ja kein heißes Mädel aus der Region mehr, sondern eine Mutti mit dickem Hintern, die jemanden sucht der ihren Balg durchfüttert. Ich habe dann gekündigt. Meine Beichte ist also das ich paarungswillige Männer am Telefon verarscht habe. Einige sind bei einem einzigen Anruf um 200 Euro ärmer geworden, dafür hätten sie auch gleich zu einer Gewerblichen fahren können. Was mir auch Leid tut ist das ich einen so gut bezahlten Beruf gekündigt habe weil ich in meiner Schwangerschaft ein bisschen empfindlich war was solche Sprüche angeht.

Beichthaus.com Beichte #00030092 vom 14.07.2012 um 22:24:42 Uhr in Bremen (25 Kommentare).

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