Poker am Arbeitsplatz

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Ungerechtigkeit Ignoranz Arbeit Internet Games

Poker am Arbeitsplatz
Vor etwa acht Jahren kam bei uns in der Firma eine externe Beratungsgesellschaft rein und durchleuchtete alles. Wie jede Unternehmensberatung kam auch diese zu dem Ergebnis, dass Personal abgebaut werden solle. Daraufhin wurde vor allem auf die älteren Mitarbeiter zunehmend Druck ausgeübt, das Unternehmen mit einer Abfindung zu verlassen. Ich war damals 58 Jahre alt und wurde auch entsprechend unter Druck gesetzt. Ich war aber widerspenstig und wurde von meinem Vorgesetzten bei so genannten Personalgesprächen immer weiter unter Druck gesetzt. Da ich immer noch bockig war, griff man schließlich zum ultimativen Druckmittel: man setzte mich in das so genannte Sterbezimmer. Das war ein kleines Büro, ausgestattet mit einem Schreibtisch, einem Bürostuhl, einem Computer und einem Telefon. Offiziell lautete mein Tätigkeitsgebiet Sonderaufgaben. Ich hatte aber keinerlei Aufgaben, wurde zu keinen Besprechungen eingeladen, von jeglichem Informationsfluss komplett abgeschnitten. Alle Kollegen, denen solches widerfahren war, waren nach spätestens drei Monaten in die Knie gegangen und baten demütig um ihre vorzeitige Pensionierung, weil sie diese Isolationsfolter nicht mehr aushielten.

Ich behalf mir zunächst dadurch, dass ich mehrere Stunden am Tag im Internet Schach spielte. Dann eröffnete ich einen Account im online Poker. Dort spielte ich nun den ganzen Tag, von morgens bis abends, mit einer kurzen Unterbrechung fürs Mittagessen. Der Tag verging wie im Flug. Am Anfang machte ich noch Verluste, lernte aber dazu und kam allmählich in die Gewinnzone, und nach drei Monaten machte ich durchschnittlich pro Woche 300-400 Euro Gewinn, und ich ging jeden Tag mit Freude an meinen "Arbeitsplatz", oft machte ich auch noch abends Überstunden. Von meinem Pokerspielen erzählte ich niemandem. Meine Vorgesetzten waren verzweifelt. Einer wurde wegen seiner Unfähigkeit, mich rauszuekeln, strafversetzt. Meine Kollegen waren entweder verärgert über den faulen Sack, der fürs Nichtstun ein fettes Gehalt bezog, oder sie lachten sich kaputt über mich. So hielt ich durch, bis ich mit 63 regulär in Rente ging. Dann hörte ich auf mit Pokern, ich hatte einfach die Schnauze voll. Ich beichte, dass ich meine Firma durch meine Sturheit geschädigt habe und dass ich mit meinen Gewinnen anderen Pokerspielern Verluste zugefügt habe. Vielleicht hätte ich doch früher gehen sollen?

Beichthaus.com Beichte #00030947 vom 29.03.2013 um 01:48:33 Uhr (38 Kommentare).

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Der beharrliche Verehrer

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Liebe Hamburg

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich einem echt lieben Typen das Herz herausgerissen habe und ihm weiter ignorieren werde, weil er es nicht lernt. Als ich vor drei Jahren mit meinem jetzigen Ex-Freund eine Beziehungspause eingelegt habe, weil wir uns entweder nur gestritten oder nur ignoriert haben, habe ich mich bei meinem besten Freund über ihn ausgekotzt. Er hat mich natürlich getröstet und beruhigt und mich zu sich eingeladen, damit ich auf andere Gedanken komme, da er gut 200 Kilometer weit weg von mir wohnt. Ich bin da natürlich sofort drauf eingestiegen, habe mich in den Zug gesetzt und bin bei ihm übers Wochenende geblieben. Dabei hat er mich langsam aber sicher abgefüllt, sodass wir angefangen haben, rumzuknutschen. So haben wir also eine Fern-Affäre angefangen, die für mich nie einen ernsthaften Charakter hatte, für ihn, wie ich dann später herausgefunden habe, allerdings schon.
Das lief dann so drei Monate vor sich hin, bis ich mich mit meinem damaligen Freund wieder versöhnt habe. Ich habe ihm alles erzählt, er war nicht unbedingt begeistert darüber, hat es aber akzeptiert, da ja auch nichts weiter zwischen mir und meinem Kumpel gelaufen ist und wir unsere Beziehung ja auf Eis gelegt hatten. Ich habe die Affäre dann auch sofort beendet, nicht ohne mir von meinem Kumpel über fünf Stunden lang anzuhören, dass er mich lieben würde, dass ich etwas Besseres verdient hätte als meinen Ex und dass er mich glücklich machen würde. Da ich, wie gesagt, nicht damit gerechnet habe, dass er das alles so ernst nimmt und so krass drauf reagiert, war ich erst ein wenig überfordert und habe dann die Standard-Sätze abgespult. "Es liegt nicht an dir, es liegt an mir", "Gerade funktioniert das nicht aufgrund der Entfernung, vielleicht, wenn wir irgendwann mal in der gleichen Stadt wohnen, können wir es ja nochmal probieren" und so weiter. Ich wollte ihn ja nicht verletzen und er war mir ja schon wichtig. Als er aber nicht aufgehört hat, mich zu bedrängen, habe ich zu ihm fürs Erste den Kontakt eingestellt. Vereinzelt kamen dann immer wieder Versuche von ihm, sich mir wieder anzunähern, die ich aber jedes Mal abgeblockt habe.


Vor Kurzem dann, als die Beziehung schon länger endgültig vorbei war und ich tatsächlich aufgrund des Studiums umgezogen bin und dabei einige Zeit lang nur 15 Minuten von ihm entfernt gewohnt habe, habe ich mir zunächst nichts weiter gedacht, für mich war die Sache ja abgehakt und schon lange Geschichte. Ich habe auch den Kontakt zu ihm wieder zugelassen, weil er es nicht mehr erwähnte und ich dachte, dass inzwischen Gras über die Sache gewachsen ist und er es auch überwunden hat, zudem hatten wir einige Kurse an der Uni zusammen.
Doch allmählich bekam ich das Gefühl, dass da doch noch nicht alles von seiner Seite aus abgehakt sein könnte. Er schrieb mir immer wieder, aus eigenem Antrieb, und ließ sich nicht dadurch abschrecken, wenn ich mal keine Zeit oder keine Lust zum Antworten hatte. Als ich Geburtstag hatte, lud er mich zum Essen und ins Kino ein, die Frage nach dem "Pärchensessel" in letzterem (zwei Sitze im Kino ohne Lehne dazwischen zum aneinander kuscheln), musste ich aber ablehnen, weil er mich an dieser Stelle nur angestarrt hat. Meine Familie und Freunde bestätigten mich dann später immer und immer wieder in meinem Verdacht. So fragte mich meine Mutter nach einem Fest im Ferienhaus meiner Tante, wo er mit seiner Familie auch immer ist, ob zwischen uns was läuft, weil er mich immer so "sehnsuchtsvoll" angeschaut hätte. Auch Bekannte, die nichts von unserer kurzen Liaison wussten, sprachen mich darauf an, ob ich denn bemerkt hätte, dass eben dieser Kumpel mich immer wieder so anstarren würde. Inzwischen versucht er, mich immer wieder zu sich in seine WG einzuladen, um "Filme zu schauen". Dass ich inzwischen in einen anderen Stadtteil gezogen bin, habe ich ihm noch nicht erzählt. Auch immer, wenn ich ihn zufällig auf dem Campus begegne, versuche ich ihm auszuweichen und tue so, als würde ich ihn nicht sehen. Bevor hier jetzt ein Shitstorm losgeht, in dem man mich fertig macht und mir sagt, dass ich typisch Frau wäre und den lieben Kerl für einen Idioten wegstoßen würde: Ich will keine Beziehung zu einem Idioten, der mich nur fertig machen will und dem ich für Anerkennung hinterher kriechen muss. Ich möchte aber auch nicht mit einem Typen zusammen sein, der nahezu willenlos in mich verliebt ist und mir für Anerkennung hinterher schleicht. Da habe ich ab und zu lieber richtigen Streit und einen Typen, der bereit ist, sich (verbal!) durchzusetzen, als ein kleines Weichei, der keine eigene Meinung hat, von mir komplett abhängig ist und kein Rückgrat hat.

Beichthaus.com Beichte #00030946 vom 28.03.2013 um 23:35:45 Uhr in Hamburg (Bundesstraße) (20 Kommentare).

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Die verhasste große Schwester

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Zorn Ungerechtigkeit Familie Wolfsburg

Ich (w/19) möchte beichten, dass ich meine große Schwester (22) über alles hasse und auch meinen Eltern inzwischen kritisch gegenüber gestellt bin. Der Hass fing eigentlich schon sehr früh an, als wir beide noch in die Grundschule gingen. Sie war immer der Überflieger mit den Top-Noten, und ich war zwar auch immer mit einem guten Zweierschnitt dabei, aber „halt nie so gut wie V.“ Meine Eltern haben damals schon immer zu mir gesagt, dass ich kein schlechtes Gefühl dabei zu haben brauchte, dass sie besser ist als ich und dass ich mich nicht mit ihr vergleichen soll. Nun, das hätte ich früher auch nicht gemacht, aber dadurch, dass mir das immer und immer wieder von meinen Eltern erzählt wurde, habe ich mich selbstverständlich mit ihr verglichen. Da ich es ihnen nie recht machen konnte, habe ich da schon angefangen, sie nicht mehr wirklich zu mögen. Aber der eigentliche Wendepunkt kam später, als ich so 16 war, da habe ich meinen ersten wirklich festen Freund gehabt, den ich über sie kennengelernt habe. Schon als ich ihn meinen Eltern als meinen Freund vorgestellt habe - sie kannten ihn ja schon über meine große Schwester etwas länger -, liefen sie erst zu meiner Schwester, um sie zu fragen, ob sie es mir erlaubt, mit ihm zusammen zu sein. Nach knapp zwei Jahren Beziehung, in denen ich viele Verabredungen mit ihm aufgrund von plötzlichen fadenscheinigen Einwänden meiner Eltern absagen musste, hat er mich dann ohne weitere Erklärung abserviert. Ich dachte da, am Boden zerstört wie ich nun mal war, bei der ersten großen Liebe, dass meine Familie gar nicht mal so krass reagiert wie in einigen Beichten, die ich hier schon gelesen habe (von Stalken über Zusammenschlagen bis hin zum in den Knast bringen), sondern einfach nur den Kontakt mit ihm abbricht. Das hätte mir schon vollkommen ausgereicht. Aber von wegen. Meine Schwester hat sich auch weiterhin häufig mit ihm getroffen, auch immer bei uns zu Hause, sodass ich ihn quasi wöchentlich sehen musste. Meine Eltern haben mich weder getröstet, als ich heulend im Flur zusammengebrochen bin, da war nur meine kleine Schwester für mich da, noch haben sie zu den Treffen meiner großen Schwester irgendetwas weiter gesagt. Ich habe aber auch schon während meiner Beziehung mit ihm gemerkt, dass sie ihn fast mehr ins Herz geschlossen haben als mich und dass sie die Trennung hauptsächlich deshalb schade fanden, weil er dann weniger oft bei uns war und sich mit ihnen beschäftigt hat.


Ich bin meiner großen Schwester daher immer mehr aus dem Weg gegangen, habe mich auf das Abi konzentriert und dann auch einen Einserschnitt hingelegt. Meine Hauptmotivation war dabei, in einen zur Zeit sehr beliebten Studiengang zu kommen, der allerdings einen sehr hohen NC hat, den ich leider nicht erreichen konnte. Meine Schwester, die mitbekommen hat, wie wichtig mir das war und wie gerne ich den Platz bekommen hätte, schreibt sich an genau der Uni für genau das Fach ein, für das ich abgelehnt wurde, und bekommt den Platz. Inzwischen bin ich in eine andere Stadt gezogen, um klassisch BWL zu studieren, was mir auch sehr gut gefällt. Hätte ich aber keinen Studienplatz bekommen, hätte ich alles in meiner Macht stehende getan, um von zu Hause wegzukommen, da es sich für mich nicht mehr so angefühlt hat. Jedes Mal, wenn ich mal wieder heimfahre, um meine ach so tolle Familie zu besuchen, labert mich meine große Schwester immer mit irgendwelchen ihrer Probleme zu, die mich nicht interessieren und ich würde am liebsten einfach aufstehen und gehen. Mit meinem Ex trifft sie sich immer noch regelmäßig. Ich weiß zwar, dass Familie mit das Wichtigste auf der Welt ist und ich kenne so viele Einzelkinder, die sich über Geschwister gefreut hätten. Ich liebe meine kleine Schwester von ganzem Herzen, es ist mir sehr schwergefallen, sie mit den Verrückten durch meinen Auszug alleine zu lassen, vor allem, wenn sie mir dann weitere, abgedrehte Storys erzählt. Aber ich kann meinen Eltern einfach nicht mehr vertrauen, nachdem sie mich so haben fallen lassen, und jedes Mal, wenn ich meine große Schwester sehe, habe ich das tiefe Bedürfnis, sie mal so richtig fertig zu machen. Ich hasse sie einfach so abgrundtief stark.

Beichthaus.com Beichte #00030944 vom 28.03.2013 um 22:25:02 Uhr in Wolfsburg (17 Kommentare).

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Die Wahrheit über Windräder

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Dummheit Lügen Kinder Landshut

Als mein Sohn mich fragte, wozu diese Dinger überall herumstehen (er meinte die Windkraft-Räder), gab ich ihm folgende Antwort: "Junge, Du weißt doch, dass die Erde sich dreht. Das sind Propeller, wie bei einem Flugzeug, die machen dass die Erde sich immer schön weiter dreht". Als etwa zwei Wochen später die Lehrerin fragte, ob einer weiß, was diese Windräder machen, meldete sich mein Sohn als einziger, dafür aber sehr euphorisch. Die Antwort hat natürlich bei der Lehrerin und den Mitschülern große Heiterkeit ausgelöst. Ich glaube, sie verarschen ihn bis heute deswegen. Drittklässler können ganz schön grausam sein. Es tut mir so leid, nie wieder werde ich einem Kind so einen Schwachsinn erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00030940 vom 28.03.2013 um 15:40:07 Uhr in Landshut (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Womanizer in Japan

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Fremdgehen Morallosigkeit Studentenleben Japan

Ich (m/21) war bis vor einiger Zeit Austauschstudent in Japan, in der Nähe von Osaka. Bevor ich abflog, war ich in einer recht langen Beziehung, die ich aber ohnehin satt hatte und daher beendete. Schnell entdeckte ich in Japan eine Womanizer-Seite an mir, die ich so noch nicht kannte. Ich lebte in der Nähe eines Ortes, der viele junge Backpackerinnen aus aller Welt anzog, sowie auch japanische Touristinnen - ein sehr flirt-freundliches, liberales Umfeld also. Dieses nutzte ich aus, um mit jungen Tokio-Ladies, Amerikanerinnen, Spanierinnen und so weiter im Bett zu landen. Eines Tages entdeckten ich und ein Freund eine absolut heiße Japanerin in einer Bar, deutlich älter als wir und ihrem Stil nach zu urteilen auch deutlich reicher und gebildeter, mit fantastischen Englischkenntnisse und noch einigen anderen Sprachen im Repertoire. Mein Kumpel unterhielt sich nun gepflegt mit ihr und beeindruckte sie mit seinem Japanisch, während ich mit Tanzen und Trinkspielen beschäftigt war.
Irgendwann gratulierte ich ihm zum Gespräch und schlug vor, mehr zur Sache zu gehen, woraufhin er mir sagte, dass das aussichtslos sei, da sie 33 und mit einem Amerikaner verheiratet war, der Firmen in Tokio leitete und gar einen fünfjährigen Sohn mit ihr hatte. Später in dieser Nacht gingen alle, die noch in der Bar waren, gemeinsam essen - asiatische Straßensnacks. Besagte Lady sprach mich dabei auf meinen rockigen Stil an, worauf ich sie ganz unverfroren anbaggerte und fragte, ob sie mal Sex mit so einem Typen hatte. Ich versprach mir nichts von der ganzen Geschichte, doch sie schien am nächsten Abend sehr interessiert an mir, sodass ich mich älter log und sie offensiv anflirtete. Und so kam es, dass wir zum ersten Mal im Bett landeten und ich mich am nächsten Tag wie Gott fühlte, eine asiatische Angelina Jolie zum Kreischen gebracht zu haben. Ende der Geschichte ist: Diese Affäre hielt sich über Monate und gemeinsam verprassten wir das Geld, das ihr Mann verdiente, für Drinks und teure Hotels. Sie zahlte gar Flüge für mich, um Zeit mit mir zu verbringen. Zwischendurch hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie mit ihrem Mann telefonieren hörte. Dennoch: Ich bin 21 und genau jetzt ist die Zeit, die Welt zu erleben, zu erobern und die unfassbarsten Dinge durchzuziehen.

Beichthaus.com Beichte #00030937 vom 27.03.2013 um 16:45:39 Uhr in Japan (Osaka) (43 Kommentare).

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