Ich liebe ihn nicht

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Falschheit Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Liebe

Ich (w/24) bin gerade für ein Jahr im englischsprachigen Ausland unterwegs, einfach mal Working Holidays um neue Erfahrungen zu sammeln und mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. In Deutschland hatte ich eine echt miese Beziehung am Laufen, die knapp anderthalb Jahre hielt - Weihnachten 2012 war es dann zu Ende. Es war ein einziges Desaster mit meinem Ex. Er hat mich belogen und betrogen. Er hat mich, nachdem ich Schluss gemacht habe, auch noch monatelang gestalkt, es war einfach nur der blanke Horror. Ich habe durch diese Beziehung sehr viel verloren: Mein Studium musste ich abbrechen, da ich dauerhaft depressiv war und sämtliche Prüfungen vergeigt habe. Das ist natürlich meine eigene Schuld, aber die Umstände haben schon sehr dazu beigetragen. Viele Freundschaften sind durch meine Depressionen den Bach runter gegangen, und ich musste wieder bei meinen Eltern einziehen, da ich kein BAföG bekomme und sie mich nicht mehr finanziell unterstützen wollten. Des Weiteren war mein Selbstbewusstsein total im Keller, ich hatte einfach einen Knacks durch dieses ganze Drama. Darum wollte ich einfach mal ein bisschen Abstand gewinnen, habe hart gearbeitet und mir von dem Ersparten diesen Auslandstrip finanziert, was sich auch durchaus gelohnt hat. In meiner Zeit hier konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln: Neue Leute kennenlernen, mein Englisch verbessern, ein Praktikum für mein geplantes Studium machen - ich habe also einfach eine super Zeit hier. Vor ein paar Monaten habe ich bei einem Wochenendausflug einen echt netten Kerl kennengelernt, woraufhin wir dann in Kontakt geblieben sind und uns letztendlich dazu entschlossen haben, gemeinsam zu reisen und zu arbeiten. Wir haben uns von Anfang an super verstanden, nur als Freunde versteht sich. Wir haben den gleichen Humor, können uns gut unterhalten und helfen uns gegenseitig, wo es geht. Außerdem teilt er meine Leidenschaft für gutes Weed und Zocken. Wer weiß, wovon ich rede, wird verstehen, wie wichtig das sein kann!


Irgendwann, nach ein paar Wochen, hat es dann ein bisschen gefunkt und wir haben uns geküsst. Er hat mir gestanden, dass er sich von Anfang an mehr erhofft hat und wir sind daraufhin zusammengekommen. Das ist jetzt etwa sechs Wochen her. Er ist so perfekt. Er tut alles für mich, liest mir jeden Wunsch von den Augen ab, ist liebevoll, der Sex ist toll, und er würde sogar mit mir nach Deutschland kommen, weil es eben augenscheinlich so gut passt. Aber irgendwas in mir zweifelt einfach daran. Ich bin einfach nicht wirklich in ihn verliebt, wobei ich es so gerne wäre! Es wäre so perfekt!
Aber je mehr ich in mich hinein höre, desto mehr muss ich mir eingestehen, dass ich ihn nicht liebe. Oder noch nicht? Kommt das vielleicht noch? Bin ich einfach nur so übervorsichtig wegen allem, was mit meinem Ex gelaufen ist? Ich würde so gerne die berühmten Schmetterlinge im Bauch haben, so wie damals. Mein Ex war zwar ein riesen Arsch, aber wie verliebt war ich doch in ihn! Warum kann ich das nicht mit jemandem, der so gut zu mir passen würde? Ich bin ein bisschen verzweifelt. Ich beichte also, dass ich mit jemandem eine Beziehung eingegangen bin, in den ich nicht wirklich verliebt bin und dem ich vermutlich noch das Herz brechen werde, da er sich so viele Hoffnungen macht, dass aus uns etwas Langfristiges wird.

Beichthaus.com Beichte #00031414 vom 13.06.2013 um 10:43:28 Uhr (17 Kommentare).

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Von Freundschaft zur Liebe

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Begehrlichkeit Fremdgehen Ehebruch Verzweiflung

Ich (w/34) bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Und es gab da immer ein bestimmtes männliches Wesen, in den ich total vernarrt war. Ich fand ihn eigentlich schon immer toll. Doch er hatte nie Interesse an mir und so begnügte ich mich wohl oder übel damit, in seiner Friendzone zu sein. Wir sind mit den Jahren richtig gute Freunde geworden, obwohl ich noch immer ein wenig verknallt in ihn bin. Er ist vor einigen Jahren in den Nachbarort gezogen, ist aber doch noch öfter bei uns im Dorf. Aber immer unerreichbar für mich. Vor zehn Jahren habe ich geheiratet und ich liebe meinen Mann sehr. Vor einigen Wochen war der allerdings nachts aus dem Haus und ich war ausgegangen. Mein Kumpel war wie so oft auch in unserer Stammkneipe, die sich im Dorf befindet. Da er nicht mehr nach Hause fahren konnte, habe ich ihn mit zu mir nach Hause genommen, damit er auf dem Sofa schlafen kann. Wir waren beide recht angetrunken, was das, was da passiert ist keinesfalls entschuldigt. Wir haben uns geküsst und er sagte noch zu mir, dass wir das, was wir haben doch nicht kaputt machen sollen. Aber für mich war das einfach so, als wäre ich nach jahrelanger Reise endlich am Ziel. Wir sind zusammen im Bett gelandet und haben den nächsten Tag zusammen verbracht. Es war wirklich schön und ich dachte, dass das eine einmalige Sache ist und habe gehofft, dass wir damit die Freundschaft, die wir aufgebaut hatten, nicht kaputt machen. Doch irgendwie schien das Gefühle für mich in ihm erweckt zu haben. Seither schreiben wir uns jeden Tag und treffen uns so oft es geht. Wir gehen zusammen aus, keiner denkt sich etwas dabei, schließlich weiß man ja, dass wir befreundet sind. Ich komme mir vor, als würde ich träumen, weil ich ihn eben schon so lange quasi aus der Ferne anhimmele.

Ich weiß, dass ich einfach alles verlieren kann. Ich setze meine Ehe aufs Spiel, die Freundschaft mit meinem Kumpel. Eigentlich müsste ich die Affäre beenden, doch dann würde ich ihm wehtun. Ich weiß, dass er, was Beziehungen angeht, sehr sensibel ist, schließlich kenne ich ihn lange genug. Ich will ihm nicht das Herz brechen. Aber ebenso wenig will ich meinem Mann wehtun. Der denkt sich ja nichts dabei, wenn ich mit meinem Kumpel unterwegs bin oder ihm schreibe. Andererseits sagt mein Kumpel mir, dass er im Augenblick so glücklich ist wie niemals zuvor. Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Beichthaus.com Beichte #00031410 vom 12.06.2013 um 16:14:13 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Arachnophobie

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Ekel Feigheit Peinlichkeit Tiere

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich schrecklich große Angst vor Spinnen jeglicher Art habe. Es wird immer schlimmer - wenn sich Bekannte über Spinnen unterhalten suche ich sofort das Weite. Und heute hatte ich wieder eine im Badezimmer hinter der Toilette sitzen - so ein riesiges Ding mit fetten Beinen. Die Viecher verstecken sich einfach überall, da ich in einem sehr alten Haus wohne. Nun saß besagte Spinne an dem Spülkasten. Ich war total fertig, erst habe ich versucht sie mit meinem Hausschuh zu töten, aber da war nichts zu machen. Dann kam ich auf die glorreiche Idee, sie mit Haarspray zu töten, aber nein! Das hat auch nicht geholfen, nun hat sie nur eine hübsche Frisur!!
Natürlich ist sie dann hinter den Kasten geklettert und ich habe mich nicht getraut mich aufs Klo zu setzen, und habe mich stattdessen in der Badewanne erleichtert. Ich hasse diese Viecher! Wenn ich abends ins Bett gehe, nehme ich die größte Taschenlampe, die wir im Haus haben, und untersuche alle Ecken und Kanten in meinem Zimmer und meinem Bett. Ich kann nachts teilweise auch nicht mehr richtig schlafen, weil ich Angst habe, so ein blödes Vieh könnte mir über das Gesicht laufen - was mir tatsächlich schon einmal passiert ist. Ich denke, dadurch habe ich auch diesen Knacks, mir ist das teilweise wirklich peinlich. So eine Spinne tut einem ja nun wirklich nichts, aber ich finde sie einfach nur ekelig und habe Angst vor ihnen. Ich besuche sogar meinen Onkel nicht mehr, weil er im Wohnzimmer einen Tisch mit eingebautem Terrarium stehen hat, und in diesem Tisch wohnt eine Vogelspinne. Das ist für mich der absolute Super-Gau! Ich kann nicht verstehen, wie Leute sich freiwillig diese riesigen behaarten Viecher im Haus halten können. Am liebsten würde ich alle Spinnen vernichten, dieses ekelige krabbelnde Pack. Ich bitte um Absolution für mein teilweise kindliches und egoistisches Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00031404 vom 11.06.2013 um 14:16:19 Uhr (24 Kommentare).

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Das Tattoo über meinem Herzen

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Feigheit Falschheit Partnerschaft

Ich (w/33) möchte beichten, dass ich meinem Mann ein Tattoo verheimliche und das schon seit vier Jahren. Ich habe es mir mit 24 Jahren stechen lassen. Es ist ein Schriftzug mit dem Namen eines Ex-Freundes. Zum Glück befindet es sich sehr gut versteckt an der Unterseite meiner linken Brust. Da meine Brüste auch nicht mehr so straff sind, wie vor zehn Jahren, sondern eher hängen, befindet sich das Tattoo in der Falte zwischen Brust und Bauch - also genau dort, wo sich Brust und Bauch berühren. Wenn ich aufrecht bin, hat man keine Chance es zu sehen und selbst im Liegen hat mein Mann es bisher noch nicht entdeckt. Er hat es halt zu Beginn nicht gesehen und da fragte ich mich, warum ich es ihm sagen sollte, habe es vor mir hergeschoben und so vergingen die Jahre. Ich habe auch keine Lust, Geld auszugeben, um es entfernen zu lassen, vor allem, weil man es ja eh nicht sieht. Deswegen, und weil ich mich auch ein bisschen vor seiner Reaktion fürchte, erzähle ich es meinem Mann nicht. Ich weiß, dass er Tattoos furchtbar findet und vor allem müsste ich ihm ja erklären, warum ich es so lange verheimlicht habe. Dennoch stelle ich mir manchmal vor, dass ich ums Leben komme und mein Mann dann an meiner Leiche dieses Tattoo entdeckt und sich fragt, wer denn der Mann ist, dessen Namen ich über meinem Herzen trage, und warum ich es ihm verheimlicht habe.

Beichthaus.com Beichte #00031403 vom 11.06.2013 um 12:07:58 Uhr (61 Kommentare).

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“Folge

Wie ich den Betriebsausflug vermied

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Lügen Falschheit Kollegen

Ich (w/22) lüge meinen Kollegen und meiner Mutter, die auch zu Ersteren zählt, einen spontanen Arztbesuch vor, weil ich partout keine Lust habe, heute am späten Nachmittag an einem "Betriebsausflug" zu einem türkischen Restaurant teilzunehmen. Meine Mutter hatte mich dafür ohne mein Wissen "angemeldet". Aber ich sehe es einfach nicht ein, über zehn Stunden bei der Arbeit zu verbringen, um danach mit den ganzen Nervensägen eine halbe Stunde zu einem Lokal zu laufen, um mir dort das ermüdende Gelaber meiner doofen Kollegen anzuhören. Also tut mir "seit gestern Abend mein Knie furchtbar weh" und ich rufe angeblich gleich bei meinem Hausarzt an, um ganz spontan heute Nachmittag noch einen Termin zu bekommen. In einer gewissen, ironischen Art und Weise, ist es nun also ziemlich praktisch, dass ich in meinen jungen Jahren seit jeher schon Probleme mit meinen beiden Knien habe und das auch schon lange bekannt ist.

Wenn ich ehrlich wäre, wären die anderen nur von mir enttäuscht, weil meine Aushilfstätigkeit hier im Haus in drei Wochen endet und mich alle hier sehr gern haben. Was die Arbeit angeht, beruht das auch durchaus auf Gegenseitigkeit, aber die privaten Geschichten und Probleme interessieren mich einfach nicht die Bohne.

Beichthaus.com Beichte #00031402 vom 11.06.2013 um 09:13:15 Uhr (15 Kommentare).

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