Das eklige Malheur

18

anhören

Ekel Peinlichkeit Verzweiflung Unreinlichkeit

Vor zwei Jahren habe ich zu Silvester einen Kumpel in Berlin besucht und für diese Zeit in der Wohnung gelebt, die seiner Mutter gehörte. Die Mutter ist abends immer zu ihrem Freund hochgegangen und hat dort geschlafen, denn er wohnte nur eine Etage über ihr. Nun denn, als sich die wirklich gastfreundliche Frau an einem Abend wieder verabschiedet hatte und bei ihrem Freund war, wollte ich den Moment nutzen, um das lange unterdrückte, große Geschäft zu verrichten. Keinesfalls wollte ich auf die Toilette gehen, wenn sie dort war, denn die Wohnung war klein und hellhörig und ich hätte mich zu sehr geschämt. Gesagt, getan - das Geschäft verrichtet, mich gereinigt, die Spülung betätigt - nur war die Toilette total verstopft, sodass mein Endprodukt dort zusammen mit einem Rest Papier in hochgestiegenem Wasser dümpelte. Ein Pümpel war in der ganzen Wohnung nicht aufzufinden, also versuchte ich es mit der Klobürste, mit dem Resultat, dass diese vollkommen verschmutzt, und das Wasser noch immer nicht abgelaufen war. Gereinigt habe ich sie im Waschbecken unter fließendem Wasser - und das ist der erste Teil der zu beichtenden Tat.


Als das Malheur zumindest an der Bürste nicht mehr nachzuvollziehen war, musste ich wohl oder übel und buchstäblich den Griff ins Klo wagen. Weil es mir zu peinlich gewesen wäre, die Mutter meines Kumpels zu rufen, um mir einen Pümpel geben zu lassen, sammelte ich die Papier- und Kotreste mit der Hand aus dem Wasser und stopfte sie in eine Plastiktüte aus dem Buchhandel meines Heimatortes. Leider war das Wasser in der Toilette noch immer braun und trüb: Dass jemand sein Geschäft hier verrichtet hatte, wäre weiterhin nicht zu übersehen gewesen. Mit dem Arm griff ich schließlich tief in das stehende Wasser sowie das Rohr hinein, um die Verstopfung zu lösen, nur tat sich nichts. Aus Verzweiflung nahm ich mir ein Glas aus dem Küchenschrank, dies ist übrigens der zweite Teil der Beichte und schippte das Brackwasser aus dem Klo ins Waschbecken, bis das Wasser bei erneutem Spülen ganz klar war. Das Glas habe ich einfach zu dem normalen Abwasch in die Spüle gestellt, obwohl das alles andere als hygienisch war. Fast war die Situation gerettet, bis auf den Kot und das Papier, die noch in der Plastiktüte waren.


Dann habe ich den gefüllten Beutel in einem öffentlichen Mülleimer vor dem Haus entsorgt, was den dritten Teil meiner Beichte darstellt. Über Nacht hat sich die Verstopfung dann von selbst gelöst, aber ich komme bis heute nicht über die Aktion hinweg. Es tut mir leid, dass ich Waschbecken und Spüle mit Bakterien aus der Toilette verseucht habe und auch der Müllsortierer, der an die gefüllte Plastiktüte geraten ist, tut mir ehrlich leid, auch wenn das Erlebnis im Nachhinein für Schmunzeln sorgt. Ich hoffe, die gute Frau ist nicht krank geworden und dass es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00031668 vom 30.07.2013 um 04:57:05 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die zerstörerischen Formen

9

anhören

Engherzigkeit Feigheit Kinder Apensen

Ich (m) hatte in der Grundschule, ich glaube, es war in der dritten Klasse, in Mathe eine Projektwoche. Diese drehte sich um das Thema "Formen". Also Kreise, Dreiecke, Quader, und was es sonst noch alles gibt. Damit wir diese Formen dann auch selber bauen konnten, haben wir Pappe bekommen, die irgendwie doppelseitig sehr stark klebte. Natürlich kam irgendwann die Pause und dadurch, dass wir uns dann eigentlich nicht im Klassenraum aufhalten dürfen, mussten die Klassen für die große Pause abgeschlossen werden. Die Lehrer hatten aber nicht immer Lust, als Letztes zu gehen und deshalb war es manchmal so, dass die Klasse trotzdem aufgeschlossen war. Zufällig waren ich und mein Freund genau an diesem Tag die Letzten, die rausgingen. Als wir nur noch ein paar Schritte zur Tür hatten, sahen wir eines der vorhin erwähnten, klebenden Pappstücke auf dem Boden liegen. Wir hatten beide plötzlich die Idee, dieses Pappstück in das Mathebuch eines Mädchens zu kleben. Wir hatten aber überhaupt keine Ahnung, dass das Buch dann ersetzt werden muss, da es höllisch klebte und nicht rauszubekommen war. In den nächsten Tagen gab es sehr viel Aufregung, dass die Täter sich melden sollen und auch wir diskutierten kräftig mit, wer es gewesen sein könnte. Wir haben das so gut vertuscht, dass fast die ganze Klasse am Schluss der Meinung war, dass es jemand aus einer der anderen Klassen sein musste. Es wurde aber nie ein Täter gefunden und die Eltern des Mädchens mussten das Buch bezahlen. Ich hatte richtige Schuldgefühle und konnte nicht mehr richtig schlafen. Entschuldigung A.! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00031667 vom 29.07.2013 um 14:38:21 Uhr in 21641 Apensen (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Den Mund küssen, den...

38

Rache Verrat Fetisch Sex Schamlosigkeit Ex

Meine Ex-Freundin war direkt nach unserer Beziehung mit einem meiner besten Kumpels zusammen. Ich hatte damit kein Problem, er aber schon. Ständig musste er mir auf die Nase binden, was er für einen tollen Sex mit ihr hatte. Und sie machte auch noch mit und erzählte […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00031665 vom 29.07.2013 um 11:49:01 Uhr (38 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das erste Mal im Freudenhaus

26

Peinlichkeit Prostitution Wollust Neugier

Ich (m/21) beichte hiermit meine erste peinliche Erfahrung in einem Bordell. Nach einem Abend voller Alkohol entschieden ich und ein Freund, mal zum Spaß einen Puff zu besuchen. Wir waren noch nie und wollten das auch mal erleben. Nachdem wir uns endlich überwunden […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00031663 vom 28.07.2013 um 18:23:54 Uhr (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Baguette-Diebstahl im Krankenhaus

14

anhören

Diebstahl Völlerei Maßlosigkeit Last Night Arbeit

Baguette-Diebstahl im Krankenhaus
Ich bin Krankenpfleger und habe bei meiner letzten Arbeitsstelle in einem, an das Krankenhaus angeschlossene, Wohnheim gewohnt. Da ich meine Ausbildung recht früh abgeschlossen habe, fand ich dort schnell Anschluss an die Schwesternschüler und -Schülerinnen, und wir feierten recht oft und heftig, nicht nur mit Alkohol, sie vergriffen sich gerne auch mal an den Medikamenten, die sie eigentlich entsorgen sollten. Zur Erklärung: Tropfen und offene Tablettenschachteln werden in vielen Krankenhäusern aus Hygienegründen vernichtet. Allerdings hielt ich mich da eher zurück, ich rauche lieber mal etwas. Eines Abends ging uns das Bier aus, doch am, baulich bedingten, offenen Kaffee des Krankenhauses befindet sich ein Getränke-Automat. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass wir Hunger hatten, doch um vier Uhr morgens findet sich in einer Provinzstadt kein Lieferservice, auf Wurstbrote hatten wir keinen Bock, um richtig zu kochen waren wir zu stramm und der nächste Fast-Food-Tempel wäre nur per Auto erreichbar gewesen, da wir aber nicht die Seiten wechseln wollten, sprich Patienten oder Schlimmeres sein wollten, kam das absolut nicht infrage, von der Gefährdung anderer mal abgesehen. Naja, als wir uns in der Cafeteria umsahen, entdeckten wie den Kühlschrank, in dem sich eine große Menge Pizzabaguettes und Ähnliches befanden. Wir dachten nicht groß nach, sondern packten das Zeug und machten uns mit vollen Armen wieder davon. Im Wohnheim angekommen heizten wir den Herd an und futterten so viel wir konnten, den Rest teilten wir auf.

Allerdings begegnete ich am nächsten Tag der Chefin der Cafeteria, welche einen sehr traurigen Eindruck machte. Als ich sie fragte, was los sei, sagte sie, dass irgendwer ihr Waren im Wert von 200 Euro gestohlen habe, und da sie als Pächterin selbst einkaufen müsse, bliebe sie auf dem Schaden sitzen. Und alles nur, weil sie vergessen hatte, den Kühlschrank abzusperren. Da das Geschäft auch nicht gut läuft, könnte ihr diese Summe das Genick brechen. Denn den Ersatz der Ware konnte sie sich wohl einfach nicht leisten. Ich war ziemlich geschockt, was wir da aus Blödsinn angestellt haben und redete mit den anderen Beteiligten. Wir beschlossen dann, zusammenzulegen und ihr einen Brief mit 250 Euro darin zu schreiben, natürlich anonym. Den Mehrwert als Entschuldigung für den Stress. Sie war sichtlich verwundert, als sie ihn erhielt, aber auch sehr erleichtert. Obwohl ziemlich schnell Gerüchte aufkamen, wer die Diebe wohl gewesen sein müssen, bekamen wir aufgrund dieser Geste keinerlei Ärger, und wenn ich seitdem feiere, stelle ich vorher sicher, dass ich alles habe, das ich vielleicht brauchen könnte. Bevor ich wieder einmal aus Ignoranz und Dummheit anderen schade oder gar wieder fast eine Existenz zerstöre, passe ich lieber auf.

Beichthaus.com Beichte #00031659 vom 28.07.2013 um 05:00:12 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000