Spiegelbild statt Mitgefühl

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Selbstsucht Familie Ex Amelinghausen

Der Tag, an dem ihr Freund mit meiner Schwester Schluss machte, war schrecklich. Nicht, weil ich es nicht aushalten konnte, wie sehr sie weinte, sondern wegen meinem eigenen Verhalten. Es war noch früh am Abend. Wir hatten gerade gegessen. Meine Schwester hatte schon seit einiger Zeit Probleme mit ihrem Freund, da er sie ständig ignorierte und ihr aus dem Weg ging. Wir rieten ihr, Schluss zu machen, denn dieses Verhalten war ja unerhört, aber sie weigerte sich. Nun, irgendwie ist es dann gekommen, dass sie mit mir reden wollte. Nach dem Essen also gingen wir in ihr Zimmer. Ich setzte mich vor ihren Schrank auf den Boden, sie auf ihr Bett. Meine Schwester sagte mir, dass ihr Freund ihr erzählt habe, er sei von mehreren Mädchen nur benutzt worden. Deswegen dachte sie, zwischen ihnen sei etwas Ernstes. Ich weiß nicht mehr genau, was sie sonst noch sagte. Irgendwann meinte ich, er würde bestimmt nur darauf warten, dass sie Schluss machte. Womit ich mir übrigens zu 100 Prozent sicher war. Naja, meiner Schwester kam dann jedoch die glorreiche Idee, ihren Freund anzurufen. Sie wollte mich rausschicken, aber ich bestand darauf, im Zimmer zu bleiben. Ich wünschte, ich hätte es nicht getan. An das Gespräch erinnere ich mich nicht mehr so gut. Am Anfang plauderte sie ein wenig mit dem Vater ihres Freundes. Aber irgendwie sah es so aus, als würde sie jeden Moment in Tränen ausbrechen. Als dann ihr Freund am Apparat war, fragte sie ihn gleich, warum er nicht angerufen hätte, was er doch schon vor Tagen machen wollte. Ihre Sätze wurden immer kürzer, bis dann der Satz kam, bei dem es mich immer noch schaudert. "Ich glaube, ich weiß schon, was du sagen willst." Es folgte eine erdrückende Stille. Meine Schwester sagte kein Wort. Nach wenigen Sekunden beendete sie das Gespräch mit einem: "Okay, Tschüss" Ich saß völlig hilflos am Boden und musste mir ansehen, wie meine Schwester anfing zu weinen. <br /> <br /> Ich wünschte mir, sie hätte mir diesen Moment erspart. Ich wusste nicht, was man in solchen Situationen tat. Wirklich. Alles, wozu ich mich aufraffen konnte, war, mich neben sie auf das Bett zu setzen. Ich fragte, ob ihr Freund Schluss gemacht hätte, obwohl die Antwort natürlich klar war. Ihr Make-up verlief und ich versuchte es mit einem Witz. Was natürlich nicht klappte. Ich sah mich um und entdeckte den Spiegel. Da ich direkt davor saß, hatte ich eine perfekte Sicht auf mich selbst. Und anstatt irgendein Hauch Mitgefühl zu spüren, empört darüber zu sein, dass er am Telefon Schluss gemacht hatte oder zu überlegen, wie ich meine Schwester trösten könnte, bewunderte ich mein Spiegelbild. Ich war entzückt darüber, wie niedlich ich war. Ich lächelte mich an, während meine Schwester neben mir laut schluchzte. Ja, es war grässlich. Ich konnte gar nichts tun. Und in Wahrheit wollte ich das auch gar nicht. Ich wollte einfach nur, dass sie aufhörte.

Beichthaus.com Beichte #00033124 vom 24.04.2014 um 15:50:16 Uhr in 21385 Amelinghausen (Uelzener Straße) (12 Kommentare).

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Opfer für die Menschheit

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Dummheit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich Menschen gerne glücklich mache und ihnen deshalb zu oft die verschiedensten Gefallen tue - die mir dann meistens auch noch einen Nachteil verschaffen. Ich versuche außerdem, dauernd gute Laune zu verbreiten und die Leute aufzuheitern. Nur leider haben dadurch viele Leute wenig Respekt vor mir, weshalb ich oft ausgenutzt werde. Oft bin ich deshalb todtraurig, aber keiner weiß das. Ich möchte also beichten, dass ich versuche, Menschen glücklich zu machen, für die das selbstverständlich ist und denen es egal ist, wie es in mir aussieht. Ich bitte um Vergebung für meine Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00033122 vom 24.04.2014 um 01:06:12 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Vergnügen mit dem Staubsauger

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Wollust Kinder

Ich hatte in meiner Kindheit des Öfteren Sex mit dem Staubsauger. Ich habe keine Ahnung, wie ich das damals angestellt habe, aber es war einfach ein sehr geiles Gefühl. Heute mache ich das übrigens nicht mehr - aufgrund eines stärkeren Staubsaugers und einer besseren […]
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Beichthaus.com Beichte #00033121 vom 23.04.2014 um 17:16:38 Uhr (8 Kommentare).

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Nach dem Lottogewinn abserviert

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Rache Verzweiflung Selbstsucht Ex

Das Ganze fing ungefähr 13 Jahre, bevor der Euro eingeführt wurde, an. Beruflich ging es leider bergab, nachdem ich (m/52) einen Arbeitsunfall erlitt. Somit habe ich nur noch kleinere Jobs bekommen und der Verdienst war auch nicht so toll. Bis zum Arbeitsunfall war ich vier Jahre mit meiner Freundin zusammen, nach 2,5 Jahren sind wir zusammengezogen. Sie hat beruflich selbst keinerlei Lust gehabt, aktiv zu werden. Da ich nicht so schlecht verdient habe, habe ich sie aus Dummheit - damals dachte ich noch, es wäre Liebe - durchgefüttert. Sie hat zwar immer wieder mal Aushilfsjobs gehabt, aber wenn sie keine Lust mehr hatte, hat sie entweder krankgefeiert oder gekündigt. Für sie war es natürlich kein Problem, da ich ja da war. Wir hatten auch zu dem Zeitpunkt keine sehr große Wohnung, daher auch eine niedrige Miete. Das Geld, das sie verdient hat, ging zu 95 Prozent für ihre Bedürfnisse drauf. Mietbeteiligung zahlte sie nie. Strom musste auch ich zahlen, da ich ja diesen auch benötige. Ich musste kochen, putzen, Wäsche waschen. Aber kommen wir nun zu der Zeit mit dem Arbeitsunfall. Ich lag ziemlich lange im Krankenhaus, danach war ich noch in der Reha. Eigentlich sollte man sich dabei schonen und Gesund werden. Meine Freundin kam mich nur dann besuchen, wenn es etwas Wichtiges gab. Sie brauchte Geld, wenn Rechnungen kamen, und all so etwas - sie hielt es aber nicht für wichtig, diese sofort zu mir zu bringen. Da es zu der Zeit noch nicht so üblich war, alles über das Internet zu erledigen, bat ich zwei Freunde, mich dabei zu unterstützen. Dank ihnen konnte auch alles geregelt werden.<br /> <br /> <br /> Nachdem ich dann halbwegs lebensfähig aus der Reha kam, erhoffte ich mir, dass meine Freundin mich in der ersten Zeit unterstützt, was aber kaum der Fall war. Es gab dann natürlich auch Geldprobleme, ohnehin hat meine Freundin kurz vor meiner Entlassung mein Konto ins Minus getrieben, sie sagte dann lediglich, ich müsse aufpassen, da ich ja noch Hilfe brauchen würde. Und wenn ich mich beklagen wollte, würde sie einfach gehen. Nun gut, da wurde ich dann das erste Mal misstrauisch. Vor meinen Freunden hatte ich das aber nie erwähnt. Ich versuchte, uns so gut es ging über Wasser zu halten und verzichtete auf nahezu alles - außer meine regelmäßigen Lottospiele. Monate vergingen, es waren Qualen. Als Mann schämte man sich ja dann doch, wenn man von seiner Freundin so behandelt wird, also habe ich meinen Freunden nie etwas davon erzählt. Dann kam der Tag, an dem sich alles veränderte. Meine Freundin hatte mal wieder ihren Traumjob gefunden und musste dazu in so eine Art Ausbildung. Da sie dann erst einmal für fünf Wochen weg war, war die Zeit sehr entspannend. Und in dieser Zeit hatte ich unglaubliches Glück bei der Ziehung der Lottozahlen - es war eine schöne Summe, von der man sich etwas Größeres anschaffen konnte. In dieser Zeit entschloss ich mich dazu, alles zu ändern. Obwohl meine Freundin nicht da war, erfuhr sie von meinem Glück und rief mich total überschwänglich an, erzählte mir, wie sehr sie mich doch lieben würde und das ganze Gesülze. Davon ließ ich mich allerdings nicht mehr ablenken, sondern suchte nach einer schönen Wohnung, die ich mir von dem Geld kaufen wollte. Da das allerdings eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde, ich aber keinesfalls noch in unserer Wohnung sein wollte, wenn meine Freundin wieder zurückkam, kam ich bei Freunden unter. Es war gleichzeitig auch das erste Mal, dass ich mich offenbarte. Total geschockt boten sie ihre Hilfe an, und da ich ohnehin kaum Gegenstände in der alten Wohnung hatte, gab es auch nicht viel zum Unterstellen. <br /> <br /> <br /> Die Wohnung kündigte ich, da sie nur auf meinen Namen lief, und hinterließ nur die Sachen meiner Ex und einen kurzen Brief. Dann zog ich in meine neue Wohnung und hatte sogar noch etwas Restgeld für den Notfall. Meine Glückssträhne war noch nicht zu Ende, denn ich fand noch einen wunderbaren Job, von dem ich hervorragend leben kann. Über ein paar Ecken habe ich später erfahren, dass meine Freundin große Probleme hatte - sie kam in die Wohnung und natürlich war ich nicht mehr da, lediglich ihre Sachen fand sie vor. Gott sei Dank gab es zu dieser Zeit keine Smartphones oder Handys. Jedenfalls hatte ich nur ein Festnetzanschluss in der alten Wohnung. Ich hatte damals mit dem Vermieter ausgehandelt, dass die Wohnung noch einen Monat bestehen bleibt, dafür hatte ich die Miete noch bezahlt. Meine Ex konnte sich die Wohnung natürlich nicht leisten, und zog deshalb zu einer Freundin. Mit der ruinierte sie es sich jedoch nach einiger Zeit. Irgendwie hat sie es allerdings geschafft, sich wieder einen Kerl anzulachen, der es sich leisten kann, ihren Lebensstil zu finanzieren. Mir ist das egal - ich habe meine Ruhe, wunderbare Freunde und keine Geldprobleme mehr. Sie hat sich allerdings kein Stück verändert, auf den Fotos, die man im Internet finden kann, trägt sie immer die neuste Mode. Was ich jetzt beichten wollte? Dass ich ihr nie ins Gesicht gesagt habe, was ich von ihr halte. Die Aktion war bestimmt nicht die Beste - aber ich würde es wieder genau so machen.

Beichthaus.com Beichte #00033119 vom 23.04.2014 um 14:13:51 Uhr (15 Kommentare).

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Jagd auf die Sex-Aktivisten

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Neugier Manie Ostritz

Jagd auf die Sex-Aktivisten
Ich bin seit fast zwanzig Jahren Jagdpächter für ein Waldstück mit angrenzenden Wiesenflächen. Leider ist der Wildwechsel hier nicht sehr ausgeprägt - ich kriege beispielsweise so gut wie nie Schwarzwild zu sehen, dafür aber ganz andere Dinge. In der Nähe des Waldgebietes befindet sich eine Autobahnabfahrt und besonders am Wochenende wird mein Wald zu einem Sextreffpunkt. Es ist allerdings nicht so, dass hier ständig etwas los ist, ich bekomme eher alle acht Wochen mal etwas zu sehen. Meine Beichte ist, dass ich eigentlich nur noch deswegen auf die Jagd gehe, um mit dem Fernglas Ausschau nach solchen Aktivitäten zu halten. Einen Hund habe ich schon seit fünfzehn Jahren nicht mehr mit dabei und mein Auto parke ich recht weit vom Hochsitz entfernt, der übrigens einer der best-getarntesten in ganz Deutschland sein dürfte. Hin und wieder vernachlässige ich auch meine Pflichten als Jäger ganz schön, da so ein Schuss mich natürlich verraten würde. Für mein aktuelles Fernglas habe ich mehrere Tausend Euro bezahlt, es besitzt nicht nur Nachtsicht und eine starke Zoomfunktion, sondern natürlich auch eine eingebaute Kamera. Sodass ich in den letzten Jahren auch einige Videos drehen konnte. Ich habe sogar schon mal darüber nachgedacht, Kameras im Wald anzubringen, was aber wegen der Forstwirtschaft nicht ganz leicht ist. Viele werden natürlich nicht verstehen, wie jemand ganze Nächte auf seinem Hochsitz verbringt, nur damit er alle zwei Monate mal ein bisschen Sex im Freien beobachten kann. Aber es ist eben auch so eine Art Jagd und die Trophäen sind alle auf meinem PC gespeichert. Die Hochsaison hat übrigens gerade wieder angefangen, ich kann es kaum erwarten, wieder Ausschau zu halten.<br />

Beichthaus.com Beichte #00033118 vom 23.04.2014 um 12:29:55 Uhr in Ostritz (20 Kommentare).

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