Warum hat mein Leben keinen Sinn?

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Verzweiflung Trägheit Hass Studentenleben

Ich (w/23) hasse mein Leben. Ich sehe keinen Sinn darin. Ich hasse mein Studium. Ich bin mit allem unzufrieden und totunglücklich, dass ich noch nie wirklich geliebt habe und noch nie geliebt wurde. Ich werde irgendwie immer nur verarscht und verletzt, obwohl ich es nicht verdient habe. Deswegen wünsche ich mir manchmal, dass ich eine Krankheit bekomme oder mir irgendetwas passiert. Das ist total krank und ungerecht von mir, da ich eigentlich alle Chancen habe, ich bin gesund, kann mir etwas zu essen leisten und habe ein Dach über dem Kopf. Das können viele nicht von sich behaupten. Vergib mir, dass ich überhaupt solche Gedanken habe, es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00024267 vom 23.07.2008 um 15:10:29 Uhr (10 Kommentare).

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Schläge bei der Arbeit

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Diebstahl Rache Ungerechtigkeit Gewalt Arbeit Herrieden

Ich mache eine Ausbildung zum Anlagen-Mechaniker in einer kleinen Firma. Da ich Ende des Monats dort aufhöre, weil ich von jedem in der Firma behandelt werde, wie der letzte Arsch - und ich sogar von meinem Chef als Arschloch und mit harter 22mm Isolierung geschlagen werde - überlegte ich mir, wie ich der Firma schaden könnte. Also klaue ich fast täglich teures Werkzeug, wie beispielsweise einen 3.000 Euro teuren Hilti-Schlaghammer mit Bohrern! Aber auch bei Kunden klaue ich, wenn ich da eine Geldbörse finde und mich keiner beobachten kann, dann hole ich mir einfach mal so 50 Euro raus und lache mich über meinem Chef kaputt, dass wir nie wieder zu diesem Kunden kommen und er so wieder einen Kunden verliert!

Beichthaus.com Beichte #00024148 vom 28.06.2008 um 20:01:10 Uhr in Herrieden (14 Kommentare).

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“Beichte

Wie man sich Ausmustern lässt...

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Lügen Falschheit Schamlosigkeit Zivi & Bund

Vor ein paar Wochen musste ich zur Musterung, und da ich beim Gedanken an neun Monate Bundeswehr kotzen könnte und Zivi mir auch nicht gerade taugt, habe ich mir gedacht, ich lasse mich mal ausmustern. Also brav die Nacht durchgemacht, nichts gefrühstückt außer Kippen und drei 200mg-Coffeintabletten, in meine alte Metallerkluft geschmissen und zum KVR gefahren. Mein narrensicherer Plan war, mir so eine Datei runterzuladen von einem Abzocker, der übers Netz für 200 Euro Ausmusterungsanleitungen vertickt, das Kapitel über Agoraphobie und den dazu gehörigen Wikipediaeintrag auswendig zu lernen und einen auf psychisch krank zu machen. Getreu dem Motto: Viel hilft viel, habe ich auf der Fahrt (zu unverschämt früher Stunde möchte ich anmerken) zu den Affen vom KVR noch Coffein nachgelegt, weil man in meiner Vorstellung als Agoraphobiker unter Menschen nicht eben relaxt ist und das dem Realisieren diverser Ticks und Neurosen, die ich nicht habe, nicht abdinglich ist.
Komme also da an, schlurfe zitternd und unter Magenkrämpfen zum Empfang und frage nuschelnd, wo ich mich melden muss, werde bei der ersten Tante vorstellig und lege im Eingangsgespräch die Basis für meinen diabolischen Plan, den Staat um meine äußerst kompetente und gehorsame Wenigkeit zur "Friedenssicherung" in Afghanistan respektive Essen-auf-Rädern-Sklaven zu bringen.

Ich hätte oft Panikattacken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Warteschlangen und -zimmern, generell Situationen mit mir unbekannten Menschen, in denen mir der Fluchtweg erschwert bzw. versperrt wird. Ja, dies schränke meine soziale Interaktion enorm ein. Nein, Empathie empfand ich selten und wundere mich oft über mir unerklärliche Gefühlsregungen meiner Mitmenschen, wenn ich ihnen erkläre, ich könne nicht zum Public Viewing mitkommen, da meine Vorstellung von persönlicher Freiheit Absenz jeglicher Menschen im Umkreis von 100m sei. Der Vorteil, an der von mir auserwählten psychischen Krankheit, zeigt sich, als ich von den Sachbearbeitern gezielt um hunderte Mitleidende geführt und direkt zu den Untersuchungen geschleust werde, ohne auch nur zwei Minuten warten zu müssen. Der Nachteil ist, dass ich meine Story vor vier verschiedenen Psychologen wiederholen muss, bevor man mich endlich zur Ärztin führt, die ein paar rudimentäre, fahrige Tests mit mir durchführt, um auch meine labile Psyche nicht noch mehr zu strapazieren und mich mit den Nummern von drei Psychiatern entlässt und mit der Anordnung, mich bis dann und dann bei nem von der Bundeswehr beauftragten Psychologen melden soll, der mir dann meine Untauglichkeit attestiert. Hoffentlich.

Jetzt habe ich mir eine komplette Lebensgeschichte samt einschneidenden Erlebnissen in der Kindheit auszudenken und diese dann in ner Marathonsitzung mit dem Psychoheinz runterzubeten. Ich habe es anscheinend zu sehr übertrieben, aber wenn ich dann endlich meinen Ausmusterungsbescheid in der Tasche habe, werde ich es mal bei den Psychiatern versuchen, denn A) gefalle ich mir in der Rolle und bereitet es mir diebische Freude, andere Leute nach Strich und Faden zu verarschen und B) springen vielleicht Benzos oder so für mich bei der Sache raus. Eventuell werde ich Amateurhypochonder und eifere dem eingebildeten Kranken von Molière nach, jeder braucht schließlich ein Hobby.

Beichthaus.com Beichte #00024037 vom 13.06.2008 um 15:56:32 Uhr (36 Kommentare).

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Unsere Leben sind nicht wichtig

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Begehrlichkeit Zorn Gesellschaft

Ich muss beichten, dass ich sehr realitätsfremd lebe. Das heißt, dass ich meine Prioritäten so gesetzt habe, dass das Wenigste in meinem Leben zählt, da ich versuche, mich aus der Subjektivität des Alls zu sehen, indem mein Leben vollkommen nichtig ist. Das geht so weit, dass mir beinahe das gesamte "normale" Leben zuwider ist. Leute, die sich abmühen, "viel" in ihrem kurzen, unwichtigen Leben zu erreichen, sind in meinen Augen nur lächerlich, und sie machen sich selbst was vor, indem sie sich für wichtig nehmen.

Ich beichte also, dass ich mich in philosophischer Sicht und auf die Weisheit bezogen, beinahe allen überlegen fühle, weil ich es geschafft habe, meine Perspektive zumindest ein wenig zu erweitern. Außerdem beichte ich, dass es mich ankotzt, dass Dialoge an sich nicht bestehen, es ist viel mehr der Drang, sich mitzuteilen. Leute reden nicht miteinander, sondern sie reden nacheinander, man vertritt eine Meinung, das gegenüber nickt zum Zeichen der physischen Anwesenheit und danach, als Lohn, darf er sich dann "verbreiten", danach gehen beide weiter mit ihrer Sicht der Dinge und man hat nichts gelernt, nicht einmal versucht, den anderen nachzuvollziehen, nur ICH habe Recht. Ich bin in letzter Zeit etwas melancholisch und war fast so weit, mir eine neue Freundin zu suchen, bis ich verstanden habe, dass ein Partner nicht der Ersatz für fehlende Stärke sein sollte. Jeder muss zunächst alleine zufrieden werden, in seinem Wesen und Sein, bis er sich in eine Beziehung wagen sollte. Es lebe Nietzsche, wir lieben nicht um des Geliebten Willen, sondern wegen des Gefühls, das uns dieser Zustand gibt. Sobald ich die Grenze zum Über-Mensch erreicht habe, lasse ich es euch als neuer, einzig richtiger Prophet wissen, ich werde euch dann nicht von Fiktionen erzählen, sondern euch beibringen, richtig zu leben, anstatt auf das Nichts nach dem Tod zu warten.

Beichthaus.com Beichte #00023997 vom 12.06.2008 um 18:35:11 Uhr (34 Kommentare).

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Blaskünste an eine Mimose verschwendet

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Hass Partnerschaft Partnerschaft

Blaskünste an eine Mimose verschwendet
Ich (w/Anfang 20) hasse es, dass mein Freund so eine Mimose ist! Wie kann man als Mann bitteschön so empfindlich sein?! Jedes Mal, wenn ich ihm den Schwanz lutsche (was ich liebend gerne tue), heult er rum "nicht so heftig", "nicht so stark saugen" etc. Geht es noch?! Wenn ich jedes Mal meckern würde, wenn er mir zu heftig ist oder mir sonst irgendwie wehtut, dann würde es natürlich sofort heißen, dass ich eine Zicke bin. Vor allem habe ich für meine Lutsch-Künste vor meinem Freund von jedem Anderen nur Komplimente bekommen! Mensch, man muss doch auch mal einstecken können, um den Frieden zu bewahren! Ich hasse verweichlichte Männer! Aber meinen Freund liebe ich trotzdem. Vor allem bin und bleibe ich ihm treu!

Beichthaus.com Beichte #00023976 vom 08.06.2008 um 06:12:52 Uhr (35 Kommentare).

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