Demenz und mein Hass auf die Gesunden

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Ekel Hass Rache Zorn Gesundheit

Als bei mir (m) vor einigen Monaten Demenz diagnostiziert wurde, brach für mich eine Welt zusammen. Ich verspürte einen tiefen Hass gegen Gott und beneidete und missgönnte allen Menschen in meinem Alter ihre Gesundheit. Dann wurde mir bewusst, dass ich die Zeit, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032576 vom 15.01.2014 um 11:21:14 Uhr (33 Kommentare).

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Die Blumen der Nachbarn

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Diebstahl Dummheit Vandalismus Familie Nachbarn

Als ich kleiner war, habe ich meiner Mutter allerhand Ärger gemacht. Als Jüngstes von vier Kindern hatte ich immer das Gefühl, ein wenig zu kurz zu kommen. Dadurch, dass meine Mutter uns allein großgezogen hat, weil mein Vater meinte, Alkohol und Fremdgehen gehöre zu einer guten Ehe, war die Scheidung nur eine Frage der Zeit. Danach hat er sich nach Kuba abgesetzt und meine Mutter ohne Unterhaltszahlungen alleine gelassen. Sie musste unglaublich viel arbeiten und ich musste aus Kostengründen natürlich immer die alten Sachen meiner Geschwister auftragen. An sich ist das natürlich nicht schlimm, aber da ich zwei ältere Brüder und nur eine Schwester hatte, musste ich oft in Jungenkleidern herumlaufen und wurde in der Schule deswegen gehänselt. Um dem zu entgehen, fing ich irgendwann an, die Schule zu schwänzen und rutschte extrem ab. Meine Mutter hat irgendwann dann die Anrufe von aufgebrachten Lehrern und der Polizei bekommen. Fehlzeiten in der Schule, Respektlosigkeit, Rauchen auf dem Schulgelände und so einem Schmarn. Dann kamen Landfriedensbruch und Diebstahl hinzu. Um mich für all den Blödsinn zu entschuldigen, wollte ich meiner Mama etwas Gutes tun. Also habe ich ihr einen riesigen Blumenstrauß geschenkt, den sie auch ganz stolz den Nachbarn gezeigt hat. Blöd nur, dass ich, da ich keine Kohle hatte, die Blumen aus dem Garten unserer Nachbarn gepflückt habe. Die haben es Gott sei Dank aber nicht so eng gesehen und nur gemeint, dass Kinder eben so sind. Dann haben sie mir lächelnd fünf Euro geschenkt, damit ich meiner Mama richtige Blumen kaufen konnte. Ich bitte um Absolution für meine Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00032562 vom 12.01.2014 um 20:18:56 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Tarnkappenbomber mit Zebra-Muster

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Engherzigkeit Falschheit Kinder Telefon

Zwischen Weihnachten und Neujahr traf sich ein Großteil meiner damaligen Grundschulklasse zu unserem ersten Klassentreffen. Glücklicherweise waren alle Jungs, mit denen ich (m/25) damals in einer Clique war, ebenfalls anwesend, sonst wäre mir diese Erinnerung wohl nie wieder in den Sinn gekommen. Wir gingen damals nach der Schule immer den größten Teil unseres Heimwegs gemeinsam, da wir nicht weit voneinander entfernt wohnten. Und wie Jungs mit zehn oder elf Jahren nun einmal sind, machten wir regelmäßig Unsinn und versuchten uns gegenseitig zu überbieten. Irgendwann wurde dann auf unserem Heimweg eine Telefonzelle gebaut - und nach ein paar Monaten erfuhren wir, dass 0800er-Nummern nicht nur kostenlos sind, sondern auch prima von Telefonzellen aus erreichbar waren. Also testeten wir jeden Tag irgendeine ausgedachte 0800er-Nummer, bis wir Erfolg hatten. Wir landeten bei einer Hotline, die sich mit einem Namen meldete, den wir als "Krieg Bestellannahme" verstanden (oder verstehen wollten). Von nun an riefen wir jeden Tag mehrere Male dort an.


Wir hatten jedes Mal den gleichen Mann an der Strippe und wir nervten ihn von Tag zu Tag mehr. Mal bestellten wir Kampfpanzer, mal nur Panzerfäuste, an anderen Tagen wieder Tarnkappenbomber mit Zebra-Muster. Das Lustige war aber, dass er jedes Mal so lange mit uns diskutiert hat, bis er auf 180 war und ins Telefon brüllte. Als uns dann irgendwann der Spaß daran verging, rief einer von uns "normal" dort an und erkundigte sich, was man dort denn bestellen könnte. Es stellte sich heraus, dass wir bei einem ziemlich großen Sportartikelhändler gelandet waren. Der besagte Freund bekam dann noch einen rund 180 Seiten starken Katalog zugeschickt, weil er das nicht so recht glauben wollte, gemeinsam mit einem kleinen Fußball, auf dem "Bitte nicht mehr anrufen" stand. Zugegeben, ich habe den Spaß damals wirklich genossen, aber heute tut mir der Herr, der sich damals mit uns herumquälen musste, irgendwie leid. Er wollte uns doch nur ein paar Bälle verkaufen.

Beichthaus.com Beichte #00032550 vom 10.01.2014 um 08:22:05 Uhr (7 Kommentare).

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Die Praktikantenstelle

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Hass Zorn Verzweiflung Arbeit Wutach

Die Praktikantenstelle
Ich (w/25) komme gerade von einem Bewerbungsgespräch zurück und habe jetzt beschlossen, mindestens einen Monat lang keine Bewerbungen mehr zu schreiben. Die Sache lief folgendermaßen ab: Ich habe vor einer Woche eine Bestätigung auf eine Bewerbung bekommen. Mir […]
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Beichthaus.com Beichte #00032451 vom 23.12.2013 um 16:37:52 Uhr in Wutach (44 Kommentare).

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“Beichte

Porsche auf Firmenkosten

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Waghalsigkeit Selbstsucht Falschheit Arbeit Auto & Co. Langenleuba-Niederhain

Ich arbeite bei einer namhaften Versicherung im Außendienst. Letzte Woche wollte ich mir bei der neuen Leasingfirma über das Internet mein zukünftiges Dienstfahrzeug bestellen, jedoch war dort mein Account noch nicht eingerichtet - wahrscheinlich hat mich irgendein Trottel aus unserer Firma dort nicht angemeldet. Bei allen anderen funktioniert es, nur bei mir nicht. Ich bin dann zu meinem Chef gegangen und habe ihm das Problem geschildert. Er meinte nur, dass ich dann womöglich bald ohne Auto dastehe, da die Frist zum alten Dienstfahrzeug schon in zwei Monaten abläuft und ich es dann natürlich abgeben muss. Er sagte mir, dass ich einfach über seinen Account reingehen und dann über seinen Namen bestellen soll. Zudem sagte er, ich solle mir das Auto bestellen, das ich will. Egal welches. Abgerechnet wird der Eigenanteil dann per Lastschrift. Ich möchte beichten, dass ich ihn beim Wort genommen und mir einen Porsche Carrera bestellt habe. Meine Kollegen haben in ihren Accounts hingegen nur Fahrzeuge freigeschaltet bekommen, die zu ihrem Verdienst passen. In der Regel also so etwas wie einen A4 Avant, einen 3er Kombi oder den guten alten Passerati. Den Vertrag habe ich ausgedruckt, ihm hingelegt und nach seiner Unterschrift gefragt. Und wie so oft hat er es sich nicht durchgelesen, weil er ein desinteressiertes altes Arschloch ist, dem alles am Popo vorbeigeht. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschäftsleitung reagiert, wenn der Händler mit meinem neuen Auto vorfährt. Das Ganze läuft schließlich über meinen Chef und vertraglich bin ich eigentlich komplett abgesichert.

Beichthaus.com Beichte #00032429 vom 19.12.2013 um 22:54:55 Uhr in Langenleuba-Niederhain (22 Kommentare).

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