Keine Lust auf Mimimi Internetsupport

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Faulheit Ignoranz Waghalsigkeit Arbeit

Ich arbeite bei einer bekannten und großen Telekommunikationsfirma in Österreich (circa 800.000 Kunden). Ich bin dort für den Internetsupport zuständig. Nur was ich den ganzen Tag mache, ist alles andere als zu arbeiten. Der Arbeitstag ist im Prinzip immer das selbe. Der Kunde hat Probleme oder Fragen zu seinen Diensten und wir sollten dem Kunden natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das erste Jahr war das auch kein Problem, ich hatte Spaß daran, auch wenn ich öfters ungehaltene Kunden am Hörer hatte. Ich möchte beichten, dass ich den ganzen Tag Kunden aus der Leitung schmeiße, um in Ruhe im Internet zu surfen. Das läuft jetzt schon bestimmt 6 Monate so, und mein Chef hat keine Ahnung, wie sehr ich der Firma schade. Warum sollte ich mir auch eine andere Arbeit suchen? Mir wird ja quasi das Geld einfach nur in den Arsch gesteckt! Natürlich tun mir die Kunden auch Leid, ist ja nicht so, dass ich jeden Kunden aus der Leitung kicke. Aber wenn man den ganzen Tag nur Gejammer hört, stumpft man irgendwann ab. Dann sieht man nicht mehr die Menschen am anderen Ende der Leitung, sondern nur Mimimi hier und Mimimi da! Auch jetzt in diesem Moment, sitze ich in der Firma, und schreibe diese Beichte, während ich nebenbei geistesabwesend mit einer (vermutlich) netten Dame spreche. Hiermit möchte ich mich bei allen Kunden entschuldigen, die ich absichtlich aus der Leitung geschmissen habe!

Beichthaus.com Beichte #00028622 vom 09.02.2011 um 19:42:15 Uhr (19 Kommentare).

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Mein gut aussehender Kumpel

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Neid Lügen Zwietracht

Mein bester Freund seit Kindheitstagen sieht wirklich sehr gut aus. Mehr als nur durchschnittlich gut. Ich (m/26) habe echt noch keine Frau gesehen, die nein zu ihm gesagt hätte. Zudem stimmt bei ihm das Gesamtpaket: Er ist nett, höflich, nicht eingebildet und hat auch noch was im Kopf. Soweit haben wir zwei eigentlich sehr viel gemeinsam. Nur kann ich optisch alles andere, als mithalten. Ich bin nicht grottenhässlich, aber leider übergewichtig und eher unscheinbar. Wenn wir zusammen weggehen, sieht es immer so aus, dass uns die Weiber zwar umzingeln, ich aber gar nicht wahrgenommen werde. Manchmal schiebe ich ihm gedanklich die Schuld dafür in die Schuhe und schaukel mich emotional richtig hoch. Im Grunde habe ich aber schon oft gemerkt, dass diese Art von Mädels mich eh nicht anschauen. Das sind halt alles meistens Hammerweiber. Das Amüsante ist, dass mein Freund die aber meistens gar nicht will. Seine Exfreundinnen waren alle graue Mäuse und Durchschnittsweiber.


Meine Beichte: Ich habe seiner Freundin aus Frust Lügen über ihn erzählt. Dass er ein Macho, ein Checker und ein Schwein wäre, der die Weiber reihenweise flach legt und sie dann fallen lässt. Da das alles noch recht frisch war und sie eh Zweifel wegen seinem Aussehen hatte, beendete sie die Beziehung. Mein Kumpel versteht jetzt natürlich die Welt nicht mehr und ist ziemlich fertig. Und ich habe Schiss, dass sie sich aussprechen, weil ich ihn als Freund eigentlich nicht verlieren will. Warum ich das gemacht habe? Nicht weil ich die Kleine wollte. Aber irgendwie wollte ich ihm eins auswischen. Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich sehe, wie sehr sich ihm jedes Weib an den Hals wirft. Das ist doch einfach nicht fair. Ich muss ackern und schuften, damit mich überhaupt mal so eine elende Durchschnittstussi ansieht und er sieht selbst mit einer Grippe und 40 Grad Fieber so aus, als wäre er aus einem Katalog gesprungen. Ich weiß, das ist hinterlistig, feige und unter aller Sau. Aber irgendwie kann ich nicht anders, als ihn manchmal aus Neid zu hassen.

Beichthaus.com Beichte #00028611 vom 07.02.2011 um 00:37:54 Uhr (61 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Schwimmunterricht

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Peinlichkeit Dummheit Schule Rafz

Ich war in der ersten oder zweiten Klasse. Wir hatten Schwimmunterricht und ich wurde beim Kleiderwechseln einfach nicht fertig. Da bekam ich Panik, da alle anderen schon in der Halle waren und zog mir aus Versehen den Badeanzug falsch herum an. Die Träger, die ein Kreuz im Rücken bilden, waren also vorne. Ich ging ins Becken und danach mussten wir uns alle am Rand in einer Reihe aufstellen. Der Lehrer sah mich an, prustete los und machte sich vor der ganzen Klasse über meine Mini-Brüste lustig. Ich war natürlich für alle der Brüller. Mit hochrotem Kopf lief ich zurück zur Umkleidekabine und kam die ganze Schwimmstunde nicht mehr heraus.

Beichthaus.com Beichte #00028610 vom 06.02.2011 um 23:56:04 Uhr in Rafz (35 Kommentare).

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Meine Stasi-Vergangenheit

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Falschheit Verrat Lügen Verzweiflung Röslau

Das wird jetzt nicht leicht für mich, aber ich beichte, dass ich in den 1980er Jahren IM (Inoffizieller Mitarbeiter) bei der Stasi war. Zu dieser Zeit war ich sehr unzufrieden mit meinem Leben, ich hatte überhaupt keine Perspektive. Ich kam zwar mit allen Leuten gut klar, aber ich habe meine zwischenmenschlichen Beziehungen nie als echte Freundschaft empfunden. Nach meinem Empfinden waren "die anderen" immer nur oberflächlich und dumm, ich konnte mich mit ihnen einfach nicht identifizieren.


Ich bin dann irgendwann in die Punk-Szene geraten, da es für mich die Möglichkeit war, mich von der ganzen vermeintlichen Oberflächlichkeit der Gesellschaft abzugrenzen, aber ich war nach wie vor unfähig, echte Freundschaft zu empfinden. Ich glaube den Leuten die mit mir zu tun hatten, ging es anders - ich war wohl sehr begabt was das "Vorspielen" von Freundschaften anging. Viele schütteten mir ihr Herz aus und ich hörte mir immer alles an, auch wenn ich mich nie wirklich für die Probleme der anderen interessiert hatte. Ich heuchelte nur Interesse vor.

Wie genau die Stasi, bzw. das K1 nun ausgerechnet auf mich gekommen ist, weiß ich nicht. Ich wurde jedenfalls angeworben und mir wurde die Tätigkeit mit allerlei Vergünstigungen schmackhaft gemacht. Da ich - wie gesagt - eh keine richtige Freundschaft zu den anderen empfand, fand ich auch nichts dabei hier und da mal ein wenig auszuplaudern. Ich bekam manchmal Geld dafür, was mir ganz gelegen kam. Ein paar meiner "Freunde" verschwanden sogar nachdem ich bei der Stasi berichtet hatte, doch ich setzte das alles nicht in den richtigen Zusammenhang. Sicher, ich hatte Informationen ausgeplaudert und nun war die Person plötzlich weg. Doch da ich mich eh nicht für die Probleme der anderen interessierte, glaubte ich (oder ich redete es mir erfolgreich ein) dass die Leute einfach für eine Zeit in eine andere Stadt gegangen sind.


Mit dem Zusammenbruch der DDR und der Aufarbeitung der Bespitzelungen wurde mir allmählich klar, was ich da eigentlich gemacht hatte. Es dauerte zwar Jahre bis es mir endlich dämmerte (ich war sehr gut im Verdrängen) doch dann traf es mich eines Tages wie mit einem Vorschlaghammer. Ich verfiel in tiefe Depressionen und war sogar in stationärer Behandlung deswegen, doch den wahren Grund für meine Depressionen konnte ich niemandem verraten, ich schämte mich vor mir selbst. Ich konnte in keinen Spiegel mehr gucken, weil ich mich nicht mehr sehen wollte.

Ich habe sogar 3 Selbstmordversuche hinter mir, weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte, das Vertrauen anderer Leute für ein paar lächerliche Vergünstigungen so missbraucht zu haben genau so wie ich es nicht mehr ertragen konnte, dass ich zu niemandem so viel Vertrauen fassen konnte, dass ich mich ihm anvertrauen konnte, nicht einmal zu den Ärzten. Noch heute leide ich unter den Geschehnissen und ich befinde mich immer noch in psychiatrischer Behandlung, nachdem ich nach einer wahren Odyssee endlich einen Psychiater fand, zu dem ich ein Vertrauensverhältnis aufbauen konnte. Und jetzt habe ich Angst von diesem Psychiater so missbraucht zu werden, wie ich damals das Vertrauen anderer Missbraucht habe und diese Beichte ist das erste mal, dass ich mich mit meiner IM-Vergangenheit so sehr auseinandersetze.

Mir tut es sehr Leid, was ich damals getan habe und ich wünschte ich könnte es meinen Opfern ins Gesicht sagen, doch das werde ich wohl nie schaffen und ich fürchte mich davor Leute von damals zufällig auf der Straße zu begegnen.

Beichthaus.com Beichte #00028608 vom 06.02.2011 um 14:25:52 Uhr in Röslau (29 Kommentare).

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“Folge

Beschissene Musik

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Hass Trägheit Musik Studentenleben Leipzig

Ich studiere Dirigieren an der Musikhochschule in Leipzig. Damals liebte ich die Musik. Eigentlich war ich ganz froh lieber Bach, Brahms und Bruckner als diesen Mist der heutzutage läuft zu hören und ich war irgendwie auch stolz darauf anders zu sein. Doch seit einem […]
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Beichthaus.com Beichte #00028605 vom 06.02.2011 um 02:20:16 Uhr in 04107 Leipzig (Hochschule für Musik und Theater, Grassistr. 8) (28 Kommentare).

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