Werteverfall in Deutschland

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Vorurteile Dummheit Peinlichkeit Gesellschaft

Leider muss ich gestehen, dass 90 % aller Deutschen dumm und ungebildet sind. Alleine die Talk-Shows legen hierfür Zeugnis ab! Da treten dumme Leute auf, weiß der Teufel auf was die sich was einbilden und die fordern und fordern. Und viel Kohle wollen sie verdienen, dabei können die meisten nicht mal 2 + 2 zusammenzählen. Aber Ausbildung braucht man nicht. Doch leider sind auch gebildete Leute auf eine Art dumm, die schwer zu beschreiben ist. Wie kann ich mich hinstellen und mit den Rechten sympatisieren, oder an der Evolution zweifeln? Gilt Logik nur bis zu einem bestimmten Grad und bei der Religion wird sie dann ausgesetzt? Man könnte heute niemanden mehr eine schwangere Jungfrau verkaufen. Wie kann ich noch ernsthaft an die kath. Kirche glauben? Jesus wurde erst im zweiten vatikanischen Konzil zu Gottes Sohn erklärt (bis dahin war er es nämlich nicht). Zudem ist alles im Glauben lediglich zurechtgebogen und genauso wird er gelebt. Man biegt ihn sich zurecht. Und die Leute wundern sich über Werteverfall?

Beichthaus.com Beichte #00010162 vom 14.06.2006 um 22:16:15 Uhr (8 Kommentare).

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Luxus als Student

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Falschheit Lügen Maßlosigkeit

Ich war in der glücklichen Ausgangsposition gewesen, Geld zu erben und hatte ein sicheres Familienumfeld mit vielen Privilegien. Teil meiner Erziehung war es zu begreifen, dass man in der heutigen Zeit nur noch durch eine solide Bildung (in meinem Fall dem Abschluss eines Studiums) langfristig für das Leben gerüstet ist und somit Erfolg haben kann. Deshalb ging ich im beidseitigen Einverständnis mit meinen Eltern auf auf eine private Hochschule, welche mir finanziert wurde. Dies nutzte ich jedoch schamlos aus und führte ein Doppelleben. Ich gab mehrere Jahre vor fleißig zu lernen und zu studieren. Die Wahrheit sah jedoch ganz anders aus.

Großspurig und voller Selbstverliebtheit führte ich das Leben eines Gauklers und Spielers. Jeden Tag erwachte ich mit nur einem Gedanken und gab mich dem Glücksspiel hin. Durch exzessives Spielen und ein Luxus-Leben mit sämtlichen Annehmlichkeiten verprasste ich mein geerbtes Vermögen in Höhe von 50.000 Euro in weniger als zwei Jahren als Scheinstudent. Dies war jedoch nur die "Lebemann"-Seite von mir, die ich meiner Familie mit Hunderten von Lügen über fast zwei Jahre vorenthielt. Ein Leben in Casinos und auf wilden Partys war mir wichtiger als belanglose und banale Therapiestudien. Doch als der Exmatrilkualtionsbescheid zu Hause im Briefkasten angekommen war, hatte ich keine andere Wahl als die Wahrheit zu beichten. Voller Scham und unter Wortlosigkeit musste ich mein Versagen beichten. Selbst heute fühle ich mich noch als Versager und habe große Schuldgefühle, dass ich besonders meine Eltern enttäuscht und verletzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00010157 vom 14.06.2006 um 20:58:01 Uhr (2 Kommentare).

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“Beichte

Das Leben ist eine faszinierende Sache...

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Engherzigkeit Selbstsucht Boshaftigkeit

Das Leben ist eine faszinierende Sache, muss ich sagen. Ich hatte früher sehr viele Freunde und bin jedes Wochenende weg, um mich zu besaufen und Weiber flachzulegen. Party eben. Und irgendwann, vor knapp einem Jahr, von einem Tag auf den anderen, habe ich begriffen, dass es keinen Sinn hat, sich dauernd volllaufen zu lassen und seinen Schwanz ständig in eine Andere zu stecken. Ich habe angefangen meinen Freundeskreis zu verkleinern, habe gewisse Leute einfach nicht mehr angerufen, oder nur mehr gelegentlich Small Talk mit ihnen betrieben, wenn ich sie getroffen habe. Als Nächstes habe ich aufgehört, mich an jedem Wochenende blicken zu lassen, und mittlerweile gehe ich nur noch ein Mal alle fünf Monate oder so aus, da betrinke ich mich dann aber nicht, sondern gehe früh wieder nach Hause, bevor die Leute redselig werden, von dem ganzen Alkohol. Ich kann es einfach nicht mehr hören, die Leute mit ihren Problemen, ich brauche Abstand! Ich lebe seit einem Jahr fast wie ein Einsiedler, nur ab und an spreche ich überhaupt mit irgendjemandem.

Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich, was ich brauche und grüße keinen, antworte auch nicht auf Fragen von den Leuten, die dort arbeiten. Ich hole mir fast nur noch Fertigfutter, damit ich den Leuten an der Theke nicht begegnen muss. Irgendwie machen mir andere Leute manchmal schon Angst. Ich lebe sehr zurückgezogen, lebe von dem Geld, dass ich von meiner Familie fürs Studium bekomme, habe aber nur selten Vorlesungen besucht. Ich weiß, ich muss irgendwann zurück ins echte Leben, aber so richtig Lust habe ich dazu auch nicht. Es gibt Tage, an denen sage ich kein einziges Wort, nur in meinem Kopf.

Ob man Sprechen verlernen kann? Aber ich schreibe, irgendwie habe ich früher nie gedacht, dass ich mal anfange, Tagebuch zu führen, und lesen tue ich auch wie ein Verrückter, meistens drei Bücher die Woche. Ich sehe auch öfter mal fern, aber meist läuft nur irgendein Scheiß. Ach, wegen meiner Freunde, die rufen schon länger nicht mehr an, denken alle, ich wäre verrrückt, aber das bin ich gar nicht. Die Menschen sind verrückt, das ist der Grund, weshalb ich mich zurückgezogen habe aus der Welt, all das Kranke, das da draußen abläuft. Die Menschen, die wie dumme Schafe alles tun, um ihren Politikern zu gefallen, und alles mit sich machen lassen. Für Geld, eine abstrakte Sache, die für mich nicht nachvollziehbar ist. Egal, darum geht es gerade nicht. Ich beobachte das Leben so lange nur von Außen, dass ich denke, alle spinnen. Was tun junge Männer nicht alles, um eine ins Bett zu bekommen. Und junge Frauen, um zu verbergen, dass sie genau so gerne ficken würden. Abartig, Menschen sind abartig.
Ekelhaft.

Ich fühle mich so viel besser, allein, ohne mir dauernd die Scheiße von anderen anhören zu müssen. Ich verliere schon langsam das Gefühl für andere. Letztens hat mich ein "Freund" angerufen, ich bin sogar rangegangen, weil er früher mein bester Kumpel war, und wir einander mehr als einmal aus dem Dreck geholfen hatten. Also, er ruft an und erzählt, dass seine Freundin, mit der er seit fünf Jahren zusammen ist, schwanger war, und sie sich total auf das Kind gefreut haben, und sie dann eine Fehlgeburt hatten, und er musste einfach mit jemand darüber reden, und er fragte mich um Rat, was er tun soll, seine Alte sei total am Boden. Ich habe fast gekotzt, weil ich schon wieder in das Leben von jemand anderem reingezogen werden sollte, dann habe ich fast gelacht, weil er am Telefon geweint und mich angerufen hat, damit er getröstet wird. Ich habe mich zusammengerissen und gesagt, er solle mit ihr schlafen und einfach ein Neues machen, wäre ja nicht so schwer. Nachdem ich das gesagt habe, ist es erst mal ganz leise geworden am anderen Ende der Leitung. Dann hat er gesagt, ich wäre ein Monster, ich sollte mal wieder klarkommen mit mir, und wenn ich jemals was brauche, solle ich mich auf keinen Fall an ihn wenden - was ihn angeht, bin ich gestorben. Ich habe seine Reaktion nicht verstanden, musste ehrlich nachdenken, um zu erkennen, dass ich vielleicht ein bisschen hart war. Naja, er hat aufgelegt, und mir war es ganz recht. Wollte seine Probleme nicht haben, habe selbst auch welche, außerdem war Kaffee grade wichtiger.

Ich habe mir also einen gemacht und mich ans Fenster gesetzt und ein paar Kippen geraucht und dabei die Welt um mich herum betrachtet. Faszinierend das Leben, muss ich schon sagen. Würde gerne ewig so weiterleben, aber irgendwann muss ich weiterstudieren, sonst gibt es keine Kohle, und selbst wenn ich das Geldsystem verachte, ich kann trotzdem nicht ohne leben, kann mir ja keine Kühe jagen gehen, oder ein paar Tomaten aus der Luft pflücken. Aber wenn ich irgendwann genug Geld habe, ziehe ich irgendwo in eine einsame Gegend, wo der nächste Nachbar ein paar Kilometer weiter weg ist, mache mir mein eigenes Essen, besorge mir Vieh für Milch und Fleisch und sterbe dann, hoffentlich allein. Aber das tut man sowieso.

Beichthaus.com Beichte #00010154 vom 14.06.2006 um 19:55:59 Uhr (11 Kommentare).

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Godfather of all Gangsters

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Stolz Medien Oberweis

Spongebob ist der ultimative Algenkiller. Er ist The "Godfather of all Gangsters".

Beichthaus.com Beichte #00010149 vom 14.06.2006 um 17:12:36 Uhr in Oberweis (4 Kommentare).

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“Beichte

Punks auf der Bordsteinkante

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Vorurteile Engherzigkeit Peinlichkeit

Ich muss beichten, dass ich schon Bordsteinkanten mit Köpfen von (Mode)Punks gestrichen habe, weil sie meiner Meinung nach ein fester Bestandteil der Straße sind. Außerdem regen diese Lappen mich auf, weil sie Th hören, und Bands, die den Punk erfunden haben, dann anfangen zu hören, wenn sie ein Hit in den Charts haben. die Spackos tun dann so als hätten sie Ahnung davon, wobei sie doch nur mickrige kleine Freggles sind.

Beichthaus.com Beichte #00010113 vom 13.06.2006 um 06:57:51 Uhr (3 Kommentare).

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