Bouché

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Feigheit Peinlichkeit Schule Frankreich

Vor ein paar Jahren, genauer gesagt in der 8. Klasse, gab es einen deutsch-französischen Schüleraustausch. Bei meiner Gastfamilie fühlte ich mich auch einigermaßen wohl, bis auf die Tatsache, dass ich als totaler Heimscheißer besonders zu damaliger Zeit dort fast unmöglich einen normalen Stuhlgang verrichten konnte. Am vorletzten Tag waren meine Gastfamilie und ich bei den Großeltern inklusive zahlreichen anderen Verwandten eingeladen. Irgendwie wollte ich lieber dort mein Glück auf dem Klo versuchen als bei meiner Gastfamilie selbst, wahrscheinlich, damit sie nicht merkten, dass ich auch mal "groß" muss. Nach also sechs Tagen ohne großem Geschäft habe ich somit prompt das Klo verstopft. Super Eindruck, dachte ich mir, kommst zu Verwandten etwas Quiche essen und scheißt denen die Schüssel zu. Mit der Klobürste nachzudrücken ging auch nicht, weil ich nicht mit meiner Hand in die randvoll (mit Wasser, Kot und Klopapier) gefüllte Schüssel tauchen wollte. Das war mir natürlich unglaublich peinlich und es gab leider keinen anderen Ausweg als mein Mini-Wörterbuch zu zücken und trotz meiner 14 Jahre dem Gastvater weinend zu erklären, dass die Toilette "bouché" (verstopft) ist. Er tröstete mich und meinte das sei nicht schlimm und ich solle doch ruhig weiter mit meinem Austauschschüler Tischtennis spielen. Ob und wie sie das Klo freigekriegt haben bzw. ob mein Austauschschüler was davon mitbekommen hat, weiß ich nicht, jedoch werde ich das Wort "bouché" nicht so schnell vergessen und meine Eltern ziehen mich noch heute mit diesem Erlebnis gerne mal auf.

Beichthaus.com Beichte #00028860 vom 24.04.2011 um 14:58:39 Uhr in Frankreich (Paris) (19 Kommentare).

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Stuhlklau

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Geiz Diebstahl WG Nachbarn Studentenleben

Als ich (w/22) vor anderthalb Jahren mit zwei Mädels zum Studium in eine Wohnung zog, hatten wir eine akute Stuhlknappheit: Weder in meinem Zimmer für den Schreibtisch, noch in der Küche zum gemeinsamen Entspannen und Quatschen befanden sich Stühle. Leider empfanden wir so etwas simples wie einen Stuhl als zu teuer. Ja, wir waren geizig. Glücklicherweise wies die Mama meiner einen Mitbewohnerin uns darauf hin, dass sich im Gemeinschaftsraum im Keller zufälligerweise Stühle befanden. So kam es, dass die andere Mitbewohnerin und ich eines Tages nach dem missglückten Versuch, Stühle zu kaufen, in den Keller gingen und uns die Stühle der recht skurrilen Nachbarn aneigneten. Den einen Holzstuhl lackierte meine Freundin in Gold um und nahm ihn bei ihrem Auszug kurz darauf mit, die drei Metallstühle wurden so wie sie waren zwischen Küche und meinem Zimmer aufgeteilt. Beste Qualität hatten sie jedoch nicht, denn einer ging schon nach gut einem Monat an der Sitzfläche kaputt, also ab runter in unseren Keller damit. Blöderweise kam unsere "Lieblingsnachbarin" zu uns, um uns Pakete zu geben, und sprach meinen neuen Mitbewohner (die Mitklauerin war ja bereits ausgezogen, der Holzstuhl also weg) auf den Stuhl im Keller an. Sie hatte scheinbar durch die eine Ritze in der Kellertür geschmult und dann nachgeforscht, dass es wohl unserer sei. Dumm gelaufen. Ich zeigte mich reumütig und brachte ihr einen der beiden noch heilen Metallstühle runter und entschuldigte mich.


Ich beichte also, dass ich geizig war, geklaut habe und dann noch bei der besten Situation, um reinen Tisch zu machen, log, weil ich einen der Stühle für meinen Schreibtisch behalten wollte. Aber er sieht nun mal in meinem Zimmer viel schicker aus als im Keller. Ach ja, liebe Nachbarin: Solltest du das hier lesen und mich darauf ansprechen wollen, werde ich weiterhin den Besitz des einen Stuhles leugnen.

Beichthaus.com Beichte #00028858 vom 23.04.2011 um 11:12:01 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Dosenpfand

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Betrug Habgier

Ich bestelle mir alle paar Monate ein paar Paletten Dosen aus Holland, pfandfrei versteht sich. Energy etc.
Dafür zahle ich läppische 8,99 Euro für 24 Dosen, macht also etwa 38 Cent pro Dose. Ich weiß, ich könnte auch normale Flaschen kaufen, aber die sind nunmal nicht so portabel wie Dosen. Ich beichte, das ich jedes mal meine Dosen zum ortsansässigen Getränkehändler bringe und für jede Dose 25 Cent Pfand einstreiche. Das geht, weil ich immer die kompletten Paletten abgebe und der Typ da nur sieht, dass es 24 Dosen pro Palette sind und nicht näher hinguckt. Im Endeffekt hat mich also jede Dose nur noch 13 Cent gekostet.

Beichthaus.com Beichte #00028854 vom 21.04.2011 um 09:19:45 Uhr (29 Kommentare).

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Schlaraffenland nebenan

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Verschwendung Ernährung

Neben unserem Haus ist ein ziemlich wilder Garten, der seit gefühlten 15 Jahren nicht mehr gepflegt wurde. In diesem Garten entsorge ich ab und zu Nahrungsmittel, die mir nicht schmecken. Wenn ich etwas anfange zu essen und ich merke, dass es mir nicht schmeckt, mache ich einfach das Fenster auf und werfe es in den Garten. Würde meine Mutter die Essensreste im Mülleimer sehen, so würde sie sich über meine Verschwendung aufregen. Daher liegen in diesem Garten schon einige Vollkornbrötchen, Lakritze, verschiedene Früchte. Ich schäme mich dafür, weil ich weiß, dass viele Menschen froh wären, wenn sie so etwas hätten, aber es schmeckt am Ende doch zu scheußlich.

Beichthaus.com Beichte #00028853 vom 21.04.2011 um 00:45:54 Uhr (16 Kommentare).

Gebeichtet von Demonica
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Zwietracht unter Schwestern

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Zwietracht Rache Boshaftigkeit Familie Wuppertal

Ich verstand mich früher als Teenager nie wirklich mit meiner älteren Schwester, die immerzu Streit suchte, mich bei den Eltern anschwärzte etc. Ein echter Konkurrenzkampf war das, der vorrangig von ihr ausging. Unter anderem nervte es mich sehr, dass sie mir, wenn ich was aß, jeden Bissen in den Mund starrte und fast jedes Mal, wenn ich in die Küche kam, ihre Beine unter der Kühlschranktür zu sehen waren. Oder sie lümmelte sich faul im Sessel, öffnete den Mund mit den schokoladenbraunen Zähnen und ging mir wieder mit irgendeinem Spruch auf den Geist. Zum Beispiel, ob ich auch Schokolade wollte. Sagte ich ja, teilte sie mir mit, ich würde aber nichts kriegen, sagte ich nein, höhnte sie, ich (damals sehr schlank im Gegensatz zu ihr) hätte Angst, ein Milligramm zuzunehmen, oder sie sagte, ich hätte sowieso nichts bekommen.
Ich möchte beichten, dass ich eine Zeit lang damit zurück schlug, dass ich immer, wenn sie etwas aß, einen Kommentar dazu abgab. Bist du schon wieder am fressen? Kriegst wohl den Hals nicht voll, was? Du bist einfach nur gierig! Platzt du nicht bald? Sie war dann immer tödlich beleidigt und ließ mich erst mal in Ruhe. Heute tut es mir allerdings Leid, weil meine Schwester mir erst vor ein paar Jahren eröffnete, dass sie zu dieser Zeit an Bulimie gelitten hatte.

Beichthaus.com Beichte #00028851 vom 20.04.2011 um 13:32:17 Uhr in Wuppertal (18 Kommentare).

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