Das wohl langweiligste Praktikum der Welt

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Faulheit Falschheit Arbeit

Ich (m/25) absolviere momentan ein Praktikum im Rahmen meines Studiums in einem halbstaatlichen Unternehmen im Norden Deutschlands. Für meine Tätigkeit erhalte ich eine beachtliche Vergütung und den Namen des Unternehmens im Lebenslauf zu haben ist schon eine Sache für sich, denn es ist verdammt schwer, hier reinzukommen. Das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten meines Praktikums.

In den 4 Monaten, die ich mittlerweile hier bin, habe ich rein gar nichts gelernt. Anfangs noch voller Motivation, fragte ich immer bei den Mitarbeitern nach, ob ich irgendwie aushelfen könnte. Nach den ewig gleichen Antworten, dass ich doch woanders fragen solle, habe ich es irgendwann auch sein lassen. Es scheint mir, als wären sowieso 80 Prozent der Leute in meinem Department innerlich ausgebrannt. Die ewig leblosen Augen und das ständige Nörgeln über Kollegen und Vorgesetzte bestärkten mich noch in dieser Ansicht. Jeder macht sein Ding und ist froh, wenn er früh nach Hause gehen kann. Auch die Krankheitstage kommen mir verdammt hoch vor - aber da es halbstaatlich ist, existiert kein Konkurrenzkampf mit anderen Unternehmen wie in der Privatwirtschaft, drum macht sich jeder ein schönes Leben.

Zurück zu mir: Das Arbeitspensum, was ich bis jetzt erhalten habe, könnte man locker in 1 bis 2 Wochen erledigen. Ich habe es jedoch geschafft, dies auf Monate aufzuteilen und dabei noch als extrem fleißiger Praktikant rüberzukommen. Da ich gleich mehrere Betreuer habe, weiß keiner so genau, was ich momentan machen muss - und mittlerweile juckt es auch keinen mehr. Den Großteil meines Tages verbringe ich damit, mir Filme reinzuziehen, die neuesten Fußball-Highlights anzuschauen oder mich mit anderen Praktikanten zum Café zu verabreden. Da wir ein paar süße Schnecken im Nebengebäude haben, ist dies immer ein netter Zeitvertreib. Effektiv arbeite ich wohl 10 Minuten meiner acht Stunden. Zum Glück sitze ich in einem Büro mit einem Azubi, dem es ähnlich geht wie mir. Letztens haben wir uns genüsslich die Trilogie von Herr der Ringe reingezogen und uns (nach 5 Uhr) auch ein paar Bierchen gegönnt, da sowieso keine Sau mehr im Flur ist um diese Uhrzeit. Dies hat uns noch ein paar schöne Überstunden beschert und auch das Lob unserer Vorgesetzten, da wir nach dem Film-Marathon noch pro Forma ein paar E-Mails bearbeitet haben, mit den Betreuern im CC - damit sie natürlich sehen, wie "hart" wir arbeiten.

Anfangs hatte ich noch ein schlechtes Gewissen, da ich als Praktikant natürlich etwas lernen wollte und nicht nur dumm rumsitzen. Aber wegen der o. g. Umstände bin ich langsam aber stetig in den Abgrund der Produktivität hineingeschlittert und arbeite wirklich nur auf Sparflamme. Da sich mein Praktikum nun langsam dem Ende neigt, kam einer meiner Vorgesetzten letztens in unser Büro und bat mich um ein persönliches Gespräch, wo ich wirklich vom Hocker fiel. Ich habe allen Ernstes ein Jobangebot bekommen, da die Mitarbeiter anscheinend mehr als zufrieden mit mir und meiner Arbeit sind. Ich beichte, dass ich teils auf Kosten der Steuerzahler ein überbezahltes Praktikum absolviere und dabei kaum etwas erledige. Sollte ich dem Jobangebot tatsächlich zustimmen, verspreche ich, mich mehr in meine Arbeit reinzusteigern und nachfolgenden Praktikanten ein wenig mehr Betreuung zu bieten.

Beichthaus.com Beichte #00039502 vom 20.03.2017 um 02:57:20 Uhr (18 Kommentare).

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Warum wollen Frauen unbedingt heiraten?!

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Verzweiflung Engherzigkeit Partnerschaft Berlin

Ich (m/29) werde mich wohl bald von meiner jetzigen Freundin trennen müssen. Der Grund dafür ist mein Freundeskreis. Alles begann relativ harmlos. Vor acht Jahren war ich mit ein paar Freunden in der Stadt unterwegs, wo wir uns in der Disko jeweils ein paar Weibchen aussuchten und unser Glück versuchten. Ich fand an diesem Abend mein Glück und lernte ein wundervolles Mädchen kennen, mit dem ich sowohl intellektuell als auch interessensorientiert auf einer Wellenlänge schwamm. Daher dauerte es auch nicht lange, bis wir ein Paar wurden, denn es hatte schon nach dem ersten richtigen Date nach dem Disko-Abend heftig zwischen uns gefunkt. Und es war nahezu perfekt: Wir teilten den gleichen Humor, mochten die gleichen Filme, die gleiche Musik, der Sex war unglaublich gut, kurz: Es war ein Traum. Nach drei Jahren Beziehung beschlossen wir, zusammenzuziehen. Auch das lief gut und, von ein paar Streitereien und einer "Beziehungspause" von knapp einem Monat abgesehen, gab es nichts, was uns auseinanderbrachte. Wie heißt es bei Forrest Gump? Wir waren wie Pech und Schwefel.

Dachte ich zumindest. Denn in den letzten zwei Jahren treibte in ihrem Freundeskreis die Hochzeit-und-Kinder-kriegen-Welle ihr Unwesen und sie lag mir nach jeder Hochzeit wochenlang damit in den Ohren, wann wir denn endlich mal heiraten und uns Gedanken übers Kinder kriegen machen wollen. Da ich mich allerdings nicht wirklich bereit für eine Ehe und eine Rolle als Familienvater sehe (ehrlich gesagt habe ich noch nie daran gedacht, eines Tages Vater zu werden, da ich nicht der Typ dafür bin), bin ich diesem Thema bisher immer mehr oder weniger erfolgreich ausgewichen und ca. zwei Wochen nach jeder Hochzeit war dieses Thema dann auch nicht mehr relevant. Doch vor drei Monaten (perfekt zur Weihnachtszeit) stand wieder eine Hochzeit an, dieses Mal bei ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester und es war für sie mit ihren 28 Lenzen absolut unerträglich, mitansehen zu müssen, wie ihre jüngere Schwester im Brautkleid zum Altar stakste und dabei einen Babybauch im siebten Monat vor sich her schob, wo sie natürlich von ihrem Traumprinzen in Empfang genommen wurde.

Seitdem liegt sie mir wieder mit dem Thema in den Ohren, obwohl ich sie schon seit Jahren weiß, dass ich noch nicht bereit dafür bin. Ich WILL es einfach noch nicht. Und es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, dass man als Mann gleich wieder der Geächtete in der Beziehung ist, wenn man nicht genau das möchte, was wie Freundin will. Gestern war ihre beste Freundin zu Besuch und auf ihre Frage, wieso wir denn noch nicht geheiratet hätten, antwortete ich ehrlich: "Wieso? Wir sind noch nicht zu alt, um keine andere Option mehr zu sehen. Außerdem will ich noch nicht." Junge, Junge, da konnte ich mir was anhören, das könnt ihr mir glauben. Wenn sich dieses Affentheater nicht bald dem Ende zuneigt, dann wird es wohl oder übel auf eine Trennung hinauslaufen. Denn je mehr wir darüber diskutieren und je mehr Bilder von ihrer kleinen Nichte ins Haus trudeln, umso schwärzer sehe ich unsere Beziehung. Da wir uns beide in unseren Standpunkten festgefressen haben und davon auch nicht loslassen wollen, wird es wohl über übel das Beste sein.

Nur meine besten Freunde können mich aktuell verstehen, da mich das Thema einfach nur noch fertig macht und wir uns nur noch darüber streiten. Ich bin einfach nicht der Typ dafür, nach der Arbeit nach Hause zu fahren und meinen Kombi in einer Einfahrt vor ein Vorstadthaus mit Frau, zwei Kindern und einem Hund zu parken. Wieso scheint es für alle Menschen immer nur DIESE eine Option zu geben? Aber alleine in einer Wohnung zu sitzen, wo man seine Freiheiten auskosten kann und man sich am Wochenende mit seinen besten Kumpels trifft um Spaß zu haben, ist nicht drin? Ich bitte um Absolution für meine - wahrscheinlich in den meisten Augen - etwas überzogene Reaktion auf die aktuellen Umstände, aber hey: In Zeiten von Gleichberechtigung und Emanzipation der Frau darf man wohl als Mann auch mal etwas über die Stränge schlagen.

Beichthaus.com Beichte #00039491 vom 17.03.2017 um 10:38:52 Uhr in Berlin (Karl-Marx-Straße) (42 Kommentare).

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Mein Schneckenhaus

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Verzweiflung Boshaftigkeit Partnerschaft Berlin

Ich (w) war Einzelkind und stamme aus einer recht intakten Familie. Ich war immer ein ruhiges, etwas schüchternes Kind und tat mir nicht besonders leicht, auf andere zuzugehen. Als ich eingeschult wurde, habe ich mich tierisch auf die Schule gefreut - juhu, eine Gelegenheit, Freunde zu finden, dachte ich in meiner kindlichen Naivität. Es gab dann auch direkt einen Jungen in meiner Klasse, den ich sehr mochte. Natürlich war ich in dem Alter nicht in ihn verliebt, aber ich hatte ihn gern. So gern, dass er der Grund war, wieso ich mich während meiner ersten Sommerferien in der Grundschule richtig auf den Beginn des nächsten Schuljahres freute, weil ich ihn dann wiedersehen konnte. Tja, dummerweise freute er sich nicht auf mich, sondern fragte gleich am ersten Tag nach den Ferien die Lehrerin, ob er möglichst weit weg von mir einen Sitzplatz bekommen könnte. Und er war nicht der Letzte, der so auf mich reagierte. Während meiner ganzen Schullaufbahn versuchte ich Freunde zu finden, strengte mich an, nett und hilfsbereit zu sein, um beliebter zu werden, aber es schien vergebens.

Die anderen nahmen meine Hilfe gern an, wenn sie bequem war und mobbten mich ansonsten gerne auf kreativste Weise. Schubsen, Stehlen von Schulsachen, verstecken von Kleidung nach dem Sportunterricht, Sesselwegziehen, Erfinden von bösartigen Gerüchten, Breittreten jeder kleinsten Peinlichkeit bis hin zu handfesten Prügeleien. Sogar manche Lehrer fanden es witzig, ich musste mir anhören, dass ich mehr über mich selbst lachen können sollte und dass ich viel zu still wäre und die anderen würden es ja nicht böse meinen. Ich bekam auch Sprüche zu hören wie: "Was einen nicht umbringt, macht einen härter." Meine Eltern waren dabei leider auch keine Hilfe. Sie sind im Grunde beide gute Menschen, und ich zweifle nicht daran, dass sie immer nur das Beste für mich wollten, aber beide hatten selbst keine leichte Kindheit und offenbar hat ihnen das die Fähigkeit geraubt, sich in andere hineinzufühlen. Sie hielten mich für übersensibel und meinten nur, ich müsse mich auch mal selbst wehren. Wenn ich das jedoch tat, schafften es meine Mitschüler so gut wie immer, mich als Schuldige hinzustellen und so bekam ich meist den doppelten Ärger. Ich wurde nie ernsthaft körperlich verletzt, schlimmstenfalls war mal eine blutige Nase oder ähnliches dabei, aber steter Tropfen höhlt den Stein, und auch verbale Nadelstiche machen einen mit der Zeit fertig.

Nun, was soll ich sagen? Was einen nicht umbringt, macht einen tatsächlich hart. Ich habe mir einen emotionalen Panzer zugelegt. Heute ist es mir piepegal, was jemand zu mir sagt. Mit mir zu streiten ist kaum möglich, da Beleidigungen nicht mal mehr zu mir durchdringen. Freunde habe ich kaum, und die wenigen, die es gibt, würde ich kaum vermissen, wenn sie nicht mehr da wären. Der Einzige, der einen Weg in mein Schneckenhaus gefunden hat, ist mein Mann, und das nur auf sehr unorthodoxe Weise. Er hat begriffen, dass ich für romantische, sanfte Typen nur Verachtung empfinde. Obwohl er eigentlich ein herzensguter Mensch ist, pflegt er mir gegenüber einen für Außenstehende ruppigen Umgangston, da er weiß, dass er nur so an mich rankommt. Oft habe ich jedoch das Gefühl, dass er selber darunter leidet, mich so behandeln zu müssen, ich denke er wäre lieber ein kuscheliger, liebevoller Typ. Ich möchte an dieser Stelle beichten, dass es mir aufrichtig leidtut, dass ich diesem lieben, süßen Menschen, der mir alles bedeutet, nicht eine bessere Ehefrau bin. Es tut mir leid Schatz, und danke dass du trotzdem schon all die Jahre an meiner Seite bist. Ich arbeite an mir, versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00039489 vom 17.03.2017 um 15:19:20 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Eine richtige Sandkastenliebe

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Feigheit Verzweiflung Partnerschaft Berlin

Meine Frau und ich sind beide 32 Jahre alt. Seit wir 18 sind, sind wir verheiratet. Wir haben zwei Mädchen (Zwillinge), sie sind 16 Jahre alt. Meine Frau und ich kennen uns seit unserer Geburt. Wir kamen am selben Tag im selben Krankenhaus zur Welt. Sie ist allerdings 2.5 Stunden älter als ich. Unsere Eltern teilen sich bis heute ein Doppel-Einfamilien-Haus, da sie schon immer gute Freunde waren. Daher wuchsen wir gemeinsam auf und so lange ich denken kann, waren wir zusammen. Es ist eine richtige Sandkastenliebe. Mit 15 haben wir uns bewusst für ein Kind entschieden. Damals wussten wir ja nicht, dass es gleich zwei werden. Dank der Hilfe unserer Eltern konnten wir beide hin und wieder auch in den Ausgang und unsere Jugend genießen. So konnten wir auch beide studieren und haben eine Ausbildung. Mittlerweile haben wir ein eigenes Unternehmen, das auch recht gut läuft.

So nun zu dem Problem. Meine Frau möchte nochmals von vorne anfangen und möchte noch mehr Kinder. Ich allerdings nicht. Denn jetzt sind die Kinder schon bald aus dem Haus und wir haben wieder mehr Zeit zusammen. Und das ist toll so. Wenn ich daran denke, dass andere Männer noch alles vor sich haben. Aber wie erkläre ich das dem Menschen, mit dem ich schon mein ganzes Leben verbringe?

Beichthaus.com Beichte #00039485 vom 16.03.2017 um 20:55:19 Uhr in Berlin (11 Kommentare).

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Die richtige Motivation für meine Nachhilfeschüler

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Morallosigkeit Dummheit Schule Ruhrgebiet

Als ich (w) etwa 21-22 Jahre alt war, habe ich Nachhilfe für Schüler einer Privatschule gegeben. Ich bin zweisprachig aufgewachsen und spreche deshalb gut Englisch und, durch ein Auslandsjahr in Südamerika, auch gut Spanisch. Die Schüler der Privatschule kamen alle aus reicheren Verhältnissen und die Eltern legten viel Wert auf die Bildung ihrer Sprösslinge. Dementsprechend habe ich relativ viel Geld für die Nachhilfe genommen, was die Eltern aber gerne bezahlt haben, da ihre Jungs auch tatsächlich viel besser wurden in meinen Nachhilfefächern.

Nachhilfe zu nehmen bringt natürlich wenig, wenn die Schüler nicht zu Hause alleine weiter lernen und konsequent Vokabeln lernen etc. Um dem Ganzen ein wenig auf die Sprünge zu helfen, habe ich ein bisschen mit den Jungs geflirtet und ihnen durch die Blume Andeutungen gemacht, dass sie meine Möpse sehen und eventuell sogar anfassen dürfen, wenn sie sich sehr verbessern. Dieser Anreiz wirkte bei den hormongesteuerten Teenies wahre Wunder und alle meine drei Nachhilfeschüler verbesserten sich wirklich merklich.

Meine Möpse habe ich ihnen nicht gezeigt und sie heißgemacht, dass erst die nächste Klausur noch besser ausfallen müsse. Auch das wirkte und die Jungs wurden noch besser und die Eltern bezahlten fröhlich die Kohle. Ich bin dann relativ kurzfristig umgezogen, konnte dadurch keine Nachhilfe mehr geben und habe mein "Versprechen" nicht eingelöst. Aber ich glaube, dass es den Jungs, so wie es gelaufen ist, viel gebracht hat und auch die Eltern stolz waren. Es tut mir leid, dass ich dieses unorthodoxe Mittel gewählt habe und mein Versprechen nicht eingelöst habe. Aber immerhin habe ich im Endeffekt das geliefert, wofür ich auch offiziell bezahlt wurde.

Beichthaus.com Beichte #00039481 vom 16.03.2017 um 16:55:56 Uhr in Ruhrgebiet (19 Kommentare).

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