Besen für die Nachmieter

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Dummheit Peinlichkeit Neugier

Besen für die Nachmieter
Ich möchte hiermit beichten, dass ich bis vor Kurzem absolut doof war. Wir sind vor zwei Monaten umgezogen, und wie das so ist, hatten wir fleißige Helfer, die uns bei den Malerarbeiten in der Wohnung tatkräftig unterstützten. Am Abend, als sich dann alle in einem Zimmer aufhielten und quatschten, fragte ich dann wider besseres Wissen, weshalb man eigentlich in jeder Wohnung, aus der man auszieht, einen Besen hinterlassen muss. Ob das ein Symbol für den Nachmieter sei, dass die Wohnung nun bezugsfertig wäre? Die fragenden Gesichter lösten sich nach einiger Zeit der Verblüffung in schallendes Gelächter, als man aus meiner treudoofen Frage schlau wurde. Aber wie konnte ich denn auch ahnen, dass es "besenrein" und nicht "Besen rein" heißt? Ich glaube, das wird mich noch einige Zeit verfolgen.

Beichthaus.com Beichte #00032066 vom 16.10.2013 um 19:26:27 Uhr (9 Kommentare).

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Der Pfützen-Raser

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Morallosigkeit Waghalsigkeit Engherzigkeit Feigheit Auto & Co.

Ich (m/25) hatte vor ein paar Jahren einen Job, bei dem es gelegentlich auch erforderlich war, mit dem Firmenwagen Botengänge zu erledigen. Der Winter ging gerade zu Ende und recht ordentliche Mengen Schnee tauten, wodurch sich große Mengen Wasser in einer Senke vor der Firma gesammelt hatten. An einem Tag kam mein Chef zu mir - die Spätschicht hatte gerade angefangen - und hat mich damit beauftragt, eine eilige Fahrt zu machen. Also setzte ich mich in den Firmenwagen und in meiner jugendlichen Sorglosigkeit habe ich auch gleich Vollgas gegeben. Deshalb hatte ich auch knapp zwanzig Sachen mehr drauf, als erlaubt, als ich mich der Senke näherte. Leider sah ich dank meiner überhöhten Geschwindigkeit den Rollstuhlfahrer nicht, der sich gerade neben der Pfütze befand. Zum Bremsen war es zu spät, deshalb konnte ich nur noch zusehen, wie sich die Wassermassen unter meinen Reifen aufbäumten und ihn übergossen. Ich weiß nicht, wie kalt das Wasser war, ich vermute, dass es vielleicht fünf Grad waren, aber ich konnte auch nicht anhalten. Die Polizeiwache war nämlich in der Nähe und mit meinem damaligen Drogenkonsum hätte ich mit Sicherheit ein großes Problem gehabt.


Zu meinem Entsetzen konnte ich eine viertel Stunde später, als ich auf dem Rückweg war, sehen, dass sich Polizisten um den armen Mann kümmerten. Leider war die Gefahr, erkannt zu werden, sehr hoch, denn der Firmenparkplatz war vielleicht dreißig Meter entfernt. Also habe ich mich kaltblütig dazu entschlossen, meine Geschwindigkeit einfach unter die erlaubten dreißig Sachen zu senken, und ordentlich am "Ort des Verbrechens" vorbeizufahren. Ich warf einen Blick auf die ganze Sache, was ich zuvor ja nicht konnte und parkte mein Auto dann neben den anderen, baugleichen Firmenwagen. Dann bin ich seelenruhig ins Gebäude geschlendert und habe mir die Sache aus dem Warmen weiter angeschaut. Es ist nur nicht mehr viel passiert - der Rollstuhlfahrer wurde dann noch von einem Krankenwagen abgeholt und sicherlich gut versorgt. Diese Geschichte war leider nur die Spitze meiner "Jugendsünden", aber es tat sehr gut, das niederzuschreiben. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032044 vom 13.10.2013 um 21:46:10 Uhr (7 Kommentare).

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Er ist der Schoßhund meiner Chefin

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Aggression Rache Hass Verzweiflung Kollegen

Mein Arbeitskollege Herr V. ist das reinste Arschloch. Ich (m/22) habe vor sechs Monaten die Arbeitsstelle gewechselt und bin vom Außendienst in den Innendienst der Versicherungsbranche versetzt worden. In meiner neuen Abteilung fühle ich mich auch sehr wohl, wäre […]
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Beichthaus.com Beichte #00031987 vom 02.10.2013 um 13:29:39 Uhr (14 Kommentare).

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Angst vor Horrorfilmen

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Feigheit Peinlichkeit Medien

Ich (w/20) habe riesige Angst vor Horrorfilmen jeder Art. Eine Szene, in der ein Mann mit einer Pistole auf einen anderen zielt, der sich um Kopf und Kragen reden muss, reicht schon aus, damit ich das Weite suche. Ich fühle einfach mit den Schauspielern und kann nicht anders! Ich würde gerne mit meinem Freund einen Horrorfilm oder Ähnliches schauen, ohne ihn andauernd fragen zu müssen, was als Nächstes passiert - so habe ich die Alien-Reihe überstanden. Ich habe nämlich kein Problem, wenn ich genau weiß, was passiert und wen es wann trifft. Kurz gesagt bin ich ein elender Feigling, der noch Angst vor dem Monster unterm Bett hat und keine Spannung verträgt. Es tut mir immer unheimlich leid, dass ich meinem Freund dank meines Verhaltens die Filme verderbe. Aber vielleicht sollte ich auch Videos davon drehen, wie ich einen Horrorfilm schaue, und sie auf einer bekannten Plattform veröffentlichen - dann hätte wenigstens irgendjemand etwas von meiner Angst.

Beichthaus.com Beichte #00031953 vom 26.09.2013 um 22:50:50 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Schärfe ist nur Übungssache

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Peinlichkeit Morallosigkeit Falschheit Ernährung Weinheim

Ich möchte beichten, dass ich meiner Frau seit über drei Jahren etwas ins Essen mische. Mir ist klar, dass sich das sehr krass anhört, aber es ist relativ schnell erklärt. Im Mai 2010 waren wir anlässlich unseres zwanzigsten Hochzeitstages in einem Restaurant essen. Meine Frau kommt aus einem sehr konservativen Elternhaus und wuchs deshalb nur mit typisch deutscher Hausmannskost auf. An besagtem Tag bestand sie jedoch darauf, mit mir ein asiatisches Lokal zu besuchen, welches erst vor Kurzem eröffnet hatte. Das ganze Restaurant machte einen sehr schönen Eindruck. Die Bedienung war sehr freundlich, das Ambiente spitze und auch die Karte wies zahlreiche Delikatessen auf. Mir fiel erst an diesem Abend auf, dass ich mit meiner Frau nie zuvor in einem asiatischen Restaurant war, weshalb ich mich besonders freute, ihr die neue Geschmacksrichtung nahezubringen. Die Vorspeise war vorzüglich, doch als meine Frau einen Bissen des Hauptganges probierte, stand sie perplex auf und rannte zur Toilette. Ich ging ihr hinterher und wartete vor der Tür auf sie, um zu erfragen, ob alles Okay ist. Bis sie dann mit Tränen in den Augen herauskam und sich laut brüllend darüber beschwerte, dass das Chop Suey ja viel zu scharf sei. Es wäre einfach eine Unverschämtheit, jemandem etwas so stark Gewürztes aufzutischen.

Natürlich sahen uns alle im Restaurant komisch an und die Bedienungen standen äußerst gedemütigt an ihrem Platz. Wir wurden den gesamten restlichen Abend misstrauisch angeschaut, und in ihrer Hysterie wollte meine Frau noch nicht einmal zahlen. Als ich dann doch das Geld auf den Tisch legte, zickte sie mich auch noch an und sprach die nächste Stunde kein Wort mehr mit mir. Mir war das alles so peinlich, dass ich ihr seit diesem Abend immer ein wenig Tabasco unter das Essen mische. Ich nutze jede Möglichkeit, um ihr ein wenig der scharfen Chilisoße unterzujubeln. Die Dosis habe ich inzwischen schon derart gesteigert, dass unser Essen mittlerweile schärfer geworden ist, als so manches Thaigericht. Liebling, es tut mir leid, aber das war mir damals einfach nur peinlich. Ich hoffe, du liebst mich immer noch, obwohl ich langsam aber stetig deine Geschmacksknospen verbrenne.

Beichthaus.com Beichte #00031941 vom 23.09.2013 um 20:44:40 Uhr in 69469 Weinheim (20 Kommentare).

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