Schlafraubende Mitbewohner

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Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Rache Falschheit WG Pasewalk

Ich habe wirklich einen sehr anstrengenden Tag und bin froh über jedes bisschen Schlaf, das ich bekommen kann. Mein Mitbewohner macht mir da allerdings gerne einen Strich durch die Rechnung. Er ist ein richtiges Muttersöhnchen und meinte eines Morgens um halb vier, mir meinen Schlaf zu rauben. Da er jedes Wochenende zu seiner Mutter fährt, und sie ihn am Freitagabend dann abholt, muss die Wohnung natürlich total sauber sein. Ich weiß nicht, warum er das macht, denn sie macht für ihn immer den Abwasch und wischt sein Zimmer aus. Aber egal - an dem besagten Morgen drehte er seinen Fernseher extrem laut, ließ seine Zimmertür offen und machte irgendwelche lauten Dinge. Kurzum raubte er mir meinen Schlaf mit knallenden Türen, lautem Rascheln und sogar krachende Geräusche blieben nicht aus. Total entnervt habe ich ihn dann angeschrien, ob er nicht mehr ganz klar im Kopf ist und was das soll. Nachdem er nicht antwortete, war es ganz klar, dass es hier um Schikane ging. Daher habe ich, kurz bevor seine Mama hier eintraf, in seinem Zimmer eine Zigarette angezündet. Es gab einen riesigen Streit und mich verdächtigte sie auch nicht, da jeder weiß, dass ich eigentlich gegen Drogen bin. Der Gesellschaft etwas vorzuspielen ist einfach nicht schwer.

Beichthaus.com Beichte #00032104 vom 25.10.2013 um 06:14:33 Uhr in Pasewalk (6 Kommentare).

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Verräterische Ex-Kollegen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Verrat Kollegen

Ich möchte gerne etwas beichten, allerdings bin ich mir jetzt schon sicher, keine Absolution zu erhalten, da ich selber weiß, wie mies und hinterhältig das war. Es geht um eiskalte Rache. Einer meiner Kollegen erzählte hinter meinem Rücken offenbar sehr viele derbe Sachen über mich, was tatsächlich auch so weit ging, dass mein Chef mir nahelegte, einen anderen Arbeitgeber zu wählen. Dabei hatte ich mir nie etwas zuschulden kommen lassen. Offenbar glaubte man dem besagten Kollegen allerdings mehr als mir, was meinen Ruf ruinierte. Hinzu kam, dass er vor mir immer den netten Kollegen spielte. Dank seiner Lügen wechselte ich noch im selben Jahr meine Arbeitsstelle. Den Kontakt zu meinem Kollegen hielt ich allerdings aufrecht, um mich irgendwann an ihm zu rächen. Und dieser Tag kam tatsächlich. Mein Ex-Kollege rief mich am Abend an und erzählte mir, dass er auf unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub hat. Der Grund: Er belästigte eine Kollegin am Arbeitsplatz mit sexistischen Äußerungen. Und eine ältere Kollegin meldete ihn deshalb. Dieser ungewollte Urlaub diente dazu, von dem Betriebsrat die "Genehmigung" für eine wirksame Kündigung zu erhalten. Sein Job stand also auf der Kippe.


Am Telefon erzählte er mir, er habe seit Wochen Nachrichten jener Kollegin auf sein Handy erhalten, in denen sie ihn offensichtlich anmachte, inklusive freizügiger Fotos. Durch diese Nachrichten erschien natürlich alles in einem anderen Licht. Auf Nachfrage bei einem Anwalt bekam er zu verstehen, dass er durch diese Nachrichten die Kündigung umgehen kann, da die entsprechende Azubine nicht schuldlos war. Mein Ex-Kollege ging also gerichtlich gegen diese Entscheidungen vor - was ich mir zunutze machte, um mich zu rächen. Da wir mittlerweile beinahe ein freundschaftliches Verhältnis pflegten, besuchte ich ihn zwei Wochen vor seinem Gerichtstermin. Als er dann den Raum verließ, nahm ich sein Handy, dessen PIN ich abgeschaut hatte, und stellte es einfach auf den Werkszustand zurück. Ich packte meine Sachen und ging mit einem hämischen "Tschau, viel Spaß und Glück vor Gericht!" Dank der fehlenden Beweise wurde die Kündigung von dem Richter bestätigt und mein werter Ex-Kollege verlor letztendlich seinen Job. Mich plagt noch heute mein schlechtes Gewissen, auch wenn er nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache war. Ich finde es im Nachhinein nicht richtig, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen, obwohl es mir sehr leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00032091 vom 22.10.2013 um 13:41:59 Uhr (19 Kommentare).

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Der Sprung von der Klippe

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Hochmut Waghalsigkeit Zwang Blender

Ich muss gestehen, dass ich immer, wenn ich an einem Abgrund stehe, drauf und dran bin, zu springen. Und das, obwohl es mir eigentlich ganz gut geht. Es ist nicht die Angst zu fallen, es ist der Gedanke, dass ich wirklich springen könnte, wenn ich wollte. Ich weiß nicht, ob ich ganz klar im Kopf bin, aber das Gefühl, an einer Klippe zu stehen und zu wissen, dass ich könnte, wenn ich wollte, löst in mir ein unbeschreibliches Gefühl aus. Es gab sogar mal eine Situation, in der ich tatsächlich kurz davor war. Adrenalin? Ich bin 35, arbeite in einer Führungsposition und habe Frau und Kind. Deshalb verstehe ich diese Gedanken erst recht nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032089 vom 22.10.2013 um 11:08:23 Uhr in Blender (21 Kommentare).

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Der Verlust meines Kindes

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Verzweiflung Feigheit Kinder

Ich wurde 1964 in einem kleinen Dorf in der Eifel geboren und bin mit meinen zwei kleinen Brüdern unter einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Eltern waren hart arbeitende Menschen, die mir schon früh viel Verantwortung übertragen haben, weil sie aufgrund ihrer Arbeit oft nicht die nötige Zeit hatten, sich um meine jüngeren Geschwister zu kümmern. Im Prinzip kümmerte ich mich um fast alles - den Haushalt, meine Geschwister. Ich sah das auch als ganz selbstverständlich an und habe mich nie darüber beschwert. Erst, als ich 13 der 14 wurde und langsam bemerkte, dass mir kaum Zeit für etwas anderes blieb, wollte ich diese Pflichten nicht mehr erfüllen. Ich fand, dass meine Geschwister jetzt alt genug und in der Lage waren, etwas selbstständiger zu werden. Denn ich wollte machen, was andere in meinem Alter auch taten - meine Eltern brachten dafür allerdings kein Verständnis auf, sie beharrten darauf, dass ich mich weiterhin auf die Schule und meine Pflichten konzentrierte. Doch wie das so ist, hatte ich allmählich keine Lust mehr, ständig zu verzichten und schlich mich nicht nur nachts aus dem Haus, sondern traf mich auch tagsüber unter verschiedenen Vorwänden mit meinen Freunden. Meine Noten waren gut und ich hatte tatsächlich Spaß an der Schule. Hätten meine Eltern Wind davon bekommen, hätten sie mir mit Sicherheit die Hölle heißgemacht!

Ich schloss meine Schule irgendwann mit einem sehr guten Notendurchschnitt ab und begann eine Ausbildung zu Schneiderin. Dort lernte ich auch Hans kennen (den Namen habe ich geändert). Er wollte in unserem kleinen Geschäft ein paar Hosen umgenäht bekommen. Hans war mir auf Anhieb sympathisch, wir verstanden uns blendend und ich dachte, er müsste meinen Eltern ebenso gefallen. Er war schon 18, ich damals knapp 16, Hans arbeitete als Schlosser in einem Betrieb in der nächsten Kleinstadt und hatte äußerst gute Manieren! Doch ich hatte mich getäuscht, meine Eltern waren strikt dagegen, dass ich in meinem Alter schon einen Freund hatte und verboten mir den Kontakt zu ihm, bevor sie ihn überhaupt kennenlernten. Ich kannte Verbote ja schon zur Genüge und hatte mich damit abgefunden - deshalb sah ich Hans eben auch wieder heimlich. Ich war verliebt bis über beide Ohren, jedoch muss ich zugeben, litt unsere erst eingegangene Beziehung sehr unter diesen Heimlichkeiten. Und eines Tages kam es, wie es kommen musste: Mein Vater erwischte uns beide und ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben eine gehörige Tracht Prügel. Meine Eltern waren bitter enttäuscht, ich habe Hans daraufhin nie wieder gesehen und weiß nur, dass er später ein anderes Mädchen geheiratet hat. Als ob das für mich nicht schon schlimm genug wäre, stellte ich fest, dass meine Periode ausgeblieben war. Ich hatte höllische Panik, denn tief im Inneren wusste ich, was los war: Ich war schwanger! Lange verdrängte ich, dass unter meinem Herzen ein Kind wuchs, versteckte meinen immer größer werdenden Bauch und wusste dennoch, dass ich keine andere Wahl hatte, als es endlich meinen Eltern zu beichten, wenngleich sie mich dafür ewig hassen und als Schande der Familie ansehen würden. Irgendwann rückte ich dann aber mit der Sprache raus. Vater wurde leichenblass, Mutter fing an zu weinen und brachte keinen Ton heraus. Schnell war beschlossen, dass ich abtreiben und niemals ein Wort darüber verlieren sollte! Ich beugte mich der Entscheidung, doch als meine Mutter mich am nächsten Tag zum Frauenarzt brachte, kam der nächste Schock, ich konnte nicht mehr abtreiben. Zu Hause war danach im wahrsten Sinne des Wortes wirklich die Hölle los. Obwohl ich schwanger war, setzte es erneut Prügel von meinem wütenden Vater, viel mehr als um mich war er um das Ansehen unserer Familie besorgt. Ein minderjähriges Mädchen, schwanger und vom Kindsvater getrennt - damit hatte ich das Schlimmste getan, was man nur tun konnte. So schickten mich meine Eltern zu meiner Tante nach Köln, wo ich das Kind austragen und zur Adoption freigeben sollte. Meine Tante war eine garstige, ebenfalls sehr strenge Frau, die wenig Rücksicht auf mich nahm und mich jederzeit wissen ließ, was für eine verdorbene Hure ich sei. Ihr könnt mir glauben, dass ich in dieser Zeit mehr als oft an Selbstmord oder ans Weglaufen gedacht habe, doch ich musste mich ja fügen. Ich liebte dieses Kind in meinem Bauch über alles, aber was für ein aussichtsloses Leben hätte es bei mir gehabt? Ich malte mir dennoch aus, wie es bei mir aufwachsen und leben würde. Oder dass ich es eines Tages wieder zu mir holen würde. Unter stundenlangen Schmerzen und völlig allein brachte ich im November 1981, kurz vor meinem 17. Geburtstag eine Tochter zur Welt, ich gab ihr den Namen Isabell. Die Hebamme hat mir mein Kind nicht gezeigt, sondern es sofort mitgenommen. Alles, was mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, ist ihr Schreien, das ich nie vergessen werde.

Der Schmerz und die Traurigkeit, die Wut auf meine Eltern, die Hilflosigkeit und die Leere - alles das hält bis heute an, nun bin ich knapp 50 Jahre alt und habe nie verkraftet, dass meine kleine Isabell niemals bei mir aufwachsen konnte. Ich habe zwar meine Ausbildung nach der Geburt beendet und versucht, wieder auf die Beine zu kommen, wie man so schön sagt, aber es ist mir nie gelungen. Ich habe mich viele Jahre lang zurückgezogen und mit niemandem über den Verlust gesprochen, bin mit meinem Schmerz allein geblieben und habe auch niemals mehr ein normales Verhältnis zu meinen Eltern aufbauen können. Mein Vater ist letztes Jahr verstorben, meine Mutter lebt in einem Altenheim, sie leidet an Demenz. Ich habe ihnen oft genug gesagt, dass sie mein Leben zerstört haben, aber das hat nichts wieder gut gemacht. Sie blieben bei ihrer Meinung, dass es zur damaligen Zeit und unter den Umständen eben nicht anders gegangen wäre. Jeden Tag frage ich mich, wie Isabell aussieht, wie es ihr geht, wie sie aufgewachsen ist, was aus ihr geworden ist, doch ich hatte nie die Kraft, mich auf die Suche nach ihr zu machen. Ich bin seit einiger Zeit in therapeutischer Behandlung, denn so kann es nicht weitergehen, zuletzt habe ich bis zu drei Flaschen Schnaps täglich getrunken. Vielleicht erfüllt sich eines Tages mein größter Wunsch: dass ich Isabell oder wie immer meine Tochter heißen mag, kennenlerne, in die Arme schließen und sie mir verzeihen kann.

Zu meinen Brüdern habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis, sie stehen hinter mir und unterstützen mich, wollen mir sogar helfen, Isabell zu finden. Ich gebe diese Hoffnung nicht auf, denn mein ganzes Leben, die ganzen letzten 32 Jahre habe ich immer und immer wieder an mein Kind gedacht! Ihr werdet mich vielleicht dafür verurteilen und euch fragen, warum ich damals, als ich noch schwanger war, nicht wirklich weggelaufen bin. Warum ich Isabell nicht schon viel eher gesucht habe. Ich muss zugeben, ich war viel zu feige und hatte einfach nur Angst, ich wusste nicht, wo ich hin sollte und stand immer unter dem Druck meiner Eltern, aber genau diese Vorwürfe mache ich mir seit Isabells Geburt, die sich nun bald 33 Jahre jährt. Hans, Isabells Vater, habe ich ja auch nie wieder gesehen, dabei hätte er vielleicht auch das Recht, von ihr zu wissen. Ich bitte nicht um Absolution, denn was passiert ist, werde ich mir selbst nie verzeihen können, obwohl das ein Ziel meiner Therapie ist. Ich möchte nur allen werdenden Müttern da draußen, die daran denken, ihr Kind wegzugeben, sagen: tut es nicht, wenn ihr die Möglichkeit habt, Hilfe seitens der Behörden, Beratungsstellen, Freunde oder der Familie zu erhalten. Egal, wie schwierig es manchmal erscheint - nichts und niemand ist es wert, sein Kind wegzugeben! Ich würde heute alles Erdenkliche dafür tun, könnte ich die Zeit zurückdrehen.

Beichthaus.com Beichte #00032075 vom 20.10.2013 um 17:30:20 Uhr (24 Kommentare).

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Besen für die Nachmieter

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Dummheit Peinlichkeit Neugier

Besen für die Nachmieter
Ich möchte hiermit beichten, dass ich bis vor Kurzem absolut doof war. Wir sind vor zwei Monaten umgezogen, und wie das so ist, hatten wir fleißige Helfer, die uns bei den Malerarbeiten in der Wohnung tatkräftig unterstützten. Am Abend, als sich dann alle in einem Zimmer aufhielten und quatschten, fragte ich dann wider besseres Wissen, weshalb man eigentlich in jeder Wohnung, aus der man auszieht, einen Besen hinterlassen muss. Ob das ein Symbol für den Nachmieter sei, dass die Wohnung nun bezugsfertig wäre? Die fragenden Gesichter lösten sich nach einiger Zeit der Verblüffung in schallendes Gelächter, als man aus meiner treudoofen Frage schlau wurde. Aber wie konnte ich denn auch ahnen, dass es "besenrein" und nicht "Besen rein" heißt? Ich glaube, das wird mich noch einige Zeit verfolgen.

Beichthaus.com Beichte #00032066 vom 16.10.2013 um 19:26:27 Uhr (9 Kommentare).

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