In der Erziehung versagt

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Verzweiflung Kinder

Ich (w/34) wuchs mit sehr strengen Eltern, vielen Verboten und Schlägen auf, sodass ich es bei meinen eigenen Kindern von je her anders machen wollte. Mein Ex-Mann und ich haben unseren Sohn, der heute 12 ist, die ersten Jahre zusammen groß gezogen, bis sich mein Ex leider wegen einer anderen Frau trennte. Aus Rücksicht und vielleicht auch falscher Nachsicht glaubte ich, meinen Sohn schonen zu müssen und ließ ihm zu viele Dinge durchgehen, die ich normalerweise nicht erlaubt hätte. Mein Sohn merkte, dass ich mich allein nicht durchsetzen konnte und er ohne Vater im Haus machen kann, was er will. Ich schaffte es nie, wirklich konsequent zu sein und brachte Verbote oder Schimpftiraden immer mit meiner eigenen weniger behüteten Kindheit in Verbindung und versuchte es weiterhin mit Toleranz, Gutem zureden und erntete doch nur mehr und mehr Respektlosigkeit, die mein Sohn nicht nur mir entgegenbringt, sondern mittlerweile auch Klassenkameraden und Lehrern, er hält sich an so gut wie keine Regeln mehr.
Mein Ex-Mann und meine Eltern machen mir zu recht Vorwürfe, dass ich in der Erziehung total versagt und alles falsch gemacht habe. Das stimmt leider, aber was ich auch versuche, mein Sohn nimmt mich gar nicht mehr ernst. Ich habe mir immer gewünscht, dass mein Kind stolz auf mich, die coole, lockere Mutter ist, mit der er über alles reden und eine Menge Spaß haben kann. Stattdessen komme ich nicht mehr an ihn heran und habe Angst, wie es weitergehen soll, wenn er mir völlig entgleitet. Es tut mir wirklich unglaublich leid, dass ich so eine schlechte Mutter bin. Aber was auch passiert, ich werde niemals die Hand gegen mein Kind erheben so wie meine Eltern damals bei mir, niemals!

Beichthaus.com Beichte #00032817 vom 03.03.2014 um 21:20:27 Uhr (33 Kommentare).

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Das Regime des Heizungsnazis

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Engherzigkeit Geiz Verschwendung

Ich (m/28) möchte beichten. Ich bin in einem kalten Elternhaus aufgewachsen. Nicht gefühlsmäßig, aber was die Raumtemperatur angeht. Es fing alles damit an, dass sich meine Eltern den Traum von den eigenen 4 Wänden erfüllt haben. An der Wohnfläche wurde nicht gespart, dafür aber kräftig an der Heizung. Anfangs natürlich, weil ein großer Schuldenberg auf dem Haus lag. Mein Vater, von mir liebevoll Heizungsnazi genannt, verschoss sich aber irgendwann so dermaßen auf die Heizkostenabrechnung, dass bei uns auch ohne Schulden permanent Kälte herrschte. Und ich rede dabei nicht davon, dass ich nicht im Winter mit kurzen Hosen durchs Haus rennen konnte, sondern das bei uns schlichtweg immer kalt war. Freunde sind nur sehr ungern zu mir gekommen und haben mir auch offen gesagt, dass es ihnen bei mir zu kalt ist. Es gab keinen Winter, in dem ich nicht vier bis fünf Mal Halsschmerzen hatte und sobald das Thermometer im Februar/März an einem sonnigen Tag in der Mittagszeit mal auf 10 Grad kletterte, war die Heizung bis zum nächsten November oder Schneefall aus. Da interessierte es auch nicht, dass die nächsten Wochen wieder Frost und Minusgrade angesagt waren. Vor einigen Jahren kam im TV ein Heizungsexperiment, bei dem eine Familie mehrere Tage lang bei niedriger Raumtemperatur leben sollte. Bereits bei 20 Grad war das Stöhnen groß, als es dann auf die 18 Grad ging, hat die Familie nach 1 Tag abgebrochen. Um das Ganze zu veranschaulichen, bei uns herrschte gerade mal im Wohn- und Schlafzimmer 17/18 Grad, die restlichen Räume waren irgendwo bei 15/16 Grad. Für ein paar Tage vielleicht Okay, aber nicht wenn man über Jahre in solchen Verhältnissen lebt. Meine Beichte? Seit ich ausgezogen bin, herrschen bei mir permanent 24 Grad und kurze Hose. Vielleicht kommt es mir nur so vor aber ich finde mein Heizungsverhalten ziemlich dekadent, schließlich könnte ich auch problemlos mit einer Jogginghose durchs Haus laufen. Ich habe jedoch seit meiner Kindheit davon geträumt morgens ins Bad laufen und mich anziehen zu können, ohne dabei jämmerlich zu frieren.

Beichthaus.com Beichte #00032815 vom 03.03.2014 um 23:40:55 Uhr (20 Kommentare).

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“35.000

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Todesstoß für unsere Freundschaft

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Trunksucht Dummheit Last Night

Ich glaube, ich habe heute einen sehr großen Fehler gemacht und der Freundschaft zu meiner besten Freundin endgültig den Todesstoß versetzt. Seit sie mit ihrem neuen Freund zusammen ist, hat sie kaum noch Zeit für mich und hängt lieber mit ihm und seiner Clique rum als mit mir. Wir haben uns schon viel deswegen gestritten und sind leider nicht mehr so innig wie früher. Nachdem sie mir mal wieder einen Korb gegeben hat, weil sie angeblich keine Zeit hat, beschloss ich enttäuscht, mit ein paar anderen Mädels zum Karneval zu gehen und einfach mal den ganzen Stress zu vergessen. Ich vertrage nicht sonderlich viel Alkohol und ließ mich nach ein paar Gläsern Sekt dazu hinreisen, einer von den Mädels mein Leid zu klagen und berichtete ihr ausführlich, was alles vorgefallen war und wie sehr es mich ankotzt, dass mich meine beste Freundin so hängen lässt. Ich steigerte mich richtig rein, begann auch zu lästern und sagte, dass ich ihr nichts Gutes mehr gönne. Prompt tippt mich jemand von hinten an - und meine beste Freundin steht in dem ganzen Getümmel urplötzlich vor mir! Sie wollte mich spontan überraschen, sagte kurzerhand die Verabredung mit ihrem Freund ab und suchte mich in der Stadt, obwohl sie Karneval eigentlich nicht mag. Sie hatte meine Lästereien aber dummerweise mitbekommen und war sehr sauer. Ich konnte nichts mehr machen, sie sagte mir, dass ich eine verlogene miese Kuh sei, sie mich nie wieder sehen will und ließ mich stehen. Die Party war damit für mich gelaufen. Ich habe ihr mehrere Entschuldigungs-SMS geschrieben und versucht sie anzurufen, sie ignoriert mich konsequent. Zu allem Übel weiß ich, dass ich morgen auch noch einen dicken Kater haben werde, aber was ist das schon im Gegensatz zu einer kaputten Freundschaft? Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032814 vom 03.03.2014 um 22:04:44 Uhr (11 Kommentare).

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Wenn die Eltern viel zu alt sind

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Engherzigkeit Selbstsucht Familie

Meine Eltern haben die ersten Jahre ihrer Ehe genutzt, um Karriere zu machen und viel zu verreisen. Dann entschieden sie sich aber im letzten Moment doch noch für ein Kind, bevor die biologische Uhr für immer aufhört zu ticken und so bin ich (m/22) entstanden. Zum Zeitpunkt meiner Zeugung waren meine Eltern bereits Mitte und Ende 40 und genau das ist mein Problem, denn inzwischen naht schon der 70. Geburtstag meines Vaters. Ich empfand es nie als besonders toll, so "alte" Eltern zu haben, bei denen andere stets dachten, sie wären meine Großeltern. Sicher hatten beide viel Zeit für mich und waren in gewissen Dingen auch gelassener, aber mir macht es wirklich zu schaffen, dass ich jetzt schon mitbekomme, wie beide gesundheitlich angeschlagen sind und mein Vater sich sogar schon um Sachen wie ein Pflegeheim oder das Testament kümmert. Manchmal finde ich es von meinen Eltern sehr egoistisch, damals unbedingt noch ein Kind zeugen zu wollen, obwohl sie ja nicht mehr die Jüngsten waren. Ich hätte mir Geschwister gewünscht oder würde in Zukunft gerne erleben, wie meine Kinder mit den Großeltern aufwachsen. Ich gebe zu, auch Verlustängste zu entwickeln, weil ich mich mit der Tatsache abfinden muss, dass meine Eltern in 20 Jahren eventuell nicht mehr da sind. Dann bin ich gerade mal vierzig Jahre alt. Auch können sie sich für meine Interessen nicht mehr unbedingt begeistern und leben wie die typisch deutschen Durchschnitts-Rentner. Ich liebe meine Eltern, aber insgeheim werfe ich ihnen schon vor, damals egoistisch gehandelt zu haben. Ich wünschte, sie hätten mich entweder schon mit Anfang 20 bekommen oder gar nicht! Und ich kann auch keinesfalls nachvollziehen, wie manch andere Väter mit 60 oder 70 noch mal Vater werden. Denkt denn niemand an uns Kinder? Es tut mir leid, dass ich so undankbar bin.

Beichthaus.com Beichte #00032811 vom 03.03.2014 um 02:46:12 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Entwendeter Pfandbon

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Habgier Peinlichkeit Diebstahl Schiltberg

Ich habe heute einen Pfandbon in Höhe von 10,50 Euro am Automaten gefunden und mitgenommen. Ich habe mitbekommen, dass ihn jemand sucht, habe aber trotzdem nichts gesagt, denn ich hatte den Gedanken, ihn beim nächsten Einkauf abzugeben. Dann wurde ich jedoch vom Personal angesprochen, ob ich ihn hätte. Ich bekomme das nicht mehr aus dem Kopf, weil ich sonst ein ehrlicher Mensch bin und noch nie etwas geklaut habe. Ich habe mich dann bei der Person entschuldigt, doch meine Schuld tilgt das nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032810 vom 03.03.2014 um 13:25:03 Uhr in Schiltberg (12 Kommentare).

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