Aushilfe ohne Arbeit

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Faulheit Trägheit Arbeit

Ich arbeite zurzeit auf 400-Euro-Basis in einem Baumarkt. Es ist echt beschissen, die meiste Zeit gibt es nichts zu tun und die Vorgesetzten zeigen sich uns genauso wenig wie den Kunden - wahrscheinlich kennt ihr das. Zeigen sie sich dann doch mal, wissen sie oft auch nicht, was wir erledigen könnten, dann heißt es halt putzen, auch wenn man schon am Vortag alles durchgefegt hat. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, derartige Aufträge schlampig durchzuführen, damit ich später noch einmal die gleiche Stelle schrubben kann und mich nicht langweilen muss, außerdem erledige ich alles extrem umständlich, damit es möglichst lange dauert, denn irgendwie muss ich ja die Zeit rumkriegen. Oft laufe ich auch einfach rum und reiße Stücke von Verpackungen ab, die ich dann in die Müllpresse werfe, was wieder etwas Zeit verschlingt und wenn ich es gar nicht mehr aushalte, setze ich mich für eine Viertelstunde auf das Klo und ruhe meine Füße aus. Den anderen Aushilfen geht es übrigens genauso, nicht dass ihr jetzt denkt, ich würde mich vor der Arbeit drücken. Ich würde liebend gerne arbeiten, aber diese Trottel haben einfach zu viele Aushilfen eingestellt und dann auch noch festgelegt, dass sie in den ihnen zugewiesenen Abteilungen bleiben müssen und nicht einfach da eingesetzt werden können, wo sie gebraucht werden.

Beichthaus.com Beichte #00024721 vom 11.09.2008 um 18:55:21 Uhr (8 Kommentare).

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Nickerchen im Wandschrank

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Trunksucht Trägheit Peinlichkeit Kinder Arbeit

Neulich habe ich mal wieder so richtig auf die Kacke gehauen - mit allen Schikanen. Das Problem war nur: Am nächsten Tag musste ich arbeiten. Als ich dann nach dem Mittagessen wirklich fast vom Stuhl gefallen bin, habe ich beschlossen, dass ich jetzt schlafen muss. Großartige Idee! Zum Glück habe ich ein Büro für mich allein. Also Türe zu und - aber den Kopf einfach so auf den Schreibtisch legen ist ja auch kacke. Da kam mir die geniale Idee, es mir in dem großen Wandschrank gemütlich zu machen. Der hatte links unten ein etwas größeres Fach. Nicht gerade das Hilton, aber ich war so im Eimer, das war mir so etwas von egal. Ich habe nur noch den Sandmann gesehen, wie er mir zuwinkte und bestätigend mit dem Kopf nickte. Also ab geht es: Ein paar Regalfächer raus, schön unten reingesetzt und zusammengekauert. Beim Schäfchen zählen kam ich nicht einmal mehr bis drei. Während ich friedlich in meinem Himmelbett schlief, ging es in der Firma gut ab. Alle suchten mich. Aber nicht, weil ich sonst immer so wichtig bin. Nein, bei Gott nicht. Sondern weil ich einen kleinen Vorstellungs-Vortrag über unsere Firma vor Sechst-Klässlern halten sollte.

Normalerweise brauche ich zum Vorbereiten für so etwas zwei, drei Stunden. Tja die verbrachte ich gerade im Wandschrank meines Büros. Nachdem unsere Sekretärin anscheinend zum fünften Mal in meinem Büro vorbeisah, brachte sie einfach die knapp 20 Kinder mit herein und sagte, sie sollen hier warten, sie schaue, was sie machen kann. Irgendein Kind, dieses Drecksbalg hat mich dann schnarchen gehört und die Tür einen Spalt aufgemacht. Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, ahnungslos aufzuwachen und dann ca. 15 kreischende Mädels zu sehen, die einem das Trommelfell schier zum Zerbersten bringen? Schlussendlich hat mein Kollege den Vortrag gehalten, dafür musste ich eine Woche jeden Tag für ihn Überstunden machen. Abmahnung, aber den Job hab ich immer noch! Hach ich liebe Kinder!

Beichthaus.com Beichte #00024702 vom 09.09.2008 um 23:08:50 Uhr (43 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Vom Arbeitstier zum Faulenzer

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Faulheit Trägheit Verzweiflung

Bisher war ich (m/32) immer auf der Sonnseite des Lebens. Ich bin voll und ganz in meinem Beruf aufgegangen. Die Folge waren Beförderungen und mehrere Umzüge. Ich entfernte mich so immer mehr von Familie und Freundeskreis. Nach acht gemeinsamen Jahren hatte meine Freundin die Nase voll und zog nicht mehr mit, was dann letztendlich auch die Beziehung zum Scheitern brachte. Nach dem Trennungsschmerz stellte ich dann fest, dass ich außer meinem Job nichts mehr hatte. Ich überlegte lange hin und her, was ich dagegen tun könnte. Aber irgendwie fehlten mir immer die Ideen und auch die Motivation mit meiner knappen Freizeit was Sinnvolles anzufangen. Die Lösung schien mir einfach und ich kündigte meinen Job. Mein Chef bot mir daraufhin eine saftige Gehaltserhöhung. Dieses Angebot nahm ich zunächst an, jedoch in den folgenden drei Monaten kam ich auch keinen Schritt weiter und kündigte wieder. Jetzt sitze ich bereits seit etwas mehr als einem Monat untätig zu Hause.

Ich glotze Fernsehen, höre Musik, surfe im Internet und lebe so in den Tag hinein. Statt mich um Angelegenheiten wie Krankenversicherung zu kümmern, rechne ich lieber, wie lange ich mit meinen Ersparnissen durchkommen kann und was der Verkauf des Autos einbringen würde. Ich beichte nun, dass ich mich innerhalb kürzester Zeit vom Arbeitstier zum trägen Faulenzer verwandelt habe. Aber irgendwie bin jetzt auch nicht glücklich. Irgendwie hatte ich mir das ganz anders vorgestellt. Es war wahrscheinlich sehr dumm von mir, meinen guten Job für dieses Schnapsidee aufzugeben und jetzt kann ich nicht mal mehr den Job für meine Unzufriedenheit verantwortlich machen. Ein Teufelskreis!

Beichthaus.com Beichte #00024699 vom 09.09.2008 um 22:02:25 Uhr (13 Kommentare).

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Der Meister der Tarnung

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Trägheit Stolz Ungerechtigkeit

Mein Einkommen ist unverschämt hoch und spiegelt in keinster Weise meine berufliche Leistung wider. Zufall und verdammt viel Glück haben mich so hochgespült. Von Anfang an konnte ich beruflich eigentlich nie die in mich gesteckten Erwartungen erfüllen, es ging trotzdem immer weiter nach oben. Mir wurden all diese Dinge quasi auf dem Tablett serviert. Ich musste nur noch zugreifen. Dabei leben ich weder vom Erbe meiner Eltern, noch verfügte ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn über Referenzen, Verbindungen, Erfahrungen oder Beziehungen. Es lief einfach alles von alleine. Ich konnte mich gegen meinen beruflichen Aufstieg und Erfolg nicht wehren. Warum auch? Innerhalb eines Jahres habe ich mit damals 28 Jahren eine große, erfolgreiche Abteilung bekommen, einen fetten, nigelnagelneuen 5er BMW mit Vollausstattung als Firmenwagen, konnte mir ein großes Haus kaufen und habe dreimal pro Jahr fett Urlaub in den Traumregionen dieser Welt gemacht. Ich will hier auch gar nichtrumposen, von wegen was für ein geiler Macker ich bin und alle für mich arbeiten lasse usw. Denn so ist es nicht. Die Abteilung läuft von selbst. Geleitet wird sie eigentlich nur durch die grundsätzlichen Firmendirektiven an die sich alle Mitarbeiter halten und von zwei meiner Assistenten, die sich deswegen schon längst nicht mehr mit mir absprechen. Kurios auch, dass mein Rat gerne gehört wird und ich in viele Sondergremien und sogenannten Arbeitsgruppen gebeten werde und man mich als absoluten Gewinn in einer solchen Runde empfindet. Dort sind die Schamgefühle besonders schlimm. Denn es ist so, dass ich schon so wahnsinnig lange keine meiner angelernten bzw. studierten Fähigkeiten eingesetzt habe, dass ich sie alle wieder verlernt und vergessen habe. Ich kann fast gar nichts mehr. Neulich hätte ich auf das gesamte Repertoire zurückgreifen müssen und habe kläglich versagt. Ich konnte es aber überspielen in dem ich auf Allgemeinplätze umschwenkte und lockere Witzchen im Plauderton in die Runde warf. Ich bin nach wie vor ein Meister der Tarnung und des Vertuschens. Ich schäme mich. Aufgrund meiner Position werde ich auch nicht in Frage gestellt. Ich bin totunglücklich über diese Situation, bin aber inzwischen geistig so gelähmt und verblödet, dass ich mich keinen Meter mehr bewegen kann. Ich wüsste 1000 Dinge die ich machen könnte, damit es mir besser geht, ich noch mehr Provision bekomme und es der Firma helfen könnte. Aber ich tue nichts dergleichen. Meine Bequemlichkeit und Faulheit hat die Oberhand gewonnen. Mein größtes Problem jeden Tag ist womit ich meinen Stundenzettel füllen soll. Ein Stundenzettelsystem, dass ich selbst zur Erzielung von mehr Effizienz entwickelt habe und in der kompletten Firma genutzt wird. Da ich nichts mache tagsüber muss ich mir immer etwas aus den Fingern saugen. Größtenteils schreibe ich die Stundenzettel meiner Assistenten ab. Ich sehe ganz klar, wie das alles mit großen Schritten einem katastrophalen Fiasko entgegen geht, aber ich kann bzw. will da nicht gegensteuern. Leuten mit ähnlichen Problem rate ich, sie sollen endlich mal über ihren Schatten springen und den Arsch hochkriegen. Ich bin kein Kiffer, trinke wenig Alkohol und treibe regelmäßig Sport. Ich selber bin aber total platt und befinde mich im Zustand der geisten Stase. Wie lange soll das noch gutgehen? Ich könnte ja auch nicht woanders arbeiten. Dafür kann ich inzwischen viel zu wenig. Jeder Uni-Absolvent würde mich outperformen. Teufelskreis!

Beichthaus.com Beichte #00024654 vom 03.09.2008 um 17:05:10 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Geschäftsreisen sind scheiße

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Falschheit Trägheit Peinlichkeit Arbeit

Ich beichte, dass ich Geschäftsreisen hasse, weil ich mich einfach komplett unwohl fühle. Ich glaube das liegt daran, dass ich weiblich bin, in einer Männderdomäne arbeite und noch dazu jedes Mal mit Abstand die Jüngste auf irgendwelchen Konferenzen bin. Es ist immer dasselbe: tagsüber Meetings, ein bisschen Small Talk, und so eben. Abends muss ich dann mit diesen alten Säcken an der Hotelbar hocken und mir irgendwelche Geschichten von vor meiner Existenz anhören. Ich kann und will da einfach nicht mitreden.

Manchmal, wenn ich daran denke, muss ich vor mich hin lachen, weil ich privat nun mal total anders bin. Da gehe ich auf Boybandkonzerte, übernachte auf Reisen im Hostel im Sechsmannzimmer statt im 600-Euro-Zimmer auf Geschäftsreisen und kleide mich wie der letzte Assi. Erst gestern hat mir ein Chef erzählt, dass eine von meinen Reisen gecancelt wurde, weil bei uns in der Firma alle viel zu oft reisen und das nun eben zu teuer ist. Ihm war das sichtlich peinlich, während das für mich der beste Tag überhaupt war.

Beichthaus.com Beichte #00024618 vom 29.08.2008 um 16:41:49 Uhr (7 Kommentare).

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