Im Studentenwohnheim ist es ekelhaft!

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Ekel Faulheit Unreinlichkeit Studentenleben

Ich (w/18) wohne in einem Studentenwohnheim in einer Großstadt. Die Miete ist zwar sehr billig, aber das Wohnheim ist total verratzt. Als ich das erste Mal in der Gemeinschaftsküche gegessen habe, ist mir total der Appetit vergangen. Der ganze Tisch hat geklebt und überall war Schmutz! Als nach zwei Tagen immer noch niemand sauber gemacht hat, habe ich mir einen Lappen genommen und über den Tisch gewischt, obwohl das gar nicht mein Dreck war. So ekelhaft sieht es so ziemlich überall in diesem Haus aus. Vorgestern habe ich auf der Toilette Kotspuren an der Wand entdeckt. Wie ekelhaft ist das denn bitte? So viel zu der Hygienesituation. Heute Abend wollte ich duschen. Die Duschen muss man sich so vorstellen, dass das einzelne Kabinen sind, die Umkleidekabinen in Bekleidungsläden ähneln oder in Schwimmbädern. Pro Kabine also eine Dusche, wobei vor den Duschen keine Vorhänge sind, der Boden der Kabine wird beim Duschen also nass. Damit das Wasser ablaufen kann, ist im Boden ein großer Abfluss mit einem Gitter davor eingelassen. Als ich mir heute die Kabinen anschaute, traf mich fast der Schlag.


Die Böden sind immer dreckig, aber heute sahen sie so aus, als ob jemand vorher im Wald gewesen, sich auf den Boden gewälzt und die ganze Scheiße in der Kabine verteilt hätte. Obendrein natürlich noch alles angefeuchtet bzw. teilweise in kleinen Pfützen schwimmend. Aber was sollte ich machen, ich musste ja duschen. Zum Glück hatte ich Badelatschen. Als ich in der Dusche stand, kam mir die Idee, ich könnte die Duschbrause nehmen, das Wasser über den Boden laufen lassen und so den Dreck mit dem Schmutzwasser zu den Abflüssen lenken. Dabei ging es mir ehrlich gesagt nur um mein eigenes Sauberkeitsempfinden, ich wollte das nicht wegmachen, damit die anderen oder wir alle es sauberer haben. Ich habe also reichlich Wasser drüberlaufen lassen, aber Moment: Das Wasser lief nicht ab! Es hatte sich in der ganzen Kabine (andere Bereiche blieben verschont) eine riesige Pfütze mit dem Dreck gebildet. Ich habe dann zu Ende geduscht und bin einfach aus der Kabine raus.


Es tut mir leid für denjenigen, der meine Dreckwasserpfütze aufwischen muss und ich habe ehrlich gesagt Angst, dass sich da jetzt Schimmel bildet. Ich überlege, morgen zum Hausmeister zu gehen und wegen des Abflusses Bescheid zu geben. Vielleicht mache ich es aber doch nicht, weil ich mich nicht traue. Nachher kommt raus, dass ich das war. Wie gesagt, es tut mir leid, aber ich will es nicht wegmachen, weil ich es erstens eklig finde und weil ich auch ganz einfach nicht einsehe, den Dreck der anderen wegzumachen. Das ist einfach alles so eklig! Hätte mein Vorgänger sich nicht so wie ein Schwein benommen, wäre das überhaupt nicht passiert. Andererseits hätte ich natürlich auch mal früher gucken können, ob das Wasser abläuft und es ist ja eigentlich jetzt meine Aufgabe, das Ganze aufzuwischen. Dem Vermieter wird durch meine Aktion, glaube ich, jedenfalls kein Schaden zugefügt, weil der das ganze Ding Ende Januar 2016 saniert. Ich bitte um Absolution, da ich schon ein schlechtes Gewissen habe.

Beichthaus.com Beichte #00036837 vom 15.10.2015 um 01:21:31 Uhr (11 Kommentare).

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Ein gestohlenes Fahrrad in der Nacht

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Trunksucht Diebstahl Last Night

Vor einigen Jahren war ich mit einem alten Freund in der Stadt, wir haben ein bisschen geraucht und getrunken. Gut, ein wenig ist untertrieben. Nach etlichen Bieren kam uns die grandiose Idee, uns ein ungesichertes Rad zu "borgen". Gesagt, getan - so durchforsteten wir die unendlichen Fahrradständer nach einem passenden Modell. Für mich war es wie Weihnachten, als wir endlich ein unangeschlossenes Rad fanden, da wir auch schon ziemlich viel getankt hatten. Das Rad war jedoch in einem üblen Zustand, die Reifen platt und die Räder verbogen. Uns war das in unserem Zustand jedoch völlig egal, sodass wir es mitnahmen - und etwa hundert Meter weit gekommen sind. Das Rad war einfach zu kaputt, kein Wunder, dass jemand es nicht für nötig hielt, es nicht anzuschließen. Nach einiger Zeit weiteren Abklapperns fanden wir schließlich ein weiteres Fahrrad. Es hatte einen Kindersitz und war in gutem Zustand, worauf wir jedoch ebenfalls nicht sehr achteten - wie gesagt, unser alkoholischer Zustand.


Als der Abend sich dem Ende zuneigte, wollten wir mit der Bahn nach Hause fahren. Diese fuhr jedoch nicht mehr. Da ich in die komplett andere Richtung musste und die Bahn meines Kumpels wesentlich früher ankommen würde, als meine, beschloss ich, mit dem erbeuteten Rad nach Hause zu fahren. Also radelte ich extrem angetrunken mit dem Rad Richtung Heimat. Irgendwann, als die Bahn wieder fuhr, stellte ich das Rad an einen Ständer nahe der Bahn und fuhr mit der Bahn nach Hause. Seit Jahren plagt mich dies, da ich eigentlich eine wohlerzogene Person bin. Doch auch wenn ich Gewissensbisse habe - ohne das Rad hätte ich viele Stunden auf meine Bahn warten müssen. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00036815 vom 12.10.2015 um 19:04:28 Uhr (8 Kommentare).

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“35.000

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Heimliche Adoption

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Verzweiflung Lügen Falschheit Kinder Schwangerschaft

Ich (w) wurde vor 14 Jahren ungewollt schwanger. Ich hatte anfangs noch Blutungen und habe es leider erst gemerkt, als es bereits zu spät für einen Schwangerschaftsabbruch war. Ich habe das Kind ausgetragen und zur Adoption freigegeben. Den Kontakt zu den zukünftigen Eltern hatte das Jugendamt für mich hergestellt. Ich habe das Krankenhaus damals wenige Stunden nach der Geburt mit Schmerzen und noch blutend - gegen ärztlichen Rat - verlassen. Das Ehepaar hat den Jungen gleich am nächsten Tag besucht. Es dauerte ein Jahr, bis ich die Papiere vom Anwalt unterschreiben konnte. Die zukünftigen Eltern haben einen relativ sympathischen Eindruck gemacht. Ich hoffe, dass es meinem Sohn gut geht. Das weiß bisher fast niemand. Nur meinem Verlobten habe ich davon erzählt. Aber ich verheimliche es seit Jahren vor meinen Eltern und auch vor meinen besten Freunden. Meine Familie hat das damals nicht bemerkt, da ich in einer anderen Stadt studiert und fast keinen Kontakt zu ihnen hatte. Ich beichte hiermit, dass ich Schwangerschaft, Geburt und Adoption verheimlicht habe, aus Angst davor, von meinem Umfeld verurteilt zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00036813 vom 12.10.2015 um 16:21:06 Uhr (14 Kommentare).

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Tiere sind mehr wert als Flüchtlinge!

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Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich mich selber nicht so recht verstehe. Ich bin eigentlich ein sehr beliebter Mensch, habe einen großen Freundeskreis, in dem ich geschätzt werde, und niemand muss mich um etwas zwei Mal bitten. Dazu kommt, dass ich die Natur sehr mag und in meinem großen Garten absolut fürsorglich zu Tieren bin. Dort gibt es Nistkästen für Vögel, Igelhäuser, wo Igel überwintern können, Eichhörnchen-Kobel, Futterstationen und ein Insektenhotel. All das habe ich in meiner Freizeit selber gebaut.


Was absolut nicht zu dieser Einstellung passt: Mir geht das Flüchtlingsthema so dermaßen auf den Keks, dass ich richtig Wut bekomme, wann immer das Thema aufkommt. Mittlerweile schalte ich die Nachrichten aus, wenn von 15 Minuten Tagesschau zehn Minuten lang nur über Flüchtlinge berichtet wird, mich regt das Fernsehen auf, wo in jeder Fernsehserie die Zuschauer "auf Kurs" gebracht werden sollen und die Menschen, die jubelnd an Bahnhöfen stehen und feierlich ihre Altkleider, die sie ohnehin entsorgen wollten, gönnerhaft übergeben, finde ich einfach nur lächerlich.
Es sind bestimmt eine Menge arme Schweine darunter, aber bei den Ausmaßen, die das Ganze angenommen hat, bin ich mir sicher, dass den Deutschen das Ganze noch gewaltig um die Ohren fliegen wird. Ich habe ein gutes Einkommen und von meinem Gehalt gehen für Steuern und Sozialversicherung fast 50 Prozent ab. Ich rege mich darüber auf, dass etliche Stadtteile verkommen, Schulen und öffentliche Gebäude verfallen, alles kaputt gespart wird und ich letztlich einen erheblichen Teil meiner Arbeitsleistung dafür erbringe, um Steuern zu zahlen, mit denen Zustände finanziert werden, die ich nicht haben will. Beichten möchte ich allerdings, dass mir die Wildvögel, Eichhörnchen und Igel in meinem Garten wichtiger sind, als die Menschen, die hierherkommen, und fühle mich irgendwie schlecht dabei. Aber ich kann nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00036782 vom 07.10.2015 um 10:24:21 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rache an meiner Ex-Affäre

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Ex Kaub

Ich (m/30) habe aus Rachsucht eine Beziehung endgültig zerstört. Alles fing vor 1,5 Jahren an, als ich zu dem Zeitpunkt bereits über drei Jahre Single war und am Wochenende in einem Club in Berlin an der Bar gearbeitet habe. Nicht falsch verstehen, ich bin nicht Single, weil ich keine Angebote bekomme oder Ähnliches, aber ich will keine Beziehung eingehen, nur um eine Beziehung zu haben. Da bin ich lieber fair und ehrlich, und bleibe alleine. In besagtem Club kommen immer wieder Junggesellenabschiede zustande, so auch an diesem Wochenende. Eine Gruppe aus ungefähr sechs Frauen, eine als Braut verkleidet, die anderen in bescheuerten Kostümen. Eine der kostümierten Frauen war genau mein Geschmack, allerdings hätte ich nie gedacht, auch nur eine Chance zu haben. Jedenfalls kamen wir ins Gespräch, und da ansonsten wenig los war, es aber wohl besser so war, habe ich ihr meine Nummer zugesteckt und wir haben geschrieben, während ich noch am Arbeiten und sie am Feiern war.

Nach Schichtende bin ich dann mit ihr und zwei ihrer Freundinnen um sechs Uhr morgens durch die Stadt gewandert, habe einen Kaffee getrunken und mich zwei Stunden unterhalten. Wir lagen auf einer Wellenlänge, und auch eine gewisse Spannung lag in der Luft. Da ihre Gruppe um neun Uhr abreisen wollte, kam außer spontanem Knutschen zum Abschied nichts zustande - die bösen Blicke ihrer Schwester (die als Braut rumlief) habe ich auf die Uhrzeit und die Wartezeit geschoben. Den Sonntag haben wir dann geschrieben, und Montag haben wir geskyped. Am Dienstag haben wir uns dann tatsächlich in Leipzig in einem Motel getroffen, halbe Strecke für beide. Kaum war die Tür zu, ging es zur Sache. Das war wirklich heftig und ging den ganzen Abend. Am nächsten Morgen kam dann die Überraschung - ihr Handy klingelte, es war der Verlobte. Ich wurde kreidebleich. Dann musste sie rausrücken - und was sie erzählte, klang zumindest nachvollziehbar. Die beiden waren seit sieben Jahren zusammen, er hat sie aber vier Jahre lang mit einer Affäre betrogen, was sie auch nur durch Zufall herausbekommen hatte. Er hat sich mehrfach entschuldigt, aber seitdem lief im Bett nichts mehr, was so ungefähr zwei Jahre gewesen sein dürften. Da beide zusammen zudem eine Firma gegründet haben und er ihr mittlerweile sogar 30.000 Euro aus den Rippen geleiert hat, war das mit Trennung nicht so einfach.

Wir haben dann tagelange telefoniert und darüber gesprochen, ich habe ihr Mut gemacht, wie sie aus der Nummer rauskommt, habe mit ihr zusammen Arbeitsstellen in Berlin rausgesucht, und hin und wieder haben wir uns in der Woche getroffen. Da er das ganze Wochenende bei ihr abhing, war am Wochenende kein Treffen möglich, genauso mussten wir heimlich schreiben. Als es dann konkreter wurde, und sie vier Wochen Urlaub eingereicht hatte, kam er auf die Idee sie zehn Tage lang spontan nach Italien zu kutschieren. Die ersten zwei Tage hatten wir regelmäßig viel Kontakt, danach bis zum sechsten Tag aber nichts mehr. Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht, dann kam endlich eine Nachricht - Er hätte die ganze Zeit ihr Handy, weil seins defekt ist und sie meldet sich, sobald sie wieder da ist. Beruhigend ist was anderes. Als sie wieder da war, war sie kühl und abweisend, bis sie einige Zeit später endlich rausrückte. Er hätte sich ja so viel Mühe gegeben und sie will die lange Zeit ja nicht einfach wegschmeißen. Auch hätte sie mit ihrer besten Freundin darüber gesprochen und die wäre fast ausgeflippt, und deswegen will sie das Ganze beenden und nur noch freundschaftlichen Kontakt. Ich habe zwar angemerkt, dass das nicht funktionieren wird, aber bitte. Wir hatten dann 4,5 Wochen kaum Kontakt, nur um uns dann wieder in einem Motel zu treffen. Einen Tag später schrieb sie mir dann, es sei endgültig vorbei und blockierte mich überall mit dem finalen Hinweis, die eindeutigen Bilder und Videos die wir gemacht haben, hätte ich zu löschen - das habe ich auch gemacht.

Vier Wochen später bekomme ich abends einen Anruf einer mir unbekannten Nummer. Ihre beste Freundin war dran. Ich war natürlich sehr begeistert, mit einer "Gegnerin" der ganzen Geschichte zu sprechen. Aber Karma ist eine launische Diva. Ihre beste Freundin hat sich am vergangenen Wochenende von ihrem Kerl getrennt, welcher daraufhin eifersüchtig ihr Handy durchschnüffelt und alle Nachrichten gelesen hat. Und dann hat er dem Kerl meine Ex-Geschichte komplett erzählt. Ihre beste Freundin wollte allen Ernstes von mir verlangen, dass ich lüge und es außer Schreiben nichts gab, sollte er mich anrufen und nachfragen. Ich habe gesagt, dass ich das natürlich mache und das Gespräch beendet. Hätte er wirklich angerufen, hätte ich alles erzählt. Hat er aber leider nicht. Ich wusste aber, dass meine Ex mir niemals ins Gesicht hätte sagen können, dass sie mich nicht mehr sehen will, und ein fader Beigeschmack blieb dabei.

Letzte Woche war dann Zeit für das finale Kapitel. Ich hatte beruflich bedingt in Nürnberg zu tun, und auch wenn ich nicht weiß, wo sie wohnt, wusste ich wo sie arbeitet. Ich habe mich also schick rausgeputzt, eine unglaubliche Escortlady (die Sorte die einen nur begleitet und nicht mehr) angeheuert, eingeweiht, und bin direkt bei ihrer Arbeitsstelle aufgetaucht, einer Anwaltskanzlei. Der Gesichtsausdruck, als sie mich erkannt hat, war göttlich. Man kann kaum beschreiben, was sie in diesem Moment alles ausdrückte, zwischen Freude, Wut, Unglaube, war alles dabei. Ich habe dann ihrem Kollegen gesagt, dass wir eine Anwältin suchen, für eine Familiensache, und wurden ihr zugeteilt. Ich schaute sie an, sagte nur "Nein, im Leben nicht" und bin gegangen. Da ich eine neue Handynummer habe und man mich nicht ohne Weiteres bei dem bekannten blauen Netzwerk findet, habe ich zwar keine Ahnung, ob sie mir irgendwas sagen wollte, aber das war es allemal wert. Ich beichte also, dass ich aus Rache meine Ex-Affäre in eine verzwickte Lage gebracht habe, weil der Kollege natürlich ziemlich blöd geschaut hat und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036773 vom 05.10.2015 um 15:59:03 Uhr in Kaub (14 Kommentare).

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