Lehrerin im Rotlichtviertel

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Dummheit Zorn Boshaftigkeit Internet Schule Wörgl

Angefangen hat alles vor ungefähr acht oder neun Jahren, als ich eine Handelsakademie im Westen Österreichs besucht habe. Leider war mein Verhältnis zu meiner damaligen Deutsch-Professorin nicht sehr gut und ich entwickelte einen richtigen Hass auf sie. Mit ihrer Art, sowohl zu unterrichten, als auch im Umgang mit anderen, konnte ich einfach nicht warm werden. Dieser "Hass" auf ihre Person ging so weit, dass ich mich eines Nachmittags kurzerhand dazu entschlossen habe, in einem lokalen Partyportal, bei dem ich bereits seit Längerem registriert war, meinem Frust freien Lauf zu lassen. Glücklicherweise, wie ich damals fand, gab es im Forum einen Thread über meine Schule, in welchem man seine Meinung kundtun konnte. In jenem Thread bezeichnete ich meine Lehrerin beispielsweise als Schlampe, welche sich am besten auf dem "Südring" - einer bekannten Straße in unserer schönen Landeshauptstadt - rumtreiben und dort der Prostitution nachgehen sollte. Circa zwei Jahre später, ich hatte lange nicht mehr an diesen Forenbeitrag gedacht, war ich immer noch an derselben Schule und wurde plötzlich, sozusagen aus dem Nichts, zum Direktor beordert. Naja, da ich mir nichts dabei dachte und eigentlich nicht unglücklich über die Tatsache war, dass ich etwas weniger im Unterricht sitzen musste, machte ich mich auf den Weg ins Direktorat, wo besagter Herr auch schon auf mich wartete.


Unser Direktor fackelte nicht lange und drehte seinen Computerbildschirm in meine Richtung. Auf dem Bildschirm war mein Foreneintrag - inklusive Foto von meinem, mittlerweile schon lange inaktiven, Account - abgebildet. Ich wollte am Liebsten im Erdboden versinken. Der Direktor fackelte auch nicht lange und fing sofort an, zu schreien, wie ich noch nie jemand schreien gehört habe. Mich hätte es nicht gewundert, wenn sogar die benachbarte Schule noch mitbekommen hätte, was mein Direktor mir zu "sagen" hatte. Nach seinem Schreianfall, der mir wie eine gefühlte Ewigkeit vorgekommen war, und einer kurzen Entschuldigung meinerseits meinte er noch, ich hätte eine Woche Zeit, um mir etwas als Wiedergutmachung zu überlegen. Als lässiger 16-jähriger Schüler der ich damals war, kam die Antwort prompt: "Keine Ahnung, ich weiß nicht, was ich machen soll."


Sofort begann ein neuerlicher Schreianfall seitens des Direktors und er meinte, ich hätte genau eine Woche Zeit, um einen Aufsatz zu schreiben. Ich stimmte zu. Leider war seine Aussage nicht präzise genug, sodass ich ihn noch fragen musste, wie viele Wörter der Aufsatz beinhalten sollte. Postwendend erhielt ich als Antwort: "Ca. 50-70 Wörter". Ungelogen, ich habe wirklich versucht, mich zu beherrschen, konnte mir einen extrem starken Lachanfall aber nicht verkneifen - was mein Direktor wiederum nicht so super fand und die Schreierei begann erneut, bevor ich mich dann vom Acker machte, um exakt eine Woche später wieder zu ihm beordert zu werden, um meinen Aufsatz auszuhändigen. Nunja, ich war ein fauler Schüler. Den Aufsatz habe ich nicht geschrieben. Das Resultat war eine Verhaltensnote von "Nicht zufriedenstellend" - das Mieseste, das man überhaupt haben konnte. Meine Lehrerin hat übrigens niemals davon erfahren - dennoch möchte ich um Absolution für mein kindisches, idiotisches und nicht überlegtes Verhalten bitten. Mittlerweile weiß ich, wie dumm diese Aktion war.

Beichthaus.com Beichte #00033408 vom 06.06.2014 um 12:09:05 Uhr in 6300 Wörgl (10 Kommentare).

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Neid ist die größte Anerkennung

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Neid Hass Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m) bin jetzt 28 und immer noch ein kompletter Anfänger. Bevor ich vor circa anderthalb Jahren angefangen habe, 34 Kilo abzunehmen, war noch alles in Ordnung. Es sind noch 15 Kilo bis zum rechnerischen Normalgewicht und es waren insgesamt 131 Kilo. Es störten mich außerdem, die "Schwangerschaftsstreifen", die an meinem viel zu großen Bauch zurückgeblieben sind. Entfernen kann man diese ja nicht - und da ist dann noch mein genetisch bedingter Haarausfall. Durch das Abnehmen bekam ich jedoch einen schönen Schub Selbstvertrauen, auch wenn das nicht lange hielt. Vor ein paar Monaten bekam ich dann wieder Kontakt zu einer alten Internetbekanntschaft - auch wenn wir uns nie gesehen haben. Irgendwann beichtete sie mir, dass die Bilder, die sie mir geschickt hatte, nicht sie zeigten. Wir verstanden uns zwar gut, aber nachdem ich dann tatsächlich ein Bild von ihr gesehen hatte, beendete ich das Ganze, weil ich mit der Lüge nicht klarkam. Wir hatten uns ja eh noch nie wirklich getroffen.


Und hier fängt das eigentliche Problem an. Vor dieser Bekanntschaft hätte ich zwar auch gerne eine Freundin gehabt, aber meist war es mehr im Bereich "wäre schön", auch wenn es eigentlich schon lange mal Zeit war. Nun, sie hat trotz ihrer Lüge meinen Jagdtrieb geweckt. Doch wie ganz am Anfang schon geschrieben, ich bin ein absoluter Anfänger. Ein Mensch mit unfreiwillig fehlenden Erfahrungen. Flirten konnte ich noch nie, Freunde habe ich immer schon wenige gehabt, momentan habe ich nur einen. Meine körperliche Unzulänglichkeit in Form von hängender Haut und den Geweberissen am Bauch habe ich meiner eigenen Faulheit in jüngeren Jahren zu verdanken. Nun war es noch nie leicht, Erfahrungen zu sammeln, da ich auch noch furchtbar schüchtern bin. Inzwischen versuche ich daran etwas zu ändern, aber durch die Versuche, Frauen kennenzulernen, kommen in mir immer öfter schlechte Laune und vor allem Neid auf. Neid auf Menschen mit Beziehungen - egal ob kurz oder lang. Neid auf alle, die sich getraut haben, sich zum Deppen zu machen und Liebe bekommen haben. Aber auch auf jene, die Ablehnung erfahren haben, und trotzdem fähig waren, damit umzugehen und daraus zu lernen. Neid auf Menschen, die nie den Fehler gemacht haben, nicht auf sich zu achten. Und Hass auf solche, die genetisch sogar dazu veranlagt sind, gut aussehend zu sein, essen können, was sie wollen und höchstens Bauchschmerzen bekommen. Neid ist das größte Maß an Anerkennung, so sagen einige. Nun - damit bekommen sehr viele Menschen, sehr viel Anerkennung von mir. Aber das macht es nicht besser. Ich bin neidisch und hasse sie ungerechtfertigt, weil ich selbst Fehler gemacht habe, deren Folgen ich nicht beseitigen kann. Und auch wegen genetischer "Nachteile". Und ich weiß, dass es falsch ist.


Ich stehe vor der Tür zur Welt, zu anderen Menschen und habe den Schlüssel in der Hand. Ich traue mich aber nicht, sie aufzumachen. Dass ich nicht Brad Pitt sein muss, um eine interessante Frau für mich zu begeistern, weiß ich natürlich. Aber trotzdem: Zwei Menschen lernen sich über Anziehung kennen und diese erfolgt anfangs visuell. Erst später ist es wichtig, wer man ist, nur so weit komme ich erst gar nicht. Deshalb bleibe ich stehen und schaue nur zu. Oh - ehe ich es vergesse: Geld für einen Psychiater kann ich nicht aufbringen, sollte jemand meinen, ich bräuchte einen. Ich verwende mein Geld nämlich für Weiterbildungen, damit ich wenigstens beruflichen Erfolg haben kann.

Beichthaus.com Beichte #00033374 vom 01.06.2014 um 14:17:22 Uhr (8 Kommentare).

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Das Bambi-Prinzip

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Verzweiflung Aggression Gewalt Hass WG

Vor ungefähr zwei Jahren wurde ich für eine schulische Ausbildung in einer zwei Stunden entfernten Stadt angenommen - ebenso wie eine gute Freundin. Da lag es natürlich nahe, dass wir zusammenziehen wollten, schließlich wohnten wir beide noch bei unseren Eltern und wussten noch nichts von der Welt. Wir waren deshalb super aufgeregt und im Laufe der Zeit schmiedeten wir alle möglichen Pläne, von der Einrichtung bis zum Zusammenleben. Wir trugen eine rosa Brille. Der erste Dämpfer kam, als wir immer verzweifelter nach einer Wohnung suchten. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte sie mir hilflos das Feld überlassen. Und so hatte ich auch endlich eine passende Wohnung gefunden. Das Problem war geklärt. Als wir dann einen Termin zum Um- und Einzug vereinbarten, beschlossen wir, dass es das Beste sei, wenn wir eine Woche vor Ausbildungsanfang schon einmal die Stadt erkunden und dass wir uns die Zeit nehmen sollten, uns einzuleben. Dann war der große Moment da, meine tapferen Eltern und ich packten mein gesamtes Zimmer in einen Laster und fuhren in die WG. Ich hatte an diesem Tag sehr gemischte Gefühle. Einerseits freute ich mich auf das neue Kapitel in meinem Leben, andererseits hatte ich Angst.

Meine Mitbewohnerin, nennen wir sie mal V, und ich trafen uns an der neuen Wohnung. Der Umzug verlief gut und recht zügig. Als wir dann fertig waren, teilte sie mir in einem Nebensatz mit, dass sie diese eine Woche Eingewöhnungszeit nicht beanspruchen, sondern wieder mit ihren Eltern zurückfahre würde. Verdutzt und naiv, wie ich zu dem Zeitpunkt war, nickte ich das einfach ab. So stand ich, nachdem die Familie von V und meine wieder gefahren waren, alleine vor den Kisten. Die Wohnung war nicht besonders groß und wir hatten auch jeder nur ein Zimmer, aber die Küche musste dennoch eingeräumt werden. Verärgert machte ich mich daran, diese Aufgabe allein zu regeln. Als unsere Ausbildung dann anfing, teilte man uns in eine Klasse ein und wir bewältigten unser neues Leben recht gut. Ich kochte regelmäßig, was weiter nicht schlimm war, da die restlichen WG-Aufgaben gerecht verteilt waren. Doch wirklich wohl fühlte V sich nicht. Da machte es die Sache natürlich nicht besser, dass sie ihre Eltern und Freunde aus ihrer Heimatstadt schrecklich vermisste. Da ich die einzige Person war, die sie um sich hatte, bekam ich diese Trauer in Form von Anschuldigungen, wie: "Du bist wie meine Mutter, immer fragst du, was ich essen will!" an den Kopf geworfen. Weder nett noch logisch. Aber ich wollte ihr ja helfen. Nur waren all meine Bemühungen, für sie da zu sein, ihr zu zuhören und auf sie Rücksicht zu nehmen, genau das Falsche. So ging es nach einiger Zeit wieder los mit den Streitereien. Ich würde ja alles allein bestimmen und ihr nichts überlassen. Und da hatte sie sogar fast recht, denn ich habe mich allein um Dinge wie Strom- und Gasanbieter gekümmert, nachdem sie gesagt hatte, dass es ihr egal sei. Ihre Anschuldigungen und Vorwürfe waren im Nachhinein mehr als konfus. Auch an mir nagte es, dass ich nicht mehr in meiner Heimatstadt wohnte und meine Freunde und Familie nicht mehr oft sah.

Aber um sie nicht noch mehr zu demotivieren und zu belasten, versuchte ich für sie stark zu sein und legte meine Trauer über diese Tatsache auf die Nächte und klärte es für mich. Aber alles, was ich tat, tat ich falsch. Wir stritten uns immer öfter. Allerdings wollte sie diese Sachen einfach aussitzen, während ich versuchte, die Probleme wirklich zu lösen. Und diese Persönlichkeiten sind hochexplosiv, wenn man sie zusammen in eine Wohnung steckt. Und natürlich sind wir explodiert - oder vielleicht auch implodiert. Das äußerte sich in einer sehr unrühmlichen Tat meinerseits. Wir stritten mal wieder und sie verschwand schmollend in ihr Zimmer. Ich wollte das Ganze nicht auf mir sitzen lassen und ging ihr nach. Wir wurden noch lauter als schon vorher und als sie dann sagte, dass ich ihr das Leben versauen würde, knallte bei mir die Sicherung raus! Ich, die Person, die sich so zurückgenommen hatte, damit sie sich wohlfühlte, soll ihr das Leben versauen?! Ich hatte doch alles getan, damit es ihr gut ging und das hielt sie von mir? Ich erinnere mich nicht mehr genau an das, was dann geschah, aber so viel weiß ich noch: Ich ging auf sie zu, brüllte sie an, sie brüllte zurück und ich verpasste ihr eine saftige Ohrfeige. Damit war alles aus. Im ersten Moment war ich unglaublich geschockt von mir selbst. Im zweiten Moment hatte ich schreckliche Schuldgefühle. Als sie mich dann als Monster beschimpfte, kam die Wut zurück. Danach herrschte erst mal Funkstille, was erstaunlich gut geht, auch wenn man in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt. Die folgenden Wochen waren die Hölle, wahrscheinlich für uns beide. Wir versuchten das Dilemma zwischen uns zu lösen, aber sie wollte und konnte mir nie wieder verzeihen. Und ich kann es ihr ehrlich gesagt nicht einmal verübeln. Was ich ihr allerdings sehr, sehr übel nehme, ist ihr folgendes Verhalten. Sie behandelte mich wie ein Stück Dreck. Jedes Mal, wenn wir uns über den Weg liefen, was ja unvermeidbar war, zeigte sie mir, wie sehr sie mich verabscheute. Ich beschloss auszuziehen und begab mich auf Wohnungssuche. Nachdem ich schließlich auch fündig wurde, meinte sie stinksauer, dass ich mich doch jetzt auch um einen Nachmieter kümmern müsste und wie sie das sonst alles stemmen solle.

Ich hatte mir sogar den Tag meines Auszuges im Kalender rot umkreist, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Ich finde, ein bisschen Respekt sollte man allem entgegen bringen, auch wenn man sich so sehr gestritten hat und wenn man geohrfeigt wurde. Es ist nicht so, als ob ich nicht wüsste, wie das ist. Als ich dann aus der gemeinsamen Wohnung raus und in meine Eigene gezogen war, fühlte ich mich unglaublich gut. Was teilweise sicher auch an der Portion Schadenfreude lag, denn die gesamte Kücheneinrichtung gehörte mir und man konnte schon vorher merken, wie sauer sie darüber war, bald ohne Küche dazustehen. Leider war es mit meinem Auszug aber noch lange nicht gegessen. Schon vorher habe ich bemerkt, wie unsere Klassenkameradinnen sich immer mehr von mir abwandten. Und das verschlimmerte sich. Ich traute mich am Anfang nichts zu sagen, da ich der Meinung war, dass ich es verdient hätte. Schließlich hatte ich V geohrfeigt und so etwas macht man einfach nicht. Ich habe bewusst nie vom Streit in der WG erzählt, da wir eben in dieselbe Klasse gingen. Aber sie hatte da wohl weniger Hemmungen. Denn die schrägen Blicke haben sich im Laufe der Zeit in Mobbing gewandelt. Das geht jetzt schon ein Jahr lang so. Aber ich muss ehrlich gestehen, wäre ein anderer in meiner Position, hätte ich mich wahrscheinlich auch von ihrer Masche einwickeln lassen. Sie gibt sich immer auf eine gewisse Art die alle dazu bringt sie schrecklich zu bemitleiden und dadurch entwickelt sich der Wunsch, ihr zu helfen. War bei mir am Anfang ja auch so. Ich nenne es das Bambi-Prinzip. Wie ein Rehkitz sitzt sie mit großen, unschuldigen Augen im Gras und alle finden sie niedlich und supersüß. Doch es ist nicht so, als ob sie nicht auch alles allein schaffen könnte. Aber warum denn, wenn es Leute gibt, die es für einen machen.

Und wegen so einer Scheiße bin ich ein Opfer von Mobbing! Ich habe mich lange geschämt, mir das einzugestehen. Es ist für mich jeden Tag aufs Neue eine Qual dort hinzugehen, sie alle zu sehen und ihren Gesprächen zuhören zu müssen. Auch wenn ich mir in den Pausen die Ohren mit Musik volldröhne, reden sie im Unterricht munter weiter. Ich bin nervlich total am Ende. Denn du kannst ein Selbstbewusstsein wie ein Berg haben, wenn dir jeden Tag vermittelt wird, wie scheiße und widerwärtig du bist, fragst du dich irgendwann, ob wirklich all diese Menschen falsch liegen können oder ob du wirklich so ein Monster bist. Meine einzige Rettung ist, dass ich in genau 55 Tagen nie wieder dahin muss. Dann bin ich endlich wieder frei. Das Thema Mobbing betrifft nicht nur mich. Auch viele andere leiden unter Schikane am Arbeitsplatz, in der Schule oder in einem anderen sozialen Umfeld. Ich habe das schon zu meiner Schulzeit erlebt. Doch das war bei Weitem nicht mit dem hier zu vergleichen. Ich bin weder ein schüchterner Mensch, noch habe ich wenig Selbstbewusstsein. Meine Mutter beschreibt mich als Frohnatur, aber momentan weine ich jeden Tag. Diese Scheiße kann jedem passieren und wir sollten uns alle fragen, ob wir nicht vielleicht doch schon Täter sind. Denn das geht viel schneller, als man denkt. Meine Klassenkameradinnen wissen sicher nicht, wie sehr sie mich quälen und zerstören. Allerdings habe ich weder eine perfekte Lösung für Opfer solcher Attacken, noch eine Idee, wie man dieses Gesellschaftsproblem im Gesamten lösen könnte. Nur eines will ich euch allen sagen: Passt auf, was ihr tut. Menschen sind unglaublich zerbrechlich. Und an alle, denen es gerade geht wie mir, ihr schafft das! Bleibt stark! Sprecht mit euren Eltern, Lehrern oder mit euren Freunden! Nur teilt euch irgendwie mit, sonst zerbrecht ihr völlig.

Beichthaus.com Beichte #00033245 vom 10.05.2014 um 22:42:07 Uhr (26 Kommentare).

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Der Genuss von Bio-Lebensmitteln

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Diebstahl Ernährung Arbeit Bad Oeynhausen

Ich habe mal in einer Drogerie gearbeitet, in der auch Bio-Lebensmittel angeboten werden. Da in dem Markt allgemein sehr mies mit den Mitarbeitern umgegangen wird, man den ganzen Tag schuften muss und oft auch die halbe Stunde Pause wegfällt, habe ich, wenn ich im Lager war, ab und zu eine Tüte Bio-Brot aufgemacht und gegessen. Schließlich hat ein Mensch auch mal Hunger und durch die fehlende Pause blieb keine Gelegenheit zum Essen. Ab und zu gab es auch mal ein vegetarisches Bio-Würstchen oder Bio-Schokolade. Die Verpackungen habe ich immer ganz unten im Müllsack verschwinden lassen. Ich habe deshalb ein schlechtes Gewissen und mir tut es für die Firma leid, die die Produkte herstellt und durch mich Verluste gemacht hat. Mittlerweile arbeite ich zum Glück nicht mehr dort und muss nicht mehr heimlich im Lager von den Vorräten nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00033235 vom 09.05.2014 um 18:11:54 Uhr in 32547 Bad Oeynhausen (5 Kommentare).

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Einbruch bei der Geheimgesellschaft

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Morallosigkeit Diebstahl Falschheit Nachbarn

Ich (m/33) wohne seit Jahren in einer sehr ruhigen und guten Wohngegend, und lege auch sehr viel Wert darauf, denn ich habe keine Lust, mir wie in meiner alten Wohnung ständig die Streitereien irgendwelcher Nachbarn anhören zu müssen, oder wilde Partys unter der Woche zu ertragen. Mein Job als Berufsschullehrer ist anstrengend genug. Eines Tages zog im Haus neben mir ein junger Mann ein, er schrie schon beim Einzug ständig herum, hing die ganze Zeit wahlweise an einer Zigarette oder an einer Bierflasche. Kurz darauf fingen bei einer alten Frau, die im Erdgeschoss wohnte, kleine Bagatelldiebstähle an. Zuerst nur Balkonpflanzen, dann auch mal ein Windlicht. Die Pflanzen standen anschließend bei ihm in der Wohnung am Fenster. Die alte Frau traute sich aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen, was den Typen immer dreister werden ließ. Bald waren Kellertüren aufgebrochen und es fehlte Kleinkram, Teile von Fahrrädern kamen abhanden, manchmal auch gleich das ganze Fahrrad. Alle Anzeigen verliefen im Sand, und die Polizei schien auch kein sonderlich großes Interesse daran zu haben, die Sache aufzuklären. Wir äußerten mehrmals den Verdacht, dass es sich bei dem Täter um den jungen Mann handelte, der auch sonst ziemlich viel Unruhe in die Siedlung brachte, nachts auf der Straße herumgrölte, und immer so tat, als könnte er tun und lassen, was er wollte. Irgendwann waren ihm die Keller nicht mehr gut genug, und er begann, dilettantische Einbruchsversuche in die Wohnungen der Umgebung zu unternehmen.


Natürlich war auch das der Polizei wieder relativ egal, obwohl unsere Wohnungstüren eindeutige Spuren aufwiesen. Er hingegen stellte sich bei der Auswahl der Wohnungen gar nicht so dumm an. Er fand heraus, wessen Auto zu welcher Wohnung gehörte und versuchte es dann jeweils dort, wenn das Auto nachts weg war. Erfolgreich war er dabei zwar nie wirklich, aber immerhin hartnäckig genug, um in unsere Falle zu tappen. Ich parkte einfach eines Nachts mein Auto ein paar Straßen weiter, und lud ein paar Kumpels ein, um ihn zu überraschen und vielleicht sogar so lange festhalten zu können, bis die Polizei eintraf. Beim Warten auf ihn, und dem einen oder anderen Bier legten wir uns bestimmte Szenarien zurecht, was man mit ihm anstellen könnte. Natürlich kam er dann nicht genau in dieser Nacht, aber wir wiederholten die Aktion ein paar Wochen lang, und schließlich klappte es. Mitten in der Nacht hörten wir Türgeräusche. Er versuchte, mit einem langen Schraubenzieher die Tür aufzuhebeln. Ich riss die Tür auf, und er sah mich überrascht an, als einer meiner Kumpels ihm auch schon eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Er wich instinktiv zurück, laut aufheulend, stolperte dabei, und prallte dummerweise mit dem Kopf direkt auf das Treppengeländer.


Dann blieb er benommen liegen. Einer der anwesenden Kumpels war glücklicherweise Rettungssanitäter und sah sofort nach, ob der Typ ernsthafte Verletzungen hatte. Es schien allerdings nicht so, er war einfach nur weggetreten. Wir beratschlagten, was zu tun war, dann beschlossen wir, ihm mal einen ordentlichen Schrecken einzujagen, einem Szenario entsprechend, das wir uns beim Bier ausgeklügelt hatten. Wir fesselten ihn also in meinem Flur an einen Stuhl, dann stülpten wir ihm einen Kissenüberzug mit Luftlöchern über den Kopf, knebelten ihn mit einer Socke, und hielten ihm Riechsalz unter die Nase. Er wurde wach und begann sofort an seinen Fesseln zu zerren. Ich tat in der Zwischenzeit so, als würde ich mit jemandem telefonieren. Einer meiner Kumpels schritt immer auf und ab, und die anderen tuschelten leise im Wohnzimmer. Der Typ wurde indessen immer unruhiger, als er mir beim Telefonieren zuhörte. Ich sprach unter anderem davon, dass ich nicht wüsste, was und wie viel er gesehen hatte, und dass wir ihn erst noch befragen müssten. Außerdem müssten wir ja herausfinden, ob er für die Gegenseite arbeitete, allerdings sagte ich auch, dass ich das angesichts des Dilettantismus seines Versuches nicht glaubte. Es stelle sich also die angebliche Frage, ob wir ihn verschwinden ließen, oder erst einmal unserer Organisation übergaben. Er bäumte sich auf, kippte fast mit dem Stuhl um, sackte aber dann irgendwann zusammen und begann erstickt zu schluchzen, was mir doch etwas leidtat. Vom Knebel befreit bettelte er uns an, ihm nichts zu tun, er würde auch bestimmt nichts sagen. Ich erklärte ihm, dass er ab jetzt rund um die Uhr beobachtet werden würde, und wir ihn, wenn er ein Sicherheitsrisiko für unsere Organisation darstellen würde, direkt aus dem Verkehr ziehen würden. Quasi noch in derselben Sekunde. Dann jammerte ich noch kurz mit meinen Kumpels herum, was das wieder für ein sinnloser Aufwand mit den Satelliten sei, und ob man ihn nicht einfach beiseite hätte schaffen können, aber schließlich entließen wir scheinbar zerknirscht das jammernde Häufchen Elend nach Hause. Zwei Wochen später war er mit Sack und Pack weg. Nur die gestohlenen Pflanzen vertrockneten langsam im Fenster vor sich hin.

Beichthaus.com Beichte #00033225 vom 08.05.2014 um 15:09:11 Uhr (11 Kommentare).

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