Das Muster der Spendenbettler

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Zorn Maßlosigkeit Gesellschaft Geld Thierstein

Nachdem es mich heute sogar zwei Mal erwischt hat, muss ich meine Wut beichten. Ich hasse diese Spendenbettler, die gefühlt jeden zweiten Tag über die ganze Innenstadt verteilt mit ihren Ständen stehen und nur darauf warten, dass man vorbeikommt. Die Masche ist immer die Gleiche:

1. Ein überaus kommunikativer Mensch - im Alter irgendwo zwischen Abitur und Studienbeginn - spricht einen an. Dabei wäre ich froh, wenn meine Mitmenschen so offen wären, ohne Geld zu wollen.
2. "Ich tue so, als wäre ich interessiert an dir und an dem, was du so machst und locke dich dabei - möglichst ohne dass du es merkst - näher an unseren Stand heran."
3. "Hast du schon einmal von unserer Organisation gehört? Wir tun dies und jenes Gutes für die Welt." Dabei unbedingt einen Ordner mit bunten, emotionalen Bildern zeigen.
4. "Weißt du, wie du uns helfen kannst?" Und da kommt der Zettel zum Vorschein, der am liebsten meine Kontodaten auf sich haben will.

Egal ob Greenpeace, WWF, Menschenrechtshilfe oder welche Organisation auch immer, sie arbeiten alle haargenau nach diesem Muster. Nur um mir am Ende zu sagen, ich müsse ja nur fünf Euro jeden Monat geben, das helfe auch schon. Würde ich das aber tatsächlich bei all den Organisationen machen, die mich anquatschen wollten, wäre ich sicher schon mehrere Hunderte Euro im Monat los. Was ich inzwischen auch als Hauptargument gegen diese Schmarotzer benutze. Ich kann ja verstehen, dass diese Leute idealistisch denken und dass die Organisationen Hilfe brauchen. Und gerade für das liebe Mädel von heute tut es mir leid. Die war scheinbar wirklich sehr an mir interessiert und meinte schon, mich in der Tasche zu haben. Sie tut das alles wohl auch aus echter Überzeugung. Aber ich will einfach nicht so penetrant und scheinheilig um Geld angebettelt werden.

Zudem geht es bei all diesen Werbeversuchen immer nur um Daueraufträge. Ich wäre schon ein paar Mal bereit gewesen, einen Schein lockerzumachen. Aber genau das wollen sie nicht. Bankkonto oder nichts. Da ich solchen Angeboten aber grundsätzlich misstraue, kommen solche Sachen für mich nicht in die Tüte. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei allen entschuldigen, die mit Herz und Seele bei der Sache sind und auch bei Wind und Wetter immer gut gelaunt bleiben, aber überdenkt doch bitte noch einmal euer Geschäftsmodell!

Beichthaus.com Beichte #00035897 vom 10.06.2015 um 20:59:49 Uhr in Thierstein (22 Kommentare).

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Solange der Vorrat reicht

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Hass Zorn Dummheit Gesellschaft

Ich möchte meinen immensen Jähzorn auf die häufig in der Werbung genutzte Floskel "Solange der Vorrat reicht!" beichten. Ich war längere Zeit mit einem Jurastudenten zusammen und habe mit ihm auch diesen Sachverhalt erläutert und mir ist völlig klar, dass es juristische […]
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Beichthaus.com Beichte #00035835 vom 01.06.2015 um 18:02:54 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Work and Travel in Neuseeland

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Begehrlichkeit Verzweiflung Falschheit Gesellschaft Neuseeland

Deutschland gibt mir (m/23) nichts mehr. Momentan befinde ich mich auf einem Work-and-Travel-Trip in Neuseeland und arbeite auf einer Milchfarm. Als ich Deutschland verließ, unterschrieb ich einen Ausbildungsvertrag bei einer großen renommierten Firma und sollte im September wieder zurück nach Deutschland, um meine Ausbildung zu beginnen. Mir wurden hier allerdings die Augen geöffnet, die Menschen hier gehen so locker und fröhlich miteinander um. Alle sind viel offener für Neues, und wenn man mal irgendwo in der Stadt ist, kann man sich mit Fremden über Gott und die Welt unterhalten. Die Regierung finde ich auch viel besser, da sie viel Geld in den Erhalt der Natur und Wanderwege so wie MTB-Parks steckt, gegen Atomkraft und das Rauchen ist. Und das Beste ist, man zahlt weniger Steuern. Und wenn ich daran denke, dass ich bald wieder in einer Firma arbeiten muss, wo jeder über jeden lästert, sobald man der Person den Rücken zudreht, fängt mein Magen an zu drücken.


Das Problem ist, dass alle meine Freunde und Familie erwarten, dass ich zurückkomme und dann wieder nach dem Schema F verfahre. Und gerade meine Eltern wären dermaßen enttäuscht von mir, sie sind halt die typischen Deutschen und ihre Werte sind ein BMW und gepflegtes Eigenheim. Alles, was nicht christlich und konservativ ist, kann nichts Gescheites sein. Jetzt hat sich die Gelegenheit ergeben, dass ich hier bleiben könnte, ich will aber irgendwie niemanden enttäuschen. Es tut mir leid, dass ich so zwiegespalten bin!

Beichthaus.com Beichte #00035828 vom 31.05.2015 um 00:41:40 Uhr in Neuseeland (Auckland) (25 Kommentare).

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Täglich Sex? So gehts!

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Begehrlichkeit Feigheit Gesellschaft

Ich (m/20) verstehe die Welt nicht. Männer stehen bekanntlich auf Sex und würden diesen den ganzen Tag haben, wenn unsere Gesellschaft nur nicht so verschlossen wäre. Ich meine, ihr Frauen mögt Sex doch auch, was sich an eurem Orgasmus zeigt. Also wenn Frauen und Männer gleichermaßen den Geschlechtsakt begehren, wieso findet dann der Sex so selten statt? Meine perfekte Gesellschaft wäre eine Gesellschaft, bei der der Mann oder die Frau einen Fremden anspricht, fragt, ob dieser zum Beispiel Lust auf einen Blowjob hätte und es einfach geschieht. So unkompliziert könnte unser Leben sein, aber nein, man muss ja erst mal für eine längere Zeit zusammen sein, bis man im Bett landet. Ich finde es ziemlich paradox, dass Menschen so einen Umweg gehen für Sex, obwohl man diesen sofort haben könnte. Bei mir läuft mit Frauen nicht viel, da ich ein typischer Nerd bin, ich würde mir aber wünschen, meinen Sexualtrieb regelmäßig stillen zu können. Theoretisch könnte ich ja, wie gesagt, eine hübsche Frau fragen, die wie jede Frau auch auf Sex steht, ob sie mit mir in die Kiste steigt. Wäre unsere Gesellschaft nicht so schüchtern, hätte ich jeden Tag Sex.

Beichthaus.com Beichte #00035818 vom 29.05.2015 um 18:09:48 Uhr (40 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Taktiken eines Pick-up-Artists

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Selbstsucht Engherzigkeit Vorurteile Schamlosigkeit Gesellschaft

Bin sogenannter Pick-up-Artist. Wobei - ich bin relativer Anfänger. Bin dazugekommen, weil ich früher keinen Erfolg bei den Weibern hatte. Deswegen hatte ich auch meinen ersten Sex im Bordell. Immer war ich nur der nette und hübsche Junge, aber mehr wollten die Weiber nicht. Irgendwann bin ich zufällig auf diese Szene gekommen und habe anschließend unzählige Bücher darüber gelesen. Zusätzlich Bücher über Körpersprache. Seminare hätte ich auch gerne besucht, aber dafür habe ich kein Geld und nicht so große Lust. Heute habe ich deutlich mehr Erfolg bei Frauen und nur, weil ich teilweise beschissen mit denen umgehe. Also im Vergleich zum netten Typen, der ich war. Natürlich keine Gewalt. Ich bin kein Beziehungsmensch und benutze sie nur für Sex. Früher habe ich an Prinzessinnen geglaubt. Aber heute weiß ich es besser. Die sind fast alle gleich. Konsum- und Statusfixiert. Notgeil sind viele auch. Wird aber natürlich erst mal die Unnahbare gespielt, die Sex eklig findet. Ansonsten interessiert die kaum was, außer noch Party machen und TV schauen. Ich beobachte auch gerne die Leidensgenossen, die in Beziehungen sind oder geheiratet haben. Immer haben die Weiber die Hosen an und kommandieren die Typen herum. Spielen mit ihren Emotionen und machen sie handzahm und irgendwann sind sie emotionslose Befehlsempfänger.


Ich habe jeglichen Respekt vor Frauen verloren. Mich ekelt sogar langsam der Sex mit denen an. Ich benutze immer Gummi und auch nur eigene, weil ich Schiss habe, dass die es manipulieren und mir Kinder anhängen. Ich traue denen heute alles zu. Die können keine Geheimnisse für sich behalten und da bekommt man so einiges mit. Was mir auch aufgefallen ist: Die schönsten und süßesten Frauen sind die größten Schlangen mit den meisten Tricks. Die denken sich, die können jeden haben. Deren Kontaktliste ist voll mit notgeilen Typen. Die müssen nur mit dem Finger schnipsen und viele Typen machen, was die wollen. Die sind völlig abgestumpft. Aber die lieben es, hart rangenommen zu werden, weil die meisten Typen solche Weiber beim Sex wie zerbrechliche Wesen anfassen. Neuer Höhepunkt ist, dass ich solche Weiber verführe, und wenn sie zum Showdown bereit sind, mit unfreundlichen Ausreden einfach nach Hause gehe.


Das gibt mir einen besseren Kick als Sex mit so einer. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich damit die Männer räche, die von solchen Frauen wie Sklaven oder Dreck behandelt werden. Ich vermisse keine Beziehung. Außerdem hüte ich mich davor, Frauen als Freunde zu betrachten. Wie gesagt, die können keine Geheimnisse für sich behalten und quatschen es irgendwann im Suff eh weiter. Ich werde höchstwahrscheinlich einsam und kinderlos sterben. Aber das ist es mir wert, anstatt verheiratet mit einer Furie irgendwann mit Mitte 40 einen Herzinfarkt zu bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00035779 vom 23.05.2015 um 21:49:34 Uhr (33 Kommentare).

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