Die Marihuana Gärtner

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Drogen Waghalsigkeit Habgier Freunde Lauenbrück

Als ich 17 war, bin ich von meiner alten Schule (Gymnasium) aufgrund mäßiger Noten abgegangen und habe mit einem Fachabitur begonnen, bei dem man ein Jahrespraktikum absolvieren musste. In einer Mittagspause traf ich einen alten Kollegen und wir unterhielten uns ein wenig übers Kiffen und die schlechte Qualität, die damals umging. Viele Dealer hatten damals begonnen mit Sand und Blei zu strecken, was nicht nur ekelhaft war, sondern die Droge auch noch schädlicher machte, als sie sowieso schon ist. Ich meinte zu ihm "Hey, lass doch selber anbauen", und er willigte ein. Wir holten noch einen Dritten ins Boot und haben dann einen Proberaum gesucht, weil keiner von uns es zu Hause machen wollte und wir finanziell auf solidem Boden standen. Unser erstes Zubehör war ziemlich unprofessionell, allerdings war die Ernte einfach zu groß um alles selber zu rauchen, also lagerten wir knapp 300 Gramm ein. Zwei Monate später saßen wir auf zwei Kilo und wussten wirklich nicht, wohin damit. Also beschlossen wir, es einfach zu verkaufen. Wir hatten nun 10.000 Mark bar auf der Kralle. Ich weiß nicht, ob ihr wisst was das für 16-17 Jährige bedeutet, vor allem saßen wir in einer ziemlichen Zwickmühle: Das Anbauen ist zum Hobby geworden, es machte wirklich riesigen Spaß die Buds größer werden zu sehen, sich um unsere kleinen Schützlinge zu kümmern. Jedoch wollten wir nichts mit dem Schwarzmarkt zu tun haben.

Andererseits haben wir uns mit dem Geld sehr viel besseres Zubehör und eine Vielzahl von verschiedenen Sorten gekauft, wobei wir dann aber auch wieder auf sehr viel größeren Mengen saßen, die wir einfach nicht wegbekamen. Was tut man nun als mittelmäßig intelligenter 17 Jähriger? Man macht erst einmal weiter und schaut, was passiert. Mit 18 habe ich mir direkt ein schönes Auto geleistet. Nebenbei gesagt: Unsere Eltern wussten gar nichts. Wir hatten dubiose Ausreden mit Einnahmen als Pizzafahrer und Tankstellenaushilfe und der Dritte im Bunde hatte sowieso genug Geld. Nach gut zwei Jahren hatten wir alle mehr Geld als unsere Eltern, was wir ganz lustig fanden. Das einschneidende Erlebnis kam allerdings im selben Jahr. Ein Nachbar von mir kaufte bei dem Dealer, den wir belieferten und das Gras war wirklich unter aller Sau. Mir ist nur Blei eingefallen, als ich mal die Mengen von meinem Gras mit dem von meinem Kollegen mit meiner Waage verglich und seine 10 Gramm genauso aussahen wie meine 2 Gramm. Ich rief direkt meine Kollegen an und haben eine kleine Runde einberufen. Ich weiß nicht, ob ihr die Problematik versteht, in der wir steckten. Wir hatten den Lebensstil, den sich wohl viele wünschen: Wenn wir etwas haben wollten, kauften wir es. Wenn wir wem etwas ausgeben wollten, taten wir es. Ich hatte sogar einen 233 MHz Rechner, als so ziemlich jeder Rechner in meiner Umgebung noch 32 MHz mit Turbo Knopf hatte. Geld war für uns jedenfalls nichts mehr als ein paar bunte Scheine. Außerdem liebten wir was wir taten, Marihuana war für uns immer etwas Tolles. Die Pflanzen sind so zerbrechlich und mussten gepflegt werden. Wir waren jeden Tag in unserem Proberaum und waren echte Hobbygärtner mit Leib und Seele. Aber was mit unserem Erzeugnis angestellt wurde, wollten wir nicht.

Die Lösung für das Problem kam mir erst bei einer Party in dem Sinn, als ich einen Keks gegessen habe, der mich betäubte, wirklich vollkommen weghaute. Ich fragte den Veranstalter wo er den herhat. Er hat seinen Zivildienst in einer Klinik gemacht, die ganz in unserer Nähe war. Der Chefarzt gab den Patienten Marihuana, da nach seiner Ansicht die meisten Analgetika entweder stark süchtig machen oder Nebenwirkungen, wie Erbrechen zeigten. Was zu heutiger Zeit vielleicht bald legalisiert wird, war damals naja - Marihuana war damals nun mal eine Droge und kein Medikament. Der Zivi hatte mehrere Kekse von einer Patientin bekommen, diese meinte, dass es wohl verdammt teuer wäre, es zu bekommen, aber er wohl einen ganz guten Job gemacht hätte und er sich ein paar Kekse aus der Dose dort nehmen sollte. Ich wusste, wo der Chefarzt wohnt und bin einige Wochen später zu ihm hin. Ich erzählte meine bisherige Geschichte, sagte ihm, dass wir ungefähr 4-5 Kilo monatlich liefern könnten und das wir absolut keine Lust mehr auf den ganzen Dealerscheiß hätten. Er machte mir klar, dass es sehr viel risikoreicher ist, nicht zulässige Betäubungsmittel an Kliniken zu verkaufen als an irgendwelche Privatleute. Im selben Atemzug machte er mir allerdings ein einigermaßen gutes Angebot und gab mir ein paar Tipps zur Zucht für Marihuana mit betäubender Wirkung und gab mir den Namen einer gewissen Sorte, die ich bitte verwenden sollte.

Wir haben noch vier Jahre für diese Klinik angebaut. Die Klinik behandelt übrigens eine unheilbare Krankheit mit der Abkürzung "MS", also ist es eigentlich eher ein Hospiz als eine Klinik. Nach den vier Jahren haben wir aufgehört. Nicht weil wir wollten. Es ging einfach nicht anders. Der Dritte hat seine Freundin geheiratet, ich habe einen sehr guten Job bekommen und war dann wenig zu Hause und der Zweite ist nach Amerika ausgewandert, um auf Hawaii Polizist zu werden. Ob er es tatsächlich geschafft hat, mag ich stark bezweifeln, allerdings hat er eine Menge Geld mitgenommen, wir werden wohl eine ganze Zeit ohne Probleme über die Runden kommen. Allerdings ist der Kontakt zu allen beiden ziemlich abgebrochen, was ich sehr traurig finde, weil wir eine verdammt gute Zeit hatten. Was ich nun beichten möchte: Es tut mir leid, dass wir sehr gutes Grünes an die falschen Leute verkauft haben und somit das Lungenkrebsrisiko in einer ziemlich großen Region doch ziemlich vergrößert haben. Henna im Braunen und Blei im Grünen können einfach nicht ohne bleibende Schäden verzehrt werden. Außerdem möchte ich mich beim Staat entschuldigen, obwohl es deren eigene Dummheit ist. Wir hätten gerne Steuern bezahlt, aber wenn Marihuana nicht legalisiert wird. Wäre auch nur eine Mark auf jedes Gramm dazu gekommen. Naja, da kann man nichts dran machen. Wer jetzt den Finger hebt und den Moralapostel spielen möchte: Wir waren jung und hatten Spaß daran. Falls irgendjemand meint, es sei eine Fantasie-Beichte: Es stimmt alles. Lustigerweise spielt sich Ähnliches sehr oft ab, die Leute, die anbauen, sind vielleicht sehr viel älter als wir in unserer Anfangszeit, sie sind aber eigentlich immer coole Typen. Wenn man auf bestimmte Messen geht, lernt man andere Grower kennen und man kommt ins Gespräch. Ich habe keinen getroffen der kommerzielle Gedanken hatte. Die meisten wollten einfach nur gutes Marihuana.

Beichthaus.com Beichte #00025499 vom 02.01.2009 um 22:52:12 Uhr in Lauenbrück (29 Kommentare).

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Skurriles im Krankenhaus

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Ekel Aggression Peinlichkeit Gesundheit Müllrose

Ich wurde vor Kurzem das zweite Mal an der gleichen Stelle operiert. Eine denkbar ungünstige Stelle für einen Eingriff - für mich, nicht für die allgemeine Chirurgie des Hospitals meiner Wahl. So wurde ich also ein zweites Mal am Steißbein operiert. Ich würde mich deswegen in diesem Metier schon als "alten Hasen" bezeichnen. Auf den Eingriff selbst kann und will ich hier nicht weiter eingehen, aber die Geschehnisse davor und danach sind hoffentlich die paar Zeilen und eure Zeit wert. So wurde mir, nach Entdeckung des Befundes von diversen, meist osteuropäischen Chirurgen (was mich schon hätte stutzig machen müssen) versichert, dass die später entstehende Wunde klein, wenn nicht sogar minimal ausfallen würde (im besten Falle hätte genäht werden können und meine Wenigkeit wäre glücklich und zufrieden von dannen gezogen). Dem war natürlich nicht so.

Eher das Gegenteil war der Fall. Auch die Tatsache, dass beide Narkoseschwestern - von denen einer ein Kerl zu sein schien, sich jedoch scheinbar jeglichen männlichen Merkmalen entledigt hatte - bekennende Dortmund-Fans waren und meinem Verein sämtliche Chancen auf den Meistertitel absprachen, machte meine Situation vor der Operation nicht wirklich erträglicher. Auch nach der OP schien meine Glückssträhne nicht reißen zu wollen und ich landete in einem Zimmer, ich nenne es dezent "das Zimmer der lebenden Toten", aus dem ich, selbst noch in nachwirkender Trance der Narkose, zu fliehen versuchte. Die Bettgitter, die besonders aktive Narkosepatienten in Zaum halten sollen, taten ihre Sache gut, für meine erdachten Vorhaben leider zu gut. So lag zu meiner rechten ein Herr, ich schätze ihn auf Mitte 80, der sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen Geräusche von sich gab, die jeder Form menschlicher Natur, ob hier oder in den fernsten Teilen der Erde, entbehrten. Zu meiner linken hingegen lag ein, nicht viel jüngeres Opfer der Zeit, welches mir quasi schon im Hereingeschoben werden ein Gespräch über seine Vergangenheit, seine gegenwärtigen Gefühle und die Zeit nach diesem, unserem Krankenhausaufenthalt auf Station 6, aufzwang. Aber der Schwierigkeitsgrad ließ sich noch erhöhen, denn dieser, mein linker Bettnachbar, kam, wie schon die halbe Belegschaft, aus einem ehemals von uns besetztem Ostgebiet. So versuchte ich Wortfetzen aus polnischer und altdeutscher Sprache, hervorgebracht durch eine mangelhaft arritierte Zahnprothese, zu deuten und konnte mich meist nur zu einem gezwungenen Lächeln und einem leichten Kopfnicken durchringen. Was er scheinbar deutlich als Aufforderung verstand weiter zu sprechen.

Unterbrochen wurden wir zum Glück von einer Schwester, die ihm das karge Frühstück servierte. Zwei trockene Brötchen und eine Birne. Nun eine der skurrilsten Szenen meines Aufenthalts in diesem Hospital. Der alte, zierlich wirkende ältere Mann, polnischer Herkunft fing an die Schwester, ob seines abwechslungsarmen Frühstücks, in seiner Landessprache zu beschimpfen. Danach folgte ein verbaler Disput in unsere Sprache, den ich liebend gerne wiedergeben würde, mich aber leider nicht an alle Einzelheiten erinnern kann. Darum nur eine gekürzte Fassung um wenigstens den Inhalt (sofern es ihn denn gibt) des Gesprächs wiederzugeben:

Alter Mann: "Is nix haben zwei trocken Brotchen."
Schwester: "Das haben sie gestern so bestellt."
Alter Mann: "Nix bestellt das Brotchen!"
Schwester: "Sie haben gestern zwei trockene Brötchen ohne Auflage und ein Teil frisches Obst bestellt."
Alter Mann: "NIX!! NIX IS HABEN DAS...MIT NUR TROCKEN!!! IS EST EGAL...NIX VERSTEHST! IS ESSEN!"
Schwester: "Das geht auch ruhiger und freundlicher! Hier liegen noch andere Patienten!...Möchten sie für morgen Auflage?? Marmelade???"
Alter Mann: "Jaaaaa...das...Marmelade! Jaaaja...!"
Schwester: "Wurst?"
Alter Mann: "Jaaaaaaaaa..ja."

Leider kann man die Situationskomik nicht so gut rüberbringen, weil ich weder den Akzent des Mannes noch die grenzenlose Unsinnigkeit seiner Worte schriftlich zum Besten geben kann - leider. Aber das war eindeutig ein Highlight meines Krankenhausaufenthaltes.
Die beiden Herren wurden aber zum Glück am nächsten Tag entlassen und ich dachte, ich würde übers Wochenende wohl ein schönes Einzelzimmer bewohnen. Weit gefehlt. Erst kam ein ca. 40 Jahre alter Kiffer (wie er mir später stolz erzählte) und später der 82 Jahre alte Herr Voigt mit seiner 54 Jahre alten Liebschaft Agathe auf mein Zimmer. Doch zu beiden später mehr. Denn nun war der Zeitpunkt gekommen, meine Wunde das erste Mal zu versorgen. So suchte ich die Dusche auf, zog mich aus, nahm den Verband ab und zog die Tamponage aus der offenen Wunde (Tja, war doch nicht klein genug, um genäht zu werden - welch Wunder). Nach kurzzeitigen Schwindelgefühlen und dem dringenden Bedürfnis, mich zu übergeben, sah ich mir das volle Ausmaß an und mich überlief ein leichter Schauer. Das Leiden, das mich zum zweiten Mal zu einer OP zwang, "eröffnete" sich mir in einer doppelt so großen Wunde, wie sie mir schon vor einigen Monaten zu teil wurde. Doch das konnte mich nicht schocken, tapfer spülte und tamponierte ich sie aus.

Das zweite Mal ausduschen wurde auch zu meinem zweiten, wenn auch zweifelhaften Highlight, meines Zwangsurlaubs. Denn unter der Dusche angekommen spürte und sah ich dann, dass meine Tamponage, mein Wundabdeckungspolster und ein guter Teil meines überaus ansehnlichen Krankenhaushemdes voller Blut war. Das allein schockierte mich noch nicht vollends, als ich mich aber zur Wand und wieder zurückdrehte, meinen Blick über die Schulter schweifen ließ und die vorhin weiße Wand, als rot gesprenkelt erkannte, stieg doch eine gewisse Panik in mir auf. Noch einmal im Kreis gedreht, die Backen zusammengepresst und wieder lockerlassen, hatte ich dann dem Rest des Badezimmers den gleichen Anstrich wie zuvor erwähnter Wand gegeben. Ein letzter kontrollierender Blick in den Spiegel überzeugte mich, dass tatsächlich eine kleine Blutfontäne aus dem Loch überhalb meines Afters kam. Das versetzte mich, gelinde gesagt, doch etwas in Panik. Zum Glück gab es in jedem Raum den "Schwestern-Knopf". Ich versicherte mich mit ein, zwei gezielten Faustschlägen, dass ich diesen auch wirklich betätigt hatte. Nach nagenden Minuten des "Backen-Zusammenpressens" tat sich jedoch leider nichts. So ging ich mit leicht watschelndem Gang zur Tür, wohlgemerkt splitterfasernackt, und rief erst leise und flehentlich und danach doch etwas lauter und ich glaube mit einigen Flüchen versehrt, das diensthabende Personal. Einige "verfickte Scheiße!" und "meine Fresse kommt ma ran hier eeeey" später schlug die erste Schwester auf. Trotz der Notsituation, in der ich mich augenscheinlich befand, traf der erste Blick der Pflegerin zielgerichtet mein Glied, (stutzig macht mich, dass ich scheinbar ihrem ersten Blick gefolgt sein muss, da ich es sonst ja nicht hätte weitergeben können) was ich sonst relaxt über mich hätte ergehen lassen, wenn da nicht der Springbrunnen unterhalb meines letzten Rückenwirbels gewesen wäre. Ihr zweiter Blick, deutlich professioneller, erfasste dann die Situation bis ins kleinste Detail und sie riet mir, ein Handtuch fest auf die Wunde zu drücken. Ich war kurz davor zu sagen: "Hey Schatz, toll das du da bist, haste nicht noch so einen Geistesblitz auf Lager?!" Doch die Situation, man höre und staune, verschlug mir doch etwas die Sprache.

So wurde dann nach kurzem Zögern, die diensthabende Ärztin zurate gezogen. Da stand ich also im Bad mit einer durchaus attraktiven Ärztin, einer noch attraktiveren Schwestern - nackt - und mit sprudelnder Wunde knapp über dem Arsch. Noch nicht skurril genug, die Szene?! Stimmt! Kurz nach eingehender Betrachtung der ganzen Szenerie, d.h. das komplett rot gesprenkelte Bad, der verwirrten Schwester und dem nackten Jugendlichen, der sich jetzt lediglich das Handtuch vor das Gemächt hielt, damit die junge Ärztin Platz zum Siagnostizieren hatte, fing ebendiese lauthals an zu lachen. Und auch die Schwester viel wenig später in das Gelächter ein. Auch ich konnte mir dann ein Schmunzeln nicht verkneifen. Laut Frau Doktor war nur ein kleines Äderchen geplatzt, das "viel Lärm um nichts machen würde" das heißt ich war deutlich außer Lebensgefahr, in der ich mich natürlich nur gefühlt befand. Trotz alledem musste die "undichte Stelle" genäht werden, was auch prompt im Bad erledigt wurde. Ich stand leicht vorgebeugt mit einer Hand aufs Waschbecken gestützt (die andere Hand hielt das Handtuch) während die Ärztin mit Nadel und Faden das kleine Äderchen bearbeitete. Die Schwester stellte dann, im Zuge ihrer Untätigkeit, die allerbeste Frage, die sie unter diesen Bedingungen hätte stellen können: "Kann ich auch etwas halten?" In dem Moment sah die Ärztin auf und unsere Blicke trafen sich im Spiegel und trotz oder gerade wegen der vielen Antwortmöglichkeiten (die ihr euch sicher denken könnt) mussten wir beide so dermaßen loslachen, dass die Ärztin sogar das Nähen kurz einstellen musste. Diese Situation werde ich meinen Lebtag nicht vergessen.

So verbrachte ich dann noch zwei weitere Tage ohne große Zwischenfälle auf meinem Zimmer und musste mir von dem Kiffer stolz erzählen lassen, dass ihm die dreifache "Dröhnung"(=Narkose) verabreicht werden musste. Zudem erklärte mir Agathe, die Freundin meines 82 jährigen Nachbars, der übrigens beim Saunagang abgeklappt war und die Notarztbelegschaft beim Abtransportieren komplett vollkotzte, dass sie eigentlich bei ihrer Mutter hätte Rasen mähen müssen, aber ihr aufgrund des Wetters die Hände gebunden waren. Da dachte ich quasi: ALTER, WAYNE. BITCH! Mir schoss gestern eine verfickte Blutfontäne aus dem Arsch, aber ich binde es dir auch nicht auf die Nase! Meine Beichte: Ich hasse Krankenhäuser und will nie wieder eines von innen sehen. Was mir aber definitiv nicht vergönnt sein wird!

Beichthaus.com Beichte #00025392 vom 15.12.2008 um 18:46:52 Uhr in Müllrose (50 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Der Drogenkreis meiner Vergangenheit

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Drogen Sucht Selbstverletzung

Vor einem Jahr war mein Leben mehr ein Film, als ein Leben. Mein damaliger Freund hat regelmäßig die schlimmste Droge überhaupt von unseren Tschechischen Nachbarn geholt und sie in unserer Kleinstadt - und von hier aus eigentlich über das halbe Bundesland verteilt. Ich lernte ihn kennen, als er in einem Büchlein versucht hat seine "Geschäftsdaten" zu sortieren. Ziemlich erfolglos, weil schlüssige Zusammenhänge erbringen und erkennen nach vier Tagen ohne Schlaf und Nahrung so gut wie unmöglich ist. Also habe ich versucht das zu übernehmen. Zuerst dachte er natürlich, wie es in diesem Zustand häufig vorkommt, ich wolle ihn abziehen. Doch dann hat er Vertrauen gefasst und mich machen lassen.

Wir saßen zu dieser Zeit, einem Zeitraum von etwa vier Monaten, durchgängig in einer Neubaublockwohnung - so etwa zu acht. Niemand ging zur Schule oder Arbeiten, höchstens sporadisch. Eine Ärztin die das Ganze unterstützte war auf einem benachbartem Dorf schnell gefunden. Am Anfang war noch alles lustig und wir haben uns tagelang unterhalten. Wobei in den "Laberfilmen" nie jemand zu Ende sprechen konnte, weil die Information, die der jeweils Andere hatte für diesen förmlich auf der Seele gebrannt hat und er die Information deswegen auch auf der Stelle freisetzen wollte. Also stellt euch vor, dass sechs Mann im Kreis auf dem Küchenboden sitzen und wild durcheinander reden, als hinge ihr Leben davon ab. Aber wirklich zu sagen hatte Keiner etwas. Auf dem Küchenboden deshalb, weil einfach keine Zeit war in das Wohnzimmer zu gehen.

Doch dann kam die unangenehme Phase. Einer nach dem Anderen ist durchgedreht. Dies lief meistens so ab, dass derjenige stundenlang kein Wort geredet hat und dann urplötzlich aufstand und sagte "Ihr redet die ganze Zeit über mich! Ich weiß es genau, ihr hasst mich alle!" Die Erfahrung habe ich selbst auch gemacht. Obwohl ich im Gegensatz zu den meisten Anderen im Nachhinein nicht mehr daran geglaubt habe, dass das Empfinden in diesem Moment noch immer existent ist. Zwei bis Drei der anderen litten heftig unter Realitätsverlust. Nach dem Motto: die Welt kann mich mal, scheiß Arbeitsamt, ich bleib einfach hier sitzen und mache nie wieder etwas, außer C ziehen und rauchen. Der Höhepunkt dieser Aktionen war eigentlich, dass eine gute Freundin auf einem Mix von Ecstasy, Alkohol, Crystal und THC einen Absturz bekam. Die Atmung setzte aus und sie wurde ständig bewusstlos. Ich habe eine stundelang versucht sie stabil zu halten - weil Krankenhaus war ja unmöglich. Alle anderen Personen in der Wohnung konnten den Anblick nicht mal ertragen. Nach einer Stunde ging es ihr wieder gut, sie lief ins Wohnzimmer und wollte für 30 Euro Zeug kaufen. Einige Wochen später hatte sie auf dem selben Cocktail einen Rollerunfall. Sie fuhr ohne Schuhe und mit einem lockeren Helm auf dem Rücksitz und bekam einen epileptischen Anfall. Der Fahrer fuhr frontal gegen einen Baum. Ihm geht es inzwischen wieder gut, aber sie liegt seit einem Jahr in der Rehaklinik und wird ihr lebenslang ein Pflegefall sein. Sie ist 21.

Doch das war meinem Freundeskreis noch immer keine Lehre. Wir machten weiter, bis mein Freund hinter der Grenze von der Polizei aufgegriffen wurde und ich innerhalb von 20 Minuten unsere gemeinsame Wohnung "clean" machen musste und mit 20g Crystal durch die Gegend gelatscht bin. Erst dann ebbte das ganze so einigermaßen ab. Entschuldigt bitte die evtl. Verwirrung, aber meine Erinnerungen an diese Zeit sind teilweise richtig verschwommen. Zwischendurch war auch noch eine Waffe im Spiel, mit der ich von meinem Freund bedroht wurde, gefolgt von einer Verfolgungsjagd. Auf der Straße 120 km/h mit einem Reserverad, das für 80 km/h zugelassen war und der kompletten Verwüstung einer drei Zimmerwohnung samt Einrichtung. Das geschah im Verlauf der vielen Streitsituationen, die wir aufgrund des Konsums hatten. Heute hole ich mein Abitur in einer anderen Stadt nach und gehe nebenbei arbeiten. Ich habe auch einen neuen wirklich lieben Freund und es ist, als wäre nichts gewesen. Aber wenn ich meine Freunde in der Heimatstadt besuchen gehe, bin ich einfach nur traurig. Manche haben den Sprung aus dem Sumpf bis heute nicht gepackt. Keine Schule. Keine Arbeit. Keine Perspektive. Kein Interesse.

Ich möchte jetzt nicht mit dem Finger wedeln und sagen "Finger weg von Drogen" - daran halte ich mich bis heute selbst nicht. Habe nur den harten Sachen abgeschworen. Aber ich fordere euch zu einem BEWUSSTEN Umgang auf und dazu, auf eure Freunde zu achten. Ich beichte außerdem, dass ich besagte Freundin zu selten besuche und auch oft nicht ans Telefon gehe, wenn sie anruft. Ich kann es nicht ertragen sie so zu hören. Ich glaube, ich werde mal ein Buch darüber schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00025349 vom 10.12.2008 um 11:50:03 Uhr (40 Kommentare).

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Dumm wie ein Stück Boden

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Hass Dummheit Zorn Gesellschaft Hessen

Ich hasse die meisten Menschen. Mir ist es ein Graus, nach draußen zu gehen und die ganzen degenerierten Busassis zu ertragen. Deswegen gehe ich lieber zu Fuß. Dummerweise ist das Elend da genauso groß und dauert auch länger. Überall die faulen, dummen Menschen, die die Gehwege belagern, weil sie nichts Besseres zu tun haben. In Deutschland kommt man an Bildung doch gar nicht vorbei. Man wird von der Polizei abgeholt, wenn man nicht freiwillig in die Schule geht! Und trotzdem schaffen es genügend Leute, so dumm wie das Stück Straße zu bleiben, auf dem sie rumstehen. Schade, dass die Bundesgesetze über den Landesgesetzen stehen. Sonst würde ich hier in Hessen die Todesstrafe für Dummheit einführen.

Beichthaus.com Beichte #00025301 vom 04.12.2008 um 08:56:48 Uhr in Hessen (20 Kommentare).

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“Beichte

Für einen Penis wie Long-Dong-John-Silver

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Dummheit Selbstverletzung Waghalsigkeit Peinlichkeit

Ich habe mich mal mit einer elektrischen Penisvergrößerungspumpe im Genitalbereich schwer verletzt. Ich bin eigentlich recht gut bestückt, wollte aber das gleiche Format haben wie mein Porno-Idol Long-Dong-John-Silver. Um tüchtig Druck aufbauen zu können, habe ich an der Pumpe leider etwas "macgyvert". Dummerweise saugte sie sich nach dem Anschalten blitzschnell mit unfassbarem Druck an mir fest. Die Schlange war in der Falle. Es tat so höllisch weh und ich kam vor Schmerzen nicht an den Schalter, um die Maschine auszumachen. Ich schrie wie am Spieß. Irgendwann hatte ich es dann doch noch geschafft und hatte als Ergebnis nur noch einen einzigen Klumpen violettes Gulasch zwischen den Beinen. Mit dem Taxi bin ich dann in die Notaufnahme gefahren, man war dort sehr professionell zu mir und auch während auch meines einwöchigen Klinikaufenthalts waren alle sehr höflich zu mir, aber ich habe mitbekommen, wie sie sich ständig über mich kaputtgelacht haben. Es waren auch, wie ich rückblickend finde, ziemlich viele Personen mit meinem Heilungsprozess befasst. Vielleicht sogar Ärzte in der Ausbildung, Praktikanten etc. Ich beichte, dass ich mich sehr schäme, und überlege die Stadt zu verlassen oder gar das Bundesland zu wechseln. Ich will nicht erkannt werden, deshalb schreibe ich nicht, aus welcher Stadt ich komme.

Beichthaus.com Beichte #00025180 vom 21.11.2008 um 23:57:59 Uhr (27 Kommentare).

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