Die Ohren beim Friseur

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Aggression Gewalt Zorn Kinder Arbeit Bielefeld

Ich bin seit knapp 12 Jahren Friseurin, und gelegentlich kommt es zwischen all den Erwachsenen auch mal vor, dass ich einem Kind die Haare schneiden muss. Nicht gerade einer meiner liebsten Beschäftigungen. Ich muss zugeben, dass ich nicht gerade ein großer Kinderfreund bin. Kinder zappeln, heulen, nerven mit ätzenden Fragen und Kommentaren, und die meisten Eltern geben ihre erzieherische Verantwortung mit ihrem Spross im Friseurstuhl ab. Wenn ich dann einem kleinen Gör von zwei oder drei Jahren die Haare schneide, dann stelle ich mir manchmal vor, wie es wäre, ihm einfach das Ohr abzuschneiden! Die sind in dem Alter noch ganz weich und biegsam und dünn, das wäre ein schnipp, und ab wäre es! Einmal die Schere oder das Rasiermesser angesetzt und schon wäre es geschehen! Dann würden die Eltern auch mal Recht bekommen, wenn sie ständig sagen "Wenn du nicht stillhältst, dann schneidet dir die Tante das Ohr ab!" Diesen Spruch höre ich fast jedes zweite Mal! Natürlich würde ich so etwas nie ernsthaft machen, aber der Gedanke ist ab und an schon sehr verlockend!

Beichthaus.com Beichte #00025355 vom 10.12.2008 um 17:34:51 Uhr in Bielefeld (21 Kommentare).

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Flucht mit schmerzhaften Folgen

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Betrug Selbstverletzung Trunksucht Last Night

Kleine Sünden bestraft der Liebe Gott sofort. Es war in der Nacht zum ersten Mai. Ich war mit Freunden auf einem Zeltfest und wir hatten alle ziemlich einen im Tee (um es harmlos auszudrücken). Nach meiner zweiten Flasche Jägermeister-Energy wollten die Türsteher mich und einen Kumpel nicht mehr ins Party Zelt lassen. Also beschlossen wir mit einem Taxi in eine 7 KM entfernte Disco zu fahren. Das wir kein Geld mehr hatten, wusste der Taxifahrer aber nicht. Wir sagten zu ihm das er uns ruhig am Ortseingang rauslassen kann und wir den Rest dann zu Fuß laufen. Laufen ist richtig, weil kaum waren wir am Ortseingang, rissen wir die Türen auf und hauten ab, natürlich ohne zu bezahlen, wie auch ohne Geld. Auf dieser tollen Flucht bin ich im Vollsuff irgendwo so dermaßen auf die Fresse geflogen, dass ich mir dabei einen Mittelfußknochen gebrochen habe, was ich allerdings nicht wirklich realisierte. Danach waren wir dann noch 4 1/2 Stunden in der besagten Diskothek und ich bin dann morgens die 5 KM zu mir nach Hause sogar noch gelaufen. Ob ich Schmerzen hatte? Keine Ahnung. Ich war so besoffen das ich kaum was gespürt habe und die 15 cm Neuschnee die in der Nacht hier in S-H fielen kühlten meinen Fuß sehr gut. Das ganze hat mir dann eine 5 wöchige Auszeit inklusive Gips am Fuß beschert. Ich bereue es und werde nächstes mal ganz bestimmt den Taxifahrer bezahlen.

Beichthaus.com Beichte #00025351 vom 10.12.2008 um 13:18:19 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Der Drogenkreis meiner Vergangenheit

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Drogen Sucht Selbstverletzung

Vor einem Jahr war mein Leben mehr ein Film, als ein Leben. Mein damaliger Freund hat regelmäßig die schlimmste Droge überhaupt von unseren Tschechischen Nachbarn geholt und sie in unserer Kleinstadt - und von hier aus eigentlich über das halbe Bundesland verteilt. Ich lernte ihn kennen, als er in einem Büchlein versucht hat seine "Geschäftsdaten" zu sortieren. Ziemlich erfolglos, weil schlüssige Zusammenhänge erbringen und erkennen nach vier Tagen ohne Schlaf und Nahrung so gut wie unmöglich ist. Also habe ich versucht das zu übernehmen. Zuerst dachte er natürlich, wie es in diesem Zustand häufig vorkommt, ich wolle ihn abziehen. Doch dann hat er Vertrauen gefasst und mich machen lassen.

Wir saßen zu dieser Zeit, einem Zeitraum von etwa vier Monaten, durchgängig in einer Neubaublockwohnung - so etwa zu acht. Niemand ging zur Schule oder Arbeiten, höchstens sporadisch. Eine Ärztin die das Ganze unterstützte war auf einem benachbartem Dorf schnell gefunden. Am Anfang war noch alles lustig und wir haben uns tagelang unterhalten. Wobei in den "Laberfilmen" nie jemand zu Ende sprechen konnte, weil die Information, die der jeweils Andere hatte für diesen förmlich auf der Seele gebrannt hat und er die Information deswegen auch auf der Stelle freisetzen wollte. Also stellt euch vor, dass sechs Mann im Kreis auf dem Küchenboden sitzen und wild durcheinander reden, als hinge ihr Leben davon ab. Aber wirklich zu sagen hatte Keiner etwas. Auf dem Küchenboden deshalb, weil einfach keine Zeit war in das Wohnzimmer zu gehen.

Doch dann kam die unangenehme Phase. Einer nach dem Anderen ist durchgedreht. Dies lief meistens so ab, dass derjenige stundenlang kein Wort geredet hat und dann urplötzlich aufstand und sagte "Ihr redet die ganze Zeit über mich! Ich weiß es genau, ihr hasst mich alle!" Die Erfahrung habe ich selbst auch gemacht. Obwohl ich im Gegensatz zu den meisten Anderen im Nachhinein nicht mehr daran geglaubt habe, dass das Empfinden in diesem Moment noch immer existent ist. Zwei bis Drei der anderen litten heftig unter Realitätsverlust. Nach dem Motto: die Welt kann mich mal, scheiß Arbeitsamt, ich bleib einfach hier sitzen und mache nie wieder etwas, außer C ziehen und rauchen. Der Höhepunkt dieser Aktionen war eigentlich, dass eine gute Freundin auf einem Mix von Ecstasy, Alkohol, Crystal und THC einen Absturz bekam. Die Atmung setzte aus und sie wurde ständig bewusstlos. Ich habe eine stundelang versucht sie stabil zu halten - weil Krankenhaus war ja unmöglich. Alle anderen Personen in der Wohnung konnten den Anblick nicht mal ertragen. Nach einer Stunde ging es ihr wieder gut, sie lief ins Wohnzimmer und wollte für 30 Euro Zeug kaufen. Einige Wochen später hatte sie auf dem selben Cocktail einen Rollerunfall. Sie fuhr ohne Schuhe und mit einem lockeren Helm auf dem Rücksitz und bekam einen epileptischen Anfall. Der Fahrer fuhr frontal gegen einen Baum. Ihm geht es inzwischen wieder gut, aber sie liegt seit einem Jahr in der Rehaklinik und wird ihr lebenslang ein Pflegefall sein. Sie ist 21.

Doch das war meinem Freundeskreis noch immer keine Lehre. Wir machten weiter, bis mein Freund hinter der Grenze von der Polizei aufgegriffen wurde und ich innerhalb von 20 Minuten unsere gemeinsame Wohnung "clean" machen musste und mit 20g Crystal durch die Gegend gelatscht bin. Erst dann ebbte das ganze so einigermaßen ab. Entschuldigt bitte die evtl. Verwirrung, aber meine Erinnerungen an diese Zeit sind teilweise richtig verschwommen. Zwischendurch war auch noch eine Waffe im Spiel, mit der ich von meinem Freund bedroht wurde, gefolgt von einer Verfolgungsjagd. Auf der Straße 120 km/h mit einem Reserverad, das für 80 km/h zugelassen war und der kompletten Verwüstung einer drei Zimmerwohnung samt Einrichtung. Das geschah im Verlauf der vielen Streitsituationen, die wir aufgrund des Konsums hatten. Heute hole ich mein Abitur in einer anderen Stadt nach und gehe nebenbei arbeiten. Ich habe auch einen neuen wirklich lieben Freund und es ist, als wäre nichts gewesen. Aber wenn ich meine Freunde in der Heimatstadt besuchen gehe, bin ich einfach nur traurig. Manche haben den Sprung aus dem Sumpf bis heute nicht gepackt. Keine Schule. Keine Arbeit. Keine Perspektive. Kein Interesse.

Ich möchte jetzt nicht mit dem Finger wedeln und sagen "Finger weg von Drogen" - daran halte ich mich bis heute selbst nicht. Habe nur den harten Sachen abgeschworen. Aber ich fordere euch zu einem BEWUSSTEN Umgang auf und dazu, auf eure Freunde zu achten. Ich beichte außerdem, dass ich besagte Freundin zu selten besuche und auch oft nicht ans Telefon gehe, wenn sie anruft. Ich kann es nicht ertragen sie so zu hören. Ich glaube, ich werde mal ein Buch darüber schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00025349 vom 10.12.2008 um 11:50:03 Uhr (40 Kommentare).

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Vom Online-Rollenspiel bekehrt

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Diebstahl Habgier Neid Games Gesundheit Unterthingau

Vom Online-Rollenspiel bekehrt
Ich beichte, dass ich bei einem Mehrspieler-Onlinespiel das Passwort von meinem Kumpel erraten habe und sein ganzes Gold und Inventar auf meinen Account übertragen habe. Er hat dann meinetwegen das Zocken komplett aufgegeben und ist jetzt verheiratet mit einer hübschen Frau, die gerade von ihm schwanger ist. Ich hingegen sitze immer noch allein in meinem Kellerzimmer und bin rund um die Uhr vor meinem PC, wenn ich rausgehe, dann nur zu Aldi oder einen Döner kaufen. Es tut mir leid, dass ich ihm damals das ganze Gold geklaut habe, allerdings hoffe ich, dass daran auch etwas Gutes war, denn sonst wäre er wohl jetzt auch so wie ich.

Beichthaus.com Beichte #00025315 vom 05.12.2008 um 20:35:47 Uhr in Unterthingau (25 Kommentare).

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“Beichte

Schlafen im Komposthaufen

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Peinlichkeit Trunksucht Last Night Ansbach

Schlafen im Komposthaufen
Ich war im Sommer auf einer Geburtstagsfeier mal so besoffen, dass ich mich an nichts erinnern kann. Ich weiß nur noch, dass ich am nächsten Tag ohne Schuhe im Komposthaufen aufgewacht bin. Das war bei einem Kumpel daheim und seine Mutter hat mich geweckt, als sie etwas in den Kompost werfen wollte! Und das, obwohl ich gerade einmal zwei Häuser weiter wohne!

Beichthaus.com Beichte #00025303 vom 04.12.2008 um 12:19:14 Uhr in Ansbach (22 Kommentare).

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