Verdächtiges Verhalten

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Dummheit Waghalsigkeit Vorurteile Last Night Polizei

Verdächtiges Verhalten
Eines Winterabends, während der Teenagerzeit, saß die ganze Clique in einem Bankvorraum, da dies der einzige beheizte Raum war, in welchem wir uns alle gemeinsam aufhalten konnten (Ghetto). Nun - als wir nach ein paar Stunden aufgewärmt am Gehen waren, kam gerade eine Polizeistreife vorbei und stoppte uns. Kontrolle dies das, was macht ihr hier und so weiter. Die Frage, warum wir wie Kriminelle behandelt wurden, wurde mit "verdächtigem Verhalten" begründet. Wir sind ja anscheinend geflüchtet. Nun, da es im Ghetto eh nichts zu tun gibt, haben ich und drei andere gewartet, bis die Polizei wieder vorbeifuhr. Die Streife fuhr ja ständig dieselbe Strecke. Also gewartet, bis die Cops kamen und uns sahen. Dann haben wir "Die Bullen! DIE BULLEN!!!" geschrien und sind alle in vier verschiedene Richtungen gerannt. Nach ein paar Minuten konnte man Sirenen hören. Ein Blick auf die Straße verriet das Eintreffen von fünf vollbepackten Polizeikleinbussen. Immer wieder schrien wir aus dem Gebüsch, um sie anzufeuern. An dem Abend wurden dann ungefähr 15 Leute kurzzeitig festgenommen, allerdings keiner von uns Vieren. Das gab dann ein paar Tage später Ärger von den Älteren, die festgenommen wurden.

Beichthaus.com Beichte #00026064 vom 11.04.2009 um 14:45:08 Uhr (29 Kommentare).

Gebeichtet von paterunser
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Schneeball ins Panoramafenster

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Feigheit Vandalismus Silvester

Am Silvesterabend vor 3 Jahren war ich (damals 15 und männlich) mit 3 Kumpels unterwegs, ein bisschen böllern. Es war halb neun und es lief gerade "Dinner for One". Glücklicherweise lag an diesem Abend noch Restschnee, schön gefroren und sandig-so macht Böllern doppelt Spaß. Das war ganz spaßig bis einer meiner Kumpels auf die Idee kam, einen halb gefrorenen, sandigen Schneeball mit den Händen zu einer eisenharten Kugel zu schmieden. Er donnerte dieses Bild von einem Schneeball mit Höchstgeschwindigkeit gegen ein Panoramafenster eines Wohnzimmers hinter dem eine Familie vor dem flimmernden Fernseher saß. Es knallte höllisch, die Scheibe blieb heil aber bestimmt mörderisch zerkratzt. Das dachte sich auch der Familienvater und sein Sohn die nach draußen stürmten. Sie brachten auch ihren Jagdhund mit der richtig aggressiv rumbellte, wir machten uns ins Hemd und gaben Fersengeld - die Beiden hetzten hinterher. Es war eine lange Straße mit Einfamilienhäusern ohne Einmündungen - es bestand die ganze Zeit Sichtkontakt - ein Alptraum. Wir hörten die kratzenden Pfoten der Bluthunds hinter uns und rannten über den Gehweg auf dem sich eine riesige gefrorene Pfütze befand. Einer meiner Kumpels rutschte aus und wir rannten wegen diesem Hund vollkommen in Panik weiter. Es endete so das wir unbestraft blieben bis auf den gestürzten Kollegen der etwas Schadenersatz bezahlte und den Silvesterabend im Krankenhaus verbrachte. Der Werfer des Schneeballs blieb unbekannt. Ich schäme mich für meine Feigheit an diesem Abend bis heute und habe das letzte Sylvester deshalb auch nicht wirklich gefeiert.

Beichthaus.com Beichte #00025978 vom 29.03.2009 um 04:44:31 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Eisbecher Romanoff

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Peinlichkeit Verzweiflung Ekel

Eisbecher Romanoff
Ich (w/25) traf mich mit meiner Freundin in einem Eiscafé, bestellte den größten Eisbecher, dazu eine Cola. Diese Kombi ist nicht zu empfehlen. Nach etwa einer halben Stunde merkte ich in der Bauchgegend ein lautes Blubbern. Ich ahnte Schlimmes. Mit vorgetäuschten Kopfschmerzen brach ich unser Treffen ab, mittlerweile hatte ich wehenartige Bauchschmerzen. Ich krümmte mich zum Auto, verabschiedete mich mit gekonnt gequältem Lächeln und fuhr meine 20 km nach Hause. Mein Bauch krampfte nun in regelmäßig kurzen Abständen. Gänsehautschübe. Schweißausbrüche. Ich musste dringendst aufs Klo. Kacken. Durchfall. Raststätten gab es auf der Strecke nicht. Meinen Arsch in den Straßengraben halten? Niemals. Bis nach Hause wollte ich durchhalten. Was dann passierte, ist die widerlichste Peinlichkeit, die mir je passiert ist. Ich musste pupsen. Ich musste einfach. Mein Bauch tat so weh. Mein Schließmuskel und ich waren in diesem Moment keine Kumpels. Es schoss aus mir raus. Weiche breiige Suppe. Ich saß mittendrin. Ich merkte, wie der Durchfall meine Hose durchsuppte und meinen Autositz dazu. Es war noch eine rote Ampel bis nach Hause. Ich hielt an. Es stank widerlich. Die ganze Situation war widerlich. Dann - oh Gott - neben mir an der roten Ampel ein guter Freund, eifrig winkend. Ich tat so, als würde ich nach CDs suchen, tat noch viel mehr so, als würde ich ihn nicht sehen und gab Vollgas, als es grün wurde. Eine Kurve noch bis nach Hause. Auf einmal Lichthupe direkt hinter mir. Dieser Freund fuhr mir nach! Alter. Das kann doch jetzt nicht sein Ernst sein. Er freute sich eindeutig, mich zu sehen. Er überholte mich, hupte wie bekloppt - ich konnte ihn nicht übersehen/überhören - er fuhr auf meinen Parkplatz. Ich auch. Er stieg aus, wollte meine Autotür aufmachen, mich begrüßen. Ich machte meine Zentralverriegelung noch rechtzeitig zu. Machte das Fenster einen Spalt auf, vielleicht 2cm. Bevor ich etwas sagen konnte, redete er schon von "mit reinkommen". Ich schrie durch den Schlitz, dass ich verdammt nochmal noch einkaufen müsse und pöbelte ihn an, warum er mich überhaupt wie ein Irrer verfolgt. Ziemlich verwundertes Gesicht von ihm. Ich machte das Fenster zu und fuhr in meinem Kackbreiteich noch eine Runde um Block.

Beichthaus.com Beichte #00025902 vom 21.03.2009 um 19:14:02 Uhr (60 Kommentare).

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Das vergrabene Klassenbuch

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Diebstahl Lügen Faulheit Hamburg

Vor einigen Wochen machte ich (m) eine schreckliche Erfahrung. Ich hatte sehr viele Fehltage in der Schule - ich störte auch mehrmals den Unterricht und flog sehr oft raus. Auf jeder Seite des Klassenbuchs stand also mein Name mit Beschwerden über mich! Ich war eigentlich nicht der Einzige, mein Verhalten fiel aber am meisten auf. Als ich mal meine Sporttasche in der Klasse vergaß, rannte ich schnell hoch, um sie zu holen. Niemand hatte mich gesehen! Unser Klassensprecher hat normalerweise die Aufgabe, das Klassenbuch vor der letzten Stunde ins Lehrerzimmer zu bringen. Das Buch lag aber noch auf dem Tisch, ich nahm es an mich und steckte es sofort in die Tasche. Die letzte Stunde habe ich geschwänzt, was natürlich sehr auffällig und dumm war. Das Klassenbuch habe ich dann auf unserem Schulgarten vergraben, beim Graben benutzte ich meine Hände. Wo sollte ich auch eine Schaufel finden. Es fing an zu regnen, und weil ich sehr aufgeregt war, rannte ich sehr nervös nach Hause. Als ich dann zu Hause ankam, warf ich gleich meine Tasche an eine freie Ecke, wo sie dann bis zum nächsten Schultag blieb. Hausaufgaben schreibe ich immer in der Schule ab, so richtig Zeit habe ich ja nicht wirklich für Hausaufgaben, weil ich eine Ausbildung mache, in der ich drei Tage in der Woche arbeiten muss, und dann quasi die zwei restlichen Tage eine Berufsschule besuche.

Das Wochenende brauche ich dann halt für Sport, meine Freundin und so weiter. Am Montag ging ich sehr ängstlich in die Klasse und bemerkte die Ruhe in der Klasse. Als ich das Klassenbuch wieder auf dem Tisch sah, musste ich erst einmal schlucken. Mein Klassenlehrer fragte mich, ob ich etwas damit zu tun hätte, ich blieb für einige Sekunden stumm. Und sagte dann einfach die vier Worte, die man in unserer Klasse sehr oft hörte: "Ich war das nicht!" An den Seiten des Buchs klebte noch Erde und die inneren Seiten waren auch etwas beschädigt. Und neue Einträge wurden angefangen. Nach diesem Erlebnis kam ich nie wieder zu spät, störte nie wieder den Unterricht, oder schwänzte auch nur die letzten Stunden. Vielleicht ist es eine Phobie oder so etwas in der Art. Aber ich habe jetzt eine fürchterliche Angst vor einen weiteren Klassenbucheintrag. In letzter Zeit mache ich auch enorme Fortschritte, was meine Schulnoten angeht. Ich habe keine Ahnung, wer das Klassenbuch wieder ausgegraben hat. Ist jetzt auch egal, auf jeden Fall habe ich durch diese Erfahrungen gelernt, die Schule ernst zunehmen.

Beichthaus.com Beichte #00025783 vom 02.03.2009 um 21:42:32 Uhr in Hamburg (13 Kommentare).

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“Folge

Die Schneeburg

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Vandalismus Dummheit Nachbarn Feldkirchen

Die Schneeburg
Ich wohne in einem großen Mehrfamilienhaus mit einer echt guten Nachbarschaft. Alle sind per Du, der Altersschnitt ist von 3 bis 78 Jahren, also haben wir von süßen Kindern bis zur "Hausomi" alles. Vor allem haben wir eine junge Mutter, die echt nett ist.
Jedenfalls hat es ja in Bayern die letzten Wochen sehr viel geschneit. Und besagte junge Mutter nutze den Schnee, um im Vorgarten mit ihrem Sohn ein regelrechtes Winterwunderland zu bauen. Sie bauten eine richtige Burg, mit Zinnen und allem drum und dran, mehrere Schnee-Ritter, ein Schneepferd, usw. Nun, eines nachts habe ich mich entschlossen, die Burg zu erobern und zu schleifen. Nach einem heldenhaften Kampf gegen die Schneeritter stand ich letztendlich vor der Burg, die mir ca. bis zum Hals ging. Ich schleifte die Burg, das heißt, ich trat sie zu einem formlosen Schneehaufen zusammen. Kam mir dabei vor wie so ein Riesentroll aus der Herrn der Ringe oder so. Echt cool also, vermeintlich.

Am nächsten Tag standen Mutter und Sohn fassungslos vor den Trümmern ihrer Bauwerke, beide weinten wohl auch. In dem Moment tat es mir total leid. Also baute ich in der nächsten Nacht alles so schön es ging, wieder auf. Gut, an die Kreativität der Mutter kam ich nicht heran, dafür war die Burg danach begehbar und hatte sogar einen Graben. Hatte zwar danach kalte Hände, aber das Lachen der beiden am nächsten Morgen war es wert. Danke fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00025738 vom 23.02.2009 um 18:05:29 Uhr in Feldkirchen (37 Kommentare).

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