Lebende Zombies in der Straßenbahn

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Morallosigkeit Zorn Engherzigkeit Bahn & Co.

Ich möchte beichten, dass ich mich in öffentlichen Verkehrsmitteln oft wie ein Arsch benehme. Innerlich noch mehr als äußerlich. Das fängt damit an, dass ich den Busfahrern für jede Sekunde Verspätung an die Gurgel gehen könnte. Besonders bei schlechtem Wetter. Erst einmal innen angekommen strebe ich zielsicher eine freie Sitzreihe an. Ein Platz ist für mich, der andere für meinen Rucksack. Ich achte darauf, den Platz am Gang selbst zu besetzen. Meine Erfahrung ist, dass Menschen dann viel höhere Hemmungen haben, den Platz zu verlangen, als wenn dort "nur" mein Rucksack wäre. Besonders in der Straßenbahn ist das mies von mir. Die ist oft gerammelt voll, viele müssen stehen, auch alte und kranke Leute. Da tut es mir manchmal fast leid. Aber meistens steigt, beinahe wie zur Antwort, sofort ein Beispiel ein, wegen dem ich mein Verhalten nicht als falsch empfinde. Immerzu strömen Assis und Freizeit-Gangster herein. Auch fette, hässliche Leute ohne jeden Selbstrespekt sind dabei oder nervende, plärrende Kinder mit ihren überforderten Eltern. Am Schlimmsten sind die Bazillenschleudern, die mehr tot als lebendig in die Bahn steigen und dann voller Lust mit rasselndem Husten oder trommelfellgefährdenden Niesern ihre Krankheit an alle im Waggon verteilen. So ein Pack! Darum sitze ich lieber alleine.


Doch das ist nicht alles. Wenn ich dann schnell aussteigen will, um das Anschlussverkehrsmittel zu erwischen, drängelt sich unter Garantie irgendeine alte Mumie am Ausgang vor mich, um dann betont langsam auszusteigen und mir auch noch auf dem Fußweg durch das Ausmessen desselben den Weg zu versperren. Warum ist es nur strafbar, diesen lebenden Zombies mit einem beherzten Tritt aus der Bahn nachzuhelfen? Und ja, trotzdem bereue ich das meiste davon. Doch würden die anderen Leute etwas mehr auf sich und ihre Umwelt achten, so könnte auch ich leichten Gewissens viel freundlicher zu ihnen sein.

Beichthaus.com Beichte #00034972 vom 28.01.2015 um 18:19:06 Uhr (14 Kommentare).

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Einbruch in unseren Kindergarten

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Dummheit Morallosigkeit Vandalismus Diebstahl Kindergarten

Ich beichte hiermit, dass ich ein richtiges Assikind war. Damals war mir das natürlich nicht klar, aber in meiner Familie war Einiges nicht in Ordnung. Schläge, Alkoholsucht, Vaterlosigkeit etc. Das hat sich nur bedingt auf meine schulischen Leistungen ausgewirkt, ich war immer ziemlich gut in der Schule, aber auf andere Art und Weise natürlich schon. Nun zu dem, was ich beichten möchte: Als ich noch in den Kindergarten ging und mein knapp 9-jähriger Bruder schon zur Schule, sind wir einmal - wahrscheinlich am Wochenende - in meinen Kindergarten eingebrochen. Wir sind, mitten am Tag, die Regenrinne raufgeklettert, auf das Dach und in einen Innenhof. Dort war eine Tür offen und so sind wir in das Gebäude gelangt. Dann sind wir durch die Räume geschlichen, mein Bruder faselte irgendwas von Kameras, und zum Schluss haben wir irgendeine große Flagge mitgehen lassen.


Ich kann mich nicht mehr erinnern, was wir damit gemacht haben. Rausgekommen sind wir wieder über das Dach. Diese Aktion hatte keine Folgen für uns, keine Ahnung, ob uns jemand gesehen hat. Wahrscheinlich schon, der Kindergarten lag mitten in einer Wohnsiedlung und es war, wie geschrieben, mitten am Tag. Damals habe ich mir absolut nichts dabei gedacht, so war ich eben. Meine Geschwister übrigens auch. Wir sind in Mülltonnen rumgekrabbelt, haben in alten, verlassenen Häusern unser Lager aufgeschlagen, in Läden geklaut und unheimlich viel Mist gebaut. Ich beichte also, dass ich ein Dreckskind war. Heute kann ich mich über dieses Kind, das ich war, nur wundern. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034963 vom 27.01.2015 um 15:47:55 Uhr (3 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Delikatesse: Katzenfutter

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Neugier Peinlichkeit Ernährung

Als ich noch jünger war - es muss so mit sieben oder acht Jahren gewesen sein - waren wir oft bei meiner Großmutter, die auf einem Bauernhof wohnt, zu Besuch. Wie das so ist, gab es neben den später immer weiter schwindenden Tierbeständen auf dem Hof auch viele Katzen. Egal, ob Nachbarskatzen oder Streuner, auf dem Hof wimmelte es von Vierbeinern, insbesondere, da meine Oma ihren Anteil dazu beitrug, dass sie immer wieder kamen: Sie stellte den Tieren nämlich jeden Tag nach dem Mittagessen die Reste vom Tisch in einem kleinen Napf nach draußen. Und falls es mal zu wenige oder gar keine Reste gab, hatte sie für den Fall der Fälle auch immer einen Sack mit Trockenfutter im Keller stehen. Und so kam es, wie es kommen musste, als neugieriger Junge konnte ich mich irgendwann beim Spielen auf dem Hof nicht mehr zusammenreißen und probierte einige Stücke Trockenfutter, genauso wie mein jüngerer Bruder. Das haben wir dann auch ein paar Mal gemacht, wenn wir zwischendrin Hunger bekamen, aber irgendwann hörte es auch wieder auf.


Viele Jahre später, mittlerweile mit meiner Freundin und ihren zwei Katern zusammenwohnend, musste ich wieder an diese Geschichte denken. Auch dieses Mal stellte sich die Neugier nicht ein, ich wollte wissen, ob ich mir nicht damals nur eingebildet hatte, dass das Futter gut schmeckt. Als ich eines Abends alleine zu Hause war, verging ich mich also am Trockenfutter der beiden. Und ich muss sagen: Es schmeckt! Seitdem nasche ich ab und an, wenn niemand außer mir zu Hause ist, Trockenfutter. Den Mundgeruch, der dadurch entsteht, decke ich mit Lutschpastillen ab. Mittlerweile ist es so weit, dass ich es in Erwägung ziehe, mir immer mal wieder eine Packung für den Eigenbedarf zu kaufen. Auffällig fände das bestimmt niemand. Ich beichte also, dass ich ganz gerne Trockenfutter für Katzen esse, obwohl ich weder finanziell noch sonst irgendwie dazu gezwungen wäre - und dies vor Freunden, Familie und meiner Freundin geheim halte. Beim Schreiben dieser Zeilen überkommt mich schon wieder das Verlangen, mir eine Schüssel Trockenfutter neben die Tastatur zu stellen. Ich bitte um Absolution. Meine Lieblingssorte bisher ist übrigens "Lachs".

Beichthaus.com Beichte #00034957 vom 26.01.2015 um 22:43:49 Uhr (13 Kommentare).

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Die Dreckschleuder aus der Singlebörse

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Ekel Unreinlichkeit Wollust Internet Dating Uder

Die Dreckschleuder aus der Singlebörse
Ich (m) habe vor ein paar Monaten mit meiner Freundin schlussgemacht. Ein wirklich liebes Mädel, klug, gepflegt, wir halten auch Kontakt, aber es war einfach irgendwie vorbei. Das ging dann danach für mich auch erst einmal eine Zeit lang gut, aber wie das so ist, entwickelt man wieder Bedürfnisse. Mich dann am Wochenende in irgendwelchen Clubs anzubiedern ist nicht mein Ding, Clubs an sich schon nicht. Also hatte ich den Plan eine ebenfalls suchende Singlefrau im Internet zu finden. Am Besten für eine längere Freundschaft, bis sich im Leben von einem von uns wieder etwas Ernsthaftes entwickelt. So weit die Theorie.

Die meisten Seiten taugen nichts, kosten Geld und sind voll mit falschen Profilen, aber es gibt tatsächlich eine Seite, auf der reale Frauen sind und man jemanden kennenlernen kann. Ich habe in den ersten Wochen gut 10 Kontakte geknüpft. Einige sind da wirklich etwas schräg, mit zwei Frauen habe ich mich dann aber getroffen. Mit der ersten Frau lief noch alles glatt, auch wenn die ein bisschen verrückt war. Das zweite Mädel allerdings hat mir den Spaß an der ganzen Sache dann endgültig verdorben. Die Wohnung machte schon keinen sauberen Eindruck. Typisches Negativbeispiel eines Studentenlochs. Auf dem Balkon stapelte sich Kram und gelbe Müllsäcke. In meinem Getränk schwamm eine Obstfliege, und wenn sie in die Küche ging, kam ein Gestank nach - ich weiß nicht was - heraus. Schimmlige Essensreste, Mülleimer, irgendwas. So erklärte sich dann zumindest wieder die Anwesenheit der Obstfliege.

Leider war ich zu geil um all die Lattenzäune, die mir vor den Kopf knallten, zu sehen, es kam zum Sex, der an sich auch noch lahm war. Da merkte ich bereits beim Eindringen mit dem Finger in die hintere Öffnung, dass ich da an irgendwas gestoßen bin. Okay, der Verdacht war bestätigt. Ich persönlich gehe ja vor einem Treffen noch einmal auf Toilette, aber gut, kann passieren, dachte ich mir. Beim nächsten und zum Glück letzten Treffen war es dann noch ein wenig unschöner. Weil sie es so gerne mochte, hinten oral bedient zu werden, wollte ich das wiederholen, doch dieses Mal stieg mir ein kräftiger Geruch nach Scheiße in die Nase. Ganz offensichtlich hatte sie dieses Mal an den Toilettengang gedacht, nur fehlte es nun an der äußeren Reinigung. Irgendwann befand ich mich wieder auf dem städtischen Müllbalkon und fragte mich bei einer Zigarette, was ich hier eigentlich mache. Diesmal sah ich auch den ganzen Ekel um mich herum. Diese "Affäre" wurde beendet, das gab uns beiden nichts. Leider hat sie mir auch noch ein Andenken mitgegeben und ich sitze hier nun mit juckendem Schwanz und hoffe auf einen baldigen Arzttermin.

Ich beichte, dass ich zu geil war und es dadurch mit der letzten Dreckschleuder getrieben habe, obwohl ich es hätte sehen und besser wissen müssen. Gestraft bin ich nun schon, trotzdem hoffe ich auf milde Worte. Lasst es euch gleichzeitig eine Warnung sein, was man im Internet so findet und achtet immer darauf, dass euch das Gummi nicht abrutscht.

Beichthaus.com Beichte #00034951 vom 26.01.2015 um 00:25:35 Uhr in Uder (36 Kommentare).

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Strafe unter Wasser

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Zorn Engherzigkeit Familie

Ich hatte in meiner Jugend - mittlerweile schon 25 Jahre her, ich bin jetzt Anfang 40 - kaum Freizeit, weil ich jeden Tag nach der Schule auf meinen jüngeren Bruder aufpassen musste. Es gab keinen Hortplatz und meine Eltern arbeiteten beide, hatten aber keine Lehre absolviert. Ich war verantwortlich, dass er seine Hausaufgaben macht, und bekam eine Strafe, wenn er sie nicht gemacht hat. Er hat oft riesiges Theater gemacht und ich bekam ihn nicht dazu, Hausaufgaben zu machen. Es war ihm egal, weil ja am Morgen in der Klasse eh schnell abgeschrieben wurde. Ich habe dann, als ich ungefähr 16 war, daran gedacht, mich umzubringen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe - unsere Eltern waren nicht nett, hatten auch während unserer Kindheit und Jugend Probleme mit Alkohol. Aber wegen der Bestrafungen gab ich damals meinem Bruder die Schuld und habe mich gerächt, indem ich ihn ins Wasser gestoßen und einige Zeit, natürlich nicht wirklich lange, unter Wasser gedrückt habe - er hatte extreme Wasserangst. Ich habe ihn natürlich schnell wieder rausgeholt und ihm angedroht, dass das noch ganz oft passieren wird, wenn er seine Hausaufgaben nicht macht. Seit dem Tag hat er sie gemacht, bevor die Eltern kamen.


Mittlerweile haben mein Bruder und ich keinen Kontakt mehr zu den Eltern. Wir sind beide glücklich mit unseren Partnern verheiratet, ich bin Mutter von zwei Söhnen und er wird demnächst zum ersten Mal Vater. Wir haben einen sehr engen Kontakt und ich bereue meine Tat am Weiher bis heute, auch wenn ich mich ganz bald darauf bei ihm entschuldigt habe. Das hat uns vielleicht sogar noch mehr zusammengeschweißt. Unsere Eltern haben sich übrigens nie entschuldigt.

Beichthaus.com Beichte #00034942 vom 25.01.2015 um 09:55:16 Uhr (9 Kommentare).

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