Seuchentrank auf Klassenfahrt
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In seinem Unterricht saßen wir ganz vorn. Ihre Bluse war immer noch einen Knopf offener als sonst, ihre Lippen immer noch eine Spur roter und ihr Blick klebte hartnäckig an ihm wie Kaugummi an der Schuhsohle, während er nur Augen für ihr freizügiges Dekolleté hatte. Natürlich fiel das auch der restlichen Klasse auf und Gerüchte begannen, ihre verderblichen Runden zu ziehen. Als sie erfuhr, dass er als Betreuer mit uns zur Abschlussfahrt der zwölften Klasse mitkommen sollte, war sie total aus dem Häuschen und schmiedete wahnwitzige Pläne, wie sie ihn ins Bett bekam. Auf meine Einwände hörte sie nicht, stattdessen kaufte sie sich Dessous, die selbst einer Prostituierten die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Schließlich war es so weit. Die Abschlussfahrt stand an, und meine beste Freundin hatte sich aufgetakelt als ginge sie ins Bahnhofsviertel arbeiten: High Heels, Mini, ein Top, das mehr zeigte als es verbarg. Unserem Casanova-Lehrer fielen fast die Augen heraus, genau wie dem Rest der Jungs aus der Stufe. Auf der Busfahrt erzählte sie mir haarklein von ihrem Plan: Sie wollte so tun, als habe sie sich bei irgendeiner Aktivität verletzt, würde ihn fragen, ob er ihr helfen könne und ihn dann, wenn er nachsehen würde, wie schlimm es war, verführen. Sie hatte das alles detailliert geplant und war sich sicher, dass dieser Plan funktionieren würde. Leider sah ich das genauso. Mir war klar, dass ich etwas unternehmen musste, um sie von ihrem wahnwitzigen Vorhaben abzubringen.
Alles Reden half aber nichts. Sie dachte weder an seine Frau, noch an seine Kinder, noch an ihr eigenes Abitur - und auch nicht an den Ruf, den sie weghatte, wenn die Nummer herauskam. In meiner Not fiel mir nichts Besseres ein, als in die Apotheke zu gehen und Abführmittel zu besorgen, das ich in ihre Trinkflasche füllen würde. Ich wusste, sie hasste nichts auf der Welt so sehr wie Durchfall und würde quasi schlagartig, schon aus Hygienegründen, ihre Pläne fallen lassen. Ich kippte also nach unserer Ankunft in einer unbemerkten Minute das Zeugs in ihre bereits etwas angetrunkene 1,5 Liter Flasche mit Cola drin. Dummerweise achtete ich nicht auf die korrekte Dosierung, da es schnell gehen musste. Kurz darauf nahm sie auch, wie geplant, einen ordentlichen Zug des teuflischen Druckstuhlgemisches. Einer der Jungs sah das und fragte, ob er auch was abbekam. Nun gut, Kollateralschäden musste man wohl in Kauf nehmen, dachte ich. Dummerweise war er nicht der Einzige, der auf die Idee kam, etwas davon zu wollen und so beobachtete ich mit wachsendem Entsetzen im Laufe der nächsten zehn Minuten, wie sich mehrere Schüler die Flasche griffen und daraus tranken. Meine beste Freundin klärte mich danach noch auf, dass das Zeugs zu gut der Hälfte aus Jägermeister bestand, was alle anderen wohl gewusst hatten, mir aber bis dato unklar gewesen war. Sie bot mir einen Schluck an und ich lehnte aus einem hanebüchenen Grund ab.
Ich begann jedoch genauso zu schwitzen, wie meine beste Freundin und die anderen, als das Gebräu seine tückische Wirkung in deren Eingeweiden zu entfalten begann. Bald bewegte sich der Erste zügig zur Toilette, wo er im weiteren Verlauf des Abends auch bleiben sollte. Keiner der anderen hielt es danach länger als zehn Minuten aus. Das braune Fiasko bahnte sich unerbittlich seinen Weg. Die Geräusche und Dämpfe, die aus den Toiletten drangen, spotteten jeglicher Beschreibung. Ich ließ die Flasche in der Zwischenzeit unauffällig verschwinden. Meine beste Freundin kam im Halbstundentakt totenbleich und vollkommen verschwitzt von der Toilette, trank eine komplette Flasche Wasser leer und verschwand danach wortlos wieder auf den Topf. Unsere beiden Betreuer, also Mr. Casanova und zwei weitere Lehrer, beschlossen im Laufe des Abends die Kursfahrt abzubrechen, da die mysteriöse Seuche insgesamt acht Schüler befallen hatte und weitere Schüler urplötzlich kränkelten. Ich vermute dahinter teilweise Hysterie, denn so viele Leute hatten gar nichts von dem perfiden Seuchentrank abbekommen.
Meine beste Freundin und besagter Casanovalehrer haben es dann übrigens doch noch getrieben - und zwar auf dem Abiball in einer Abstellkammer. Es war wohl echt mies, daher verflüchtigte sich ihr Interesse an ihm danach glücklicherweise recht schnell. Bis heute weiß allerdings keiner, was es mit dem Abbruch der Kursfahrt wirklich auf sich hatte und niemand hat jemals die Verbindung zu mir, respektive der Flasche Jäger-Cola hergestellt. Einzig meiner besten Freundin habe ich die Story mal im Suff erzählt und sie hat es mit einigem Humor genommen. Heute ist mir echt klar, dass ich verdammtes Glück hatte, die Sache hätte auch mit einer Klage wegen Körperverletzung enden können.