Die Feigheit der Gesellschaft

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Ignoranz Dummheit Feigheit Gesellschaft Zapfendorf

Vor einer, vielleicht auch vor zwei Stunden habe ich (w/19) meine kleine Schwester (10) von der Grundschule abgeholt. Da ich wusste, dass meine Mutter nicht plante, heute zu kochen, ging ich mit meiner Schwester in die nah gelegene Innenstadt, um sie auf eine Kleinigkeit zum Essen einzuladen. Nun standen wir dann essend an den Stehtischen einer Filiale des örtlichen Metzgers, als ich hinter mir laute Kinderstimmen hörte, die sich anscheinend amüsierten. Ich dachte mir nichts dabei, aber als das Gelächter auch nach einer gefühlten Ewigkeit nicht weniger wurde, drehte ich mich um und sah, wie so ziemlich jeder im Umkreis, drei halbstarke Kinder, die ungefähr elf Jahre alt waren. Diese versuchten gerade, drei Silvesterknaller so in dem Mülleimer zu platzieren, dass sie diese noch anzünden können. Natürlich unternahm keiner der Umstehenden, und es waren mindestens ein Dutzend Leute da, etwas, außer das Geschehen zu beobachten. Und, nachdem ich die Halbstarken recht schroff dazu aufgefordert hatte, den Unsinn zu unterlassen und sofort zu verschwinden, schnellstmöglich das Weite zu suchen. Ich beichte also, dass ich böser Mensch meiner Schwester ein Vorbild sein wollte und deshalb den armen kleinen Jungen den Spaß verdorben habe. Außerdem beichte ich, dass die offensichtliche Feigheit und Sensationslust der Zuschauer mich zum Ausrasten bringen könnte. Kann man denn nicht von einem Haufen Erwachsener erwarten, dass sie bei so etwas einschreiten und solchen Plagen mal die Meinung geigen, wenn die Eltern schon keine Ahnung von Erziehung haben?!

Beichthaus.com Beichte #00031939 vom 23.09.2013 um 14:16:13 Uhr in Zapfendorf (20 Kommentare).

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Die Bremsspur vernichtet

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Ekel Unreinlichkeit Rache Engherzigkeit Kollegen

Die Bremsspur vernichtet
Bei mir (w/26) auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die kaum einer leiden kann. Sie ist ständig krank, unzufrieden, erledigt Aufgaben nur, wenn man dabei sitzt, und verunglimpft mit Vorliebe andere Kollegen. Leider gibt es in unseren Arbeitsfeldern einige Schnittstellen, sodass ich häufig ihre Fehler und Versäumnisse ausbaden darf. Zusätzlich zu ihrer Arbeitseinstellung scheint sie auch menschlich eher defizitär aufgestellt zu sein. Aussagen wie "Frauen, die Miniröcke tragen, sind selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden" gehören bei ihr zur Tagesordnung. Der Betrieb, in dem wir arbeiten, hat dann einen Betriebsausflug ins Ausland unternommen, und wie das bei dieser Art von Veranstaltungen so ist, gab es Doppelzimmer. Und mich hat das Los getroffen, mit eben dieser Arbeitskollegin ein Zimmer zu teilen. Direkt, nachdem wir den Zimmerschlüssel bekamen, ging das Gezeter los: Sie bräuchte wegen ihres Asthmas das Bett am Fenster. Ich müsse meinen Zeitplan mit ihrem abgleichen, damit sie ausreichend Zeit im Bad und ausreichend Schlaf bekäme, dementsprechend müsste sie von sieben bis acht Uhr morgens das Bad benutzen. Und da unser Programm immer um halb neun startete, blieb mir nichts anderes übrig, als vorher zu duschen - natürlich leise! Mein persönlicher Höhepunkt war dann, dass sie mich bat, mich umzudrehen, damit sie die Kombination in das Zahlenschloss ihres Schminkkoffers eingeben konnte.

Zwei Tage lang habe ich mir ihre diversen Dramen (Wasser zu heiß, Wasserdruck zu niedrig, schlechtes Personal, dreckige Stadt, unbequeme Betten, schlechtes Essen, Wetter zu warm, Wetter zu kalt, mein Atmen stört beim Schlafen, meine Zahnpasta hat eine eklige Farbe etc.) gegeben, aber irgendwann rastet jeder normale, friedliche Mensch aus. Ich habe mich dann irgendwann für fünf Minuten alleine auf das Zimmer zurückgezogen, weil sich ein größeres Geschäft ankündigte. Nach Vollendung des Geschäftes fiel mir auf, dass es keine Toilettenbürste gab. Ich bin ziemlich hektisch geworden, weil die Vorstellung, dass die Olle vor dem gesamten Betrieb erzählt, dass ich Bremsstreifen im Klo zurückgelassen hätte, doch eher übel war. Ich beichte also, dass ich mit der Zahnbürste meiner Kollegin das WC von sämtlichen Bremsspuren befreit habe, die zwei Tage des ungewohnten Essen so verursachen können. Ich beichte auch, dass ich am Abend mit Genugtuung dabei zugesehen habe, wie sie sich die Zähne damit geputzte. Und als ich keine zehn Minuten später das nächste Genörgel zu hören bekam, war auch das schlechte Gewissen wie weggeblasen.

Beichthaus.com Beichte #00031937 vom 23.09.2013 um 13:51:57 Uhr (20 Kommentare).

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Mit Angie in ein besseres Leben

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Verzweiflung Peinlichkeit Intim Politik Essen

Mit Angie in ein besseres Leben
Seit Neustem habe ich wieder eine Freundin. Zwar ist es noch nicht ganz offiziell, aber alles läuft super und dieses Ergebnis ist abzusehen. Wir verbringen nahezu jeden Tag mindestens einmal kurz miteinander und das Wochenende besteht aus purer Zweisamkeit. Selbstverständlich […]
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Beichthaus.com Beichte #00031936 vom 23.09.2013 um 10:17:37 Uhr in 45219 Essen (Gustavstraße) (30 Kommentare).

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Die Chance auf den Traumprinzen

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Ekel Dummheit Verzweiflung

Vor zwei Wochen habe ich mit einigen Freunden und Freundinnen einen Ausflug in die Hauptstadt zu einem Bekannten gemacht, der vor drei Jahren von unserem Dorf nach Berlin gezogen ist. Der besagte Bekannte hat am dritten Abend unseres Trips eine Party geschmissen, die Dank großflächiger Dachwohnung auch entsprechend groß ausgefallen ist. Dort traf ich diesen tollen Typen, anscheinend ein Arbeitskollege meines Bekannten. Ich war zur Zeit Single und meine letzte Beziehung war schon mehr als zwei Jahre her, umso mehr war ich erstaunt, wie einfach mir eine Unterhaltung mit diesem Kerl fiel. Alles schien von selbst zu laufen. Ich habe nie daran geglaubt, dass es einen "Mister Right" gibt, aber dann saß er neben mir und lachte über meine Witze. Mit später Stunde stieg auch unser Alkoholpegel und ich bin nach der Feier noch mit ihm nach Hause, um einen Kaffee zu trinken. Ihr versteht, was ich meine? Kurz und knapp war es die beste Nacht meines Lebens. Am nächsten Morgen weckte mich mein Traumprinz sogar mit Brötchen und entschuldigte sich, da er einen wichtigen Termin hatte und bald das Haus verlassen musste. Er küsste mich zum Abschied und bat mich, meine Telefonnummer und Adresse da zu lassen, da er mich unbedingt wieder treffen wollte.


Ich fühlte mich wie im siebten Himmel und zog mich, kurz, nachdem er die Tür geschlossen hatte, an. Ich spürte, dass das meine perfekte Beziehung werden würde, nahm meinen Lippenstift und schrieb, wie man es aus den Filmen kennt, meine Nummer und Adresse an den Spiegel im Bad. Dann wollte ich noch etwas im Bad erledigen, ehe ich die Wohnung verließ, ich hatte nämlich die ganze Woche schon einen leicht gereizten Magen. Leider machte sich dies in meinem Stuhlgang bemerkbar. Ich weiß nicht, warum - aber scheinbar sind die Abflussrohleitungen in Berlin kleiner als bei uns, denn ich hatte die Toilette verstopft. Nun war mir die Sache ziemlich unangenehm und ich machte mich sofort auf die Suche nach einem Pümpel, den ich schließlich auch fand. Ich pumpte und pumpte, doch mein Malheur wollte nicht in der Rohrleitung verschwinden. Im Gegenteil: Ich machte alles noch viel schlimmer und drückte aus panischer Verzweiflung die Spülung einmal zu oft. Das Klo schwappte über und hinterließ eine hellbraune Brühe auf den weißen Kacheln am Boden. Dass es bestialisch stank, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich begann zu hyperventilieren und bekam einen Heulkrampf. Am Ende war ich so verzweifelt, dass ich den Lippenstift am Spiegel verschmierte und die Wohnung verließ, ohne eine weitere Notiz oder Sonstiges zu hinterlassen. Das Ganze ist mir so peinlich und ich bin unglaublich wütend auf mich selbst, da ich die wohl einzige Chance meines Lebens, meinen Traummann zu treffen, im wahrsten Sinne des Wortes verschissen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031931 vom 22.09.2013 um 01:24:12 Uhr (26 Kommentare).

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Streit um das dreckige Geschirr

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Unreinlichkeit Ekel Rache Engherzigkeit WG

Ich beichte, dass ich gerade das Handtuch meiner Mitbewohnerin benutzt habe, um mein Geschirr abzutrocknen und es danach fein säuberlich in den Schrank zurückgelegt habe. Wenn sie das wüsste, würde sie kotzen, sie ist nämlich sehr auf Körperpflege bedacht. Was andere hygienische Dinge betrifft, aber leider nicht so. Ich musste gerade mein Zeug in der Badewanne abwaschen, weil sie seit einer Woche die Spüle in der Küche mit ihrem Kram blockiert. Klar, ich hätte das auch einfach da ausräumen können, aber es ist nicht mein Job, einer fast dreißigjährigen ihren Scheiß hinterherzuräumen. Außerdem wollte ich sehen, wann es ihr selbst auffällt. Das tut es aber offenbar nicht - und das mach mich wahnsinnig. Schließlich habe ich ihn schon hundert Mal gesagt, dass sie ihren Kram nicht einfach in die Spüle stellen soll. Was mir daran wirklich leidtut, ist, dass ich so kindisch bin und mir nichts Besseres eingefallen ist, als ihr Handtuch zu benutzen. Das nächste Mal knalle ich ihr das dreckige Zeug ins Bett.

Beichthaus.com Beichte #00031930 vom 21.09.2013 um 13:33:17 Uhr (9 Kommentare).

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