Bindungsangst

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Engherzigkeit Trägheit Partnerschaft

Ich (m/Mitte 30) muss hier heute mal etwas gestehen: Ich weiß nicht, was Liebe zwischen zwei Menschen ist. Ich habe schon relativ früh, so mit 13, 14 Jahren gemerkt, dass alle um mich herum irgendwie total am Rumspinnen sind, man unbedingt "miteinander gehen" muss. Ich habe nie einen großen Bedarf danach verspürt. Klar weiß ich, was Sympathie ist und pflege auch Freundschaften. Sexuell gesehen bin ich hetero und habe auch meinen Spaß daran. Aber einen Menschen so sehr zu mögen, dass ich zum Beispiel fest mit ihr zusammenziehe oder gar heiraten würde, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Auch dieses "Kribbeln im Bauch" ist mir völlig fremd. Ich hatte aber nie auch nur das geringste Problem damit, Beziehungen völlig unerwartet und schnell zu beenden, wenn die Frau mich nervte oder sonst was. Mir tut es auch nicht weh, wenn eine Frau etwas mit mir beendet, Freunde verlieren dagegen empfinde ich als schlimm. Freundschaften mit Frauen sind übrigens kein Problem, eine Bekannte bezeichnet mich im Spaß immer als ihren nicht-schwulen schwulen besten Freund, weil ich eben keine Hintergedanken habe.

Die einzige Art von Liebe, die ich kenne und fühle, ist die gegenüber meiner Familie und meinen Haustieren. Dafür würde ich alles tun. Aber mein Empfinden anderen Menschen gegenüber geht über Sympathie und "mögen" einfach nicht hinaus. Daher hab ich mich entschieden, alleine zu bleiben, denn es wäre unfair einer Frau gegenüber, die weit mehr Gefühle in mich investiert (ja, blöde Wortwahl, aber ich denke ihr versteht, wie ich es meine!) als ich ihr entgegenbringen kann. Klar bin ich auch manchmal einsam. Aber ich will ja auch niemandem wehtun, denn das tut mir dann schon leid. Ich bin auf Anraten meiner Familie und einiger Freunde übrigens auch mal zum Psychiater deshalb gegangen, der sich das ganze anhörte und dann meinte, das sei keine Störung in seinen Augen, entweder sei ich eben so, oder die Frau, die mich knackt, wäre mir eben noch nicht über den Weg gelaufen, und dabei belasse ich es auch, was Ursachenforschung angeht. Ich hatte weder eine schwere Kindheit, noch hat mich je jemand falsch angefasst, ich habe keinen besonderen Fetisch, nichts. Auch mein Leben ist als normal zu bezeichnen, Arbeit und Hobbys lasten mich gut aus, ich bin soweit zufrieden nur kann ich eben einfach nicht in "Paarform" lieben und leben. Ich spiele aber auch nie mehr einer Frau etwas vor, seit ich das wirklich weiß. Das habe ich eh nur zweimal, meine anderen Partnerinnen meinten eher, die Liebe käme mit der Zeit. Ist das schlimm? Ich empfinde es gar nicht so sehr so, da ich es nicht anders kenne, aber mein Umfeld reagiert gerade bei neuen Bekanntschaften schon manchmal komisch darauf.

Beichthaus.com Beichte #00031106 vom 30.04.2013 um 09:53:22 Uhr (16 Kommentare).

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Sehenden Auges in die Krankheit

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Maßlosigkeit Selbstverletzung Ernährung Regensburg

Ich (w/20) war lange Zeit extrem übergewichtig. Ich war während meiner Pubertät von schlimmen Gefühlsschwankungen geplagt - die meisten Mädchen werden das wohl kennen - und habe sie durch übermäßiges Essen versucht zu kompensieren. Damals habe ich bei einer Größe von 1,78 Meter über 90 Kilo gewogen und ein Ende war nicht in Sicht. Mit 17 Jahren habe ich einen unglaublich tollen Jungen kennengelernt. Er war der erste, der mich so sah, wie noch niemand zuvor: als die schöne junge Frau, die ich wohl irgendwo unter der Oberfläche die ganze Zeit gewesen war. Ich habe mit seiner Hilfe und angespornt durch seine Liebe über 20 Kilo abgenommen, ich stehe in der Blüte meines Lebens und werde endlich von der Gesellschaft voll akzeptiert. Wir sind jetzt seit drei wundervollen Jahren zusammen, wir sind glücklich und planen momentan unsere Hochzeit. Alessandro, ich liebe dich und will dich um jeden Preis heiraten.


Bis dahin wäre es eine wundervolle Geschichte, nicht wahr? Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan. Nun aber zu meiner Beichte: Obwohl mir mein Freund jeden Tag sagt, dass ich schön bin, bin ich nicht zufrieden mit meinem Körper. Mein Kopf kann den Gedanken nicht lassen, dass jedes Gramm Fett, jedes Stückchen Schokolade, jedes Eis im Sommer, jedes Plätzchen zur Weihnachtszeit Gift ist und strikt vermieden werden sollte. Ich arbeite als Krankenschwester in einer Kinderklinik, bin den ganzen Tag nur am Laufen und gehe nach der Arbeit noch Joggen. Ich war seit einem Vierteljahr nicht mehr bei meinen Eltern, weil da jedes Mal aufgekocht wird, dass man eine ganze Armee verköstigen könnte. Und und und. Ich bin auf dem besten Weg, sehenden Auges in eine Essstörung zu laufen. Und ich kann es niemandem sagen.

Beichthaus.com Beichte #00031099 vom 28.04.2013 um 22:15:09 Uhr in Regensburg (19 Kommentare).

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Thrift Shopping

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Diebstahl Waghalsigkeit Habgier Shopping

Thrift Shopping
Ich (m/18) kaufe Anziehsachen öfters mal für weniger Geld, als sie kosten. Und zwar mache ich das, indem ich Preisschilder von billigen Klamotten zu teuren wechsel. Natürlich weiß ich, dass Diebstahl nicht gut ist, aber meine Mutter ist alleinerziehend und arbeitsunfähig. Also gehört sie nicht zu der asozialen Sorte der Harz IV Empfänger, die arbeiten könnten, aber zu faul sind. Ich mache gerade Abi und möchte anschließend studieren. Wenn ich dann anschließend verdiene, bin ich auch bereit meine Sachen ehrlich einzukaufen, aber momentan sehe ich keinen anderen Ausweg. Ich weiß, ich könnte mich auch mit den billigen Sachen zufriedengeben, jedoch entsprechen sie nicht meinem Geschmack und zweitens weiß doch jeder, wie wichtig teure Kleidung in unserer heutigen oberflächlichen Gesellschaft ist.

Beichthaus.com Beichte #00031084 vom 26.04.2013 um 22:03:24 Uhr (30 Kommentare).

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Die Tomatendiebe

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Diebstahl Schamlosigkeit Kinder Nachbarn Erlach

Hiermit beichte ich (w/20), dass meine beste Freundin und ich vor über zehn Jahren bei einer sehr netten Nachbarin geklaut haben. Wir haben durch eine Lücke in einer Hecke einen richtig tollen Gemüsegarten gesehen und es waren viele reife und wirklich große Tomaten an den Stauden, so dass wir uns dachten, dass wir uns welche nehmen. Nur war es so, dass man sich dazu erst mal durch die Hecke quetschen musste und dann noch einen recht großen umgegrabenen Platz überqueren musste, der von einigen Fenstern des Hauses gut einsehbar war. Wir haben uns bestimmt fünfmal getraut, jeweils ein oder zwei Tomaten zu nehmen, bis wir schließlich endlich zufrieden waren. Danach hatten wir auch noch den klugen Einfall, zu klingeln und zu fragen, ob wir zwei Tomaten haben dürften. Wir mussten wohl sehr nett ausgesehen haben, jedenfalls hat die Dame sofort zugestimmt und ist durchs Haus in den Garten. Wir haben sie sogar bis zur Eingangstür schimpfen hören, aber als sie wieder kam, drückte sie uns freundlich lächelnd zwei Tomaten in die Hände.


Es tut mir ziemlich leid, dass wir eine nette Frau um ungefähr zehn Tomaten beschissen haben und danach auch noch die Dreistigkeit besaßen, zu fragen, ob wir welche bekommen. Ich muss immer wieder daran denken, wie frech und verschlagen das gewesen war und dennoch grinsen wir immer, wenn wir uns gegenseitig daran erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00031041 vom 17.04.2013 um 00:21:42 Uhr in Erlach (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Braves Mädchen

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Lügen Verzweiflung Familie Partnerschaft

Ich (w/23) habe zu beichten, dass ich meinen Vater schon sehr lange anlüge und hintergehe. Angefangen hat alles kurz vor meinem 19. Geburtstag. Ich lernte damals einen Typen kennen, der rund zehn Jahre älter ist als ich. Mein Vater hat von Anfang an gesagt, dass das nicht in Ordnung sei und dass er alles unternehmen werde, falls ich es mir nur durch den Kopf gehen lassen würde, mit diesem Menschen eine Beziehung zu beginnen. Vielleicht muss ich noch erwähnen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger immer ein braves Mädchen gewesen bin. Ich habe meist das getan, was mein Vater von mir verlangt hatte, da er für mich eine große Respektsperson war. Nun konnte ich mich aber nicht daran halten, da ich diesen Menschen kennen- und wirklich lieben gelernt habe. Hinzu kam, dass ich mir selbst immer wieder sagte: "Es kann nicht sein, dass mein Vater über mein Leben bestimmt." Ich stand auch offen zu meinem Freund, habe anfangs meinen Vater nicht angelogen. Dies endete dann in einem absoluten Desaster. Mein Vater drohte mit Anwalt und Polizei. Heute kann ich nur noch darüber lachen, was will man uns schon tun. Zudem wollte er mich in die Klappsmühle stecken, falls ich nicht aufhören würde, mich mit meinem Freund zu treffen.

Es gab wüste Beschimpfungen seitens meines Vaters und noch vieles mehr. Dies alles führte dazu, dass ich irgendwann auf das Schema "braves Mädchen" zurückgriff. Ich sagte ihm nach einem Jahr des Terrors, dass er recht gehabt habe, dass mein Freund nicht gut für mich gewesen sei und dass ich mich nun von ihm getrennt hätte. Seinen überaus zufriedenen Blick vergesse ich nicht so schnell, es war fast schon ein triumphierender Blick. Nun zu meiner Beichte: Ich belüge meinen Vater täglich, da ich immer noch sehr glücklich mit meinem Freund zusammen bin. Ich habe ein schlechtes Gewissen dabei. Ich habe momentan aber nicht den Mut, meinem Vater die ganze Wahrheit zu sagen, da ich Angst habe, diesen ganzen Scheiß nochmals durch zu machen. Ich weiß, dass ich es früher oder später sagen muss, oder es kommt sonst wie ans Licht, aber jetzt geht das einfach nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031030 vom 14.04.2013 um 18:20:42 Uhr (29 Kommentare).

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