Zufrieden mit Hartz IV

63

anhören

Faulheit Trägheit Verschwendung Selbstsucht Arnstadt

Ich (m/26) sitze gerade auf meinem Sofa, gucke R*L, trinke Bier, lese hier Beichten, und verachte meine Schwester. Sie ist zwei Jahre älter als ich und verdient locker 5000 bis 6000 Euro im Monat, fährt mein Traumauto, wohnt nun in einer Villa, und ist sogar schon verlobt. Sie hat als Beste ihrer Studentenkameraden in Betriebswirtschaftslehre, oder so, abgeschnitten und hat jetzt ein perfektes Leben. Ich habe meinen Hauptschulabschluss nicht geschafft und, von bestimmt 200 Bewerbungen, nur drei Zusagen für eine Ausbildung als Maschinenführer bekommen. Nach vier Monaten wurde mir dort gekündigt. Seit dem kriege ich keinen Job und keine Ausbildung. Aber eigentlich will ich auch gar nicht arbeiten, ich bin so zufrieden mit meinem Leben als Hartz-IV-Empfänger, weil alle so dumm sind, und mir so ein schönes Leben ermöglichen. Ich bekomme mein Leben bezahlt. Mein Leben ist genauso perfekt, wie das meiner dummen Schwester! Ich verachte nicht nur sie, sondern auch den deutschen Staat, denn ich bekomme echt alles geschenkt, wie die Miete, Autokosten, und so weiter, ich habe bisher jedes iPhone-Modell gehabt, ein MacBook und eine fette Surroundanlage. Und das, obwohl ich noch nie in meinem Leben gearbeitet habe, während meine naive Schwester für die Schule und das komplette Studium gelernt hat. Sie muss nun sehr viel arbeiten und hat eigentlich nichts von ihrem vielen, verdienten Geld. Ich aber sitze hier rum, habe den ganzen Tag Freizeit, kann tun und lassen, was ich will. Das Einzige, das mir fehlt, ist eine Freundin, aber sonst geht es mir super.
Vielleicht versteht ihr, was ich meine: Meine Schwester arbeitet sich bestimmt bald krank, ihr alle bezahlt das Leben von Hartz-IV-Empfängern und ich mache mir einen Fetten. Sicher, es gibt auch Ausnahmen, Leute, die krank sind und wirklich nicht arbeiten können, um die tut es mir leid, falls die mal wegen mir benachteiligt werden sollten.

Beichthaus.com Beichte #00031503 vom 25.06.2013 um 01:31:17 Uhr in 99310 Arnstadt (Prof.-Frosch-Straße) (63 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Danke an die Ex meines Freundes

11

anhören

Hass Zorn Ex Berlin

Ich (w/22) habe einen abartigen Hass auf die Ex meines Freundes. Die beiden waren über vier Jahre zusammen, in dieser Zeit hat sie ihn mehrfach betrogen, was er aber erst im Nachhinein durch gemeinsame Freunde erfahren hat, oder als sie zwei Tage nach Beziehungsende ihre Sachen mit ihrem Neuen abgeholt hat. Vielen Dank an dieses Drecksluder dafür, dass mein Freund ihretwegen in seinem Selbstwertgefühl so verletzt ist, dass er sich grundlos einen Kopf macht, wenn ich ohne ihn etwas unternehme. Danke dafür, dass ich ihr Rumgehure ausbaden kann. Dieser Person wünsche ich nur, dass sie in jedem einzelnen Bereich ihres Lebens scheitert, dass sie von ihrem Neuen so verarscht wird, dass sie nicht mehr hochkommt. Jeder sollte wissen, dass sie nichts ist, als ein dummes Flittchen, dass es ohne Unterstützung ihres Freundes oder ihrer Eltern nicht einmal schafft, alleine eine Bewerbung zu schreiben, und das im Alter von 21 Jahren, geschweige denn, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Leute ausnutzen und sich aushalten lassen - mehr konnte sie noch nie. Niemals ist sie mit etwas zufrieden, niemals kommt ein Danke, niemals könnte man einfach glücklich sein - man muss einfach immer mehr wollen, egal was man anderen antut. Ihr habe ich nur eins zu sagen: Schmor in der Hölle - irgendwann stehst du ganz alleine da. Bereuen tu ich nur eins - dass ich mein Leben von so einer beeinflussen lasse und ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich ohne meinen Freund etwas unternehme.

Beichthaus.com Beichte #00031498 vom 24.06.2013 um 16:19:10 Uhr in 10115 Berlin (Chausseestraße) (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Badehosen für die Flutopfer

17

anhören

Engherzigkeit Morallosigkeit Zorn Ignoranz Gesellschaft München

Ich möchte beichten, dass ich laut meiner Schwester "ein egoistisches Arschloch" bin, da mir diese ewigen Spendenaktionen für die Flutopfer mittlerweile unglaublich auf die Nerven gehen. Nein, liebe Gesellschaft, ich möchte weder näher zusammenrücken, noch meine Seele reinigen oder derartigen Unsinn. Ich habe aber trotzdem gerade eine große Tüte mit Klamotten gefüllt, die ich nicht mehr anziehe, welche aber praktisch neuwertig sind. Für die Flutopfer. Nicht aus Nächstenliebe oder zu meinem Seelenfrieden, sondern weil ich mich auch über warme Stricksocken freuen würde, wenn ich alles verloren hätte und durchnässt wäre. Aber ich musste total lachen, als ich überlegt habe, ob ich den Flutopfern eine Badehose dazugeben sollte. Mir tut es leid, so herzlos zu sein, aber diese ganze Scheiße langweilt mich tierisch! Außerdem tut mir mein extrem schwarzer Humor leid, aber die Vorstellung ist einfach zu witzig.

Beichthaus.com Beichte #00031385 vom 08.06.2013 um 14:30:10 Uhr in München (Neuhauserstr.3) (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wütend auf den Zockerkollegen

11

anhören

Drogen Aggression Zorn

Ich (m/25) bin oft wütend auf meinen Kumpel, obwohl der nichts dafür kann. Die Sache ist die, dass ich die letzten drei Jahre nur gekifft habe und vor Computern saß, und so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt hatte, außer ein paar Zockerkollegen. Ich war oft auch arbeitslos, wenn auch nicht durchgehend. Seit einem halben Jahr trainiere und laufe ich regelmäßig, zocke und kiffe nicht mehr und habe sogar mit den Zigaretten Schluss gemacht. Ich habe mich sehr zum Positiven gewandelt, seit einiger Zeit habe ich auch eine neue Arbeit. Nur im sozialen Bereich ist es sehr schwer weiter zu kommen, und zum Beispiel "normale" Freunde zu finden, da mich mein Lebensstil der letzten Jahre sehr schüchtern, und ein wenig weltfremd, gemacht hat. Ich habe oft vor fremden Menschen Angst, weshalb es mir schwerfällt, einfach mal mit jemandem etwas zu unternehmen, den ich nicht besonders gut kenne.

Ich habe nur einen Kumpel, mit dem ich aber nicht mehr viel gemeinsam habe, und manchmal ärgere ich mich richtig über ihn, weil er nie Lust hat, mit mir einen trinken zu gehen oder sonst etwas zu machen, das nicht bei ihm zu Hause ist. Er ist eben der typische Zocker geblieben, der auch ich einmal war. Manchmal ist ein richtig schöner Tag, und wenn ich frei habe, würde ich gerne mal in die Stadt einen trinken gehen, aber meinen Kumpel brauche ich nicht mal mehr fragen, weil der sowieso nicht aus dem Haus geht.
Also beichte ich hiermit, dass ich mich oft über meinen Kumpel ärgere, auch wenn der nichts dafür kann, schließlich soll jeder so leben, wie er will. Ich arbeite an meinem Sozialverhalten und habe einen Arbeitskollegen, der sicher mal mit mir was trinken geht, wenn ich ihn frage, ich muss mich nur noch überwinden. Aber ich bin guter Hoffnung, dass ich irgendwann mal ein ganz normales, zufriedenes Leben führen kann.

Beichthaus.com Beichte #00031315 vom 31.05.2013 um 18:12:53 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Durch Willensstärke ist alles machbar

15

anhören

Hass Vorurteile Ignoranz

Ich (m/16) bin ein Mensch, der immer einige Probleme hatte, die dazu geführt haben, dass ich oft Kommentare einstecken musste. Ich bin von Natur aus nahezu ohne Muskeln geboren, mit Hängeschultern bis zum Bauchnabel, Armen, die durch Windstärke vier zu zerbrechen drohen und einer Hühnerbrust, bei der man die Rippen durch das T-Shirt sehen konnte. Außerdem habe ich ziemlich gelispelt. Meinem Umfeld ist dies aufgrund der Gewohnheit nicht stark aufgefallen, dem Rest jedoch schon. Da hört man schon mal Kommentare wie "Spargeltarzan", "Komm ich nehme dir die Tasche ab, nicht dass du umfällst", oder auch einfach nur Wiederholungen von Worten, die ich aufgrund des Lispelns falsch aussprach. Irgendwann hatte ich die nötige Motivation und Ambition gesammelt, um zum nächstbesten Logopäden zu gehen und mich dort behandeln zu lassen. Nach einem gescheiterten Versuch ging ich es nach ein paar Monaten erneut an, und siehe da, ich habe das Lispeln verlernt. Mein Umfeld hat es dann plötzlich gestört, dass sie sich umgewöhnen mussten, aber mittlerweile sind sie es auch gewohnt. Nun war ja noch das Problem der körperlichen Beschaffenheit, wobei ich hier anmerken muss, dass es mir hierbei nicht wirklich um mein Umfeld ging, von mir aus hätte man mir mein Leben lang dazu Sprüche reindrücken können, aber es ging wirklich um persönliches Wohlbefinden. Also die Fitness und natürlich die Zufriedenheit mit der Ästhetik, wobei das, denke ich mal, bei jedem eine Rolle spielt. Nun gehe ich seit über einem halben Jahr trainieren und sehe schon meine Erfolge. Sie sind nicht groß, und mein Körper braucht recht lange um sich zu steigern, aber trotzdem sehe ich jetzt normalgewichtig aus und bin es inzwischen auch.


Lange Rede kurzer Sinn: Seitdem ich alle Probleme, die irgendwie zu bewältigen waren, gelöst habe, kriege ich das Kotzen, wenn ich Leute höre, die Lispeln, oder übergewichtige Menschen sehe, die auch anscheinend damit nicht zufrieden sind. Genauso bei Leuten, die sich zu dünn finden, oder nicht sportlich genug. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch Willensstärke alles machbar ist, und wenn die Leute damit unzufrieden sind, oder sich sogar neben mir darüber beschweren, dann kann ich nicht nachvollziehen, wieso diese Leute nicht einfach ihren Arsch bewegen und endlich etwas dafür tun.

Das Problem ist, ich bin in der Meinung immer ziemlich gespalten. Einerseits könnten sie etwas tun damit sie glücklicher werden und einfach diesen Weg beschreiten, ohne lange nachzudenken, andererseits tut es mir auch leid, dass ich solche Gedanken habe, weil man nie weiß, welche Gründe die Leute haben. Ich denke, beim Lesen versteht man, was ich meine. Einerseits kann es sein, dass die Person einfach nur zu faul ist, und derjenige eigentlich keine Berechtigung hat sich zu beschweren, weil es ja selbst verschuldet ist, andererseits gibt es auch Einzelfälle. Ich weiß, das ist nur eine halbe Beichte, weil ich eigentlich zu beiden der oben genannten Aspekte stehe. Jedoch denke und hoffe ich, dass der Aspekt, bei dem ich nichts zu Beichten habe, von euch nachvollzogen werden kann. Ich bitte um Absolution für den Hass, den ich entwickle, und ich versuche, das in den Griff zu bekommen und Leute nicht mehr im Voraus zu verurteilen.

Beichthaus.com Beichte #00031294 vom 28.05.2013 um 18:32:17 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000