Unschuldige Spiele mit dem Hund

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Masturbation Peinlichkeit Tiere

Als ich ein unschuldiges Kind im einstelligen Alter war, kamen manchmal Freunde meiner Eltern zu Besuch und brachten ihren mittelgroßen Hund mit, den sie nicht alleinlassen wollten. Ich spielte dann immer mit dem, in Blickweite der Erwachsenen. Dieser Hund fand äußerst großen Gefallen daran, mein Bein zu umklammern und sich daran zu stoßen. Ich hatte keine Vorstellung davon, was er da tut, aber ich fand es lustig. Die Besitzer nicht so sehr. Sie riefen den Hund dann immer zur Ordnung. Ich verstand nicht warum, er tat ja nichts, und bot dem Hund wieder mein Bein zum Spielen an. Das Ganze wiederholte sich dann und ich hatte das Gefühl, dass die Stimmung zwischen den Erwachsenen immer weiter kippte und sie peinlich berührt waren. Irgendwann kamen besagte Freunde dann nicht mehr zu Besuch. Jetzt, knapp 25 Jahre später frage ich mich, ob sich meine Eltern daran noch erinnern. Könnte eine lustige Anekdote sein, aber ich mag sie nicht darauf ansprechen.

Beichthaus.com Beichte #00038840 vom 21.10.2016 um 22:53:38 Uhr (4 Kommentare).

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Überdosis im Krankenhaus

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Feigheit Falschheit Arbeit Gesundheit

In der 10. Klasse muss man am Gymnasium pflichtmäßig zwei Wochen ein Praktikum absolvieren. Als es bei mir (w) vor einigen Jahren so weit war, bewarb ich mich im städtischen Krankenhaus, wurde aber von den Ärzten in meiner gewählten Abteilung nach wenigen Tagen auf die Station in die Pflege abgeschoben und musste dann dort mit anpacken. Irgendwann sollte ich einer Patientin ihre Medikamente für den Abend bringen, darunter waren auch einige ziemlich heftige. Allerdings waren in der Tablettenbox im Kästchen für den Abend schon ein paar Tabletten drin. (Das waren wohl die, die sie sich von zu Hause mitgebracht hatte, weil sie die täglich nehmen musste. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.) Sie wies mich darauf hin, dass sie nun einige der Medikamente doppelt hätte, ob mir das aufgefallen sei und ob sie das wirklich alles nehmen müsse.

Ich hatte schon mehrmals gesehen, dass Patienten von einem Medikament gleich zwei Tabletten bekamen, damit die Dosierung stimmt, also dachte ich mir nichts dabei. Ich ging davon aus, dass einer der Pfleger ihr die Medikamente schon vorher gegeben hatte und ich ihr die jetzt noch fehlenden geben sollte. Ich bejahte ihre Frage, ob sie das tatsächlich alles nehmen muss, und erklärte ihr, dass es ganz normal sei, dass man mal zwei Tabletten von einem Medikament nehmen muss, da das bei vielen Patienten so sei.

Etwa eine Stunde nach dem Abendessen nahm das Unglück dann seinen Lauf: Die Klingel für ihr Zimmer läutete und eine Krankenschwester ging nach ein paar Minuten hinein. Plötzlich ging der Alarm für das besagte Zimmer los, sodass alle Pfleger und ich hinzugestürmt kamen. Die arme Frau lag in ihrem eigenen Erbrochenen und fast nicht mehr ansprechbar im Bett. Ich dachte mir immer noch nichts dabei und ging, nachdem alle Maßnahmen getroffen waren, nach Hause. Als ich am nächsten Morgen zur Frühschicht erschien, war die Frau bei der Übergabe natürlich das Thema Nummer Eins. Sie war im Laufe der Nacht wieder ansprechbar geworden und es ging ihr so weit gut. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie eine Überdosis an Tabletten genommen hatte. Sie hatte sie auch noch alle gleichzeitig genommen, weshalb das so reingehauen hatte - dafür konnte ich aber wirklich nichts.

Als in der Nacht herauskam, dass sie die Tabletten des Krankenhauses und auch noch ihre eigenen gefuttert hatte, glaubte jeder an seinen Selbstmordversuch, da die Patientin in den Tagen zuvor ziemlich jammerig und depressiv gewesen war. Sie erzählte, dass eine Krankenschwester zu ihr gesagt hätte, sie solle alle Tabletten nehmen, aber das hielten alle für eine billige Ausrede - welche Krankenschwester würde denn schon so etwas tun? Mir dämmerte in diesen Momenten natürlich, was geschehen war, doch ich hielt die Klappe, weil ich Angst hatte. Die Frau wurde als psychisch labil abgestempelt, die Ärzte der Station forderten noch am selben Tag ein psychologisches Konsil an. Leider weiß ich nicht genau, was aus der Frau geworden ist, denn mein Praktikum war dann kurz darauf zu Ende. Überlebt hat sie es auf jeden Fall ohne Folgeschäden. Aber ich schäme mich noch heute für meine Unachtsamkeit und vor allem dafür, dass ich nicht zu meinem Fehler gestanden habe.

Beichthaus.com Beichte #00038839 vom 20.10.2016 um 16:29:42 Uhr (23 Kommentare).

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Punker mit Topgehalt

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Falschheit Vorurteile

Ich (m/20) bin Punk und Antifaschist und gehe oft auf die Straße, um gegen rechtes Gesindel vorzugehen - und damit meine ich das volle Programm! Viele bezeichnen mich als linke Zecke, außerdem schimpfe ich gegen Polizisten und hänge viel mit Ähnlichgesinnten herum. Was viele jedoch nicht wissen, ist, womit ich mein Geld verdiene. Ich arbeite in der Drohnenwartung in Kriegsgebieten und unterstütze diese Kriege damit. Ich habe die Hälfte des Jahres Urlaub und habe ein Jahresnetto, das den Betrag, der einer vierköpfige Familie zur Verfügung steht, meistens übertrifft. Ich möchte also beichten, dass ich eine unglaublich schlimme Doppelmoral pflege. Und wenn mich wer auf der Straße sieht, höre ich oft Sachen wie: "Geh arbeiten und liege dem Staat nicht auf der Tasche" - obwohl ich mehr verdiene, als 95 Prozent der Deutschen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038838 vom 20.10.2016 um 12:10:50 Uhr (16 Kommentare).

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Ist jemand gestorben?

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Falschheit Hochmut Polizei

Ich bin Bestatter. Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind wir nicht den ganzen Tag im Leichenwagen unterwegs, sondern häufig auch in Zivilfahrzeugen. So bezeichnen wir bei uns die handelsüblichen PKWs ohne Firmenaufschrift. Diese verwenden wir, um zu Angehörigen zu fahren, um Formalitäten auf Ämtern zu erledigen, oder um zu Beerdigungen zu fahren. Wer es nicht weiß, erkennt uns im PKW somit nicht als Bestatter. Letzte Woche sind ein Kollege und ich von einem Trauergespräch mit Angehörigen zurück in die Firma gefahren. Natürlich kam es, wie es kommen musste. Eine Polizeikontrolle lag auf unserem Weg und wir wurden rausgewunken. Das war eine größere Aktion, die Polizei hatte einen ganzen Parkplatz besetzt.

Also hielten wir an, eine junge Polizistin kam ans Auto und ich öffnete die Scheibe. Sie sah nun vor sich zwei Herren sitzen, beide mit schwarzem Anzug, weißem Hemd und schwarzer Krawatte. Erschrocken fragte sie uns, ob jemand gestorben sei. Wahrheitsgemäß beantwortete ich die Frage mit "Ja." Daraufhin entschuldigte sie sich vielmals für die Unannehmlichkeiten und ließ uns sofort weiterfahren. Wir hätten sowieso nichts zu verbergen gehabt, aber irgendwie fühlten wir uns auch ein wenig schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00038837 vom 19.10.2016 um 16:08:42 Uhr (13 Kommentare).

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Ja, das schmeckt nach Zuckerwatte!

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Lügen Falschheit Ekel Engherzigkeit Kinder

Die Geschichte liegt schon einige Jahre zurück, um genau zu sein, fand das Ganze vor 12 Jahren statt. Meine Eltern luden ca. ein Mal im Jahr ihre alten Schulfreunde ein, welche ebenfalls ein Kind hatten, einen Sohn, der nicht nur sozial unfähig, sondern auch strohdoof war. Allerdings war dieser auch zwei Jahre jünger als ich (m/21). So kam es, da unsere Eltern einen guten Kontakt zu ihren Freunden pflegen wollten, dass es uns (mir und meiner jüngeren Schwester) aufgezwungen wurde, mit diesem Kind zu spielen. Meistens haben wir uns über ihn lustig gemacht, was aber relativ harmlos war, im Gegensatz zu dem besagten Jahr.

Ich habe ihm erzählt - wie ich darauf gekommen bin, weiß ich nicht mehr - dass mein Arschloch nach Zuckerwatte schmecken würde. Nach einer langen Diskussion über den Wahrheitsinhalt dieser Aussage haben wir dem Jungen gesagt, er könne ja mal probieren. Er weigerte sich zuerst, doch als ich meinte, dass das bei meiner Schwester eben den gleichen Geschmack hat, haben wir ihn überzeugt, eine Kostprobe zu nehmen. Ja, er hat es tatsächlich gemacht, zuerst bei meiner Schwester. Zu unserer Verwunderung und wahrscheinlich auch zu seiner, war der Geschmack von Zuckerwatte zu verwechseln ähnlich. Nach diesem Erfolg hat er es auch bei mir gewagt. Seinen Gesichtsausdruck danach werde ich wohl niemals vergessen. Es muss geschmeckt haben wie eine verweste Ratte. Nach einigen Jahren habe ich ihn dann in einem sozialen Netzwerk gefunden und gefragt, ob wir mal zusammen Zuckerwatte essen gehen wollen. Inzwischen tut es mir wirklich leid, was wir diesem Kind angetan haben.

Beichthaus.com Beichte #00038836 vom 19.10.2016 um 14:32:23 Uhr (18 Kommentare).

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