Der gestohlene Einkaufswagen

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Verzweiflung Engherzigkeit Selbstsucht Shopping Nürnberg

Ich (w) bin normalerweise ein totaler Moral- und Werteapostel und habe eine Verzweiflungstat zu beichten. Ich lerne Erzieherin und wir hatten eine kleine Halloweenparty geplant, für die ich noch einige Dinge besorgen sollte. Ich fuhr dann direkt nach der Arbeit zum Einkaufszentrum. Als ich mein Fahrrad abstellte, meldete sich jedoch meine Blase, die entleert werden wollte. Leider gehöre ich zu den Menschen, die keine öffentliche Toilette benutzen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Darauf bedacht, möglichst schnell nach Hause zu kommen, bin ich in den Laden gelaufen, ohne mir einen Einkaufswagen zu nehmen. Das habe ich natürlich erst bemerkt, als ich schon drei Sirupflaschen in der Hand hielt und feststellte, dass es kaum noch möglich war, die restlichen Einkäufe zu tragen. Dummerweise hat meine Blase aber so sehr gedrückt, dass ich kaum noch stillstehen konnte. Und was sollte ich in meinem Dilemma tun? Die Sachen stehen lassen, nach Hause fahren und dann erneut zum Einkaufen fahren? Oder sollte ich das irgendwie aushalten? Wobei ich dann natürlich immer noch keinen Wagen gehabt hätte. Bis mir dann die Rettung auffiel - vor mir stand nämlich eine Frau, die gerade in einen anderen Gang ging, um dort etwas zu holen. Und sie hatte einen Einkaufswagen. Ich nutzte die Chance, nahm ihre drei Sachen aus dem Wagen, stopfte sie in ein Regal und floh dann schnell in einen anderen Gang. Liebe Dame vom Einkaufen - es tut mir leid, dass ich das getan habe, aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Ich hoffe nur, der Einkaufschip, der in dem Wagen steckte, war kein wichtiges Andenken oder Ähnliches. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00032209 vom 11.11.2013 um 22:30:01 Uhr in 90491 Nürnberg (Äußere Bayreuther Str.) (15 Kommentare).

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Unfähiges Personal in der Arztpraxis

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Engherzigkeit Falschheit Dummheit Hass Gesundheit

Ich hasse diese Art Menschen, die denkt, dass sie immer alles besser wüssten, als die anderen. Am Schlimmsten empfinde ich die sogenannten medizinischen Fachangestellten bei Ärzten, die sich benehmen, als hätten sie selbst Medizin studiert. Ich arbeite bei einem überregionalen ambulanten Pflegedienst als examinierte Kraft. Bei meiner Tätigkeit muss ich mich wohl oder übel oft mit diesem "Fachpersonal" auseinandersetzen - zum Beispiel um Verbandsmaterial zu besorgen. Für alle, die sich nicht damit auskennen: Das Material wird vom Arzt verschrieben und dann von einer Apotheke zum Patienten gebracht, wenn dieser es nicht selbst abholen kann. Als kleines Beispiel für die pure Ignoranz dieser Personen habe ich natürlich auch. Eine meiner Patientinnen bekommt Putter-Binden für Kompressionsverbände an den Beinen. Das sind übrigens feste Wickel mit einem gewissen elastischen Anteil, der nach einiger Zeit einfach nicht mehr vorhanden ist. Die besagte Patientin hatte allerdings Binden, die so elastisch waren wie ein Lederlappen. Der Nutzen des Ganzen war also kaum noch vorhanden. Ich habe ihr das natürlich erklärt und sie gebeten, sich beim Arzt Neue aufschreiben zu lassen. Da die Dame allerdings etwas korpulenter ist, habe ich ihr gesagt, dass sie sich eine bestimmte Größe aufschreiben lassen sollte, da es für mich dann einfacher ist, ihre Beine zu wickeln. Die gute Dame, die auch nicht mehr die Jüngste ist, rief also bei ihrem Arzt an und wollte sich die neuen Wickel verschreiben lassen.

Die nette Dame am Telefon sagte ihr aber erst mal, sie müsse persönlich vorbei kommen, um das Rezept abzuholen. Normalerweise geht das auch telefonisch, aber die gute Dame quälte sich dann extra zum Arzt - nur um zu hören, dass sie keine Wickel verschrieben bekommt. Und zwar mit der Erklärung, dass sie diese Größe noch nie verschrieben hätten und sie das deshalb auch nicht machen würden - das ist übrigens die Aussage der netten Dame am Tresen. Da ich den Hausarzt der Patientin allerdings auch persönlich kenne, habe ich ihn bei einem Bierchen mal darauf angesprochen, ob er weiß, was seine Damen am Tresen so treiben. Das Ende vom Lied ist, dass diese unfähige Person dann entlassen wurde, da dies wohl nicht die erste Situation war, bei der sie den Arzt bevormundet hat und unfreundlich zu Patienten war. Meine Äußerungen waren dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Ich möchte beichten, dass es mir leidtut, dass die Dame vom Tresen entlassen wurde.

Beichthaus.com Beichte #00032206 vom 10.11.2013 um 13:57:50 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Handy, Suff & dumme Freunde

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Trunksucht Zorn Last Night Telefon

Handy, Suff & dumme Freunde
Ich (m/23) könnte gerade total ausrasten. Am letzten Wochenende habe ich im Suff mein Handy samt SIM-Karte verloren. Alle Nummern sind weg und ich kann keine einzige Nummer aus dem Kopf. Ich habe sofort einen Kartentausch veranlasst, damit ich die gleiche Telefonnummer wieder habe. Heute ist mein neues Handy endlich angekommen und ich habe mir sofort meinen Messenger heruntergeladen und in meinen Status geschrieben: "Alle Nummern weg - bitte schreibt mir einfach euren Namen". Und was passiert? Ich bekomme ausnahmslos Nachrichten wie "Hey, ich bin es" oder "Hier ist meine Nummer" oder auch "Haha - warst du wieder besoffen?" Und kein Einziger meiner Leute schreibt seinen Namen. Ich beichte, dass ich mich stundenlang darüber aufregen könnte, wie blöd man sein muss, nicht einfach seinen Namen in die Nachricht zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00032203 vom 09.11.2013 um 12:56:50 Uhr (21 Kommentare).

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Der Tod meiner großen Liebe

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Hass Verzweiflung Ungerechtigkeit

Nachdem ich (m) nun schon seit Ewigkeiten hier Beichten lese, möchte ich nun auch etwas beichten, das mich seit Jahren zerfrisst. Vorne weg, wer eher auf etwas Lustiges aus ist, sollte eine andere Beichte lesen. Ich lernte irgendwann ein wunderbares Mädchen kennen. Sie war vergeben, aber wir verstanden uns einfach nur gut. Wir konnten uns stundenlang unterhalten und es wurde uns nie langweilig. Nach einiger Zeit verliebten wir uns ineinander. Es bedurfte keiner Worte, es war uns einfach klar, dass wir zusammengehören. Eigentlich war alles perfekt, wir waren mehr als glücklich. Doch wie das so ist, muss ja das Schicksal alles auseinanderreißen und meine Freundin bekam Lungenkrebs. Sie verschwieg es mir erst, weil sie Angst hatte, mich zu überfordern. Und damit hatte sie auch recht. Ich war anfangs maßlos damit überfordert. Aber auch damit kamen wir klar. Es änderte sich auch eigentlich nicht viel. Wegen der Therapie war sie manchmal wirklich sehr erschöpft, aber sie hatte auch Tage, an denen sie mehr Lebensfreude zeigte, als sonst irgendjemand. Wir hatten uns, das genügte. Irgendwann ließ sie sich jedoch komplett hängen und war psychisch einfach nur noch komplett kaputt. Natürlich stellte sie sich die Frage "warum gerade sie?!". Sie machte Schluss, aber das war eigentlich egal. Am nächsten Tag raffte sie sich auf und alles war eigentlich beim Alten, ich verzieh ihr natürlich. Niemals vergesse ich, wie sie sagte "Nein Schatz, ich werde kämpfen, ich möchte leben. Mit dir!" Aber hier nahm das Ende seinen Anfang. Jede freie Minute opferte sie auf, um mit mir in Kontakt zu sein. Ich freute mich auch darüber, aber mit anzusehen, wie sie von Tag zu Tag kaputter wurde, machte auch irgendwie mich kaputt. Und wir kamen an den Punkt, an dem wir uns fragten, ob die Beziehung noch Sinn macht, da sie uns beide sichtlich auffraß. Nun ja - wir machten dann Schluss, weil es eigentlich das Sinnvollste war. Letztendlich war das aber ein großer Fehler. Wir wussten auch gar nicht, wie wir miteinander nun umgehen sollten. Es ging irgendwie nicht mit, aber auch nicht ohne. Irgendwann brach der Kontakt ab, aber es verging einfach keine Sekunde, während der ich mich nicht fragte, wie es ihr wohl geht.


Die Nachricht erhielt ich dann zwei Tage vor meinem Geburtstag von einer ihrer Freundinnen. Knapp 18 Tage nach ihrem Tod. Ich war am Boden zerstört, vor allem, als ich hörte, dass sie noch auf dem Sterbebett sagte, dass sie mich liebt. Es machte mich kaputt, zu wissen, dass ihre Gedanken nur mir galten, während ich nichts davon wusste und nur ein komisches Gefühl hatte. Die ersten Tage verbrachte ich mit reichlich Alkohol und Zigaretten. Aber was das betrifft, konnte ich mich aufraffen. Hier fängt dann meine Leidensgeschichte an. Denn ich gebe mir die Schuld an ihrem Tod. Ich hätte damals einfach auf die Zähne beißen sollen und hätte die Beziehung nicht beenden dürfen. Ich frage mich auch oft genug, warum sie starb und nicht ich, sie hat doch schließlich so viel mehr durchgemacht als ich. Wie sie wohl von mir denkt? Ich könnte hier auch noch stundenlang von meinen Selbstzweifeln reden, aber das täte mir selbst einfach nicht gut.

Ich beichte, dass ich wohl niemals jemanden so lieben werde, wie dieses Mädchen. Und dennoch bin ich Jahre nach ihrem Tod eine Beziehung eingegangen. Ich stahl dieser Frau drei Monate ihres Lebens, die ich damit verbrachte, einen Grund zum Schluss machen zu finden. Ich konnte sie einfach nicht lieben. Das tut mir sehr leid, aber diese Frau hat inzwischen wenigstens ihren Weg gefunden und führt eine glückliche Beziehung. Des Weiteren möchte ich beichten, dass ich bis heute nicht das Grab meiner großen Liebe besucht habe, da ich ihren Tod einfach nicht akzeptieren will. Ich kann einfach nicht Abschied nehmen. Ich will nicht loslassen. Ich habe unzählige Briefe an sie adressiert, die in einer Schublade meines Schreibtisches herumliegen. Manche sind optimistisch - manche nicht. Ich habe ihr versprochen, in meinem Leben das zu tun, was mich glücklich macht und habe mir dieses Versprechen zur Lebensaufgabe gemacht. Und nach und nach erfülle ich mir meine längst ersehnten Träume. Aber letztendlich kann ich ohne sie nicht glücklich werden. Es tut mir einfach nur so leid.

Beichthaus.com Beichte #00032199 vom 09.11.2013 um 20:25:18 Uhr (15 Kommentare).

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Der Geruch des toten Bibers

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Zorn

Wer kennt Sie nicht? Die Menschen, die von Mundpflege am Morgen gar nichts halten? Heute früh hatte ich wieder das Vergnügen, in der vollen Bahn neben einer solchen Person zu stehen. Zu allem Überfluss gähnte besagte Person in regelmäßigen Abständen, sodass der Gestank eines in Kaffee schwimmenden, toten Bibers in regelmäßigen Abständen an meinem olfaktorischen Sinnesorgan vorbeizog. Irgendwann war es mir zu viel und ich habe den Herren laut gefragt, ob es so schwer ist, sich morgens die Zähne zu putzen. Dieser zog dann natürlich die Blicke auf sich und wurde hochrot. Es tut mir leid, dass ich diesen Herren so bloß gestellt habe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032190 vom 07.11.2013 um 09:02:21 Uhr (13 Kommentare).

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