Ich stelle nur Nichtraucher ein!

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Boshaftigkeit Vorurteile Lügen Engherzigkeit Arbeit

Vor einiger Zeit kam hier die Beichte, dass jemand, der Bewerbungsgespräche führt, Männer mit Vollbart bzw. Frauen mit Haarknödelfrisur abgewiesen hat. Ich arbeite für ein großes Unternehmen und bei uns gibt es auch die Richtlinie, dass eine Person nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden soll, wenn auf dem Bewerbungsfoto ein Vollbart oder ein Haardutt zu sehen ist. Auch wenn solche Personen direkt in einer der Filialen vorstellig werden, sollen sie ohne Umschweife abgelehnt werden: Mit Ausreden, wie beispielsweise dass die Stelle schon vergeben wurde oder dergleichen. Natürlich werden solche Dienstanweisungen nicht schriftlich weitergegeben, sondern die Regionsmanager teilen das den Filialleitern mit, welche diese Anweisung dann umsetzen. Die Firma hat mit solchen Personen scheinbar schon schlechte Erfahrungen gemacht, weshalb diese Dienstanweisung herausgegeben wurde.


Auch ich habe schon viele Personen mit Vollbart oder Haardutt abgelehnt. Allerdings gehe ich noch einen Schritt weiter und selektiere auch Männer aus, welche Nerd-Brillen tragen, ohne wirklich eine Brille zu benötigen oder Raucher sind bzw. Frauen, welche mit Leggings zu Vorstellungsgespräch kommen und dabei vielleicht noch Turnschuhe mit Sneakersocken tragen oder eben auch Raucherinnen sind. Ich möchte ja meine nicht rauchenden Mitarbeiter nicht benachteiligen, nur weil die Raucher öfters Rauchpausen einlegen müssen. Daher werden bei mir auch Raucher ausselektiert. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037875 vom 19.03.2016 um 22:53:15 Uhr (27 Kommentare).

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Der letzte Wunsch meines Vaters

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Selbstsucht Verzweiflung Tod Arbeit

Ich (m/34) möchte hiermit beichten, dass ich den letzten Wunsch meines vor knapp sechs Wochen verstorbenen Vaters nicht erfüllen werde. Und zwar war mein Vater Landwirt in der mindestens siebten Generation auf unserem Hof. Da meine Mutter schon starb, als ich fünf Jahre alt war, er nie mehr geheiratet hat und auch mit meiner Mutter keine weiteren Kinder hatte, bin ich Alleinerbe. Es geht um einen Haupt- und drei Nebenhöfe und sehr viel gutes Ackerland. Der Wert ist immens. Ich selbst habe aber gesehen, wie sich mein Vater für den Hof zu Tode geschuftet hat und nicht einmal das Rentenalter erreichte. Ich selbst bin zwar auch als Landwirt ausgebildet, aber habe einfach kein Interesse daran. Dennoch habe ich ein sehr schlechtes Gewissen, denn mein Vater war trotz seiner zur Schau gestellten Bärbeißigkeit ein extrem gutmütiger Mensch.


Als ich beispielsweise 15 wurde, war mein Wunsch ein Mofa, wie für jeden, der auf dem Land lebt. Er tat die ganze Zeit so, als wollte er davon nichts wissen. Als ich an dem Tag nach Hause kam, meinte er nur, wir würden später Kuchen essen, aber ich soll vorher die Stallgasse ausfegen. Dort stand eine alte, aber blitzsaubere und extrem gepflegte Puch, ein Mofa, das damals schon ein Oldtimer war und außerdem dafür berühmt ist, sehr schnell zu sein. Auf dem Sattel lag ein Umschlag mit 300 Mark darin, für den Führerschein. Und er stand wie ein Honigkuchenpferd grinsend hinter mir. Oder aber man sah ihn eine seiner geliebten Milchkühe minutenlang streicheln und leise und liebevoll mit ihr reden. Er fehlt mir auch immer noch sehr...


Trotzdem habe ich mich entschlossen, bis auf den Kernhof alles abzustoßen. Die Kühe schicke ich in Rente, sprich, ich melke sie ab, sorge also dafür, dass sie keine Milch mehr geben müssen, aber behalte sie. Bis sie sterben, was noch dauern kann, da einige noch recht jung sind. Die Weide liegt ja zum Glück nahe und der Stall ist eh ein großer Freilaufstall, sie haben es also echt gut. Sogar eine Streichelrolle haben sie da drin. Aber das Land verkaufe ich. Für zwei große Stücke Ackerland, die direkt an der Straße und am Ortseingang liegen, gibt es bereits erste Angebote und die sind in zweistelliger Millionenhöhe. Dort soll wohl eine Art Lagerhallenpark entstehen. Und da wir in unmittelbarer Nähe des Münchner Flughafens liegen, werde ich auch den Rest teuer los. Ich weiß, mein Vater würde im Grab rotieren, aber ich will mich nicht kaputtschuften.

Beichthaus.com Beichte #00037853 vom 16.03.2016 um 19:44:16 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Beruf ist sinnlos

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Faulheit Trägheit Verschwendung Zorn Arbeit Freiburg

Ich beichte, dass ich in meiner mittlerweile verhassten Ausbildung zur Bürokauffrau mein Leben verschwende. Eigentlich macht mir die Arbeit Spaß, aber in meinem Betrieb gibt es kaum etwas zu tun und ich langweile mich die meiste Zeit. In letzter Zeit frage ich mich immer wieder nach dem Sinn der ganzen Zahlenarbeit und insbesondere der Buchhaltung, die mir Probleme bereitet. Wem nützt so eine Buchhaltung etwas? Bezwecke ich irgendetwas damit? Tue ich damit jemandem etwas Gutes, verbessere ich damit sein Leben? Angesichts des Leids in der Welt kommt mir das, was ich tue, einfach immer sinnloser vor. Abzubrechen traue ich mich jedoch nicht, da ich mir sicher bin, für einen Beruf, in dem ich Menschen helfen und sie weiterbringen kann, zu schwach und seelisch zu instabil zu sein. Ich beichte, dass ich daher lieber einem sinnlosen Beruf nachgehe.

Beichthaus.com Beichte #00037842 vom 15.03.2016 um 15:37:20 Uhr in 79098 Freiburg (15 Kommentare).

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Das Geheimnis meiner Patientin

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Neugier Engherzigkeit Gesundheit Arbeit

Ich (w/37) muss nun auch mal beichten. Ich bin Ärztin und in diesem Beruf fällt es schwer, mit jemanden zu reden. Gerade wegen Schweigepflicht. Es geht darum, dass ich in einer Fachpraxis arbeite und diese in einer Kleinstadt ist. Man kennt sich also schon mehr als in einer Großstadt. Nun habe ich seit drei Jahren eine Patientin (sie war damals 26) die jeden Monat ihre Routine-Untersuchung macht. Warum so oft? Das habe ich mich auch gefragt, zumal die Untersuchungen immer gut ausfielen. Diese Frau ist gesund. Dabei wollte sie auch immer eine komplette Untersuchung. Es kam mir schon anfangs recht merkwürdig vor, bis ich das mit zwei Kolleginnen und einem Arzthelfer besprochen habe. Der Arzthelfer schien sofort zu wissen, warum die Frau das machte. Er lachte los und sagte, dass sie eben ein Gesundheitszeugnis bräuchte, um Verkehr zu haben. Er klärte uns auf, dass viele Frauen und Männer heutzutage übers Internet Dates haben und sich dafür Tests holen. Ich war total schockiert und zugleich total begeistert.


Die Frau sah nicht schlecht aus. Sie war dünn, hatte feuerrote Haare und ein junges Gesicht. Auch ihr Körper hatte für Männer sichtlich gute Attribute. Mir ging diese Frau für den Rest des Tages durch den Kopf. Dabei kamen mir die wildesten Fantasien und Ideen, wie und mit wem sie es alles treiben würde. Wie mein Abend aussah, erklärt sich wohl von selbst. Auf jeden Fall war ich auf den nächsten Besuch von ihr gespannt und da wollte ich vorsichtig herausfinden, ob das stimmt. Ich machte mit ihr also die Untersuchung und sagte ihr, wie immer, dass alles in Ordnung sei und die Tests noch nachgereicht werden. Dabei fragte ich, ob es ihr Job verlange, so viele Bescheinigungen zu haben. Sie sagte, sie sei in einer Filmbranche und dort wäre es Pflicht, jeden Monat ein ärztliches Zeugnis zu haben. Sie sprach davon, als ob es sehr normal sei und dabei vertrieb sie sogar meine ursprünglichen Gedanken. Da ich nicht weiß, wie es beim Film zugeht, dachte ich mir nichts dabei.


Als ich dies dem Arzthelfer unter die Nase reiben wollte, lachte dieser erneut und sagte, dass er nun ganz klar wisse, als was sie arbeiten würde. Es dauerte eine gute Woche und er gab mir einen Zettel mit einem Namen, der nach einer Künstlerin aussah. Dazu sagte er mir, ich solle diesen Namen googeln. Gesagt, getan. Zu Hause setzte ich mich an mein Tablet und googelte, was das Zeug hielt. Was ich fand, ließ meinen Mund offen stehen. Der Name war der einer Sex-Schauspielerin und das Gesicht war unverkennbar das meiner Patientin. Ich konnte echt nicht fassen, dass diese junge Frau eine Darstellerin war. Ich las mir einige der Filmtitel durch, die ich unter ihrem Namen fand und dachte, ich falle aus allen Wolken. Aber trotzdem suchte ich einen Stream des Filmes und fand auch einen Ausschnitt. Ich sah ihn zwei Mal und war immer faszinierter. Diese junge, liebe Frau war dort wild, dreckig und ließ sich von mehr als nur einem Mann verführen. Auch Frauen waren dabei.


Aber jetzt zu meiner Beichte, bitte entschuldigt den langen Text. Ich beichte, dass ich diese Frau nicht mehr behandeln kann. Nicht, weil ich sie nicht mehr mag oder mich ekele. Sie war immer sauber und sah untenrum auch sehr gut aus. Ich behandele sie einfach nicht mehr, weil ich mir immer vorstellen muss, wie sie in den Filmen ist und es mir peinlich ist, da ich mich bei ihr verplappern könnte und sie damit bloßstelle. Ich weiß, sie macht es vielleicht gerne und ist stolz drauf, aber ich schäme mich dafür, dass ich nun weiß was sie tut und sie daher mit anderen Augen sehe. Wenn diese Patientin das hier lesen und sich wiedererkennen sollte: Es tut mir leid, wie ich sie behandele. Ich bewundere ihren Job.

Beichthaus.com Beichte #00037841 vom 15.03.2016 um 14:31:41 Uhr (14 Kommentare).

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Krieg zwischen Kollegen

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Ignoranz Kollegen Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich (m/25) mich am Leid anderer erfreue und ein kleiner gemeiner Sadist bin. Bestes aktuelles Beispiel: Meine Arbeitskollegin hat mich vor ein paar Wochen zu einem Liebesgeständnis gedrängt. Eigentlich wollte ich das komplette Thema aussitzen und die Zeit für mich spielen lassen, denn es gibt für mich eine wichtige Grundsatzregel, die ich nie brechen werde: Don't fuck the company. Aber sie hat die Lunte wohl gerochen und mich damals, nach der Arbeit, auf dem Firmenparkplatz zur Rede gestellt und doof von der Seite angemacht. Ich konnte nicht anders, als mit der Wahrheit rauszurücken, den Gesichtsausdruck dabei werde ich die nächste Zeit nicht so schnell vergessen. Wie man sich denken kann, ist seitdem das kollegiale Verhältnis mehr als zerrüttet. Früher hat man sich oft unterhalten, Späßchen gemacht und sich dabei gut verstanden. Aber nach dieser Aktion herrschten pure Ignoranz und Schweigen von ihrer Seite aus. Am Anfang war das für mich sehr befremdlich und ich wusste nicht, wie ich mich richtig verhalten sollte, aber nach einer Weile habe ich das Spielchen einfach mitgespielt.


Ich habe mich seitdem weder mit ihr unterhalten, noch gegrüßt oder mich verabschiedet - die komplette Kommunikation wurde von mir auf null heruntergefahren. Man hat gemerkt, dass sie die ganze Sache von Tag zu Tag immer mehr gestört und genervt hat. Mich hat das jedoch bestärkt und mich zusätzlich angespornt, mein Verhalten zu perfektionieren. Das dicke Ende kommt ja bekanntlich zum Schluss und so war es dann auch. Nachdem ich von meinem Kurzurlaub Mitte dieser Woche zurückgekommen bin, war sie plötzlich weg. Mein Chef hat mich dann zu einem Gespräch gebeten und mir unter Augenzwinkern mitgeteilt, dass sie aufgrund eines "internen Strukturwechsels" in ein anderes Büro gezogen ist. Seit diesem Vorfall komme ich aus dem Grinsen leider nicht mehr heraus, denn im anderen Büro ist es die Hölle. Also liebe R., falls du das lesen solltest: Du hast mich mit deiner ganzen Aktion in die Ecke gedrängt und mir keine andere Wahl gelassen. Deine unbedarfte Vorgehensweise auf dem Parkplatz kam einer Kriegserklärung gleich, denn ich führe eigentlich ungerne persönliche Angriffskriege. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß im anderen Büro, schauen wir mal, wie lange du dort durchhältst.

Beichthaus.com Beichte #00037807 vom 12.03.2016 um 12:53:50 Uhr (8 Kommentare).

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