Meine lange, müde Autofahrt

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Waghalsigkeit Auto & Co. Weihnachten Frankreich

Meine lange, müde Autofahrt
Ich bin damals nach der Ausbildung ziemlich weit weg gezogen, ins Ausland. Dennoch besuche ich meine Eltern und Geschwister jedes Jahr über die Weihnachtsfeiertage und nehme normalerweise auch immer einen Flug. Dieses Mal hatte ich mir keinen buchen können, da mein Urlaub über die Feiertage nicht sicher war. Am 22.12. erfuhr ich abends, dass ich zwischen Weihnachten und Silvester frei habe. Um es noch rechtzeitig zum Familienfest zu schaffen, musste ich noch in derselben Nacht mit dem Auto los. Allerdings musste ich durchfahren, da ich es mit einer Hotelübernachtung nicht pünktlich geschafft hätte. Also schnell gepackt und los zur Tanke, Kaffee holen und volltanken. Die erste Nacht und den 23.12. auf Fahrt liefen relativ gut - ohne Müdigkeit mit ein paar Pausen und Tankstopps. In der Nacht zum 24.12. kam allerdings die Müdigkeit, welche ich durch Koffeintabletten unterdrücken konnte. Autobahn fahren ist nun mal langweilig.

Am Morgen allerdings halfen kein Kaffee und keine Tabletten mehr, ich wurde immer müder. Mit lauter Musik, offenen Fenstern und mitsingen versuchte ich nicht einzuschlafen auf den letzten 700 km. Und auf den letzten 500 km passierte es, ich nickte am Steuer ein und bin nach circa 20 Sekunden wieder aufgewacht. Immer wieder und immer länger nickte ich ein. Einmal habe ich dabei mein Fahrzeug über drei Spuren gezogen. Zum Glück war die Autobahn leer. Nun hatte ich überlegt anzuhalten, aber dann gedacht, dass ich die paar hundert Kilometer auch noch durchziehe. Also weiter gefahren und noch zwei Mal eingenickt. Erst kurz vor dem Ziel realisierte ich, was für ein Glück ich hatte, nirgendwo mit 160 km/h hinein gekracht zu sein. Ab da tat es mir leid, andere und mich in Gefahr gebracht zu haben, um das leckere Weihnachtsessen pünktlich um 17:00 Uhr zu genießen. Für die Rückfahrt nehme ich mir mehr Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00039106 vom 24.12.2016 um 22:40:59 Uhr in Frankreich (Autoroute du Soleil) (19 Kommentare).

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Was habt ihr gegen unsere Beziehung?!

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Zorn Vorurteile Engherzigkeit Partnerschaft Gesellschaft

Seit etwa acht Monaten habe ich (19) ein Verhältnis zu einem älteren Mann (49). Ich fand ihn von Anfang an sehr attraktiv. Hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass das seinerseits erwidert wird. Als wir uns tatsächlich näherkamen, einigten wir uns einvernehmlich darauf, dass wir, ich sage mal, nur Interesse am Körper des anderen hatten und kein Interesse an einer Beziehung. Es war schwer zu erwarten, dass sich ergeben würde, was sich mittlerweile ergeben hat. Ich weiß, wir werden nicht gemeinsam alt. Auch werden wir niemals zusammen Kinder großziehen. Und mit Letzterem kann ich mich sehr gut abfinden. Was mir neben der Tatsache, dass das Ganze nicht ewig halten wird/kann, allerdings zu schaffen macht, sind die Vorurteile der wenigen Menschen, die von uns wissen.

Ich stelle selbst fest, wie ich mich seither verändere/weiterentwickle. Im Umgang mit anderen Menschen, meine Einstellungen und Ansichten zu bestimmten Themen, etc. Und es freut mich jedes Mal, wenn ich von meinem Umfeld (die nichts von uns wissen) gesagt bekomme, dass ich ihnen "jetzt irgendwie besser" gefalle, "viel entspannter, gelassener, glücklicher" ausschaue. Ich könnte noch einiges mehr erzählen, aber um langsam zu meiner Beichte zu kommen, überspringe ich das und sage einfach mal: Es macht mich tatsächlich sehr glücklich. Wie bereits oben erwähnt, gibt es nur wenige Menschen, die von unserem Verhältnis Kenntnis haben. Und zum einen beichte ich, dass ich mir manchmal wünsche, ich hätte es diesen Menschen nicht erzählt. Denn früher oder später kommt es dann doch wieder zu diesen anstrengenden Konversationen. Zunächst waren es Dinge wie zum Beispiel, dass ich mich ausnutzen lasse, nichts anderes als meinen Körper zu bieten habe und ähnlichen verletzenden Worten.

Als manche dieser Menschen erfuhren, was mein "Partner" beruflich macht, wurde der Spieß sogar umgedreht und es hieß, ich nutze ihn aus. Des Geldes wegen. Ich weiß noch nicht mal, weshalb ich solchen Menschen so etwas Persönliches eigentlich anvertraut habe. Und weshalb ich während so einer Behauptung überhaupt das Bedürfnis habe, in die Rechenschaft zu gehen und mich zu erklären. Ich beichte, dass mich das nicht ansatzweise so kalt lässt, wie ich vorgebe. Und dass mich diese Menschen mittlerweile so unendlich ankotzen! Hier möchte ich beschreiben, was für Menschen das sind, die diese Sätze von sich geben. Die Männer, die so etwas bisher sagten, sind ausnahmslos Männer, mit denen ich mich bloß oberflächlich unterhalten konnte und die mir zuvor nur Komplimente zu meinem Äußeren machten.

Die Frauen, die solche Sätze von sich gaben, sind ALLE entweder die Frauen, die erzählen, wie schlecht ihr Ex im Bett war, wie klein dessen bestes Stück gewesen sei, dass sie niemals bei ihm zum Höhepunkt kamen und wie dumm diese Männer gewesen seien, dass sie sich "etwas auf ihre falschen Orgasmen" eingebildet hätten. Was ich aber gerne der Lustigkeit halber hinzufügen möchte: Ausgerechnet eine dieser Frauen meinte während einer Unterhaltung (und diese weiß nicht mal von mir und meinem Partner): "Blablabla, der Typ hat mich so verarscht. Blabla, heul heul. So langsam habe ich das Gefühl, alle Männer stehen auf diese 1,60m kleinen, blonden, schlanken Frauen mit großen Brüsten, die (jetzt kommt's!) nie ihre eigene Meinung sagen und alles tun, um dem Typen zu gefallen", dann wendete sie mir ihren Kopf zu: "Oh.. Nichts gegen dich." Habe nur gelacht und geäußert, dass ich mich nicht angesprochen gefühlt habe. Aber so viel dazu.

Der Rest der Frauen, die von meinem Verhältnis zum zu Beginn erwähnten Mann wissen, sind ausgerechnet die Frauen, die sich von den Kollegen an den Hintern fassen lassen, sich deren Sexgeschichten anhören, dabei kichern und lachen und sich im Nachhinein bei den Kolleginnen darüber beschweren, statt den männlichen Kollegen in dem Moment ganz klar ihre Meinung mitzuteilen, wenn es sie doch so stört. Ich beichte: Ich fühle mich endlich wohl in meiner Haut. Ich fühle mich schön. Ich bin mit meinem Charakter zufrieden und dennoch "arbeite" ich tagtäglich an mir. Ich fühle mich geliebt, erfüllt und um einiges selbstbewusster. Der größte Kompromiss, den ich jemals für meinen Partner eingegangen bin, ist, dass ich mir an meinem freien Tag vier Stunden lang "Gestatten, mein Name ist Cox" in schwarz-weiß mit ihm angesehen habe. Mein Telefon ist voll von den unterschiedlichsten Liedern aus den Jahren 1960-1980, weil ich durch ihn irgendwann selbst Gefallen daran gefunden habe. Die interessantesten, spannendsten, lustigsten Unterhaltungen habe ich mit ihm. Ich kann meine Wünsche offen äußern. Und wenn ich das hier sagen darf: Wir haben den großartigsten Sex, den man sich vorstellen kann. Und dennoch muss ich beichten, dass ich - obwohl ich sehr glücklich bin - doch schon ein, zwei Mal feststellen musste, dass ich gerade diesen nervigen Menschen alles, was ich hier geschrieben habe - und wahrscheinlich noch einiges mehr - an den Kopf werfen würde.

Beichthaus.com Beichte #00039105 vom 24.12.2016 um 13:41:58 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit Mitte 30 noch Jungfrau

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Lügen Feigheit Nachbarn

Als ich (m/30) damals meine Handwerker-Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, wusste ich das eine eigene Wohnung nun der nächste Schritt für mich wäre. Gesagt, getan, ich fand eine neue Bleibe in einem Haus, in dem vier Wohnungen untergebracht waren. Die Erste stand leer, in der Zweiten wohnte eine Rumänin mit ihrem Kleinkind, die allerdings so gut wie nie zu Hause war, sondern sich die meiste Zeit in ihrer Heimat bei ihrem Mann aufhielt. In der letzten Wohnung, im Obergeschoss war eine alleinstehende, gut aussehende blonde Frau in meinem Alter beheimatet. Über die ersten Monate hinweg liefen wir uns gelegentlich im Treppenhaus über den Weg und es blieb dabei immer bei einem freundlichen Hallo. Als wir aber einmal miteinander ins Gespräch kamen und dies damit endete, dass jeder dem anderen seine Wohnung zeigte, veränderte sich das Verhältnis grundlegend. Immer öfter klingelte es an der Tür und die nette Frau Nachbarin stand da. Mal fragte sie nach etwas Zucker oder sonstigen Sachen, mal wollte sie, dass ich ihr bei etwas helfe und manchmal wollte sie einfach nur plaudern. Bis zu jenem Abend...

Ich war gerade mit Essen beschäftigt, als es wieder an der Tür klingelte. Als ich aufmachte, stand sie da und meinte zu mir: „Störe ich gerade?“ Ich verneinte, und meinte, dass ich gerade fertig gegessen hätte. Sie erklärte, dass sie in ihrer Bude etwas zusammengebaut hätte und ob ich mir das mal ansehen könnte, da ich ja Handwerker sei. In meiner fürsorglichen Hilfsbereitschaft stimmte ich dem natürlich zu. Wir gingen hinauf, wo sie mich ohne Umwege in ihr Schlafzimmer begleitete. Natürlich eine interessante Situation für mich, weswegen mir beim Betreten sofort die verschlossenen Vorhänge und das Fehlen des Bettzeugs auffielen. Sie zeige auf ein Seltsames etwas, ein Gewirr aus schwarzen Seilen, das an der Decke mit Haken befestigt war. Ich fragte, was das denn sei und sie sagte: "Eine Schaukel." „Für was brauchst du den eine Schaukel im Schlafzimmer?“, fragte ich. "Na die ist zum Pimpern", meinte sie daraufhin. Ich wusste natürlich ganz genau, zu welchem Zweck dieses Gerät errichtet worden war.

Als mein Blick von der Schaukel in ihr Gesicht wanderte, sah ich, dass sie ihre Hände gefaltet vor den Mund gehalten hat und lächelte dabei. Jetzt fiel mir auch auf, dass sie sich wohl extra hübsch gemacht hatte. Sie rempelte mich dann leicht an und meinte: „Schon mal so etwas probiert?“ Wie elektrisiert spürte ich in diesen Moment ein Kribbeln am ganzen Körper, mein Herz pochte wie wild und das Adrenalin schoss durch meine Adern. Es wurden eins und eins zusammengezählt und zu diesem Zeitpunkt wusste ich genau, auf was es hinauflaufen würde. So sagte ich in meinen Gedanken zu mir selbst: "Nun ist der Zeitpunkt gekommen. Du musst flüchten!“ Von Panik geprägt versuchte ich dieser Situation zu entkommen, indem ich ihr stotternd erklärte, dass die Schaukel wohl ausreichend gesichert sei, ich aber nun wirklich wieder runtermüsste, da noch Besuch zu erwartet wird, der jederzeit eintreffen könnte. Völlig überrascht schaute sie mich unsicher an und muss die Welt nicht mehr verstanden haben.

So lief ich also im Eilgang aus ihrer Wohnung. Unten angekommen schloss ich die Tür hinter mir zu und dachte mir nur: "Glück gehabt!" Die folgenden Wochen über hoffte ich, ihr nicht zu begegnen. Und wenn, tat ich so als wäre ich im Stress und hätte gerade überhaupt keine Zeit für sie. Das Verhältnis begann mit der Zeit zu bröckeln und wurde immer kälter, bis es schließlich nicht einmal mehr zu einer Begrüßung kam. Das ist nur einer von vielen Geschichten, in denen mein gestörtes Verhältnis zu Frauen ganz offenkundig wird. Ich schaffe es noch nicht einmal, eine normale Beziehung einzugehen. Mag sein, dass ich manchmal überreagiere, aber es ist nicht immer leicht damit umzugehen, vor allem nicht, wenn man auch auf Frauen steht. Ich beichte hiermit, mit Mitte 30 selbst verschuldet und trotz mehreren Möglichkeiten noch Jungfrau zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00039099 vom 22.12.2016 um 20:37:25 Uhr (18 Kommentare).

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Mein Aggro-Tag und die Spendensammlerin

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Aggression Zorn Jena

Ich (m/25) hatte letztens einen richtigen Aggro-Tag, an dem mich alles und jeder ankotzte und ich bei jeder Kleinigkeit hochgehen konnte. Leider hat das eine arme Spenden-Sammlerin abbekommen. Sie sprach mich prompt an, mit den Worten: "Genau dich brauche ich." Ich erwiderte: "Bestimmt nicht" und wie diese Sammler halt so sind, hat sie gesagt: "Doch ganz dringend brauche ich dich!" Da hat es mir dann gereicht und ich habe einen Spruch gebracht, der sie ganz verlegen gemacht hat: "Solange du nicht notgeil bist, kann ich dir nicht helfen, also entweder schieben wir eine Nummer oder ich gehe!" Danach war sie aber auch ganz still und ich bin gegangen. Im Nachhinein tut es mir jetzt sehr leid, die arme Kleine so blöd angemacht zu haben. Ich bitte um Verzeihung. Vielleicht liest sie dies hier ja auch.

Beichthaus.com Beichte #00039088 vom 19.12.2016 um 11:34:38 Uhr in Jena (16 Kommentare).

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Ich würde gern nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen

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Vorurteile Feigheit Gesellschaft Stuttgart

Ich (w/23/biodeutsch) gehe, trotz meines dunkelhäutigen Mannes, anderen dunkelhäutigen Männern, speziell Somaliern und Afghanen, aus dem Weg. Ganz besonders wenn sie in Gruppen unterwegs sind. Unsere "Flüchtlinge" gehen mir tierisch auf die Nerven. Ständig lungern diese jungen Männer in der Innenstadt herum und sprechen junge Mädchen an. Es hat schon mehrere handfeste Prügeleien mit diesen Leuten gegeben, und jedes Mal, weil sie sich langweilten. Nicht etwa weil jemand sie beleidigt hätte oder gar körperlich angegriffen hätte. Nein, diese Männer suchen den Streit und provozieren, wo es nur geht. Unter diesem Verhalten leidet das Ansehen der Migranten, die sich hier integriert haben und tatsächlich etwas zur Gesellschaft beitragen. Ich würde gerne nach Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern ziehen, denn dort wird so ein asoziales Verhalten seitens der Flüchtlinge nicht geduldet. Nur traue ich mich das nicht, denn wer weiß, wie mein Mann dort behandelt werden würde. Ein Dilemma ist das.

Unsere Politiker hätten diese Flüchtlingsströme an den Grenzen abhalten müssen und in Transitzonen fördern sollen. Mein Mann und ich überlegen uns nach dem Masterabschluss nach Kanada oder in sein Heimatland auszuwandern. Er hat ebenfalls die Nase voll und würde, wenn er wahlberechtigt wäre, entweder die AfD oder die Partei wählen. Ich bitte um Absolution für diese subjektive Bewertung eines gesamtgesellschaftlichen Problems und meine kleinbürgerliche Engstirnigkeit.

Beichthaus.com Beichte #00039087 vom 19.12.2016 um 02:11:14 Uhr in Stuttgart (20 Kommentare).

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