Das falsche Mädchen aus dem Chat

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Falschheit Lügen Schamlosigkeit Internet

Ich (m/18) bin eigentlich ein sehr ehrlicher Mensch und lüge normalerweise nicht. Noch nicht einmal eine Notlüge. Ich habe mir nie etwas Schlimmeres zuschulden kommen lassen, aber ich möchte etwas beichten, das mir selbst heute (nach zwei Jahren) manchmal noch ein schlechtes Gewissen bereitet. Ich habe einmal völlig grundlos meinen besten Freund total verarscht. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Ich habe mir in einem Chatroom einen falschen Account erstellt und mich als Mädchen ausgegeben. Meine falsche Identität war gut durchdacht. Ich habe einen schönen Steckbrief geschrieben - mit allem, was dazugehört, damit ich nichts vergesse und einen "Spickzettel" habe, sodass ich bei Fragen über mein falsches Ich nicht auffliege. Bin also in den Chatroom und habe meinen Freund angeschrieben. Wir haben uns gegenseitig von uns erzählt - wer wir sind, was wir machen und so. Ich habe so getan, als würde ich einige Interessen mit ihm teilen, dadurch hatten wir immer guten Gesprächsstoff.

Wir haben jeden Tag gechattet und sind uns nähergekommen. Irgendwann habe ich fast schon richtig mit ihm geflirtet. Als ich dann aber Angst bekam, er könnte etwas von mir wollen und mich vielleicht bald nach einem Treffen fragen, habe ich die Sache beendet und mich nie mehr in dem Account eingeloggt. Ich habe ihm diese Lüge nie gestanden. Er wäre mir nie auf die Schliche gekommen, da ich öfter zeitgleich in meinem eigenen Account online war und mit ihm gechattet habe. Ich habe vorgegeben auch mit diesem Mädchen zu chatten und habe mir sogar selbst Nachrichten geschickt und die ihm dann gezeigt. Es wäre ihm niemals aufgefallen. Danach habe ich mich tierisch dafür geschämt, da er das Mädchen, das gar nicht existiert, wirklich mochte. Auf diesem Wege: Es tut mir leid! Wir sind heute immernoch beste Freunde und ich hoffe, dass das auch für immer so bleibt.

Beichthaus.com Beichte #00026310 vom 21.05.2009 um 23:45:23 Uhr (17 Kommentare).

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Der tote Radfahrer

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Dummheit Gewalt Nürtingen

Der tote Radfahrer
Ich (m/26) bin vor sieben Jahren oft mit dem Fahrrad zur Berufsschule gefahren. Mein Heimweg führte über eine leicht steile Straße, die rechts und links jeweils einen Radweg hatte. Ich fuhr links - was natürlich falsch war. Es war ein warmer Tag, ich hatte einen schweren Rucksack und den Blick auf den Boden gerichtet - als ich auf einmal Schreie hörte. Noch bevor ich richtig realisiert hatte, was passiert war, sah ich nach hinten und begann mich zu entschuldigen. Ein älterer Radfahrer war mit richtig Speed den Berg runtergebrettert und unsere Fahrradlenker hatten sich leicht berührt, was dazuführte, dass er vom Fahrrad fiel. Sein Hinterkopf blutete. Seine Augen waren geöffnet, allerdings reagierte er nicht auf von außen kommende Eindrücke. Es waren dann auch gleich viele Leute von der Straße gekommen, um Erste Hilfe zu leisten. Dann kam endlich der Hubschrauber und flog ihn nach Stuttgart in eine Klinik, wo ich ihn auch einige Tage später besuchte. Er lag im Wachkoma. Ich wurde daraufhin wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Es kam zu einem strafrechtlichen und einem zivilrechtlichen Prozess. Beim Strafrechtlichen wurde ich auf 40 Stunden gemeinnützige Arbeit verdonnert. Bei dem zivilrechtlichen Verfahren verlangte seine Frau, die inzwischen die Bürgschaft für ihn übernahm, 500.000 Euro Schmerzensgeld. Zum Glück war ich über meine Eltern haftpflichtversichert. Der Typ war sechzig Jahre alt und ist 2006 an den Folgen seiner Verletzung gestorben. Bei dem Unfall haben sich offenbar Schädelknochen ins Gehirn gebohrt und aus dem Koma ist er nie wieder vollständig erwacht.

Mir wurden zwei Drittel der Schuld zugeteilt, da es hauptsächlich ja mein Fehler war, da ich nicht auf dem dafür vorgesehenen Radweg fuhr. Er bekam ein Drittel zugeteilt, allerdings unter dem Gesichtspunkt, dass er selbst fahrlässig gehandelt hatte - schließlich hätte dort auch ein kleines Kind laufen können. Dem Gutachten zufolge war er nämlich mit knapp vierzig Sachen die Straße runtergebrettert. Ich kann mich daran erinnern, dass ich sehr langsam gefahren bin. Ich bin auch nicht komplett rechts gefahren und glaube, dass ich leicht nach links gedriftet bin, bevor er mich traf. Ich bin mir aber nicht sicher. Außerdem habe ich Musik gehört und nach unten geschaut. Noch dazu war ich sehr damit beschäftigt, die Straße mit meinem schweren Rucksack zu bewältigen. Damals war eine wirklich schwere Zeit für mich, da sogar mein Vater mir manchmal vorwarf, dass ich jemanden todgefahren hätte. Und ich frage mich bis heute, ob es mein Fehler war, dass dieser Mensch nicht mehr lebt, oder ob er einfach zu leichtsinnig war, denn er war eigentlich ein geübter Radfahrer. Auch war die Straße sehr belebt und ich war vielleicht einer von mehreren Dutzenden oder Hunderten Radfahrern die täglich von der Schule diesen Weg genauso fahren, wie ich ihn fuhr. Dennoch bereue ich, was passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00026307 vom 21.05.2009 um 00:56:08 Uhr in Nürtingen (25 Kommentare).

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Rache für ungebetene Tipps

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Rache Zorn Waghalsigkeit Shopping Bern

Rache für ungebetene Tipps
Ich (w/19) bin ziemlich dick und war heute Vormittag im großen Migros (Supermarkt und Kaufhaus) in Bern. Die Lebensmittel sind im Parterre und alles andere im Untergeschoss. Ich machte einige Einkäufe für morgen Abend, als mir einfiel, dass mein Shampoo schon fast leer war und so ging ich mit der Rolltreppe nach unten. Vor mir war so ein Einkaufswagen mit einem Kleinkind im Sitz und einer älteren Mutter als Steuerfrau. Diese besah nun aufmerksam meinen Einkaufskorb, runzelte die Stirn und begann mit einer Hasstirade gegen Dicke. Ich muss vielleicht noch sagen, dass ich seit mehreren Jahren nicht mehr wegen meines Gewichts angemacht wurde und war deswegen sprachlos. Besonders angetan hatten es ihr die Fertigspaghettisauce und die Zutaten für einen Schokoladencake. Ich mag hier gar nicht wiederholen, welch tolle Ratschläge sie gegeben hat, auf jeden Fall war ich am Ende der Rolltreppe auf 180. Wortlos ging ich an ihr vorbei und suchte mein Shampoo. Die Beleidigungen ließen mir aber keine Ruhe, und als ich sah, wie sie mit zwei BHs zur Umkleidekabine ging, fiel mir ein spontaner Racheplan ein. Ich ging in die Kinderabteilung und nahm einen Zweiteiler für Kleinkinder bestehend aus kurzer Hose und Hemd, nahm den Kleiderbügel weg und zerknüllte beides.

Weiter muss ich sagen, dass man in dem Migros an einer Verkäuferin vorbei muss, wenn man in die Umkleidekabine will. Den Wagen hat die Frau aber neben den Gurten und Hosenträgern stehen lassen und nur einen hässlichen Einkaufskorb und ihre Einkäufe drin gelassen. Als die Verkäuferin gerade abgelenkt war, versteckte ich die Kinderkleider unter einer Strickjacke im Einkaufskorb und lief mit pochendem Herzen weg und eilte zur Kasse im Parterre. Die ganze Zeit fürchtete ich, man hätte mich auf den Überwachungskameras entdeckt, aber niemand sagte etwas und so drückte ich mich zehn Minuten im Take-away vor den Kassen herum, ehe besagte Dame mit Kind an die Reihe kam. Natürlich begann es wundervoll zu piepsen und sie musste ihre Tasche und den Korb leeren. Als die Verkäuferin die Kleider unter der Strickjacke entdeckte, griff sie zum Telefon. Die Frau begann fast zu heulen. Ich verschwand und mein Tag war gerettet.

Ja, natürlich ist es falsch und meinetwegen hat sie recht, was mein Gewicht betrifft, aber ihre Wortwahl war wirklich frech (das arme Kind tut mir leid) und es geht niemanden an, wie viel oder wie gar nicht ich mich schlecht fühle, weil ich nicht in das Konzept der anderen Leute passe. Und wie gesagt wurde ich schon seit Jahren nicht mehr beleidigt, das letzte Mal in der Grundschule denn ich denke, wenn man freundlich auf die Menschen zugeht, wird man auch nicht fertiggemacht. Ausnahmen haben heute gerade die Regel bestätigt.

Beichthaus.com Beichte #00026305 vom 20.05.2009 um 21:56:46 Uhr in 3011 Bern (Marktgasse 46) (43 Kommentare).

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Drei Bier vor der Musterung

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Ekel Boshaftigkeit Schamlosigkeit Zivi & Bund Düsseldorf

Drei Bier vor der Musterung
Ich (m/20) hatte vor zwei Jahren meine Musterung. Am besagten Morgen hatte ich ausgiebig gefrühstückt und mir drei Bier reingepfiffen, damit ich etwas runterkomme. Wie ich dann also den ganzen Tag da meine Tests absolvierte und gerade wieder Pause für mich war, musste ich ganz plötzlich ordentlich eine Stange Lehm aus dem Kreuz drücken. Schnell aufs Klo und entspannen. Nur leider war es Dünnpfiff der ganz unbequemen Art - meine Rosette hat gut gebrannt. Doch während meiner Sitzung klopft es von außen, und mir wurde zugeraunt, dass ich mich doch bitte beeilen soll, denn die Ärzte hätten jede Menge zu tun. Stress, Hektik, mein Kopf wurde rot und mir wurde, aufgrund der peinlichen Lage, schwindelig. Ein zweites Mal klopft es: "Nun machen sie schon! Solange kann es gar nicht dauern!" Meine Verzweiflung schlägt in Wut um: Gut! Dann gebe ich jetzt mal Gas und wische mir mit keinem einzigen Papier meinen klitschnassen Arsch ab.

Was kam als Nächstes? Sie prüften, ob meine Augen in Ordnung seien und unmittelbar danach kamen der Hörtest und meine Leibesvisitation. Das Schöne daran ist, dass diese liebreizende Ärztin die gleiche Person war, die mich so forsch von der Toilette geholt hat, und mich auch in dieser Situation wieder kommandiert hat. "Hose runter und beugen sie sich vor!" Alles klar, wird gemacht. Für einen kleinen Moment war Ruhe und ich glaube sogar, dass sie kurz ein wenig würgen musste, doch anscheinend wollte die Ärztin zeigen, wer am längeren Hebel sitzt und möchte mir ihren Finger trotz allem in den Hintern schieben. Leider Gottes hat der menschliche Körper so etwas wie Reflexe. Als ich nämlich den Finger mit der kalten Salbe an meinem braunen Kranz spürte, verkrampfte mein Hinterteil, und der restliche Inhalt meines Enddarms ergoss sich über ihren ganzen Arm und einige Spritzer flogen unkontrolliert durch die Gegend. Ab dem Moment war die Musterung für mich vorbei. Doch so konnte ich mich natürlich nicht in die Bahn setzen. Ich bekam dankenswerterweise einen Kittel und einen Sack für meine braune Wäsche und wurde letzten Endes von einem mich verspottenden Kumpel abgeholt. Vier Wochen später bekam ich Post, dass ich die Musterung erneut antreten müsste.

Beichthaus.com Beichte #00026294 vom 19.05.2009 um 12:01:15 Uhr in Düsseldorf (58 Kommentare).

Gebeichtet von hackbraten009
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Eine ganze Packung Eis

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Vor ein paar Jahren habe ich mir zur späten Stunde noch eine ganze Packung Eis reingezogen. Ein ganzer Liter. Danach konnte ich gut schlafen. Am nächsten Morgen wollte ich zur Schule. Hatte aber dummerweise verpennt und musste mich tierisch beeilen, damit ich den nächsten Zug noch erwischte. Auf dem Weg zum Bahnhof grummelte es schon so im Magen, aber ich dachte das liegt nur am Hunger. Am Bahnhof wurde es dann immer schlimmer. Während ich auf den Zug wartete, merkte ich, dass ich etwas Wichtiges vergessen hatte - nämlich zu kacken. Ich dachte mir, gehst du halt in der Schule einen abseilen. Dummerweise braucht man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Stunde bis zum ersehnten Schacht. Im Zug wurde es dann immer schlimmer. Mir wurde fast schwarz vor Augen, so anstrengend war das Zurückhalten. Aber im Zug auf den Pott gehen? Niemals! Doch plötzlich kam der Gedankenblitz! Eben aussteigen und mit dem nächsten Zug zurück nach Hause. Bis zur Schule schaffst du es nie! Scheiß auf Schule!

Also direkt am nächsten Bahnhof raus aus dem verfluchten Ding und ab in den anderen Zug. Dachte ich. Der hatte natürlich derbe Verspätung und ich stand an so einem Minibahnhof, an dem nichts los ist. Ich dachte echt mein Arsch platzt gleich. Ich Idiot habe mir in dem Moment vorgestellt, wie gemütlich es auf dem heimischen Schacht wäre. Ab da ging nichts mehr. Einmal kurz umgedreht, ob irgendwelche Menschen in der Nähe sind und ab ging es: Hose runter und voll vor den Fahrkartenautomaten geschissen. Es bildete sich eine riesige braune Pfütze aus flüssiger Scheiße. Boah, war das widerlich. Schnell alles rausgedrückt, was ging, und Hose hoch. Der Zug kam ein paar Sekunden nach dem Geschäft an. Leider war nichts zum Abwischen in der Nähe, also mussten die Flecken vom Arsch sich mit der Hose anfreunden. Auf der ganzen Rückfahrt hat es im Zug volles Rohr nach Kacke gestunken. Zum Glück fuhren zu der Zeit nicht viele Leute. Zu Hause musste ich erst einmal ein ausgiebiges Bad nehmen. Ihr glaubt gar nicht, wie beschissen ich mich gefühlt habe. Seitdem muss ich jedes Mal, wenn ich an dem "beschissenen" Bahnhof vorbeikomme, auf den Boden vor den Automaten sehen. Anfangs sah man noch sehr gut die Umrisse von der Pfütze, aber leider ist mittlerweile alles verschwunden. Jetzt esse ich abends kein Eis mehr.

Beichthaus.com Beichte #00026273 vom 15.05.2009 um 23:22:27 Uhr (39 Kommentare).

Gebeichtet von hackbraten009
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