Skurrile Freunde und lustige Begebenheiten

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Falschheit Lügen Gesellschaft Weilheim

Ich (m/20) belüge des Öfteren Freunde und Familie, um sie zum Lachen zu bringen oder von skurrilen Situationen erzählen zu können. So erfinde ich immer einen Haufen Freunde, die dann dies und jenes Lustiges, Cooles oder Eigenartiges gesagt haben. Ich denke mir Fakten über diese erfundenen Personen aus, mache sie fast schon zu Karikaturen, das aber meist so gut, dass noch niemand etwas gemerkt hat. Manchmal sind diese Personen auch nicht rein erfunden und ich spreche von echten Bekannten. Allerdings erwähne ich nie deren Namen, sodass diese dann nicht in peinliche Situationen kommen. Was ich erfinde? Eigentlich nichts Schlimmes, auf jeden Fall nichts Abartiges - eigentlich nur witzige Sachen. Ich mag es einfach, wenn ich in einer Gruppe oder bei meinen näheren Bekannten einfach mal eine Story preisgeben kann, die alle interessant finden und über die sie lachen müssen. Außerdem bekräftigt es mich in meinem mir nachgesagten Talent, Charaktere und Geschichten zu erfinden.


Zu guter Letzt finde ich viele Leute auch einfach langweilig und passiv, sodass ich einfach mal etwas erfinde und übertrieben darstelle, um etwas Farbe in meine Erzählungen zu bringen. Ein gewisser Wunsch, dass die Leute etwas interessanter wären, steckt auch darin. Wenn ich etwas Schlimmes lese, erfinde ich auch immer Leute, die ihr Entsetzen kundgegeben haben, oder die die schreckliche Handlung (z.B. Mord) verurteilen, da ich oft das Gefühl habe, dass es viel zu viele herzlose Leute gibt, die zu selten Mitleid empfinden. Und dann erfinde ich solche mitleidvollen Personen, um mir etwas Mut, was das Wesen der Menschen angeht, zurückzugeben. Wenn jemand eine Eigenschaft hat, für die er sich schämt oder für die andere ihn auslachen, erfinde ich auch immer Leute, die diese Eigenschaft auch haben, glücklich sind und solche, die die Mobber verachten. Ich habe immer das Gefühl, das bringt mehr als nur die eigenen Worte. Ich beichte also, dass ich oft Freunde und Familie belüge, wenn auch ohne böse Absicht.

Beichthaus.com Beichte #00036259 vom 27.07.2015 um 16:38:06 Uhr in 82362 Weilheim (Murnauer Straße) (4 Kommentare).

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Sicherheit im Großhandel

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Arbeit

Ich (m/25) möchte etwas beichten, was schon einige Jahre zurückliegt. Ich habe damals in einer Wartungsfirma gearbeitet und war gerade die erste Woche da. In dem Gebäude, in dem die Wartung der Anlage stattfinden sollte, stehen die Kassenserver einer bekannten Großhandelskette mit gelben Buchstaben. Wie man sich denken kann, ist das Gebäude extrem abgesichert: Ohne Sicherheits-Check, Karte, Key und Arbeitserlaubnis sowie Führungszeugnis kann man dort nicht einmal auf die Toilette. Da es sich noch um meine erste Woche handelte, hatte ich bis dato nur einen Gastausweis, der mich dazu berechtigte, die erste Schleuse für den Wartebereich zu überwinden. Jedenfalls war ich schon früher dort als der Rest des Teams, das heißt, ich hätte auf den Chef warten müssen, um auf die Toilette zu gehen. Es kam so, wie es kommen musste: Ich trank aus Langeweile so viel Kaffee und rauchte so viele Zigaretten, dass sich bald mein Darm bemerkbar machte - ich musste dringend den weichen Obama ins weiße Haus bringen.


Ich ging also in die Sicherheitszentrale und fragte, ob ich mal den Thron benutzen dürfte - dies wurde zu meinem Erstaunen verneint. Mir wurde ein Gebäude auf dem Grundstück gezeigt welches leerstand, dort könnte ich aufs Klo. Schön und gut, doch die Wurst hing mir schon fast aus dem Arsch raus. Also hastete ich zu dem Gebäude und suchte die Toilette. Es war zum Verzweifeln, in der einen Etage waren die Keramik-Räume abgeschlossen, in der anderen hing kein Papier. Ich rannte wie ein Irrer durch das Gebäude, auf der Suche nach dem Lokus. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus! Ich fühlte mich, als würde ich in jedem Moment in die Luft fliegen, also schmiss ich mich im vierten Stock auf das erstbeste Scheißhaus. Dort saß ich dann auf der Schüssel und mir schoss, noch während ich die Hose runterließ, eine brachiale Fontäne aus dem Arsch, sodass jeder Rohrbruch im Straßenbau aussieht wie ein Rasensprenger. Von dem ersten Schock erholt, folgte auch gleich der zweite Schreck. Es war kein Papier vorhanden. Also saß ich auf dem Lokus fest. Ich überlegte, was ich tun sollte und zerriss meine Boxershorts, um mir damit den Arsch abzuwischen.


Die Fetzen faltete ich zusammen und legte sie auf den Spülkasten. Dann wollte ich abziehen, aber das Wasser war abgestellt. Also verzog ich mich, aus Panik, erwischt zu werden, wieder nach draußen und überließ das Klo komplett zugeschissen seinem Schicksal. Da das Gebäude ja noch einige Zeit leerstand - und das im Hochsommer - tut mir die arme Sau furchtbar leid, die das Klo später putzen musste. Ich erbitte Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036257 vom 27.07.2015 um 10:03:08 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Treue und Liebe sind Fremdwörter!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Feigheit Partnerschaft

Ich (m/Anfang 20) möchte beichten, dass ich eine sehr starke Angst habe, jemanden zu verlieren, den ich liebe. Diese Angst ist im Grunde unbegründet, doch aufgrund von mehreren sehr schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit interpretiere ich vieles, was diese Person macht oder sagt, als einen Anlass, um unsere Beziehung zu fürchten. Obwohl sie mir so oft sagt und zeigt, dass ich keinen Grund dafür habe. Ich fühle mich schwach, fast schon lächerlich und schäme mich dafür, obwohl ich sonst nichts fürchte und mit aller Kraft gegen solche Gedanken ankämpfe. Ich weiß, dass diese Angstzustände weder normal noch gesund sind, aber ich weiß nun einmal nicht, was mir anderes dabei helfen kann, klar im Kopf zu werden, als die Zeit und endlich mal eine positive Erfahrung in Sachen Treue und Liebe, was man heutzutage wohl am besten ins Fremdwörterbuch aufnehmen sollte. Cheers.

Beichthaus.com Beichte #00036256 vom 27.07.2015 um 02:36:33 Uhr (2 Kommentare).

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Softair in Kroatien

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Diebstahl Kinder Urlaub Kroatien

Ich weiß nicht mehr, wie lange es her ist, aber ich denke so um die zehn Jahre. Damals war ich ungefähr 12 Jahre alt, und wie jeden Sommer, mit meinen Eltern und Bekannten, die auch Kinder in meinem Alter hatten, im Urlaub in Kroatien. An jeder Ecke stehen dort diese Läden, die entweder Spielzeug oder Klamotten verkaufen. Praktisch jeder dieser Spielzeugläden hatte Softair-Pistolen, von denen man als Kind natürlich sehr angezogen wird. Verständlicherweise wollten unsere Eltern solche Teile nicht für uns kaufen. Irgendwann, ich weiß nicht mehr warum, haben unsere Eltern uns aber 100 Kuna gegeben und wir sind damit bummeln gegangen. Ratet mal, was wir gekauft haben. Wir haben uns an den Hafen gesetzt und die Pistolen ausgepackt. Ich habe das Magazin geladen, als auf einmal ein Windstoß kam und die Verpackung ins Meer geweht hat. Jetzt saß ich da und habe dumm geguckt. Da hatte ich eine neue Softair und keine Munition, denn die lag im Meer. Und ohne Munition ist es irgendwie uncool, also wollte ich in den Laden gehen und mir noch welche kaufen.

Dann sah ich aber dort aber eine offene Verpackung derselben Softair mit derselben Probepackung Softair-Kugeln. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich habe zugegriffen. Ich habe in meinem Leben, bis heute, nichts geklaut, bis auf eine kleine Probepackung Softairkugeln mit vielleicht 30 Schuss. Jedes Mal, wenn ich in den Nachrichten etwas mit Diebstahl lese, muss ich daran zurückdenken. Als wir in Mathe Statistik hatten und jeder hinter die Tafel ging, um anzukreuzen, wie viele von uns schon einmal geklaut haben, habe ich einen Strich bei "Nein" gemacht. Bis heute schäme ich mich für diesen Diebstahl. Mein Gewissen ist innerlich zerfressen. Meine reine Weste ist durch diese Tat beschmutzt. Auch wenn ich sagen könnte, die unfreundliche Ladenbesitzerin hätte es nicht anders verdient, wird meine Weste davon nicht rein. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00036249 vom 26.07.2015 um 11:36:45 Uhr in Kroatien (Medulin) (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Du bist zu fett!

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Verzweiflung Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Ernährung Familie München

Meine Mutter hat sich vor drei Jahren, als ich 13 war, einen Schlauchmagen operieren lassen - sie wog bei 1.70 Meter über 150 Kilo. Ich wiege auf 1.74 Meter derzeit 85 Kilo, ich habe eine sehr starke Schilddrüsenunterfunktion, also das Gewicht nicht raufgegessen, sondern eine echte Krankheit. Ich habe zwar mein Leben umgekrempelt und ernähre mich seit zwei Jahren gesund und mache Sport, doch das Gewicht geht nicht nach unten. Meine Ärztin sagt, da könne man nichts machen.

Das Problem ist nur, seit meine Mutter jetzt schön schlank ist, ist mein Leben die reinste Hölle. Mein Vater hat mich schon immer gemobbt, auch als Kind schon. Fette Sau, ekelhaftes Schwein, hässliche Fotze, Hure - nur um mal eine kleine Auswahl zu nennen. Und damals lief zwischen meinen Eltern auch nichts mehr Großartiges, auch körperlich nicht. Ich habe mich für meine Mama wirklich gefreut und sah, wie glücklich sie war. Doch jeden Tag musste ich mir dann am Frühstückstisch anhören, dass ich nicht so viel fressen sollte. Dass ich hässlich bin und mich eh keiner will. Wenn ich meiner Mutter sage, was mein Vater so alles zu mir sagt, sagt sie nur: "Ach das wird schon wieder", oder "Ja, was soll ich jetzt tun?"


Inzwischen hasse ich sie auch, denn früher hat er sie auch fertiggemacht und da hat sie auch noch etwas dagegen gesagt. Hat mich in den Arm genommen. Solidarisiert praktisch. Sie sieht wirklich top aus, aber ich hasse sie dafür, dass er mich psychisch kaputtmacht und sie nichts tut. Keiner meiner Verwandten glaubt mir, ganz im Gegenteil: Er hat schon recht, pass auf dein Gewicht auf. Selbst als meine Ärztin mit meinen Eltern sprach, dass ich nichts für mein Gewicht kann und auch die Tabletten nicht viel helfen, hat er nicht damit aufgehört. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich jetzt meine Mutter so sehr hasse, für etwas, dass ihr vielleicht sogar das Leben gerettet hat. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036246 vom 26.07.2015 um 01:30:33 Uhr in 80331 München (Marienplatz) (23 Kommentare).

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