Die Zicke und der Neid

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Verzweiflung Neid Zorn Familie Ringgau

Ich (w/23) kann oft sehr zickig sein. Das weiß ich auch und mir tut es eigentlich immer fünf Minuten, nachdem ich etwas Zickiges gesagt oder getan habe, auch wieder leid und ich entschuldige mich. Heute habe ich mit meiner Schwester telefoniert und wir waren bei einem Thema, bei dem ich sie um Hilfe gebeten hatte, nicht einer Meinung. Meiner Meinung nach habe ich nicht zickig reagiert und habe ihr gesagt, dass ich es anders sehe. Daraufhin hat sie aufgelegt. Ich habe ihr später noch einmal geschrieben und mich entschuldigt, weil ich nicht gerne mit ihr streite. Sie meinte daraufhin, dass ich nicht mehr anrufen bräuchte, da ich sie immer so anmotzen würde. Ich bin wirklich jemand, der sich selbst reflektieren kann und ich habe sie ganz bestimmt nicht angemotzt. Ich war einfach nur nicht der gleichen Meinung wie sie. Natürlich habe ich jetzt auch meinen Stolz und will nicht bei ihr angekrochen kommen, wenn sie nicht mehr mit mir reden möchte. Ich weiß nicht, wie ich jetzt reagieren soll, weil mich das sehr hart trifft. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis und ich liebe sie über alles. Aber das hat mir sehr weh getan, besonders weil sie ein sehr lieber und friedfertiger Mensch ist.


Ich kann mir nur vorstellen, dass sie so sauer reagiert, weil sie manchmal ein wenig eifersüchtig auf mich ist. Sie ist zehn Jahre älter als ich und bis jetzt habe ich viele Sachen besser gemacht als sie, beispielsweise Ausbildung und Studium. Außerdem ist sie mit ihrem Gewicht unzufrieden und ich bin im Gegensatz dazu ziemlich schlank. Sie versucht aber auch nicht wirklich, etwas gegen ihr Gewicht zu machen. Ich versuche schon immer meine Kleidung anzupassen, wenn wir uns treffen, da ich eigentlich immer sehr figurbetont gekleidet bin. Aber ich kann mich doch nicht komplett umkrempeln. Ich weiß nicht, ob ich das vielleicht alles komplett falsch sehe. Das sollte jetzt auch kein Loblied auf mich sein, ich habe durchaus viele Fehler und bin mit meinem Aussehen auch nicht absolut zufrieden - ich hoffe das ist nicht falsch rüber gekommen. Aber es tut mir leid, dass ich manchmal überreagiere.

Beichthaus.com Beichte #00035329 vom 25.03.2015 um 21:58:00 Uhr in Ringgau (10 Kommentare).

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Beziehung mit Problempotenzial

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Verzweiflung Begehrlichkeit Selbstsucht

Ich (w/22) bin zurzeit in einen Jungen verliebt, welcher nicht ganz einfach ist und mich in meinem eigenen kleinen Chaos eher noch mehr in die Tiefe zieht. Meine Therapeutin sagte mir, er sei nicht gut für mich, aber ich kann einfach nicht loslassen! M. kenne ich nun seit drei Jahren - wir hatten immer mal wieder keinen Kontakt zwischendurch, da es ihm einfach zu schlecht ging und er keine Lust hatte, soziale Kontakte zu haben. Ich habe ihn dann meist doch wieder auf die Beine bekommen und seine ständigen Beleidigungen gegenüber Frauen ignoriert. Ich weiß ja auch, dass er mich damit nicht meint, weil ich bei ihm bin, ihm zuhöre und wenigstens versuche, irgendwas mit ihm zu unternehmen. Dazu muss man auch erklären, warum er sich so verhält. Er war schon immer ein Außenseiter, kein Freund der vielen Worte, wurde von Frauen immer nur betrogen, ausgenommen und verarscht. Er hat seinen toten Vater (Selbstmord) gefunden und auch den Tod seiner Großeltern miterleben müssen. Es ist verständlich, dass solche Erlebnisse einen Menschen prägen und auch das weitere Leben beeinflussen. Jeder Mensch geht anders mit so etwas um. Ich wüsste nicht, ob ich das alles überstehen würde.


Auf jeden Fall fühle ich mich für ihn irgendwie verantwortlich, auch wenn ich selbst mit Depressionen zu kämpfen habe und seine schlechten Tage dann auch meine werden, kann ich nicht davon ablassen, ihm beistehen zu wollen. Ich weiß, dass ich eben nicht sein Arzt oder Therapeut bin, das weiß er auch selbst - aber solange er sich nicht selbst dazu entscheidet, sich professionelle Hilfe zu suchen, kann ich nur eins tun: Ihm beistehen und kleine Schritte nach vorn zu wagen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte, denn es ist ja nicht ganz uneigennützig. Ich mache das Ganze ja nicht nur deswegen, um ihm zu helfen, es hilft auch mir mit meinen Problemen besser umzugehen, da er ein "krasses" Selbstbild von mir ist. Ich bin noch weit davon entfernt, mich so zu isolieren, aber ich könnte auch an diesen Punkt kommen. Das will ich nicht und will ihn da auch nicht drin lassen, bis er sich was antut. Ich bin verliebt und hoffe einfach, dass wir eine Zukunft haben, in der es ihm dann auch besser geht. Doch oft sitze ich zu Hause und denke mir "Bin ich egoistisch, weil ich will, dass er lebt - wenn auch mit mir?" Vielleicht ziehe ich ihn dann nur unnötig runter, wenn ich mal wieder ein Tief habe? Ich weiß es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00035326 vom 25.03.2015 um 16:08:56 Uhr (14 Kommentare).

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Smartphone-Zombie

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Maßlosigkeit Zwang Schamlosigkeit Telefon Selmsdorf

Ich (m/21) beichte, dass ich ein sogenannter Smartphone-Zombie bin. Wenn ich alleine und zu Fuß unterwegs bin, höre ich also nicht nur über meine In-Ear-Kopfhörer Musik, sondern es wird auch bei fast jeder eingehenden Nachricht das Handy gezückt und gegebenenfalls auch ausführlich geantwortet. Dabei schaue ich, wie man es sich schon denken mag, nach unten und gehe nur relativ langsam voran. Natürlich achte ich dabei an Straßenübergängen und Ähnlichem auf den Verkehr, da ich gerne noch ein paar Jahre leben würde, und auf Unfälle verzichten kann. Allerdings muss ich aber auch gestehen, dass ich schon einige Male nur gerade noch so den Zusammenprall mit anderen Fußgängern verhindern konnte. Diese Form von Multitasking stört allerdings viele Menschen auf den Straßen, da sie in der permanenten digitalen Kommunikation ihrer Mitmenschen einen Werteverfall und ein Abkapseln dieser von der Umgebung sehen, weshalb ich mir dabei auch etwas respektlos vorkomme.


Nichtsdestotrotz kann ich es aber auch nicht einfach sein lassen, weil es mir eben ein gutes Gefühl gibt, nebenbei mit Freunden zu schreiben. Auch wenn es mittlerweile ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden ist, Nachrichten damit zu verschicken, würde ich mich nicht als süchtig nach meinem Smartphone oder dem Internet bezeichnen, da es mir um die damit erbrachte Kommunikation und nicht das Medium selbst geht. Mir sind z.B. auch zehn Minuten von Angesicht zu Angesicht reden wesentlich lieber als eine Stunde zu tippen, senden und lesen, aber das ist natürlich nicht immer möglich und das Chatten bietet dann eine angenehme Alternative, eben auch, wenn man gerade unterwegs ist. Ich habe ehrlich gesagt auch etwas Angst, dass sich irgendwann einmal eine Person nicht beherrschen können wird, und mir das Handy aus der Hand schlägt, weil sie den Anblick der vielen Smartphone-Zombies auf den Straßen nicht mehr erträgt. Es tut mir leid, zum negativen Gesellschaftsbild von scheinbar von der Realität abgekapselten jungen Leuten beizutragen und möchte mich hiermit bei den Menschen entschuldigen, die ich durch meinen Anblick beim Herumtippen in der Öffentlichkeit störe.

Beichthaus.com Beichte #00035324 vom 25.03.2015 um 04:56:55 Uhr in Selmsdorf (10 Kommentare).

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Das Ende des Asylbewerberheims

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Feigheit Zorn

Vor sechs Wochen wurde ohne Vorankündigung ein Asylbewerberheim in unserem ländlich geprägten Ort eröffnet. Darin wohnen ausschließlich Männer aus dem Kosovo, Tunesien und Marokko. Seit der Eröffnung dieser Unterkunft sind die Ladendiebstähle in den örtlichen Geschäften in die Höhe geschnellt. Aufgrund der kürzlich bereichernden Vorfälle lehnt die lokale Dorfdisco weitere Besuche der Fachkräfte vehement ab. Meine eigene Tochter wurde von den Fachkräften bislang fünfmal unsittlich angesprochen und auch angefasst. Ich beichte, dass ich eine Weichwurst bin und in den letzten sechs Wochen keinerlei Unternehmungen initiiert habe, um im Rahmen der mir legal zustehenden Möglichkeiten diesem kranken Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Ich gelobe Besserung und werde im Rahmen des Gesetzes nun aktiv werden.

Beichthaus.com Beichte #00035322 vom 24.03.2015 um 21:50:07 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Piloten nicht am Steuer

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Aggression Zwietracht Flug & Co.

Ich (m/31) möchte mich für meine Aggressivität gerade auf dem Ryanair-Flug nach London entschuldigen. Ich saß ziemlich weit vorne. Nach allem, was bei den letzten Flugzeug-Katastrophen passiert ist, haben die Piloten anscheinend noch nichts dazugelernt. Die Piloten gingen nacheinander auf die Toilette und machten Ewigkeiten ihre Scherze mit den Stewardessen, statt für die Sicherheit an Bord zu sorgen. Wenn dieser einen Person im Cockpit was passiert, kommt niemand mehr rein, da hilft dann auch kein Klopfen. Warum kann nicht wenigstens jemand von der Crew im Cockpit sein, während einer der Piloten auf Toilette ist? Zwischendurch standen auch mal beide Piloten in der Tür.

Ich habe mir das Schauspiel eine Weile angeguckt und dann die Stewardess darauf hingewiesen. Auf eine herablassende Art und Weise, sagte sie mir mit ihrem Vorstadt-Pub-Englisch, dass ich mich um meinen eigenen Scheiß kümmern solle. Dann ging die Diskussion erst richtig los und einige andere Passagiere mischten auch noch mit. Vielleicht mag es paranoid klingen, aber ich möchte mein Leben nicht aufgrund von dummen und faulen Personen verlieren. Ich bin beruflich viel unterwegs und habe von blonden vollbusigen Cockpit-Besucherinnen bei Air Berlin bis hin zu Champagnerpartys der Piloten von Thai Airways schon einiges erlebt. So etwas ärgert mich einfach.

Beichthaus.com Beichte #00035321 vom 26.03.2015 um 08:35:36 Uhr (18 Kommentare).

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