Kostenloser Strom auf der Baustelle

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Diebstahl Verschwendung Geld

Meine Frau und ich haben ein Haus gebaut und sind vor Kurzem eingezogen. Da Bauen ja bekanntlich viel Geld kostet, habe ich bei einem Auktionsportal günstig einen Baustromkasten ersteigert. Ein langes, dickes Anschlusskabel war auch schon mit dabei und alles in allem war der Kasten eigentlich viel zu groß, aber er hatte eine Menge Steckdosen und günstig war er auch. Mein Elektriker, der mir auch das Haus installiert hat, hat dann einen Termin mit den Stadtwerken ausgemacht - für den Anschluss meines Baustromkastens an den Verteilerkasten auf der Straße. Der Techniker hat noch gewitzelt, ob ich nicht doch ein Hochhaus baue, wegen dem großen Kasten und dem dicken Kabel, aber er hat den Anschluss gemacht und seinen Kollegen angerufen, der den Zähler montieren sollte. Der war auch eine Stunde später da - es gab allerdings ein kleines Problem. Der riesige Kasten hatte zwar eine Menge Steckdosen, aber keinen Platz für den Zähler.


Auf einen Platz für einen Zähler hatte ich nicht geachtet, denn der günstige Preis war ausschlaggebend für das Ersteigern des Kastens. Der Zählermann erklärte mir, dass ich keinen Strom bekomme - solange in dem Kasten kein Platz für den Zähler ist. Er ließ mir seine Karte da und meinte, ich solle ihn rufen, wenn ich einen Kasten habe, in dem auch ein Zähler Platz findet. Ich rief also meinen Elektriker an und der sagte, er werde sich das anschauen, wenn er vor Ort ist und wenn möglich in den Kasten einen Zählerplatz einbauen - ansonsten müsse ich einen Baustromkasten mit eingebautem Zählerplatz besorgen. Spaßeshalber drückte ich die Prüftaste an einem der Schutzschalter im Kasten und er löste aus. Mein Kasten hatte also Strom! Und das ohne eingebauten Zähler! Ich konnte es kaum glauben und probierte alle Steckdosen mit einer Handlampe aus - und sie funktionierten wirklich. Die Wochen vergingen und mein Elektriker kam erst auf die Baustelle, als der Rohbau schon ziemlich fertig war. Er hatte einiges zu stemmen und mir fiel der fehlende Zähler im Baustromkasten ein. In dem ganzen Stress hatte ich das ganz vergessen. Er allerdings auch und er erschrak und versicherte mir, sich sofort darum zu kümmern. Das war vor über einem Jahr.


Mittlerweile sind wir in das fertige Haus eingezogen und ich habe einen fixen Stromkasten im Haus, natürlich mit eingebautem Zähler. Der Monteur der Stadtwerke war vorhin da und hat meinen Baustromkasten am Straßenverteiler abgeklemmt, weil ich den jetzt ja nicht mehr brauche. Ich habe hineingesehen und mein Elektriker hatte keinen Platz für einen Zähler eingebaut und somit war da auch nie ein Zähler drin. Mein Elektriker meinte, darauf angesprochen, ich solle den Mund halten und ja niemandem davon erzählen. Deswegen möchte ich hier mein Gewissen erleichtern. Ich beichte hiermit, dass ich über ein Jahr lang kostenlos Strom bezogen habe und mein ganzes Haus - und auch den Rohbau - im Winter volle Kanone elektrisch beheizt habe, ohne für den gelieferten Strom auch nur einen Cent zu bezahlen. Alle Handwerker, die bei mir zugange waren, meinten einstimmig, dass sie im Winter noch nie auf einer so kuschelig warmen Baustelle waren, weil ich mit geschätzten 20 Heizstrahlern für ein Klima wie in einer finnischen Sauna gesorgt hatte. Jetzt habe ich im Haus einen funktionierenden Zähler und zahle natürlich für den Strom. Ich bitte um Absolution für den Diebstahl von Energie während der Bauphase meines Hauses.

Beichthaus.com Beichte #00035146 vom 25.02.2015 um 07:54:45 Uhr (13 Kommentare).

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Ode an Berlin

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Hass Zorn Verzweiflung Vorurteile

Berlin ist oberflächlich, raubt dir deine Zeit, Energie und Geld, möchte deine tiefgründige und unbescholtene Seele klauen, frisst dich auf, lässt dich schneller altern und ruiniert deine Gesundheit! Berlin zieht dich hinab in seinen Abgrund - irgendwann wird jeder […]
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Beichthaus.com Beichte #00035143 vom 24.02.2015 um 19:36:32 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Seuchentrank auf Klassenfahrt

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Ekel Maßlosigkeit Urlaub Schamlosigkeit

Meine beichtenswerte Geschichte ist ziemlich genau 15 Jahre her und entspringt einer ziemlich wilden Schwärmerei meiner besten Freundin für einen unserer Lehrer. Ich konnte nie verstehen, warum sie ausgerechnet auf ihn stand. Er war ein alternder Vorstadtcasanova, zwar noch ganz hübsch im Gesicht, aber er hatte schon einen ordentlichen Plautzenansatz und bekam langsam aber sicher Falten und ein Doppelkinn. Meine beste Freundin schien das alles nicht zu stören. Sie war echt übel verknallt und ließ sich auch nicht durch seine ständigen Machosprüche und sein generell ziemlich unsympathisches und großspuriges Gehabe davon abbringen. Unter den anderen Lehrern hatte er ebenfalls nicht den allerbesten Ruf, da er schon einmal versetzt worden war, weil er einer Schülerin vor der ganzen Klasse an den Hintern gefasst hatte, außerdem war er im Lehrerkollegium wohl auch hinter jedem halbwegs ansehnlichen Rock her. Meine beste Freundin, damals in der Blüte ihrer Schönheit - große, feste Brüste, knackiger Po, schmale Taille, lange Beine, verführerische Lippen, wallendes, blondes Haar - tat alles, um seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Das gelang ihr natürlich auch ziemlich gut, wie man sich wohl ohne Weiteres denken kann.

In seinem Unterricht saßen wir ganz vorn. Ihre Bluse war immer noch einen Knopf offener als sonst, ihre Lippen immer noch eine Spur roter und ihr Blick klebte hartnäckig an ihm wie Kaugummi an der Schuhsohle, während er nur Augen für ihr freizügiges Dekolleté hatte. Natürlich fiel das auch der restlichen Klasse auf und Gerüchte begannen, ihre verderblichen Runden zu ziehen. Als sie erfuhr, dass er als Betreuer mit uns zur Abschlussfahrt der zwölften Klasse mitkommen sollte, war sie total aus dem Häuschen und schmiedete wahnwitzige Pläne, wie sie ihn ins Bett bekam. Auf meine Einwände hörte sie nicht, stattdessen kaufte sie sich Dessous, die selbst einer Prostituierten die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Schließlich war es so weit. Die Abschlussfahrt stand an, und meine beste Freundin hatte sich aufgetakelt als ginge sie ins Bahnhofsviertel arbeiten: High Heels, Mini, ein Top, das mehr zeigte als es verbarg. Unserem Casanova-Lehrer fielen fast die Augen heraus, genau wie dem Rest der Jungs aus der Stufe. Auf der Busfahrt erzählte sie mir haarklein von ihrem Plan: Sie wollte so tun, als habe sie sich bei irgendeiner Aktivität verletzt, würde ihn fragen, ob er ihr helfen könne und ihn dann, wenn er nachsehen würde, wie schlimm es war, verführen. Sie hatte das alles detailliert geplant und war sich sicher, dass dieser Plan funktionieren würde. Leider sah ich das genauso. Mir war klar, dass ich etwas unternehmen musste, um sie von ihrem wahnwitzigen Vorhaben abzubringen.

Alles Reden half aber nichts. Sie dachte weder an seine Frau, noch an seine Kinder, noch an ihr eigenes Abitur - und auch nicht an den Ruf, den sie weghatte, wenn die Nummer herauskam. In meiner Not fiel mir nichts Besseres ein, als in die Apotheke zu gehen und Abführmittel zu besorgen, das ich in ihre Trinkflasche füllen würde. Ich wusste, sie hasste nichts auf der Welt so sehr wie Durchfall und würde quasi schlagartig, schon aus Hygienegründen, ihre Pläne fallen lassen. Ich kippte also nach unserer Ankunft in einer unbemerkten Minute das Zeugs in ihre bereits etwas angetrunkene 1,5 Liter Flasche mit Cola drin. Dummerweise achtete ich nicht auf die korrekte Dosierung, da es schnell gehen musste. Kurz darauf nahm sie auch, wie geplant, einen ordentlichen Zug des teuflischen Druckstuhlgemisches. Einer der Jungs sah das und fragte, ob er auch was abbekam. Nun gut, Kollateralschäden musste man wohl in Kauf nehmen, dachte ich. Dummerweise war er nicht der Einzige, der auf die Idee kam, etwas davon zu wollen und so beobachtete ich mit wachsendem Entsetzen im Laufe der nächsten zehn Minuten, wie sich mehrere Schüler die Flasche griffen und daraus tranken. Meine beste Freundin klärte mich danach noch auf, dass das Zeugs zu gut der Hälfte aus Jägermeister bestand, was alle anderen wohl gewusst hatten, mir aber bis dato unklar gewesen war. Sie bot mir einen Schluck an und ich lehnte aus einem hanebüchenen Grund ab.

Ich begann jedoch genauso zu schwitzen, wie meine beste Freundin und die anderen, als das Gebräu seine tückische Wirkung in deren Eingeweiden zu entfalten begann. Bald bewegte sich der Erste zügig zur Toilette, wo er im weiteren Verlauf des Abends auch bleiben sollte. Keiner der anderen hielt es danach länger als zehn Minuten aus. Das braune Fiasko bahnte sich unerbittlich seinen Weg. Die Geräusche und Dämpfe, die aus den Toiletten drangen, spotteten jeglicher Beschreibung. Ich ließ die Flasche in der Zwischenzeit unauffällig verschwinden. Meine beste Freundin kam im Halbstundentakt totenbleich und vollkommen verschwitzt von der Toilette, trank eine komplette Flasche Wasser leer und verschwand danach wortlos wieder auf den Topf. Unsere beiden Betreuer, also Mr. Casanova und zwei weitere Lehrer, beschlossen im Laufe des Abends die Kursfahrt abzubrechen, da die mysteriöse Seuche insgesamt acht Schüler befallen hatte und weitere Schüler urplötzlich kränkelten. Ich vermute dahinter teilweise Hysterie, denn so viele Leute hatten gar nichts von dem perfiden Seuchentrank abbekommen.

Meine beste Freundin und besagter Casanovalehrer haben es dann übrigens doch noch getrieben - und zwar auf dem Abiball in einer Abstellkammer. Es war wohl echt mies, daher verflüchtigte sich ihr Interesse an ihm danach glücklicherweise recht schnell. Bis heute weiß allerdings keiner, was es mit dem Abbruch der Kursfahrt wirklich auf sich hatte und niemand hat jemals die Verbindung zu mir, respektive der Flasche Jäger-Cola hergestellt. Einzig meiner besten Freundin habe ich die Story mal im Suff erzählt und sie hat es mit einigem Humor genommen. Heute ist mir echt klar, dass ich verdammtes Glück hatte, die Sache hätte auch mit einer Klage wegen Körperverletzung enden können.

Beichthaus.com Beichte #00035122 vom 20.02.2015 um 15:43:57 Uhr (6 Kommentare).

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Die Schuhe des Nachbarn

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Rache Hass Zorn Nachbarn

Vor einigen Jahren hatte ich einen Nachbarn, der in der Wohnung direkt unter mir gewohnt hat und ständig die Musik so laut aufgedreht hat, dass ich mich schon sehr belästigt gefühlt habe. Da ich leider unter sozialen Ängsten leide, hatte ich nicht den Mut und auch […]
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Beichthaus.com Beichte #00035114 vom 19.02.2015 um 10:05:07 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Die Anmache im Fast-Food-Restaurant

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Peinlichkeit Dating Ernährung

Heute Mittag habe ich (m/38/Single) beschlossen, bei einer Fast-Food-Kette zu essen und bestellte mir mein gewöhnliches Menu. Ich lief dann auf einen freien Platz und fixierte hungrig mein Tablett, als ich auf die dümmste Art und Weise eine junge Frau von hinten anrempelte und wir beide mit unserem Essen auf dem Boden fielen. Wirklich klischeemäßig. Natürlich bat ich sofort um Verzeihung und half ihr beim Aufstehen. Sie lächelte, Gott sei Dank nahm sie es mir nicht übel. Diese junge Frau, ich schätzte sie Ende Zwanzig, gefiel mir zudem optisch sehr gut. Ich überlegte nicht lange und fragte spontan: "Wäre es möglich, sie am Abend hier nochmals zu finden? Dann wiederholen wir das Ganze und ich lade Sie dafür zum Essen ein." Ich hielt den Spruch für sympathisch und rechnete zumindest mit einer netten Abweisung, doch die junge Frau änderte ihre Miene komplett und meinte nur: "Heute war ich bestimmt das letzte Mal hier. Was glaubst du eigentlich, wer du bist, der mich wie ein Macho anmachen will?" Sie sagte es in einer hörbaren Lautstärke, sodass ich peinlich die Gesichter der Essensgäste mit ansehen musste.


Die junge Frau blieb dreist, sie nahm auch nicht mein Geld an, um sich ein neues Menu kaufen zu können. Mit verzogener Miene ging ich zurück zum Tresen und bestellte ein zweites Mal mein Essen, dieses Mal zum Mitnehmen. Okay, vielleicht war der Spruch nicht die beste Art, die Frau um ein Date zu fragen. Vielleicht war sie auch vergeben. Doch ich verstehe ein solch übertriebenes Verhalten nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Frauen heutzutage bei einem nett gemeinten Versuch, um das Eis zu brechen, sich wie aufgeblasene, bloßstellende Egomaninnen verhalten müssen. Diese heutige Erfahrung hat es mir wieder bestätigt. Und die Frau hatte sicherlich keinen schlechten Start in den Tag gehabt, da sie ja zuerst freundlich wirkte. Vielleicht können mich die erfahreneren Gentlemen oder die jungen Kenner der Verführung aufklären, was dieses Zickenverhalten ausgelöst hat. Meiner Meinung nach habe ich nichts Falsches getan. Wenn es was zu beichten gibt, dann mein Wunsch, dass diese Frau das nächste Mal in diesem Laden wieder mit jemandem zusammenstößt. Dann aber mit einem dieser übergewichtigen Vielfraß! Und er liegt dann bitte auf ihr.

Beichthaus.com Beichte #00035086 vom 15.02.2015 um 15:12:04 Uhr (32 Kommentare).

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