Lebenslang kleptomanisch veranlagt

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Diebstahl Studentenleben Freiburg

Ich (w/20) war gestern in der Uni auf dem Weg zum Hörsaal und habe plötzlich auf einem Fenstersims etwas liegen gesehen. Als ich näher hinging, sah ich, dass es ein Buchkalender von 2015 war, ganz edel, mit einem wunderschönen Blumenmuster und einem magnetischen Verschluss. Da ich schon mein ganzes Leben lang kleptomanisch veranlagt bin, konnte ich einfach nicht mit dem Gedanken leben, diesen Kalender jetzt hier liegen zu lassen. Selbst, wenn ich damit eigentlich nichts anfangen konnte, da ich vermutete, dass ohnehin schon Eintragungen darin waren. Ich musste ihn mitnehmen. Eine ganze Weile lang stand ich dann da, und immer wenn jemand durchlief, tat ich so, als würde ich etwas an meinem Handy machen. Bis ich mich endlich traute, den Kalender zu nehmen, vergingen einige lange Minuten. Schließlich nahm ich ihn, verstaute ihn schnell in meiner Tasche und lief unauffällig weg. Gesehen hat mich niemand, trotzdem habe ich mich erst viel später getraut, den Kalender wieder rauszuholen. Er war nagelneu, das Preisschild klebte sogar noch dran und niemand hatte etwas hineingeschrieben. Nun freue ich mich über einen tollen Kalender, der viel zu teuer wäre, um ihn mir selbst zu kaufen. Ich beichte, dass ich mich erst ewig nicht getraut habe, ihn zu nehmen und mich noch Minuten danach wie eine Verbrecherin gefühlt habe. Was man findet, darf man behalten, und wenn jemand seinen Kalender schon so herumliegen lässt, hat er es nicht anders verdient!

Beichthaus.com Beichte #00035522 vom 22.04.2015 um 00:39:21 Uhr in Freiburg (5 Kommentare).

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Der perfekte Mann meiner Freundin

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Neid Eifersucht Selbstsucht

Vorletzte Woche sollte der Hochzeitstag meiner besten Freundin (28) sein. Er fand aber wegen mir nicht statt. Ich muss ein bisschen weiter ausholen, damit ihr das versteht: Als wir noch Kinder waren, haben wir immer gescherzt, wer von uns zuerst heiraten würde und wer mehr Erfolg im Beruf haben wird. Und es war immer sie. Sie war Klassensprecherin, dann Stufensprecherin und dann Schulsprecherin. Jetzt hat sie ihr Studium abgeschlossen und führt einen erfolgreichen Laden. Ich habe mein Abitur schleifen lassen und arbeite jetzt in einem mehr oder weniger gut bezahlten Bürojob. Und ich war furchtbar neidisch auf sie, weil sie einen wunderbaren Freund hat. Sie war seit acht Jahren mit ihm zusammen, als er ihr den Antrag gemacht hat und er ist einfach ein Bild von einem Mann. Meine eigenen Beziehungen liefen schlecht und ich fühlte mich furchtbar allein. Auf seiner Junggesellenfeier habe ich ihn abgefüllt und mit ihm geschlafen. Er murmelte zwischendrin immer so geile Sachen. Es hat so gut getan, dass auch ich endlich mal bekomme, was ich will.


Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, dass ich es war, die noch bei ihm war, fand aber das Kondom und dachte sich seinen Teil. Er hat es ihr dann gebeichtet und sie hat sich seitdem nicht mehr bei ihm gemeldet. Sie weint sich jeden Tag bei mir aus und ich muss leise schmunzeln, wenn ich mit ihr darüber rätsele, welche Schlampe das wohl war. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00035518 vom 21.04.2015 um 18:00:25 Uhr (58 Kommentare).

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“Folge

Meine Mutter hat immer recht!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Familie

Meine Mutter geht mir (m/20) total auf den Zeiger. Ich hasse es einfach, dass sie sich aus Prinzip immer im Recht sieht, auch wenn Selbiges selbstverständlich nicht immer der Fall ist. Als ich einmal keine Lust mehr hatte, mir ihren Diktatorenstil bieten zu lassen, drohte sie mir (damals 19) an, mir eine zu knallen, nur weil ich ihr widersprochen hatte. Ihre cholerische Art, wenn sie merkt, dass man ihr nicht gehorcht, ist aber anscheinend für meinen Vater, seinerseits ein absolut ruhiger Zeitgenosse, kein Problem. Im Streitfall stellt er sich einfach auf ihre Seite und lässt sich ihren Ego-Trip gefallen. Da ich es mit zunehmendem Alter selbstverständlich immer weniger akzeptiere, wie ein unmündiger Junge behandelt zu werden, kommt jetzt der Punkt, um den es in dieser Beichte geht. Meine Mutter meinte, sie müsse mich aufgrund meines leichten Bauchansatzes (1,77m/75kg) verarschen und versuchte, mir an selbigen zu greifen, um mir vorzuführen, dass ich ihrer Ansicht nach zu fett wäre.

Ich schritt zurück und erdreistete mich, ihr zu sagen "verzieh dich" woraufhin sie mich des Raumes verweisen wollte. Als ich anfing, mit ihr zu diskutieren und mich von ihrer aggressiven Art nicht beeindrucken ließ, schien sie plötzlich mit ihrem Latein am Ende und brach in Tränen aus und jammerte etwas von fehlendem Respekt. Abgesehen davon, dass sie mir den, meinem Alter entsprechenden, Respekt nie zollt, da sie immer noch versucht, mich wie einen Fünfjährigen zu bevormunden, war für mich in dieser Situation die eigentliche Respektlosigkeit, dass sie mich vorher verarschen wollte. Es war absolut faszinierend, dass ich aus dieser Situation tatsächlich mal als moralischer Sieger herausging. Nach all den Jahren, in denen mein Selbstvertrauen einen klaren Knacks hatte, aufgrund ihrer unterjochenden Art, fühlte ich mich plötzlich, als wäre ich aus meinem Käfig entkommen. Ich hatte sie tatsächlich gebrochen. Was ich beichten will, ist, dass mir die Sache überhaupt nicht leidtut und es eigentlich ziemlich geil war, zu sehen, dass ich mich gegen sie wehren kann. Ich liebe meine Mutter natürlich trotzdem, aber ich bin einfach nur glücklich darüber, wie dieser Konflikt endete, weil ich endlich mal nicht mit gesenktem Kopf herausschritt.

Beichthaus.com Beichte #00035513 vom 20.04.2015 um 19:30:46 Uhr (11 Kommentare).

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Von Modekrankheiten und Mimosen

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Hochmut Ignoranz Gesellschaft Gesundheit

Ich war in meinen fast 33 Jahren schon ein paar Mal im Krankenhaus - als Besucher - außer bei zwei Gegebenheiten. Einmal bei meiner Geburt und kurz darauf wegen Leistenbruch bei der Geburt. Ich war noch nie ernsthaft krank, das Höchste der Gefühle ist mal eine Erkältung. Ich kann alles essen, zu jeder Jahreszeit rausgehen, und auch alles an Kleidung tragen, habe also keine Allergien oder Unverträglichkeiten. Nun gibt es aber Menschen, die wegen jedem Wehwehchen zum Onkel Doktor rennen, die dies und das nicht essen können, die nicht rausgehen können, weil irgendwelche Pollen in der Luft rumschwirren oder die Sonne im falschen Winkel auf die Erde scheint. Es ist mir klar, dass es sicherlich einen gewissen Prozentsatz an Menschen gibt, die solche Probleme haben. Aber mittlerweile nimmt das Ausmaße an, die nicht mehr normal sind. Ich persönlich denke, dass ein großer Teil sich etwaige Unverträglichkeiten einbildet. Vielleicht brauchen sie die Aufmerksamkeit, vielleicht sind das auch alles Hypochonder. Und ich denke, das ist ein Problem der westlichen Kultur - ich habe jahrelang im Ausland gelebt und in vielen Ländern gibt es so etwas komischerweise nicht. Vielleicht verstecken die sich auch alle.


Ich beichte also hiermit, dass ich Leute, die bei einem Gespräch von ihren Leiden anfangen, verabscheue. Ausgenommen sind nur ältere Menschen, denn die haben nun mal Probleme, da wir mittlerweile viel zu lange leben und der Körper in den meisten Fällen nicht damit klarkommt. Und Leute die eine wirkliche Krankheit haben wie Krebs, Tuberkulose, Cholera oder Ähnliches. Diese ganzen Psycho-Krankheiten, da kommt es mir auch hoch. Burn-out-Syndrom, Depressionen und so weiter. Fragt mal Leute in der Dritten Welt, ob die Depressionen haben, die wissen noch nicht, woher die am Abend Essen nehmen sollen, aber lachen und freuen sich am Leben. Familienväter, die zehn Stunden am Tag schuften, um mit dem kargen Lohn die mehrköpfige Familie zu ernähren, nach der Arbeit noch andere Jobs ausüben und keine Sicherheit haben, das sie am nächsten Tag wieder arbeiten dürfen, bei denen könnte ich Burnout verstehen.


Schwangere Frauen können auch schlimm sein. Das ganze Pipapo um die Geburt und den Geburtsschmerz. Ich habe Videos von Geburten gesehen, plopp und da wars. Meine Oma ging am Tag nach der Geburt meines Vaters wieder rauf aufs Feld. Wer weiß, vielleicht bin ich ja auch ein Supermensch. Ich bin in richtig verseuchte Gegenden gefahren, wurde von Insekten, die ich noch nie gesehen habe, gestochen, fahre ohne Probleme in Malaria-Hochburgen, esse alles, was kriecht und krabbelt, treibe regelmäßig Sport, rauche wie ein Schlot, esse ungesundes Essen und schaffe es trotzdem, nicht krank zu werden und mir nichts zu brechen. Ich glaube, eine Prellung hatte ich mal, da kam Eis drauf und gut ist.


Ich fahre ab und zu nach Deutschland, um die Familie zu besuchen, und das fängt im Flieger schon an, mit Touristen, die zurückfliegen. Man hätte ja nie etwas mit Eis getrunken, weil das ja eventuell kein reines Wasser war, welches zu Eis gemacht wurde. Man hatte sich zehn Cremes mitgenommen - gegen dies und das. Man muss seine Haut befeuchten, die verträgt die Luft im Flieger nicht. Wenn man so etwas täglich hört, dann nimmt man es wohl nicht wirklich mehr wahr. Aber für mich kommt das immer volle Kanne beim Deutschlandbesuch. Ich sehe diese Menschen als Weicheier und Mimosen an, die jeder Modekrankheit hinterherlaufen, und strafe mit meinen Gedanken sicher auch einen kleinen Teil Menschen, die wirkliche Probleme haben. Für die tut es mir leid. Aber der Rest sollte wirklich mal wieder dem eigenen Körper mehr zutrauen. Wir sind nicht umsonst mit an die Spitze der Evolution gekommen, weil unser Körper sich an die meisten Gegebenheiten anpassen kann.

Beichthaus.com Beichte #00035510 vom 20.04.2015 um 18:35:15 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Beratungsresistente Selbstmörder

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Aggression Hass Boshaftigkeit Berau

Ich (w) beichte, dass ich in meiner Freizeit in einem Selbsthilfeforum "arbeite" und mich dieser Aufgabe langsam nicht mehr gewachsen fühle. Es kostet mich immer mehr Kraft, die Sachen, die ich wirklich denke, für mich zu behalten. Ich habe echt Verständnis dafür, […]
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Beichthaus.com Beichte #00035508 vom 20.04.2015 um 16:49:52 Uhr in Berau (9 Kommentare).

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