Ich habe Angst vor Flüchtlingen

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Engherzigkeit Feigheit Vorurteile

Ich habe Angst vor Flüchtlingen
Ich fühle mich von der Flüchtlingsschwemme aus Afrika und dem Nahen Osten bedroht. Einerseits lese ich von Babys, die aus ihren Schwimmwesten rutschen und ins Meer versinken. Das will ich überhaupt nicht. Andererseits habe ich Angst. Was machen denn mittellose junge Männer, die hier in Massen ankommen? Sie wollen unbedingt gut leben und machen dann das, was man seit Jahren an Urlaubsorten im Süden oft sieht: Man wird bedrängt, Uhren und Ramschware zu kaufen, man wird bestohlen - und wenn man Pech hat, wird man Opfer von Gewalt. Auch Frauen werden sexuell belästigt und man muss noch mehr auf der Hut sein. Das Sozialsystem wird schamlos ausgenutzt, das machen Araber-Clans in Berlin ja heute schon vor. Drogendealen bringt Geld, also macht man es.

Ich habe keine Angst vor Kindern, Frauen und Familienvätern, die ein neues Zuhause suchen, deutsch lernen wollen und sich hart und ehrlich Wohlstand erarbeiten. Solche Menschen habe ich gerne um mich, egal welche Hautfarbe sie haben. Ich habe aber Angst vor jungen, aggressiven Männern, die nichts zu verlieren haben und keinen Respekt vor unseren Regeln zeigen. Und für die Kriminalität ein Mittel zum Zweck ist, um gut leben zu können.

Und die Politik kuscht vor solchen Straftätern eher und traut sich nicht, etwas zu tun, weil man dann den Nazi/Pegida-Stempel auf der Stirn hat. Wenn man sich drauf verlassen könnte, dass diese potenziellen Störenfriede bei uns nicht tun und lassen können, was sie wollen, wenn deutsches Recht sich auch weiterhin durchsetzt, dann soll man es eben drauf ankommen lassen - der restlichen Kinder und Frauen wegen, in denen ich keine Gefahr sehe. Ich will nur nicht in Alarmstimmung leben müssen, weil neben mir ein Flüchtlingsheim gebaut wird und ich noch mehr Angst um meine Tochter haben muss, als sowieso schon.

Beichthaus.com Beichte #00035629 vom 04.05.2015 um 10:16:41 Uhr (34 Kommentare).

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Meine Vorgesetzte ist eine Hexe!

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Zorn Ungerechtigkeit Chef

Ich spucke meiner Vorgesetzten in den Kaffee! Sie ist eine totale Hexe - neulich erst hat sie mich eine halbe Stunde lang zur Sau gemacht und mich anschließend gebeten, ihr einen Kaffee aus dem Automaten zu ziehen. Es überkam mich einfach und ich habe reingespuckt. Seitdem spucke ich ihr immer in den Kaffee, wenn sie mich zu unrecht zusammenscheißt und mich dann, quasi als Krönung des Ganzen, noch einen Kaffee holen schickt. Es verschafft mir eine Genugtuung und sie weiß nichts davon. Diskutieren kann man mit dieser Person nicht. Sie ist 100 Prozent von sich überzeugt - und davon, immer absolut im Recht zu sein. Keiner weiß etwas so gut wie sie. Sie verdreht ihren Gesprächspartnern die Worte im Mund, sodass man überhaupt nichts mehr sagen will, außer: "Ja", und "Ich weiß", denn alles andere lässt sie nicht gelten! Andererseits, in Momenten, in denen sie auch mal ein wenig netter ist, tut es mir fast leid. Denn scheinbar vertraut sie mir ja und traut mir nicht zu, dass ich ihr in den Kaffee spucke.

Beichthaus.com Beichte #00035625 vom 03.05.2015 um 15:54:40 Uhr (12 Kommentare).

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Das Spenden von Pfandbons

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Ungerechtigkeit Zorn

Ich (m/28) möchte beichten, dass ich im Gegensatz zu vielen anderen "Gutmenschen" mein Pfand am Automaten nicht spende. Es gibt ja diese Möglichkeit bei manchen Supermärkten, den Pfandbon für einen guten Zweck zu spenden. Dagegen wehre ich mich strikt. Selbst wenn ich nur eine einzige Flasche abgebe, löse ich den Pfandbon an der Kasse ein. Ich finde diese Masche mit dem Pfandbon-Spenden einfach nur hinterlistig. Den Supermärkten geht es doch gar nicht um die Menschen, die das Geld bekommen sollen. Das wird doch nur gemacht, um ein gutes Image zu haben. Der Dumme ist dabei der Verbraucher, nur merken das viele Leute gar nicht. Wir lassen die Supermärkte Milliarden verdienen, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen überteuerten Produkte. Der Gewinn aus diesen Produkten geht aber nicht an die Bedürftigen, sondern in die Taschen der Bosse.


Wir Verbraucher werden jedoch genötigt, unsere Pfandbons zu spenden, weil sich ja der Supermarkt um die Bedürftigen kümmern will. Wie krank ist das denn? Zieht doch lieber von jedem Einkauf pauschal 0,5 Prozent als Spende ab, dann spenden Verbraucher und Supermarkt nämlich gleichzeitig. Aber dann würde man ja weniger an den Produkten verdienen. Daher sollen wir gleichgeschalteten Hornochsen lieber brav unsere Pfandbons spenden, während die Supermärkte weiterhin ihre Milliardengewinne einstreichen. Ihr könnt mich mal! Ich rechne euch jede einzelne Flasche ab! Schiebt den Bedürftigen einfach mal ein paar Milliarden rüber, dann braucht ihr auch den Omas nicht mehr den Pfandbon abluchsen.

Beichthaus.com Beichte #00035624 vom 03.05.2015 um 13:26:28 Uhr (19 Kommentare).

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Freundschaft zwischen Todkranken

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Verzweiflung Feigheit Gesundheit

Vor ein paar Wochen kam ich in ein Krankenhaus, weil ich fast ein multiples Organversagen hatte. Aufgrund einer Herzattacke im letzten Jahr habe ich extrem organschädliche Medikamente bekommen. Aber wie es so kommt: Mein Sohn hat sich eine Grippe und dann die Magen-Darm-Grippe zugezogen. Als Familie teilten wir natürlich alles. So fielen einige Termine beim Kardiologen aus, welcher permanent meine Blutwerte überprüfte. Im selben Zimmer lag ein weiterer Patient, welcher sogenannte "kalte" Chemos bekam. Es war seine letzte Chance. Die Ärzte sagten nur, dass bei Erfolgslosigkeit der Chemos alles aus sei. Wir kamen ins Gespräch und haben eine schöne Beziehung aufgebaut. Wir halfen uns gegenseitig beim Ankleiden, Essen, Tee holen, Betten reinigen etc. Natürlich hätte das Personal dies machen müssen, aber wir waren einfach nur stolz darauf, es selbst zu machen.


Meine Werte wurden immer besser und seine wurden immer schlechter. Heute wurde er in ein Hospiz in der Nähe verlegt, um seine letzten Tage zu verbringen. Und damit komme ich nicht zurecht! Ich schäme mich dafür, dass ich Angst habe, ihn zu besuchen. Gerade bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen und nun will, oder kann, ich nicht das Leid anderer teilen. Aber wir hatten ein inniges Verhältnis mit sehr intimen Gesprächen. Was soll ich nur tun? Ich kann mir morgens noch nicht einmal mein Spiegelbild ansehen. Es tut mir so leid.

Beichthaus.com Beichte #00035623 vom 03.05.2015 um 13:18:30 Uhr (16 Kommentare).

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Deutschland - Ein Volk der Egoisten

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Ignoranz Selbstsucht Gesellschaft Studentenleben Nepal

Deutschland - Ein Volk der Egoisten
Ich selbst habe schon viel Dummes in meinem Leben angestellt, aber dieses Mal möchte ich stellvertretend für jemanden anders beichten. Es geht um das Erdbeben in Nepal mit bisher über 7.000 Toten. Ich habe Nachrichten gesehen und auf einmal wurde eine Gruppe von deutschen Studenten gezeigt, die in Nepal auf irgendeiner Exkursion waren und nach der Katastrophe nichts Besseres zu tun hatten, als in einem Zelt am Flughafen in Kathmandu herumzulungern und darauf zu hoffen, ihren Rückflug nach Deutschland vorverlegen zu können.

Währenddessen waren vermutlich nur einige wenige Kilometer entfernt tausende Einheimische damit beschäftigt, ihre Angehörigen aus den Trümmern zerstörter Gebäude auszugraben. Hätten diese dummen, verfressenen und gleichgültigen Studenten aus Deutschland auch nur ein bisschen Anstand und einen kleinen Rest von Menschlichkeit übrig, dann hätten sie ihren ursprünglichen Abreisetermin behalten und den Nepalesen beim Graben geholfen, anstatt in der Zeit auf ihren Rückflug zu warten. Offensichtlich war Nepal für diese Studenten also gut genug, um dort Urlaub zu machen, aber nicht wichtig genug, um den Menschen vor Ort zu helfen. Wie dem auch sei: Ich mache die Studenten nicht allein für ihr selbstsüchtiges Verhalten verantwortlich. Ich glaube, dass diese nicht vorhandene Solidarität und Mitmenschlichkeit ein gesellschaftliches Problem ist - wir sind, anders gesagt, einfach ein Volk von Arschlöchern.

Beichthaus.com Beichte #00035621 vom 03.05.2015 um 03:40:42 Uhr in Nepal (Kathmandu) (23 Kommentare).

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