Das harte Leben im Hotel

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Aggression Ignoranz Drogen Zorn Arbeit

Ich (m/21) mache meine Ausbildung zum Hotelfachmann in einer deutschen Hotelkette und stehe jetzt kurz vor meiner Abschlussprüfung. Durch diesen Beruf wurde ich zum Zyniker, Pessimisten und Drogenkonsumenten. Gut, der Teil mit den Drogen war auch schon vorher vorhanden, nur bei Weitem nicht so ausgeprägt. Es ist so gut wie unmöglich, in der Hotellerie zu arbeiten, ohne an der Flasche zu hängen oder andere Drogen in sich reinzuschaffen. Hauptgründe dafür sind der Stress und vor allem die Gäste. Den "Gästen" ist es nämlich zu verdanken, dass man an vielen Tagen mit einer Menge Hass im Magen nach Hause fährt. Um das Ganze etwas zu veranschaulichen, ein kleines Beispiel: Freitag, es war ungefähr halb neun Uhr am Abend. Acht Menschen an der Rezeption, die eingecheckt werden wollen, und währenddessen klingeln die Telefone im Dauertakt.

Selbst als eingearbeitete Fachkraft hat man da so seine Probleme hinterherzukommen und verfällt mehr und mehr in Stress, aber natürlich merken das einige Gäste. Einige aber auch nicht, und diese geben einen Scheiß auf dich als Mitarbeiter. Da wird dann gemeckert, dass ja nur ein Nachttisch im Doppelzimmer steht, warum das Frühstück "erst" um 06:30 Uhr anfängt, dass die Matratze zu hart ist oder sonstige Kleinigkeiten, auf die man, als einfacher Mitarbeiter, keinen Einfluss hat. Dazu noch die pampige Art und Weise, wie dir diese "Beschwerden" entgegen kommen, plus eine gehörige Portion "Ich bin Kunde und der Kunde ist König"-Attitüde und dir platzt der Kragen. Das Schlimmste ist, dass man freundlich bleiben muss. Denn egal was kommt: Immer Lächeln! Als Mitarbeiter sitzt man nämlich leider nur bedingt am längeren Hebel. Wenn eine Beschwerde gegen dich als Person zur Geschäftsleitung kommt, hast du so gut wie verloren. Egal wie lächerlich das sein mag. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich seit zwei Jahren kein Namensschild mehr trage.

Beichthaus.com Beichte #00033190 vom 03.05.2014 um 13:01:10 Uhr (18 Kommentare).

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Parasitäre Cousins

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Neid Verzweiflung Hass Zorn Studentenleben

Ich beichte, dass ich meine Cousins als Menschen ansehe, die es nie alleine schaffen würden. Und dass es mich gleichzeitig aufregt, dass ich immer alles alleine schaffen musste, ohne die Hilfe anderer. Ein Beispiel? Ich habe als erstes Kind meiner Arbeiterfamilie studiert - bin auch nur Einzelkind, weil finanziell kein zweites Kind drin war, sogar mich zu unterhalten fiel meinen Eltern oft schwer, wie sie mir im Nachhinein erzählt haben. Meine Cousins haben hingegen immer von mir profitiert, meine Tante konnte sich schließlich immer angucken, wie man es macht. Oder auch nicht macht, wenn ich auf die Schnauze gefallen bin. Der Eine hat dann auch angefangen, an meiner Uni zu studieren - BWL, das war ihm allerdings zu anstrengend, er musste ja nur lernen. Und konnte deshalb auch nicht nebenbei arbeiten, der arme Junge. Jetzt macht er eine Art duales Studium, bei dem ihm auch die Uni und der Betrieb alles in den Arsch blasen. Uniform für 5000 Tacken, Studiengebühren und Unterkunft werden ihm vom Betrieb bezahlt. Und er hat jetzt ein so entspanntes typisches Studentenleben und seine Eltern finden seine Saufgelage ja so super!


Und ich? Ich erkenne, dass mein Studium für den Arsch war und verschwendete Lebenszeit, da ich als BAföG-Student mit Höchstsatz neben meinem Vollzeitstudium noch drei Nebenjobs hatte und insgesamt auf 75 Stunden pro Woche kam. Party? Ich war mit arbeiten und studieren beschäftigt. Und habe alles in der Regelstudienzeit durchgezogen, und zwar mit einer Eins vor dem Komma. Nur was habe ich davon, wenn ich grandioserweise zwei Fächer studiert habe, die man nur als Lehrer gebrauchen kann und die für die freie Wirtschaft völlig substanzlos sind? Wäre alles nicht so schlimm, wenn ich denn nicht aufgrund von Willkür durch mein beschissenes Referendariat fallen würde. Tja und gleichzeitig sehe ich, wie mein Parasitencousin in zwei Jahren anfangen wird, sein bereits fettes Bankkonto mit selbst erarbeitetem Geld zu füllen und ich werde von Dumpinglohnjob zu Dumpinglohnjob rennen oder gleich im Hartz IV landen. Und dafür habe ich mir insgesamt acht Jahre lang den Arsch aufgerissen und gearbeitet wie ein Bescheuerter! Ich bin ständig dem perfekten Lebenslauf hinterhergerannt, damit es mir finanziell mal besser geht als meinen Eltern. Ich beichte, dass ich mich maßlos über mich selbst aufrege, weil ich seit dem Abi nur falsche Entscheidungen getroffen habe und vor allem darüber, dass meine Mutter mich zu einem hilfsbereiten Menschen erzogen hat. Denn meine Hilfsbereitschaft wurde nur ausgenutzt für den persönlichen Profit meines Cousins, der gleichzeitig auch unfassbar materialistisch ist - mit einer Anspruchshaltung, die den faulsten Hartz-IV-Empfänger alt aussehen lässt!

Beichthaus.com Beichte #00033188 vom 03.05.2014 um 11:48:18 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Horror-Nacht im Wald

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Verzweiflung Manie Neurosen

Ich weiß nicht mehr weiter, ich muss das hier unbedingt loswerden. Auch wenn mir nicht geglaubt oder vorgeworfen wird, dass ich Langeweile und eine blühende Fantasie habe. Ich bin Mitte 30 und stehe mit beiden Beinen im Leben, ich habe einen guten Beruf und eine tolle Familie. Alles solide - ich nahm nie Drogen, trinke nicht und rauche nicht, ich habe auch nie gekifft. Diese eine Nacht vor knapp sechs Monaten veränderte jedoch mein Leben und mein Weltbild grundlegend. Ich bin mit unserem Hund abends noch Gassi gegangen, was sonst meine Frau macht, aber ihr ging es nicht gut. Ich weiß nicht, warum, aber ich ging aus unserem Wohngebiet in ein naheliegendes Waldgebiet. Angst hatte ich nicht wirklich, auch wenn ich mein Smartphone leider nicht dabei hatte. Nachdem ich einige Meter in den Wald ging, fing der Horror an.


Ein ziemlich beklemmendes Gefühl überkam mich. Es war stockdunkel. Ich hatte plötzlich das Gefühl nicht alleine zu sein. Der Hund benahm sich auch ungewöhnlich, nicht so locker und befreit wie sonst. Als auf einmal selbst die weit entfernte Autobahn, die ein gewohntes Grundrauschen von sich gab, verstummte, wurde es noch schlimmer. Der Nachthimmel verdunkelte sich schlagartig ins Tiefschwarze. Nichts erhellte mehr den Weg. Mein Herz ballerte in der Brust und ich fragte mich nur noch, was zur verdammten Hölle hier bitte gerade abgeht. Der Hund kam ganz nah zu mir und fing an zu fiepsen. Plötzlich hörte ich undefinierbares Geflüster aus einigen Richtungen. Es schallte. Mein Hund flitzte vor Panik weg. Ich hörte nur noch das Halsband in der Nacht, also das Klappern der Hundemarke und des Adressschildes. Ich war dermaßen in Panik und gelähmt, das war das Krasseste, was ich je erlebt habe. Das Schlimme war, das Halsband hörte ich plötzlich über mir, neben mir, dann ein Zischen, das mir durchs Mark ging. Kein Hund. Keine Pfoten auf dem Boden. Ich sah nichts! Ich hatte Tränen vor Angst in den Augen. Gefühlte Minute später verstummte alles und es war alles wieder normal. Der Hund kam auf einmal hörbar angerannt. Ich packte ihn und rannte aus dem Wald.


Um es nicht zu lang zu machen - seitdem ist der Hund nicht mehr derselbe, ich habe Panikattacken und keine Nacht mehr durchgeschlafen. Meine Frau ist verzweifelt. Ich kann ihr zum Verrecken nicht sagen, was in dieser Nacht im Wald passiert ist. Ich schiebe es auf den Job und ziehe mich mehr und mehr zurück. Die Ehe steht inzwischen auf dem Spiel. Es ist ein einziges Chaos, auch mein Job ist gefährdet, denn ich lasse mich oft krankschreiben. Ich glaube seitdem an einen Gott und das Böse. Ein Diesseits und Jenseits. Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst und fürchte, irgendwann eingewiesen zu werden. Es weiß keiner, was passiert ist, dabei war ich ein gestandener stolzer und realistischer Mann. Aber dieser Vorfall veränderte mein Leben und ich weiß nicht warum. Ich habe solch eine Angst vor der Dunkelheit und davor, einzuschlafen. In meinen Träumen werde ich auch nur noch verfolgt. Irgendeine Macht vernichtet mich.

Beichthaus.com Beichte #00033182 vom 01.05.2014 um 23:10:10 Uhr (29 Kommentare).

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Mein Leben als Berufdieb

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Diebstahl Zwang Maßlosigkeit Habgier

Mein Leben als Berufdieb
Ich beichte, dass ich Berufsdieb und Kleptomane bin und mit meinen 32 Jahren aufgehört habe, gegen das, was ich bin, anzukämpfen. Aber der Reihe nach. Alles hat mit 13 Jahren angefangen, als ich mein Austauschjahr in den USA verbrachte und mit meinem Gastvater meinen Mentor traf. Ich weiß nicht, was ihn überhaupt bewog, sich mir gegenüber zu offenbaren, aber er muss es damals wohl irgendwie schon gespürt haben. In diesem Jahr lernte ich fast alles von ihm - sowohl was das handliche als auch technische Wissen anging. Wieder in Deutschland begann ich, zunächst aus reinem Nervenkitzel, zu klauen. Quasi ab dem Tag an, an dem ich von zu Hause auszog, damit ich mir jeden materiellen Wunsch erfüllen konnte, den ich hatte. Inzwischen habe ich Wertgegenstände und Bares im Wert von über 600.000 Euro entwendet. Meinen bürgerlichen Beruf übe ich nur zur Tarnung aus. Jedoch hatte ich von Anfang an schreckliche Gewissensbisse. Was ich mache ist falsch, vor der Gesellschaft und dem Gesetz.

Ich habe mich wegen dieser Gedanken selbst gehasst und mir immer wieder Hilfe gesucht, weil ich der Überzeugung war, dass das eine Krankheit ist, von der ich geheilt werden kann. Heute habe ich fünf Therapien hinter mir. Ich habe jede Einzelne mit voller Überzeugung und Einsatzbereitschaft bestritten und trotzdem nie länger als ein paar Wochen durchgehalten. Ich kann und will nicht länger gegen das ankämpfen, was ich bin. Jeder Beruf ist anstrengend, aber es gibt nur einen, der mich glücklich macht, mich fordert, mein Leben erfüllt. Zwinge ich mich, es zu lassen, fühle ich mich wie die wandelnde Hülle in einem leeren Körper. Und aus diesem Grund schäme ich mich auch nicht mehr dafür. Ich bin so, wie ich bin, auch wenn es eben falsch ist. Ich erwarte weder Absolution noch Verständnis oder Mitleid von euch, aber vielleicht könnt ihr das zumindest irgendwie nachvollziehen. Es gibt nur noch eines, das mich hin und wieder betrübt. Nämlich, dass es nie einen kleinen Sohn geben wird, der mich anlächelt und zu seinem Papa aufschaut. Aber im Gegensatz zu meinem Mentor werde ich ganz sicher kein Kind in die Welt setzen, das sich dann mit seiner Mutter allein durchschlagen darf, weil sein Papa im Knast sitzt. In einem hat er nämlich unrecht. Auch als Dieb kann man nicht alles im Leben haben.

Beichthaus.com Beichte #00033176 vom 30.04.2014 um 23:25:26 Uhr (8 Kommentare).

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Fette Schenkel und ein dicker Hintern

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Dummheit Aggression Verzweiflung Maßlosigkeit Partnerschaft

Ich (w/19) habe zeitweise so extreme Schübe, dass ich sie einfach nicht mehr ignorieren kann. Mal bin ich gut drauf, selbstbewusst und eben ganz normal. Und ab und zu ist mir einfach nur zum Heulen zumute. Ich esse kaum, schlafe fast nur und lasse niemanden an mich ran. Nicht einmal meinen Freund. Der tut mir sowieso am meisten leid. Meine Unzufriedenheit mit meinem Körper lasse ich viel zu sehr an ihm aus. Ich finde meinen Hintern zu dick, meine Schenkel sind viel zu hässlich, zu fett und mein Bindegewebe viel zu locker. Sogar meine Brüste hängen, obwohl ich gerade mal ein B-Körbchen habe. Bei einer Größe von 1,63 Meter wog ich vor zwei Monaten noch 71 Kilogramm, mittlerweile bin ich auf 62.

Mein Freund sagt, er liebt mich so, wie ich bin - auch wenn ich 100 Kilo hätte. Er behauptet auch, dass meine Brüste nicht hängen und meine Schenkel hübsch sind. Ich finde das wahnsinnig süß, aber wenn ich vor dem Spiegel stehe, sehe ich doch, wie hässlich ich bin. Und im nächsten Moment denke ich wieder, dass ich mir nur einbilde, dass ich hässlich bin und dass ich in Wirklichkeit viel dünner bin als mein Spiegelbild. Am Schlimmsten ist es, wenn ich mitbekomme, dass mein Freund wieder mehr mit der größten Schlampe in unserer Freundschaftsgruppe unternimmt. Einerseits versichert er mir, dass er nur mich liebt, andererseits verunsichert mich das wieder so sehr, dass ich nächtelange darüber grüble, was ich falsch mache und dann zu dem Schluss komme, dass ich einfach komplett gestört bin und mein Freund natürlich etwas Besseres verdient hätte. Selbst wenn er noch so oft sagt, dass er keine andere will und ich das Wichtigste in seinem Leben bin. Es tut mir leid, dass ich meinem Freund das Leben so schwer mache. Er hat es echt nicht verdient.

Beichthaus.com Beichte #00033175 vom 30.04.2014 um 22:51:49 Uhr (17 Kommentare).

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