Der Haufen, an dem eine Kneipe bankrott ging

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Ekel Peinlichkeit

Ich (m/33) bin Bauarbeiter. Kein gelernter Maurer oder so, sondern ich habe mich vom einfachen Hilfsarbeiter hochgearbeitet zur rechten Hand des Chefs. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Im Job wird bei unserer Firma Bier gesoffen wie Wasser, wie im Klischee. Ich bin da relativ zurückhaltend, aber zwei Bier pro Tag sind auch bei mir drin. Dazu gibt es jeden Mittag schwere Mahlzeiten, da unser Chef mit einem Lieferservice eine Art Flatrate ausgehandelt hat, bekommen wir das Mittagessen direkt zur Baustelle geliefert. Oft sind das so leckere Sachen wie Döner, Dürum, andere türkische Pizzen usw. Lecker, aber schwere Kost. Doch das Ganze hat einen Nachteil: Bier und die stark gewürzten Speisen scheinen in meinem Darm eine Art Höllenpakt einzugehen. Um es kurz zu machen - ich stinke beim Kacken wie kein anderer Mensch, den ich je gerochen habe. Der Geruch ist erstens unglaublich stark von der Intensität her und durch kaum etwas zu überdecken, durchdringt alles und außerdem löst er bei vielen Leuten direkt einen Brechreiz aus. Im letzten Haus, in dem ich lebte, hatten die Bäder keine Fenster, sondern Lüftungen, welche alle im selben System verbunden sind. Oft, wenn ich meinen Feierabendschiss erledigt hatte, hörte ich im Haus (sehr hellhörig) aus mehreren Wohnungen dezente Würgelaute. Ich hoffe bis heute, dass die Leute meinen Auszug und das Verschwinden des periodisch auftretenden infernalischen Gestankes aus dem Nichts nicht in Verbindung gebracht haben, vermute es aber schon, schon weil ich ehemalige Nachbarn tuscheln habe sehen, als wir uns beim Einkaufen über den Weg liefen.


Das Krasseste, was aber je passierte, war, dass mich die Kollegen auf ein Feierabendbier in ihre Stammkneipe eingeladen haben, bevor ich meinen Abendschiss verrichten konnte. Es handelte sich hierbei um eine Arbeiterkneipe, die klein, relativ einfach eingerichtet, aber gemütlich war. Nach dem zweiten Bier konnte ich es mir nicht mehr verkneifen und suchte die dortige Örtlichkeit auf. Das zusätzliche Bier war aber scheinbar schon durch das ganze Gedärm geflossen, denn an diesem Tag stank es schlimmer als je zuvor. Ich öffnete natürlich das Fenster und benutzte das herumstehende Raumspray, aber dadurch roch es auch nur, als hätte ich in einen Wald geschissen. So verließ ich die Toilette wieder, in der Hoffnung, dass keiner so schnell da rein müsse, aber nur fünf Minuten später ging ein anderer Gast pinkeln, bzw. wollte es, und ließ die Tür dabei offen. Und was jetzt kommt, ist die reine Wahrheit, ich schwöre es bei allem, was mir heilig ist: Innerhalb von fünf Minuten füllte sich der Schankraum mit dem infernalischen Geruch. Von den ca. 15 anwesenden Personen mussten sich 7 Leute explosionsartig übergeben, der Wirt und die Bedienung eingeschlossen. Wie man sich sicher ansatzweise vorstellen kann, kamen nun zu meinem Gestank noch die verschiedenen halb verdauten Mageninhalte der anderen Leute dazu. Irgendjemand rief dann schließlich tatsächlich den Notruf, und zwei Krankenwägen trafen ein. Doch diese kamen nicht alleine, nein, die Polizei war ebenfalls im Schlepptau. Diese fackelte nicht lange und erklärte die Kneipe für vorläufig geschlossen und brachte erstmal alle Leute ins Freie, wo es den meisten auch schlagartig besser ging, nachdem sie aus dem Gestank raus waren. Doch damit war die Geschichte leider noch nicht zu Ende. Was jetzt kommt, musste ich mir aber aus Geschichten und einigen Berichten in der Lokalzeitung selber zusammenbauen, da ich diese Kneipe, die danach auch nie mehr für die Allgemeinheit offen stand, nie mehr betreten habe.



Die Polizei informierte nämlich sowohl das Gesundheitsamt als auch die Gewässeraufsicht. Nachdem sich (natürlich) keine Krankheitserreger bei allen Betroffenen nachweisen ließen, wurde der Wirt erst gezwungen, auf eigene Kosten die gesamte Zapfanlage auszuwechseln, da man darin Schimmelsporen oder Ähnliches vermutete. Natürlich war nichts zu finden. Die Versicherung übernahm leider nur einen Teil der Kosten. Daraufhin wollte man vom Wirt, dass er alle Möbel ersetze, was dieser auch noch gerade so schaffte. Nachdem ein übereifriger junger Beamter des Gesundheitsamtes dann im Aufklärungswahn - wohlgemerkt, da roch lange nichts mehr - verlangte, dass unter dem Holzboden des Lokals nachgesehen werden sollte, sprich dieser komplett rausgerissen werden sollte, reichte es dem armen Wirt. Der Mann warf das Handtuch und löste den Pachtvertrag.


Ich möchte also beichten, dass ich einen armen unschuldigen Gastwirt regelrecht aus seinem Lokal heraus geschissen habe. Aber das Ganze hatte ein gutes Ende für ihn, er konnte sich nämlich kurz darauf eine mehr als doppelt so große Lokalität pachten, und der Laden brummt richtig. Wenigstens ist er nicht ganz auf den finanziellen Einbußen sitzen geblieben, bzw. konnte diese mittlerweile wieder reinholen. Die alte Kneipe ist jetzt übrigens eine Filiale des Dönermannes, von dem unser Essen kommt, irgendwie schließt sich so der Kreis wieder. Aber ich gehe nie mehr in einem öffentlichen Gebäude aufs Klo, lieber fahre ich vorher nach Hause.

Beichthaus.com Beichte #00036472 vom 27.08.2015 um 05:48:03 Uhr (37 Kommentare).

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Lebenshelferin beim Bügeln

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Ungerechtigkeit Zorn Faulheit Arbeit

Ich lebe seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland und arbeite nun in dem neuen Land als Lebenshelferin. Ich arbeite in Schichten bei Behinderten, Kranken oder alten Leuten zu Hause und mache deren Haushalt und Einkäufe - ich wasche sie auch und setze mich mit den ambulanten Krankenpflegern und Ärzten auseinander. Ich will beichten, dass mich die Leute, bzw. deren Angehörige, tierisch nerven, welche in reichen Gegenden leben, auf mich angewiesen sind und deren Familie mich dann wie eine Bedienstete behandelt. Ein Beispiel: Herr X ist behindert und muss gewaschen und geduscht werden. Ihm muss Essen angereicht werden etc. Jetzt habe ich laut Plan noch 1.5 Stunden Zeit, weil ich mal wieder zu schnell war und die Ehefrau will, dass ich das ganze Haus putze, den Backofen reinige, ihre Wäsche wasche, aufhänge und auch bügele. Mich regt tierisch auf, dass mein alter Chef nichts dazu sagte, inzwischen habe ich die Firma gewechselt, obwohl wir ja offensichtlich auf Staatskosten als Dienstmädchen ausgenutzt wurden und werden. Da ist eine Person mit im Haushalt, die zwei funktionierende Arme und Beine hat, aber die sieht lieber fern, und hält mich von der Pflege ihres Mannes ab, als ihren Haushalt selbst zu schmeißen!

Beichthaus.com Beichte #00036463 vom 26.08.2015 um 12:37:32 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit Geisteswissenschaften kann man nichts anfangen!

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Vorurteile Hochmut Studentenleben Freiburg

Ich beichte, dass ich, als ehemalige Geisteswissenschaften-Studentin, mittlerweile ebendiese verachte und mich frage, was die je in ihrem Leben damit anfangen wollen. Ich selbst habe damals ein Semester lang Anglistik und Germanistik studiert. Schon zu Beginn habe ich gemerkt, dass es nichts für mich war und dass ich nur von "ich studiere einfach mal und später mache ich was mit Medien"-Leuten umgeben war, mit denen ich nichts anfangen konnte. Obwohl ich eigentlich nicht der Typ bin, der einfach Sachen hinwirft, habe ich das Studium schon bald abgebrochen und mache heute eine Ausbildung.


Eine Freundin von mir studiert nach wie vor Geisteswissenschaften und ist bald damit fertig. Schon jetzt beklagt sie sich darüber, dass es kaum passende Stellenanzeigen gibt. Ich tue zwar betroffen und versuche sie zu trösten, aber innerlich lache ich mich kaputt. Ich meine, was soll das? Man kann doch nicht einfach irgendetwas studieren, einfach weil es interessant ist und Spaß macht! Es muss auch etwas einigermaßen Sinnvolles sein. Ich verstehe nicht, wie man sich über so etwas nicht früh genug informieren kann und plötzlich am Ende dumm dasteht. Ich bin überglücklich, dass ich nicht so naiv bin und früh genug gemerkt habe, dass das Studium nirgends hinführt. Und mit leiser Schadenfreude betrachte ich die GeWi-Studenten, die sich sicher sind, dass ihr Plan, "was mit Medien" zu machen, aufgehen wird. Das will ich, neben meinem an der Uni verschwendeten halben Jahr, das ich leider nie wieder zurückbekomme, beichten.

Beichthaus.com Beichte #00036392 vom 18.08.2015 um 22:25:43 Uhr in 79098 Freiburg (Gartenstraße) (20 Kommentare).

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Gestank in der U-Bahn

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Ekel Engherzigkeit Bahn & Co.

Meine Mutter kommt aus Schweden, und so bin ich (m/23) mit dem wunderschönen Land und seinen Gebräuchen, und vor allem auch mit der Küche sehr gut vertraut. Surströmming - wer es nicht kennt, traut euch - ist vergorener Fisch, der bestialisch stinkt, aber für mich das Highlight der Saison ist, so lecker ist er. Der Gestank hingegen ist mit bestialisch noch beschönigend beschrieben. Es ist schon einige Jahre her, da war ich gerade mal volljährig und hatte aus dem Schwedenurlaub einen schönen Nachschub Surströmming mitgebracht. Mit meinem besten Kumpel kam ich eines Abends, als wir in einer anderen Stadt waren und ein paar Bierchen zuviel intus hatten, auf die Idee, doch mal Leute in der U-Bahn-Station mit Surströmming zu ärgern. Der Strömming kam in eine Frischhaltedose. Das Öffnen der Dose und Umfüllen des Fischs war eine sehr stinkige Angelegenheit, wie man sich denken kann. Haben wir natürlich im Freien gemacht. Dann ging es mit der absolut dichten Dose in die Innenstadt.


Wir hatten uns eine Zeit ausgesucht, zu der viele Menschen unterwegs sind, gingen runter zur U-Bahn, versteckten uns und öffneten dann mit fest zugehaltener Nase die Dose. Und beobachteten von unserem Posten aus das, was daraufhin geschah - Würgen, wildes Gestikulieren, Hände vor dem Gesicht. Selbst wenn uns einer gesehen haben sollte, wir waren ja total unauffällig, die Dose wurde nach dem Öffnen direkt wieder verstaut. Am gleichen Abend öffneten wir dann auch noch in einem U-Bahn-Zug die Dose, bevor wir ausstiegen und wegrannten. Die Leute sind wahrscheinlich auch alle ausgestiegen - wenn es noch ging. Die Dose haben wir in der Hektik beim Aussteigen in der U-Bahn liegen lassen. Der Arme, der sie an sich nehmen musste.

Beichthaus.com Beichte #00036369 vom 15.08.2015 um 20:12:37 Uhr (4 Kommentare).

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Warum ich meinen Fernseher zertrümmert habe

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Aggression Zorn Hass Familie Kinder Duisburg

Warum ich meinen Fernseher zertrümmert habe
Ich (w/38) bin alleinerziehende Mutter mit zwei Teenagern. Ich habe Stress auf der Arbeit, ärgere mich über meinen Ex-Mann, der sich weder erkundigt, was die Kinder machen, noch finanziell hilft. Vor Kurzem hatte ich auch eine OP, weshalb ich drei Monate krankgeschrieben […]
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Beichthaus.com Beichte #00036312 vom 05.08.2015 um 18:16:32 Uhr in Duisburg (27 Kommentare).

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