Berliner Leben

54

anhören

Drogen Wollust Maßlosigkeit Schamlosigkeit Last Night Berlin

Am Wochenende war ich (m/25) mit meinen Mädels in einem Berliner Club, ein ziemlich runter gekommener Laden. Seit einiger Zeit bin ich ein bisschen frustriert, weil meine letzten Beziehungen immer Zeitverschwendungen waren. Irgendwie nicht das wahre und der Sex war auch lange nicht gut. Wir waren noch gar nicht lange da, da quatschte uns so eine Type an, die da gar nicht hin passte, so ein richtiger Assi mit Glitzersteinchen im Ohr, EdHardy T-Shirt, Sneakers, total über-definiertem Oberkörper und offensichtlich leidenschaftlicher Kunde beim Solarium. Jedenfalls quatschte der meine Freundin an, ob ich schwul wäre und ob ich einen Freund hätte usw. Ich bin schwul und hab keinen Freund (buhuhuu), also setzte er sich zu mir. Kurz darauf hatte ich die Zunge von dem Typen im Hals, der tatsächlich aus Siemensstadt (Klischee, Klischee...) kam. Jedenfalls ging das dann ewig so weiter und meine Freundinnen waren schon anderweitig beschäftigt. Wir waren dann noch einige Stunden da, haben uns immer mal wieder getroffen und jedes Mal haben wir rum gemacht, ich war ziemlich blau und habe auch Drogen von dem Typ angenommen, also irgendwelche Pillen. Er hat mir dann irgendwann versucht die Hand in die Kimme zu schieben und da bin ich recht schnell abgehauen, ich glaub ich bin einfach weg gelaufen.


Draußen auf der Straße war ich dann aber frustriert, es war halt erst um 4 oder so und ich wusste nicht wohin. Bin dann in die U-Bahn und nach Hause in meine Wohnung. Bin dann auf so eine Schwule-Dating-Seite (die meisten werden wissen welche) und habe mich da, angefickt wie ich war, auf "Suche Sex" gestellt - das erste Mal in meinem Leben. Gleich schrieb mich dann so ein räudiger Punk an, der irgendwo in so einer besetzten Bruchbude bei mir im Kiez wohnt und gerade bei irgendeinem Bekannten am PC war. Jedenfalls hab ich mich irgendwie drauf eingelassen und er schickte mir irgendwelche Bilder von seinem riesigen Prengel. Ich hab mich dann wirklich mit ihm auf einem Spielplatz in der Nähe verabredet, wo er wirklich mit seinem sabbernden Köter auf mich wartete. Dort haben wir dann rum gemacht und wir haben uns dann gegenseitig irgendwie manuell und oral befriedigt, als es schon dämmerte und Leben in die Straßen kam. Anschließend bin ich total verstört nach Hause und hatte am nächsten Tag und heute schreckliche Depressionen als Nachwirkungen der blöden Pillen und fühle mich außerdem total verdorben und dreckig.

Beichthaus.com Beichte #00028582 vom 31.01.2011 um 19:47:36 Uhr in Berlin (54 Kommentare).

In WhatsApp teilen

1A-Spickmethode

45

anhören

Betrug Faulheit Ungerechtigkeit Stolz Schule Lichtenstein

Früher in der Schule hatte ich eine 1A-Methode bei Tests zu betrügen. Den Spickzettel habe ich einfach so aussehen lassen, als handele es sich um den Zettel, auf dem ich den Test gerade schreibe: also oben Name, Klasse und Datum und groß in der Mitte "Klassenarbeit" und dann denn Text immer schön durchnummerieren, dass es so aussieht, als ständen da meine soeben verfassten Lösungen. Den Spickzettel habe ich natürlich erst circa nach der Hälfte des Test hervorgekramt, dass falls der Lehrer doch mal durch die Reihen ging, es ihm nicht spanisch vorkam, wenn nach 5 Minuten bereits ein voller Zettel dort lag. Ich hab das Ganze jahrelang so praktiziert und hab mir damit sozusagen das Abitur ergaunert.

Beichthaus.com Beichte #00028569 vom 26.01.2011 um 22:03:43 Uhr in 09350 Lichtenstein (Gymnasium Prof. Dr. Max Schneider, Lutherplatz 3) (45 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Laubschlacht

14

anhören

Gewalt Waghalsigkeit Schule

Als ich (m/20) in der zweiten Klasse war, habe ich eine Laubschlacht durch unfaire Mittel für mich entschieden. Das kam so: Wie immer im Herbst waren wir Zweitklässler-Jungs während der Hofpause in einem martialischen Gedankenspiel über große Kämpfe befangen, das wir in der Realität durch das Schleudern von Laub aufeinander auslebten. Ein harmloser Kindheitsspaß? Mitnichten, zumindest nicht mit mir in der Clique. Ich kleiner Taktiker wollte für mehr Schlagkraft sorgen und stattete mein Laubgeschoss mit voller Absicht mit einem etwa Ei großen Stein aus. Zugegebenermaßen war ich mir damals noch nicht ganz der Konsequenzen meines Handelns bewusst. Konsequenzen, das hieß in diesem Fall den Verlust von anderthalb Schneidezähnen für einen meiner Klassenkameraden. Die Geschichte hatte noch ein unangenehmes Nachspiel, denn unsere Klassenlehrerin fand meinen taktischen Kniff weniger gelungen. Ob der getroffene Junge noch Milchzähne hatte, entzieht sich übrigens meiner Kenntnis. Jedoch tut mir das Ereignis heute noch Leid, weil ich mich an das unbedarfte, warme Gefühl, mit dem ich den Stein in meinen Laubhaufen lud, noch lebhaft erinnere. So ähnlich müssen sich Serienkiller fühlen. Mir jedenfalls war die Sache eine Lehre und ich habe seitdem nie wieder jemandem mutwillig geschadet. Dennoch habe ich mich bei dem Gesteinigten nie entschuldigen können und bitte deshalb hier stellvertretend um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00028550 vom 21.01.2011 um 21:14:15 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine vernachlässigte Tochter

24

anhören

Trägheit Ignoranz Sucht Games Kinder Herbstein

Meine Tochter (5) hat eine Lernbehinderung - und das wegen mir und meiner damaligen Freundin. Nach der Geburt hat meine Ex nichts für unsere Tochter empfunden. Sie ist so gut wie jeden Tag zu einer Freundin gegangen und hat mich mit unserer Kleinen alleine gelassen. Mit der Zeit wurde ich immer mehr überfordert und so kam es dazu das ich wieder meiner Computersucht verfallen war. Ich habe der Kleinen nur noch die Windeln gewechselt und ihr ihr Fläschchen gegeben. Danach ging es dann wieder direkt an den PC. Der Haushalt wurde nicht gemacht und die Wohnung war ein reines Chaos. So kam es dann auch das eines Tages das Jugendamt vor der Tür stand. Sie haben die kleine direkt mitgenommen und zu einer Pflegefamilie gebracht.

Nach einer Woche bekamen wir Sie unter der Bedingung, dass wir Hilfe annehmen, wieder. Drei mal in der Woche kam jemand von der Familienhilfe und verbrachte einige Stunden mit uns. Meine Ex und ich trennten uns einige Tage später darauf - die kleine blieb bei mir. Von da an ging es nur noch Bergauf. Mir wurde von allen (Jugendamt, Familie) unter die Arme gegriffen. Ein paar Monate später lernte ich (26) dann auch meine jetzige Verlobte (24) kennen. Sie kümmert sich seit Jahren um die kleine, als wenn es ihr eigenes Kind wäre. Die Familienhilfe war nach einem Jahr wieder weg, die kleine geht in einen Heilpädagogischen Kindergarten und alles läuft gut. Alle 2 Wochenenden ist sie bei ihrer Mutter.
Zwar gebe ich meiner kleinen die Liebe und Aufmerksamkeit die sie früher gebraucht hätte, dennoch mache ich mir Tag für Tag vorwürfe und habe Herzschmerzen. Ich hatte eine schöne Kindheit und konnte dies meiner Tochter in der wichtigsten Phase ihres Lebens nicht mit auf dem weg geben. Wenn mir meine Kleine dann sagt, dass sie mich dolle lieb hat, würde ich am liebsten anfangen zu weinen. Mich zerfrisst es Tag für Tag innerlich immer mehr, auch wenn inzwischen alle sagen das ich mich um 180 Grad geändert habe. Ich werde dies mein Leben lang bereuen und nie wieder gut machen können, was ich meiner Tochter genommen habe - auch wenn ich alles versuche damit es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00028547 vom 21.01.2011 um 17:13:23 Uhr in Herbstein (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Im Suff zur Polizeiwache

22

anhören

Trunksucht Peinlichkeit Ekel Polizei Last Night Bremen

Hiermit möchte ich (m) etwas mir im Nachhinein sehr peinliches beichten und ich wünsche mir, dass ich den beiden folgenden Personen hoffentlich nie wieder begegnen werde. Es tut mir auch Leid.
Zum Abend: Letztes Jahr im Herbst stand der 18. Geburtstag meines besten Freundes an. Wir feierten erst in einem Restaurant, in welchem wir ziemlich gut gegessen und auch Unmengen von Bier verhaftet haben. Alles deutete bis dahin auf einen ziemlich geilen Abend hin. Nach einigen Stunden und als Jeder in unserer Männerrunde mittlerweile gut dabei war, wanderten wir zu unserem Irischen Stammpub um dort in besagten Geburtstag reinzufeiern. Dort angekommen fiel ich nach nicht mal fünf Minuten vom Stuhl. Es wurden erneut einiges an Bier bestellt, zudem noch der Geburtstagsschnaps und noch mehr Kurze. Angeblich war auch ein Livesänger vor Ort, welcher für meinen Freund ein Geburtstagsständchen gesungen hat und soll auch versucht haben mehrere Leute anzuknabbern. Da ich mittlerweile völlig stramm war und mich nicht mehr gegen die Kurzen wehren konnte, der Gruppenzwang war einfach zu stark, wollte ich vor die Tür flüchten um frische Luft zu bekommen und dem Suff zu entkommen. Leider gab mir der plötzliche Luftwechsel den Rest und ich bin in einem Hauseingang eingeschlafen.


Die eigentliche Beichte: Gerade als ich aufgewacht bin, hält auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Polizeibus und die zwei Beamten kommen zu mir her. Klassisch, wie es halt sein muss, muss ich mich in dem Moment übergeben.
Die Polizisten nehmen mich mit in den Pub, reden mit der Partygesellschaft und ich werde aus hier nicht genannten Gründen mitgenommen. Als wir dann auf dem Weg zur Polizeiwache waren und wir an einer Ampel standen überkam es mich wieder und die nette Polizistin gab mir noch schnell eine Tüte zum kotzen. Ich kann es zwar nicht direkt beurteilen, aber dann war der Gestank im Wagen wohl so schlimm, dass beide Beamten aus dem Wagen flüchteten und der fahrende Polizist sich sogar in einem Gebüsch übergab. Man bedenke, dass wir an einer roten Ampel standen und hinter uns noch Autos waren. Auf der Wache selbst wurde noch ein wenig über den Kollegen gewitzelt und ich dachte, es würde sich über mich lustig gemacht werden. Eigentlich auch zu Recht und deshalb versuchte ich mich noch im Suff und mit schlecht gelallter Argumentation zu beschweren. Als ich dann endlich gehen durfte und auf dem Heimweg noch einen Döner gegessen habe, habe ich nicht an meinen Personalausweis gedacht. Dieser wurde mir am nächsten Abend von den zwei netten Beamten vorbeigebracht. (Die eine hat mich gehen lassen, der Andere hatte den Ausweis.) Leider war ich in dem Moment zu stolz und noch immer zu verkatert, als dass ich wirklich die entschuldigenden Worte sagen konnte, die ich wollte. Darum entschuldige ich mich hier anonym bei den beiden äußerst netten Polizisten und hoffe doch insgeheim, dass sie diese Beichte nicht lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028538 vom 18.01.2011 um 22:42:12 Uhr in 28203 Bremen (Ostertorsteinweg 80) (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000