Der Traummann aus dem Supermarkt

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Verzweiflung Begehrlichkeit Missbrauch Lügen Partnerschaft

Mein Freund und ich hatten ein erfülltes Liebesleben, in dem ich mich begehrt fühlte und ihm meine geheimsten Wünsche mitteilen konnte. Die Intensität und Leidenschaftlichkeit hat aber rapide abgenommen, seitdem ich im siebten Monat mit unseren Sohn schwanger war. Jetzt ist unser Sohn fünf Monate alt und der Beischlaf läuft immer nach dem gleichen, fantasielosen Muster ab. Wehe, ich äußere mal einen Wunsch wie: "Küsse meinen Hals" oder ähnlich Unverfängliches, denn dann versagt sofort seine Manneskraft und das Unterfangen wird abgebrochen. Ich bin frustriert und traurig. Ich habe schon mehrere Male mit ihm drüber gesprochen und er hat dann jedes Mal gesagt, es wird wieder besser, aber das ist es bisher nicht. Letztens, als er dann von einer Reise kam, fragte ich ihn, ob er sich etwas Erotisches im Internet reingezogen hätte. Er verneinte und sagte, ich solle ihm glauben und vertrauen. Als ich dann etwas völlig anderes an unserem Tablet machen wollte, bekam ich bei der Suchmaschine plötzlich viele Vorschläge für Seiten die sich nur ums Kopulieren drehen. Zu meinem Entsetzen waren die Damen, nach denen er suchte, das Gegenteil meiner Äußerlichkeit.

Ich war tief verletzt und fühlte mich billig, als er versuchte, mit mir zu verkehren. Letztendlich hat er mich so lange bedrängt, bis ich nachgab, obwohl ich öfters deutlich gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Die Art und Weise wie er versucht hat, zu seinem Ziel zu kommen, war auch alles andere als romantisch. Er hat mir einfach die Beine auseinandergedrückt und mich festgehalten. Als ich meinte: "Küss mich wenigstens", antwortete er: "Wenn ich dich küsse, bekomme ich dann was ich will?" Ich hatte den Eindruck, dass er sich nach sieben Tagen Konsum von solchen Seiten einfach abreagieren wollte. Als ich ihn dann darauf ansprach, sagte er, das sei Quatsch. Eine Woche später waren wir dann in einem Supermarkt und ich bemerkte, dass mich ein großer, kräftiger Mann beobachtet. Ich wich seinen Blicken aus, aber ich spürte sein Interesse. Als mein Mann und ich dann ein paar Tage später miteinander schliefen, kam mir plötzlich ganz unvermittelt das Bild dieses Mannes in den Kopf und ich stellte mir vor, auf ihm zu sitzen. Es erregte mich so sehr, dass ich sofort kam. Seitdem stelle ich mir immer vor, wie mein Traummann so wäre, denn mein Mann behandelt mich nicht wie früher. Und seit dem unfreiwilligen Mal denke ich auch immer öfter darüber nach, mich von ihm zu trennen.

Beichthaus.com Beichte #00035529 vom 22.04.2015 um 16:02:29 Uhr (23 Kommentare).

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Von Modekrankheiten und Mimosen

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Hochmut Ignoranz Gesellschaft Gesundheit

Ich war in meinen fast 33 Jahren schon ein paar Mal im Krankenhaus - als Besucher - außer bei zwei Gegebenheiten. Einmal bei meiner Geburt und kurz darauf wegen Leistenbruch bei der Geburt. Ich war noch nie ernsthaft krank, das Höchste der Gefühle ist mal eine Erkältung. Ich kann alles essen, zu jeder Jahreszeit rausgehen, und auch alles an Kleidung tragen, habe also keine Allergien oder Unverträglichkeiten. Nun gibt es aber Menschen, die wegen jedem Wehwehchen zum Onkel Doktor rennen, die dies und das nicht essen können, die nicht rausgehen können, weil irgendwelche Pollen in der Luft rumschwirren oder die Sonne im falschen Winkel auf die Erde scheint. Es ist mir klar, dass es sicherlich einen gewissen Prozentsatz an Menschen gibt, die solche Probleme haben. Aber mittlerweile nimmt das Ausmaße an, die nicht mehr normal sind. Ich persönlich denke, dass ein großer Teil sich etwaige Unverträglichkeiten einbildet. Vielleicht brauchen sie die Aufmerksamkeit, vielleicht sind das auch alles Hypochonder. Und ich denke, das ist ein Problem der westlichen Kultur - ich habe jahrelang im Ausland gelebt und in vielen Ländern gibt es so etwas komischerweise nicht. Vielleicht verstecken die sich auch alle.


Ich beichte also hiermit, dass ich Leute, die bei einem Gespräch von ihren Leiden anfangen, verabscheue. Ausgenommen sind nur ältere Menschen, denn die haben nun mal Probleme, da wir mittlerweile viel zu lange leben und der Körper in den meisten Fällen nicht damit klarkommt. Und Leute die eine wirkliche Krankheit haben wie Krebs, Tuberkulose, Cholera oder Ähnliches. Diese ganzen Psycho-Krankheiten, da kommt es mir auch hoch. Burn-out-Syndrom, Depressionen und so weiter. Fragt mal Leute in der Dritten Welt, ob die Depressionen haben, die wissen noch nicht, woher die am Abend Essen nehmen sollen, aber lachen und freuen sich am Leben. Familienväter, die zehn Stunden am Tag schuften, um mit dem kargen Lohn die mehrköpfige Familie zu ernähren, nach der Arbeit noch andere Jobs ausüben und keine Sicherheit haben, das sie am nächsten Tag wieder arbeiten dürfen, bei denen könnte ich Burnout verstehen.


Schwangere Frauen können auch schlimm sein. Das ganze Pipapo um die Geburt und den Geburtsschmerz. Ich habe Videos von Geburten gesehen, plopp und da wars. Meine Oma ging am Tag nach der Geburt meines Vaters wieder rauf aufs Feld. Wer weiß, vielleicht bin ich ja auch ein Supermensch. Ich bin in richtig verseuchte Gegenden gefahren, wurde von Insekten, die ich noch nie gesehen habe, gestochen, fahre ohne Probleme in Malaria-Hochburgen, esse alles, was kriecht und krabbelt, treibe regelmäßig Sport, rauche wie ein Schlot, esse ungesundes Essen und schaffe es trotzdem, nicht krank zu werden und mir nichts zu brechen. Ich glaube, eine Prellung hatte ich mal, da kam Eis drauf und gut ist.


Ich fahre ab und zu nach Deutschland, um die Familie zu besuchen, und das fängt im Flieger schon an, mit Touristen, die zurückfliegen. Man hätte ja nie etwas mit Eis getrunken, weil das ja eventuell kein reines Wasser war, welches zu Eis gemacht wurde. Man hatte sich zehn Cremes mitgenommen - gegen dies und das. Man muss seine Haut befeuchten, die verträgt die Luft im Flieger nicht. Wenn man so etwas täglich hört, dann nimmt man es wohl nicht wirklich mehr wahr. Aber für mich kommt das immer volle Kanne beim Deutschlandbesuch. Ich sehe diese Menschen als Weicheier und Mimosen an, die jeder Modekrankheit hinterherlaufen, und strafe mit meinen Gedanken sicher auch einen kleinen Teil Menschen, die wirkliche Probleme haben. Für die tut es mir leid. Aber der Rest sollte wirklich mal wieder dem eigenen Körper mehr zutrauen. Wir sind nicht umsonst mit an die Spitze der Evolution gekommen, weil unser Körper sich an die meisten Gegebenheiten anpassen kann.

Beichthaus.com Beichte #00035510 vom 20.04.2015 um 18:35:15 Uhr (24 Kommentare).

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“Folge

Ein Date mit meinem Freier

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Prostitution Schamlosigkeit Peinlichkeit Dating Redefin

Ich (w/21) möchte hiermit beichten, dass ich mich vor Kurzem prostituiert habe. Nicht nur wegen des Geldes, auch weil es mich irgendwie gereizt hat. Ich habe ziemlich viele Nachrichten bekommen, von verschiedenen Männern. Ich habe mir natürlich nur die gut aussehenden […]
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Beichthaus.com Beichte #00035496 vom 19.04.2015 um 16:17:49 Uhr in Redefin (22 Kommentare).

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Ich habe meinen Freund entjungfert

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Verzweiflung Partnerschaft

Oft sehe ich in der Beziehung von meinem Freund und mir keinen Sinn mehr. Wir sind seit etwas mehr als zwei Jahren zusammen. Zwischendurch fehlt einfach die Romantik. Ganz weg ist sie nicht, aber irgendwas fehlt. Mir fehlt es, wie er am Anfang der Beziehung war. So wie er jetzt ist, hätte ich mich nicht in ihn verliebt. Das weiß er auch. Noch dazu das Problem, dass ich ihn entjungfert habe. An sich finde ich das sehr schön. Aber oft sehe ich mich vor meinem inneren Auge Schluss machen, damit er nicht mit 30 Jahren ankommt, er habe was verpasst und macht dann Schluss oder geht fremd. Das belastet mich sehr stark. Denn viel Sex kann ich ihm auch nicht bieten, da ich durch persönliche Probleme keinen Trieb habe. Jedes Mal ist für mich sehr schmerzhaft. Wieso das so ist, spielt keine Rolle. Die Gründe kennt er jedoch alle. Wir reden da sehr offen drüber. Manchmal in meinen Phasen, in denen es mir wieder schlecht geht, will ich am Liebsten alles beenden. Dann weine ich bei dem Gedanken daran.

Beichthaus.com Beichte #00035476 vom 17.04.2015 um 16:03:58 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Neue Prioritäten mit Kind

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Verzweiflung Falschheit Feigheit Selbstsucht

Ich (m/31) habe gemerkt, dass ich in den letzten anderthalb Jahren meine persönliche Einstellung zu gewissen Dingen krass geändert habe. Dies ist, denke ich, hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass ich vor knapp zwei Jahren Vater geworden bin und aufgrund der erheblichen zeitlichen Einschränkung versuche, meine Zeit effektiver zu nutzen und mich mehr auf wesentliche und wichtige Dinge konzentrieren möchte. Ich war schon immer eher schlank, früher auch sportlich, und habe vor einem Jahr wieder damit angefangen. Mittlerweile ist mir die Gesundheit und Fitness, aber auch die Optik dabei sehr wichtig, was ich auch gerne bei meiner Freundin hätte. Früher hieß es immer, wer nur auf das Äußere achtet, ist oberflächlich. Mittlerweile sehe ich das aber nicht mehr so. Ich habe einfach nur ein Leben, und das möchte ich gefälligst schön und gesund verbringen. Das ist einfach eine Lebenseinstellung, nicht bloß pure Eitelkeit. Leider hat meine Freundin fast keinen Spaß an Sport, weswegen ich in der Hinsicht auf Dauer echte Probleme befürchte.

Weiterhin glaube ich, dass das Konzept der Ehe total überholt und veraltet ist und nur noch dazu dient, Steuern zu sparen. Mein Leben lang wurde mir aber immer eine heile Familienwelt mit perfekter Partnerschaft und etc. vorgelebt, weswegen ich auch irgendwie dachte, dass es so sein muss. Mittlerweile ist das aber gar nicht mehr so. Hinzu kommt, dass diese Scheiß Disney-Filme und romantischen Komödien stets die monogame und romantische Beziehung verherrlichen. Das ist zum Kotzen! Ich liebe meine Freundin - die auch die Mutter meines Kindes ist - aber ich möchte einfach nicht auf Dauer sexuell an eine Person gebunden sein. Meine Freundin ist anscheinend aber wesentlich prüder und auch konservativer als es zu Beginn unserer Beziehung den Anschein gemacht hat. Ich habe mir meine Arbeit nicht nach dem Verdienst ausgesucht, sondern danach, auch mit etwas Schönem zu tun zu haben. Da ich trotzdem im technischen Bereich bin, verdiene ich insgesamt recht solide, jedoch produziere ich größtenteils nur wertlosen Papierkram, den sowieso kein Schwein liest und der fast keinen Nutzen hat. Sprich: Ich habe am Ende des Tages nicht das Gefühl, etwas Tolles und Sinnvolles geschaffen zu haben. Und mit der Verantwortung für eine kleine Familie ist das Geld trotzdem knapp. Mittlerweile bereue ich es, dass ich nicht eine erschwinglichere Branche gewählt habe. Es kommt nämlich auch hinzu, dass ich, seitdem ich weniger Zeit und mehr Verantwortung habe, auch egoistischer der Welt (nicht meiner Familie) gegenüber geworden bin. Jedoch wäre dieses egoistische Verhalten für meine Freunde, Verwandte und Freundin sehr neu und vermutlich eher abstoßend.

Ich beichte also, dass ich einen Haufen Gedanken mit mir rumtrage, die, wenn ich sie aussprechen würde, die Menschen, die mir am meisten bedeuten, richtig verletzen würde. Ich weiß nicht, wie dies enden soll. Anscheinend habe ich die letzten zehn Jahre in einer bequemen Welt gelebt, wo alles gut und entspannt war und ich keine Probleme hatte. Aber jetzt - mit Kind und Verantwortung - hat sich mir anscheinend erst klar gemacht, was wirklich wichtig ist. Leider beißt sich das mit vielen der Sachen, die ich in den Jahren davorgemacht habe. Und insbesondere mit den Sachen, die meine Freundin für wichtig hält.

Beichthaus.com Beichte #00035464 vom 16.04.2015 um 09:17:11 Uhr (19 Kommentare).

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